{"id":21810,"date":"2023-07-18T08:39:16","date_gmt":"2023-07-18T05:39:16","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-frank-walter-steinmeier-bundeswehr-letzte-generation-klimawandel-tour-de-france\/"},"modified":"2023-07-18T08:39:16","modified_gmt":"2023-07-18T05:39:16","slug":"news-frank-walter-steinmeier-bundeswehr-letzte-generation-klimawandel-tour-de-france","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-frank-walter-steinmeier-bundeswehr-letzte-generation-klimawandel-tour-de-france\/","title":{"rendered":"News: Frank-Walter Steinmeier, Bundeswehr, Letzte Generation, Klimawandel, Tour de France"},"content":{"rendered":"<h3>Die tragische Figur Steinmeier<\/h3>\n<p class=\"caps\">Bundespr\u00e4sident <strong>Frank-Walter Steinmeier<\/strong> besucht heute die <strong>Gebirgsj\u00e4gerbrigade <\/strong>23 des Heeres im bayerischen Bad Reichenhall. Vermutlich h\u00e4tte der Pr\u00e4sident auch ohne den Krieg in der Ukraine Gebirgsj\u00e4gern und anderen Soldaten mal einen Besuch abgestattet. Im Zuge der von Bundeskanzler Olaf Scholz kurz nach Kriegsbeginn ausgerufenen <strong>\u00bbZeitenwende\u00ab<\/strong> wirkt ein solcher Besuch gleich anders: als Teil eines neuen politischen Kurses.<\/p>\n<p>Hinter der \u00bbZeitenwende\u00ab steckt ja nicht nur die Rechtfertigung f\u00fcr das hundert Milliarden schwere \u00bbSonderverm\u00f6gen\u00ab f\u00fcr die Bundeswehr. Ihre Ausrufung sollte zugleich f\u00fcr einen ge\u00e4nderten, <strong>vermutlich wertsch\u00e4tzenderen Blick <\/strong>auf die <strong>Armee <\/strong>und das Milit\u00e4rische an sich stehen. In der Bundesrepublik hatte man ja aus gutem Grunde lange Zeit ein, sagen wir, etwas distanzierteres Verh\u00e4ltnis zu Waffen und Soldaten als in anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Nun besucht der Bundespr\u00e4sident also die Gebirgsj\u00e4ger. Er wird das sicher souver\u00e4n machen, wird die richtigen, wohltemperierten Worte finden. Und trotzdem ist es seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine <strong>kompliziert <\/strong>f\u00fcr Steinmeier. Wenn er sich zu diesem Krieg verh\u00e4lt, kann er es eigentlich nur falsch machen. Weil er wie kein zweiter Politiker, der heute noch in Amt oder W\u00fcrden ist, f\u00fcr den <strong>Schmusekurs mit Russland<\/strong> stand. Auch deshalb hatte die ukrainische F\u00fchrung anfangs kein Interesse an einem Besuch Steinmeiers in Kiew.<\/p>\n<p>W\u00fcrde Steinmeier in dieser Situation beispielsweise die Lieferung weiterer Waffen an die Ukraine hinterfragen, w\u00fcrde er gleich wieder als Kremlfreund kritisiert. Andererseits wirkt es auch seltsam, wenn der Bundespr\u00e4sident als einer von wenigen deutschen Politikern die amerikanische Lieferung von zu Recht ge\u00e4chteter Streumunition an die Ukraine rechtfertigte. Man d\u00fcrfe den Vereinigten Staaten da \u00bbnicht in den Arm fallen\u00ab. Da denkt man dann: Hier muss jemand wohl \u00fcberkompensieren, um ja nicht noch mal als Kremlfreund verd\u00e4chtigt zu werden. <strong>Steinmeier <\/strong>ist in gewisser Weise <strong>zur tragischen Figur geworden.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Krieg in der Ukraine: Nein zu Streubomben                                       <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Letzte Generation und letzte Instanz<\/h3>\n<p>Die<strong> Letzte Generation <\/strong>besch\u00e4ftigt das Land, auch heute wieder. Hoffentlich nicht bei der Fahrt zur Arbeit oder in den Urlaub. In jedem Fall aber <strong>vor Gericht <\/strong>und auf dem <strong>Podium<\/strong>. In Berlin beginnt heute ein sogenanntes <strong>beschleunigtes Verfahren<\/strong> gegen einen Aktivisten, der im April die Fassade der<strong> FDP-Parteizentrale<\/strong> in Berlin-Mitte mit einer \u00d6l \u00e4hnlichen Fl\u00fcssigkeit<strong> beschmiert haben soll<\/strong>. Zudem wurden mehrere Plakate mit originellen Inhalten wie diesem an die Fassade geklebt: \u00bbFDP: Profis im Blockieren, Kleben am Verbrenner\u00ab stand unter anderem darauf.