{"id":21814,"date":"2023-07-18T12:57:21","date_gmt":"2023-07-18T09:57:21","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/forscher-erwarten-2024-nur-noch-177-000-neue-wohnungen\/"},"modified":"2023-07-18T12:57:21","modified_gmt":"2023-07-18T09:57:21","slug":"forscher-erwarten-2024-nur-noch-177-000-neue-wohnungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/forscher-erwarten-2024-nur-noch-177-000-neue-wohnungen\/","title":{"rendered":"Forscher erwarten 2024 nur noch 177.000 neue Wohnungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Aussichten f\u00fcr den deutschen Wohnungsbau sind extrem d\u00fcster. Im Mai sank die Zahl der Baugenehmigungen stark um 25,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 23.500 Wohnungen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Zahl sinkt damit seit einem Jahr kontinuierlich. Zudem erwarten Wirtschaftsforscher einen noch st\u00e4rkeren Einbruch: Die Zahl neu fertiggestellter Wohneinheiten in Mehr- und Einfamilienh\u00e4usern d\u00fcrfte bis auf 177.000 sinken, wie aus einer Untersuchung des gewerkschaftsnahen Instituts f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung (IMK) hervorgeht.<\/p>\n<p>Im laufenden Jahr d\u00fcrften es der Studie zufolge im schlechtesten Fall 223.000 Wohnungen sein, 2022 waren es noch 295.000 gewesen. Damit k\u00f6nnte 2024 fast wieder der historische Tiefststand von 2009 erreicht werden. Das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von j\u00e4hrlich 400.000 neuen Wohnungen w\u00fcrde deutlich verfehlt. Der m\u00f6gliche Einbruch bei den Fertigstellungen entspricht den Berechnungen zufolge einem R\u00fcckgang der realen Wohnungsbauinvestitionen um knapp 21 Milliarden Euro in diesem und von gut 16 Milliarden Euro im kommenden Jahr.<\/p>\n<p>Um den absehbaren Einbruch der privaten Bauinvestitionen zumindest teilweise auszugleichen, pl\u00e4dieren die Forscher f\u00fcr eine sp\u00fcrbare weitere Aufstockung der \u00f6ffentlichen Ausgaben f\u00fcr den sozialen Wohnungsbau. \u00bbDamit k\u00f6nnte nicht nur ein Absturz der Baubranche verhindert, sondern auch der Anteil g\u00fcnstigerer und energieeffizienter Wohnungen gesteigert werden\u00ab, so die Studie. Diese w\u00fcrden von privaten Bautr\u00e4gern angesichts zu hoher Bau- und Finanzierungskosten zu selten gebaut. Bef\u00fcrchtungen, ein verst\u00e4rktes Engagement der \u00f6ffentlichen Hand treibe die Baupreise nach oben und indirekt auch die Inflation, halten die IMK-Fachleute f\u00fcr \u00fcberzogen.<\/p>\n<h3>Hohe Baukosten, hohe Zinsen<\/h3>\n<p>Konkret k\u00f6nne nach Analysen des IMK insbesondere eine Aufstockung und Ausweitung von existierenden Programmen der staatlichen F\u00f6rderbank KfW f\u00fcr den sozialen Wohnungsbau helfen, die durch steigende Zinsen verursachten Kosten abzufedern und so Bauprojekte zu erm\u00f6glichen. Eine weitere Option bestehe in der Erbpacht. Mittelfristig sinnvoll sei der Aufbau neuer \u00f6ffentlicher Einrichtungen, die den Bau bezahlbaren Wohnraums f\u00f6rdern \u2013 etwa ein Bodenfonds, der die Kommunen dabei unterst\u00fctzen k\u00f6nne, das \u00f6ffentliche Eigentum an Grund und Boden auszuweiten. Zudem k\u00f6nne ein Beteiligungsfonds als Minderheitsgesellschafter die Eigenkapitalbasis der \u00f6ffentlichen Wohnungsbaugesellschaften st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Immerhin nimmt das Tempo mittlerweile etwas ab, mit dem die Baugenehmigungen zur\u00fcckgehen: Im April hatte es mit 31,9 Prozent den st\u00e4rksten Einbruch seit mehr als 17 Jahren gegeben, im M\u00e4rz fiel der R\u00fcckgang mit 29,6 Prozent \u00e4hnlich hoch aus. \u00bbZum R\u00fcckgang der Bauvorhaben d\u00fcrften weiterhin vor allem steigende Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen beigetragen haben\u00ab, teilten die amtlichen Statistiker mit. Nach acht Zinserh\u00f6hungen der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) in Folge auf aktuell 4,00 Prozent haben sich Baukredite sp\u00fcrbar verteuert.<\/p>\n<p>Von Januar bis Mai wurden insgesamt 113.400 Baugenehmigungen f\u00fcr Wohnungen erteilt, das waren 27 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In den Zahlen sind sowohl die Zusagen f\u00fcr Wohnungen in neuen Geb\u00e4uden als auch f\u00fcr neue Wohnungen in bestehenden Geb\u00e4uden enthalten. Die Zahl der Bauzusagen f\u00fcr Einfamilienh\u00e4user brach in den ersten f\u00fcnf Monaten um 35,1 Prozent auf 22.600 \u00fcberdurchschnittlich stark ein. Bei den Zweifamilienh\u00e4usern gab es einen noch gr\u00f6\u00dferen R\u00fcckgang von 53,5 Prozent auf 6500. \u00bbAuch bei der zahlenm\u00e4\u00dfig st\u00e4rksten Geb\u00e4udeart, den Mehrfamilienh\u00e4usern, verringerte sich die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich\u00ab, betonten die Statistiker. Hier gab es ein Minus von 26,5 Prozent auf 61.200.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aussichten f\u00fcr den deutschen Wohnungsbau sind extrem d\u00fcster. 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