{"id":21859,"date":"2023-07-20T09:39:33","date_gmt":"2023-07-20T06:39:33","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/attacken-auf-schwarzmeerhafen-selenskyj-fordert-mehr-hilfe-bei-der-luftverteidigung\/"},"modified":"2023-07-20T09:39:33","modified_gmt":"2023-07-20T06:39:33","slug":"attacken-auf-schwarzmeerhafen-selenskyj-fordert-mehr-hilfe-bei-der-luftverteidigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/attacken-auf-schwarzmeerhafen-selenskyj-fordert-mehr-hilfe-bei-der-luftverteidigung\/","title":{"rendered":"Attacken auf Schwarzmeerh\u00e4fen \u2013 Selenskyj fordert mehr Hilfe bei der Luftverteidigung"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Nach den verheerenden russischen Angriffen auf H\u00e4fen am Schwarzen Meer hat Kiew weitere Hilfe bei der Luftverteidigung gefordert. \u00bbBei jedem solchen Angriff appellieren wir immer wieder an unsere Partner: Die ukrainische Luftverteidigung muss gest\u00e4rkt werden\u00ab, sagte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache am Mittwoch. Die s\u00fcdukrainische Region Odessa geriet unterdessen in der Nacht zum Donnerstag erneut unter Beschuss.<\/p>\n<p>Durch die Angriffe wurden ukrainischen Angaben zufolge zuletzt rund 60.000 Tonnen Getreide vernichtet. Selenskyj sprach vom \u00bbwom\u00f6glich gr\u00f6\u00dften Versuch Russlands seit Beginn des gro\u00df angelegten Krieges, Odessa Schaden zuzuf\u00fcgen\u00ab.<\/p>\n<p>So wurde die Hafenstadt Mykolajiw, etwa 100 Kilometer s\u00fcdwestlich von Odessa gelegen, zum Ziel russischer Angriffe. Ein dreist\u00f6ckiges Wohnhaus im Stadtzentrum sei getroffen worden, teilt der Gouverneur der Region, Witalij Kim, auf Telegram mit. Mehrere Personen seien get\u00f6tet und mindestens neun Menschen verletzt worden.<\/p>\n<p>Auch Odessa selbst sei wieder angegriffen worden \u2013 es war jetzt die dritte Nacht in Folge mit Raketenalarm. Wieder seien Explosionen in der N\u00e4he des Hafens zu h\u00f6ren gewesen, berichten lokale Medien. Die Luftverteidigung sei aktiv geworden.<\/p>\n<p>Zudem warnte die ukrainische Luftwaffe auf Telegram, es seien Absch\u00fcsse von \u00dcberschall-Schiffsabwehrraketen in Richtung der Region Odessa registriert worden. Sie rief die Menschen auf, in Deckung zu bleiben. Bereits in den beiden vorangegangenen N\u00e4chten hatte Russland die Region Odessa mit Luftangriffen \u00fcberzogen.<\/p>\n<h3><strong>USA warnen vor russischen Attacken auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer<\/strong><\/h3>\n<p>Russland erw\u00e4gt nach Angaben der USA Angriffe auf zivile Schiffe mit Getreide aus der Ukraine im Schwarzen Meer. \u00bbDas russische Milit\u00e4r k\u00f6nnte seine Angriffe auf ukrainische Getreideanlagen ausweiten auf Angriffe auf zivile Schiffe\u00ab, sagte Adam Hodge, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der USA, am Mittwoch (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP. Die Annahmen beruhten auf neu freigegebenen Geheimdienstinformationen, fuhr Hodge fort.<\/p>\n<p>Seinen Angaben zufolge \u00bbdeuten unsere Informationen darauf hin, dass Russland zus\u00e4tzliche Seeminen in den Zufahrten zu ukrainischen H\u00e4fen gelegt hat\u00ab. Die USA glaubten, dies sei eine \u00bbkoordinierte Anstrengung, um Angriffe auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer zu rechtfertigen und die Ukraine f\u00fcr diese Angriffe verantwortlich zu machen\u00ab.<\/p>\n<p>Das russische Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch angek\u00fcndigt, alle Schiffe im Schwarzen Meer mit dem Ziel Ukraine ab Donnerstag als Schiffe einzustufen, \u00bbdie potenziell milit\u00e4rische Ladung transportieren\u00ab. Zudem w\u00fcrden L\u00e4nder, unter deren Flagge Frachtschiffe auf dem Weg in ukrainische H\u00e4fen fahren, k\u00fcnftig als Konfliktparteien auf Seiten Kiews gewertet.<\/p>\n<p>Der Getreideexport ist f\u00fcr die Ukraine eine wichtige Einnahmequelle. Und viele L\u00e4nder Afrikas h\u00e4ngen von den Lieferungen aus der Kriegsregion ab: L\u00e4nder wie Somalia und Eritrea bezogen vor dem Krieg rund die H\u00e4lfte ihres Weizens aus der Ukraine. Die erneute russische Blockade versch\u00e4rft die ohnehin bestehende Hungerkrise.