<\/p>\n<p>In Hannover wiederum findet heute eine Podiumsdiskussion zum Thema \u00bbKlimaproteste aus der Perspektive des Rechts. Hannovers Verst\u00e4ndigung mit der \u203aLetzten Generation\u2039\u00ab statt. Diskutiert werden soll die Frage, ob das \u00bbRecht dem Unrecht weicht\u00ab, wenn auf Gespr\u00e4che mit der Letzten Generation eingegangen wird.<\/p>\n<p><strong>Hannovers Oberbu\u0308rgermeister Belit Onay<\/strong> von den Gr\u00fcnen hatte der Letzten Generation zugesichert, dass er ihre <strong>zentralen Forderungen teilen <\/strong>und sich f\u00fcr sie einsetzen werde. Im Gegenzug hatten die Aktivisten zugesichert, Hannover k\u00fcnftig <strong>mit Protestaktionen <\/strong>zu <strong>verschonen<\/strong>.<\/p>\n<p>Ich finde es falsch, sich <strong>von <\/strong>den <strong>Aktivisten erpressen <\/strong>zu lassen (Onay bekundet, er sei nicht erpresst worden, sondern teile die Forderungen ohnehin aus \u00dcberzeugung). Und es ist richtig, gegen Straftaten wie Sachbesch\u00e4digung juristisch vorzugehen. Aber wo wir schon mal bei Recht und Gesetz sind: Dass die <strong>Bundesregierung <\/strong>vom <strong>Grundgesetz <\/strong>dazu <strong>verpflichtet <\/strong>ist, <strong>konkretere und verbindlichere Schritte f\u00fcr den Klimaschutz <\/strong>zu unternehmen, weil sonst die Freiheitsrechte k\u00fcnftiger Generationen massiv eingeschr\u00e4nkt werden, sollte bei aller Emp\u00f6rung \u00fcber die Aktivisten auch nicht ganz vergessen werden.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Schnellverfahren gegen Klimaaktivisten: Kurzer Prozess? Denkste! <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Tour-ismus der Superlative<\/h3>\n<p>Am heutigen Nachmittag, auch schon mal als Hinweis an die lieben Kollegen, werde ich wahrscheinlich nicht ansprechbar sein. Bei der <strong>Tour de France <\/strong>steht heute das <strong>Bergzeitfahren <\/strong>auf dem Programm, 22 Kilometer gegen die Uhr, jeder f\u00fcr sich. Es ist gut m\u00f6glich, dass der Kampf ums Gelbe Trikot <strong>heute entschieden<\/strong> wird.<\/p>\n<p>Die Tour ist nach Jahren im Dopingsumpf und Jahren der Langeweile wieder zu einem <strong>absolut faszinierenden Ereignis<\/strong> geworden (ohne Langeweile ist garantiert, ohne Doping leider nicht). Einen gro\u00dfen Anteil daran haben <strong>die beiden f\u00fchrenden Athleten<\/strong>, der D\u00e4ne <strong>Jonas Vingegaard <\/strong>und der Slowene <strong>Tadej Poga\u010dar<\/strong>. Nach 60 Stunden im Sattel und zigtausend gefahrenen Kilometern trennen die beiden <strong>genau zehn Sekunden<\/strong>. So spannend war die Tour seit Ewigkeiten nicht mehr. Fast t\u00e4glich nimmt der eine dem anderen ein paar Sekunden ab. Ich pers\u00f6nlich bin Team Poga\u010dar, weil ich ihn, zumindest aus der Ferne des Fernsehzuschauers, sympathischer finde und seinen Fahrstil aufregender. Aber das kann man nat\u00fcrlich auch anders sehen.<\/p>\n<p>Am Ende dieser Schw\u00e4rmerei habe ich noch zwei Tipps f\u00fcr sie:<\/p>\n<p>F\u00fcr alle, die bereits der Tour verfallen sind, genau wie f\u00fcr jene, denen sich die Faszination dieses Rennen bislang noch nicht erschlossen hat, empfehle ich die neue Netflix-Serie \u00bbIm Hauptfeld\u00ab. Deren Macher begleiteten im vergangenen Jahr zahlreiche Teams durch die dreiw\u00f6chige Rundfahrt. Hier wird zum Beispiel deutlich, wie viel Teamtaktik und Teamwork zu diesem Rennen geh\u00f6rt, das im Fernsehen oft wie das gro\u00dfe Duell der Egomanen wirkt.<\/p>\n<p>Und wenn es um die laufende Tour geht, empfehle ich die Berichte meines Kollegen Peter Ahrens hier auf SPIEGEL.de. Der liefert n\u00e4mlich feinste Doku-Qualit\u00e4t im Tagesrhythmus.