{"id":21786,"date":"2023-07-17T07:46:55","date_gmt":"2023-07-17T04:46:55","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/kreml-stellt-russische-carlsberg-und-danone-tochter-unter-staatsverwaltung\/"},"modified":"2023-07-17T07:46:55","modified_gmt":"2023-07-17T04:46:55","slug":"kreml-stellt-russische-carlsberg-und-danone-tochter-unter-staatsverwaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/kreml-stellt-russische-carlsberg-und-danone-tochter-unter-staatsverwaltung\/","title":{"rendered":"Kreml stellt russische Carlsberg- und Danone-T\u00f6chter unter Staatsverwaltung"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Russland, das war \u2013 auch wenn es lange her ist \u2013 mal so etwas wie ein gelobtes Land f\u00fcr viele westliche Konzerne. Sie investierten in den Wachstumsmarkt, rund 140 Millionen potenzielle Kunden klangen verlockend. Sp\u00e4testens mit Beginn des russischen \u00dcberfalls auf die Ukraine aber hat sich das komplett gedreht.<\/p>\n<p>Westliche Konzerne sitzen seitdem in einer Zwickm\u00fchle: Auf ihren Heimatm\u00e4rkten in den USA und Europa geraten sie unter \u00f6ffentlichen Rechtfertigungsdruck, warum sie weiter Gesch\u00e4fte in Russland machen und dort Steuern zahlen. Einige Firmen haben auch deshalb ihren R\u00fcckzug verk\u00fcndet \u2013 aber das wiederum hat dazu gef\u00fchrt, dass der Kreml Gegenma\u00dfnahmen ergriffen hat.<\/p>\n<p>Nun werden diese Gegenma\u00dfnahmen offenbar auf zwei sehr prominente westliche Unternehmen angewendet: den Brauerei-Riesen Carlsberg aus D\u00e4nemark und den franz\u00f6sischen Lebensmittelproduzenten Danone. Der Kreml hat das Russlandgesch\u00e4ft beider Konzerne unter Staatsverwaltung gestellt. Pr\u00e4sident Wladimir Putin unterzeichnete am Sonntag einen Erlass, demzufolge eine Regierungsbeh\u00f6rde die Kontrolle \u00fcber die Danone-Beteiligung sowie den Carlsberg-Anteil an Russlands gr\u00f6\u00dfter Brauerei \u00fcbernimmt.<\/p>\n<h3>Kreml verabschiedet neue Regeln<\/h3>\n<p>Die Baltika-Gruppe, an der Carlsberg zuletzt einen Anteil von 27 Prozent hielt, braute zuletzt in Lizenz auch ausl\u00e4ndische Marken wie Warsteiner, Holsten oder Tuborg. Sie galt lange zweitgr\u00f6\u00dfte Brauerei des Kontinents. Carlsberg hatte im Juni die Abgabe des Aktienpakets an einen \u00f6ffentlich nicht genannten K\u00e4ufer bekannt gegeben, wof\u00fcr aber Genehmigungen erforderlich seien. Danone hatte im Oktober einen R\u00fcckzug aus Russland angek\u00fcndigt, was zu Abschreibungen in H\u00f6he von bis zu einer Milliarde Euro f\u00fchren k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Von Danone und Carlsberg waren laut der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag zun\u00e4chst keine Stellungnahmen zu erhalten. In einem \u00e4hnlichen Schritt wie dem nun von Putin unterzeichneten Erlass hatte Russland im April die Landesgesellschaften der Energiekonzerne Uniper aus Deutschland und Fortum aus Finnland unter staatliche Kontrolle gestellt.<\/p>\n<p>Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im vergangenen Jahr haben sich zahlreiche westliche Konzerne aus Russland zur\u00fcckgezogen. Im Zusammenhang mit einer m\u00f6glichen oder vollzogenen Aufgabe des jeweiligen Gesch\u00e4fts waren oft hohe Abschreibungen verbunden.<\/p>\n<p>Russland hatte erst Anfang Juli die H\u00fcrden f\u00fcr den R\u00fcckzug vom russischen Markt deutlich erh\u00f6ht. Westliche Firmen d\u00fcrfen ihre Beteiligungen demzufolge nur mit erheblichem Abschlag auf den Marktwert verkaufen. In der Vergangenheit geschlossene Buy-Back-Klauseln f\u00fcr einen m\u00f6glichen sp\u00e4teren Wiedereintritt auf den russischen Markt wurden verboten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russland, das war \u2013 auch wenn es lange her ist \u2013 mal so etwas wie ein gelobtes Land f\u00fcr viele westliche Konzerne. 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