<\/p>\n<h3>Amnesty beklagt Druck auf Kriegsgegner in Russland<\/h3>\n<p>Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat angesichts der versch\u00e4rften Gesetze in Russland zunehmenden Druck auf Gegner des Krieges in der Ukraine beklagt. \u00bbDie Unterdr\u00fcckung in Russland ist tiefgreifend. Eine ganze Bandbreite von Ma\u00dfnahmen wird eingesetzt, um Kritik am russischen Angriffskrieg zum Schweigen zu bringen\u00ab, teilte die Organisation in Berlin mit. Immer wieder werden Menschen in Russland, die den Krieg kritisieren, mit Ordnungs- oder auch Haftstrafen belegt. Teils verh\u00e4ngen Gerichte jahrelange Lagerhaft. Inzwischen seien mehr als 20.000 Aktivistinnen und Aktivisten betroffen.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrden Menschen kriminalisiert, die ihre Meinung sagten. Amnesty kritisierte, dass Russland sein Justizsystem benutze, um Andersdenkende zu bestrafen. \u00bbDie \u00e4u\u00dferst unfairen Prozesse in diesem System f\u00fchren zu Gef\u00e4ngnisstrafen und hohen Geldstrafen\u00ab, sagte Julia Duchrow, stellvertretende Generalsekret\u00e4rin von Amnesty International in Deutschland, einer Mitteilung der Organisation zufolge.<\/p>\n<p>Es seien \u00bbneue, absurde Gesetze\u00ab verabschiedet worden, hie\u00df es. Nach den Gesetzen steht es etwa unter Strafe, die russische Armee zu diffamieren, was etwa die Erw\u00e4hnung von Kriegsverbrechen unm\u00f6glich macht. Oft angewendet wird auch ein Gesetz, nach dem die Verbreitung von Falschinformationen verboten ist. Was richtig und was falsch ist, legt dabei meist der Machtapparat fest. Amnesty dokumentiert auch F\u00e4lle, in denen Russen zu Lagerhaft verurteilt wurden \u2013 und nun von der Organisation als politische Gefangene angesehen werden.<\/p>\n<h3>Mehr Ausbildung und Waffen: Ukraine kann auf neue EU-Zusagen hoffen<\/h3>\n<p>Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hat EU-Chefdiplomat Josep Borrell f\u00fcr ein Au\u00dfenministertreffen an diesem Donnerstag vorgeschlagen, der Regierung in Kiew eine deutliche Ausweitung des milit\u00e4rischen Ausbildungsprogramms f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte zuzusichern. Wenn die Umst\u00e4nde es zulassen, k\u00f6nnte demnach sogar eine schrittweise Verlagerung der Trainingsaktivit\u00e4ten in die Ukraine in Betracht gezogen werden.<\/p>\n<p>Zudem empfiehlt Borrell, weitere Milliardensummen f\u00fcr die Lieferung von Waffen und Ausr\u00fcstung bereitzustellen. Konkret will der Spanier unter anderem zusagen, dass sich die EU auch an Kosten f\u00fcr die Bereitstellung von modernen Kampfjets beteiligt. Das geht aus einem Vorschlagspapier hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.<\/p>\n<p>Hintergrund der Vorschl\u00e4ge von Borrell ist eine Ende Juni von den Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten beschlossene Erkl\u00e4rung. In ihr hei\u00dft es: \u00bbDie EU und ihre Mitgliedstaaten sind bereit, sich an k\u00fcnftigen Sicherheitszusagen zu beteiligen, um langfristige Stabilit\u00e4t in der Ukraine zu gew\u00e4hrleisten.\u00ab Kurz darauf hatte dann die G7-Gruppe westlicher Wirtschaftsm\u00e4chte am Rande des Nato-Gipfels eine Rahmenvereinbarung f\u00fcr solche Sicherheitszusagen vorgestellt, die nun mit konkreten Inhalten gef\u00fcllt werden soll.<\/p>\n<p>Die bisherigen Pl\u00e4ne f\u00fcr die Ausbildung der ukrainischen Streitkr\u00e4fte sehen vor, 30.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten in EU-Staaten auszubilden. Dieses Ziel wird allerdings schon bald erreicht sein, weil bereits jetzt 25.000 Soldatinnen ein Trainingsprogramm abgeschlossen haben oder es gerade absolvieren. \u00bbIn K\u00fcrze m\u00fcssen neue quantitative und qualitative Ausbildungsziele festgelegt werden\u00ab, hei\u00dft es in Papier Borrells.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den verheerenden russischen Angriffen auf H\u00e4fen am Schwarzen Meer hat Kiew weitere Hilfe bei der Luftverteidigung gefordert. \u00bbBei jedem solchen Angriff appellieren wir immer wieder an unsere Partner: Die<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":21860,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-21859","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21859","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21859"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21859\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21859"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21859"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21859"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}