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Tour de France: Nach 60 Stunden auf dem Rad zehn Sekunden Vorsprung<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Hier geht\u2019s zum aktuellen Tagesquiz<\/h3>\n<p>Wie hoch lag der Frauenanteil im Deutschen Bundestag, als dieser 1949 erstmals zusammentrat?<\/p>\n<h3>Verlierer des Tages\u2026<\/h3>\n<p>\u2026sind alle <strong>Menschen in Deutschland<\/strong>, die sich <strong>nicht mal eine Woche Urlaub im Jahr<\/strong> leisten k\u00f6nnen. Das sind 21,9 Prozent der Bev\u00f6lkerung, wie aus einer Anfrage der Linken im Deutschen Bundestag hervorgeht, unter Alleinerziehenden sogar 42 Prozent. Mich haben diese Zahlen zutiefst deprimiert. Als privilegierter Mensch mit Job und gutem Einkommen kann ich trotzdem nur erahnen, wie sich ein Alltag ohne Aussicht auf Urlaub anf\u00fchlt.<\/p>\n<p>In einem insgesamt so wohlhabenden und verm\u00f6genden Land wie Deutschland sollte es f\u00fcr alle ein Recht auf Urlaub geben. Am besten, indem die Entlohnung im Lande so menschenw\u00fcrdig wird, dass sich alle Arbeitenden mindestens eine Woche Urlaub leisten k\u00f6nnen. Und andernfalls mit einem staatlichen Urlaubsgeld.<\/p>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>USA verlegen Zerst\u00f6rer und Kampfflugzeuge in Golfregion: <\/strong>Immer wieder kommt es in der Golfregion zu Zwischenf\u00e4llen mit Tankern und Handelsschiffen \u2013 mit iranischen Einheiten im Mittelpunkt. Nun r\u00fcstet die US-Armee in der Region auf.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Washington l\u00e4sst Netanyahu nach Biden-Telefonat auflaufen: <\/strong>Die Beziehungen zwischen den USA und Israel sind seit Monaten eisig, auf einen Besuch im Wei\u00dfen Haus wartet Israels Ministerpr\u00e4sident Netanyahu seit seiner Amtsr\u00fcckkehr. Daran wird sich so schnell nichts \u00e4ndern, stellt Washington nun klar.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Amts\u00e4rzte fordern Siesta in Deutschland \u2013 zumindest im Sommer: <\/strong>Fr\u00fch aus den Federn, ranklotzen und dann Mittagsruhe: So arbeiten viele Menschen in S\u00fcdeuropa. In den hei\u00dfen Monaten k\u00f6nnte das laut \u00c4rzten auch ein System f\u00fcr Deutschland sein.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Kolumne \u2013 Deutschland auf dem Abstiegsplatz:<\/strong>\u00d6konomen und Politiker wollen die Strompreise ausgew\u00e4hlter Branchen subventionieren, um die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Das ist das falsche Rezept. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Ohne Touristen stirbt dieses Inselparadies aus: <\/strong>Vor der K\u00fcste von Mauke tanzen die Wale, und jede Urlauberin wird mit einem Blumenkranz begr\u00fc\u00dft. Unsere Autorin entdeckt eine entschleunigte Insel, die ums \u00dcberleben k\u00e4mpft. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Handys am Arbeitsplatz \u2013 und sie st\u00f6ren doch! <\/strong>Das Handy ist am Arbeitsplatz ein St\u00f6rfaktor, selbst wenn es ausgeschaltet ist, sagt die Psychologin Jeanette Skowronek. Sie gibt Tipps, wie man sich besser konzentrieren kann, ohne das Smartphone ganz zu verbannen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Des Kaisers neue Sitten: <\/strong>Oral oder anal, mit Tieren oder in Gruppen \u2013 das Liebesleben im R\u00f6mischen Reich war wild und dekadent. Kaiser Augustus versuchte deshalb, Moral per Gesetz zu verordnen. Doch seine Tochter vermasselte den Plan. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Einen heiteren Dienstag w\u00fcnscht Ihnen<\/p>\n<p><em>Ihr Markus Feldenkirchen, Autor im SPIEGEL-Hauptstadtb\u00fcro<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die tragische Figur Steinmeier Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier besucht heute die Gebirgsj\u00e4gerbrigade 23 des Heeres im bayerischen Bad Reichenhall. 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