{"id":21782,"date":"2023-07-17T03:46:23","date_gmt":"2023-07-17T00:46:23","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/libyen-migranten-aus-wuste-gerettet-vorwurfe-gegen-tunesische-behorden\/"},"modified":"2023-07-17T03:46:23","modified_gmt":"2023-07-17T00:46:23","slug":"libyen-migranten-aus-wuste-gerettet-vorwurfe-gegen-tunesische-behorden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/libyen-migranten-aus-wuste-gerettet-vorwurfe-gegen-tunesische-behorden\/","title":{"rendered":"Libyen: Migranten aus W\u00fcste gerettet \u2013 Vorw\u00fcrfe gegen tunesische Beh\u00f6rden"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Gerade erst wurde bekannt, dass die EU und Tunesien wegen der steigenden Zahlen von Migranten und ihrer lebensgef\u00e4hrlichen Mittelmeer\u00fcberfahrten eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit anpeilen. Da kommen aus der Grenzregion des nordafrikanischen Landes neue beunruhigende Meldungen.<\/p>\n<p>Libysche Grenzsch\u00fctzer haben demnach mindestens 80 in dem W\u00fcstengebiet gestrandete Migranten aufgegriffen. Die M\u00e4nner, Frauen und Kinder aus L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara waren eigenen Angaben zufolge in dem W\u00fcstengebiet von den tunesischen Beh\u00f6rden ausgesetzt und ohne Wasser und Nahrung zur\u00fcckgelassen worden, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag berichteten.<\/p>\n<p>Die AFP-Journalisten sahen, wie die Fl\u00fcchtlinge in einem unbewohnten Gebiet in der N\u00e4he des Grenzortes Al Assah auf libyschem Gebiet umherirrten. Demnach waren sie sichtlich ersch\u00f6pft, lagen durstig im Sand und suchten bei Temperaturen von \u00fcber 40 Grad Schutz unter sp\u00e4rlichen Str\u00e4uchern. Libysche Grenzsch\u00fctzer gaben ihnen Wasser und brachten zuerst die Frauen und etliche Kinder, darunter auch Babys, in eine Unterkunft. Dort wurden sie weiter versorgt.<\/p>\n<p>In einem von libyschen Grenzbeamten im Onlinedienst Facebook geposteten Video fragt ein Offizier, w\u00e4hrend er auf die nur wenige hundert Meter entfernte tunesische Grenze zeigt: \u00bbSeht ihr sie? Das ist erb\u00e4rmlich! Sie werden von Tunesien nach Libyen abgeschoben.\u00ab In den Aufnahmen des Grenzschutzes ist auch ein Mann zu sehen, der sagt, die tunesische Polizei habe \u00bbuns nach Libyen abgeschoben\u00ab. Er wolle nach Tunesien zur\u00fcckkehren, wo sich noch seine Familie aufhalte, f\u00fcgt er hinzu.<\/p>\n<p>In den vergangenen Tagen waren bereits mehr als 600 in die W\u00fcste gedr\u00e4ngte Migranten vom tunesischen Roten Halbmond gerettet worden, die Anfang Juli nahe dem Ort Ras Dschedir 40 Kilometer n\u00f6rdlich von Al Assah ausgesetzt worden waren. Tunesischen Aktivisten zufolge hielten sich am Freitag noch bis zu 150 Menschen in grenznahen W\u00fcstengebieten auf.<\/p>\n<p>Nach Auseinandersetzungen mit Bewohnern der Hafenstadt Sfax waren in den vergangenen Tagen hunderte afrikanische Migranten in die W\u00fcste geflohen oder gewaltsam dorthin vertrieben worden. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden sie dorthin von der tunesischen Polizei getrieben und ihrem Schicksal \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Sfax gilt als einer der Starth\u00e4fen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus afrikanischen L\u00e4ndern, die von dort in Booten nach Europa aufbrechen. Die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Tunesiens liegt rund 130 Kilometer von der italienischen Insel Lampedusa entfernt.<\/p>\n<h3>Anschuldigungen des tunesischen Pr\u00e4sidenten<\/h3>\n<p>In Tunesien war es zuletzt zu einem Anstieg rassistisch motivierter Angriffe gegen Menschen aus afrikanischen L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara gekommen, nachdem Pr\u00e4sident Kais Saied im Februar \u00bbHorden\u00ab illegaler Migranten einer \u00bbkriminellen Verschw\u00f6rung\u00ab beschuldigt hatte.<\/p>\n<p>EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen, die Regierungschefs der Niederlande und Italiens sowie Tunesiens Pr\u00e4sident Kais Saied hatten am Sonntag in Tunis die Unterzeichnung einer Absichtserkl\u00e4rung verk\u00fcndet. Damit kann die EU-Kommission f\u00fcr das wirtschaftlich schwer angeschlagene Land in Nordafrika Finanzhilfen in H\u00f6he von bis zu 900 Millionen Euro auf den Weg bringen.<\/p>\n<p>Vor gut einem Monat waren die EU-Politiker bereits zu Gespr\u00e4chen in Tunesien, um den Deal auszuhandeln. Im Gegenzug f\u00fcr die Finanzhilfen soll Tunesien k\u00fcnftig st\u00e4rker gegen Schlepper und illegale \u00dcberfahrten vorgehen, um dort die Abfahrten von Menschen in Richtung Europa zu reduzieren. Vor allem die italienische Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni dr\u00e4ngte auf eine Vereinbarung, um die von Tunesien ablegenden Boote auf deren Weg nach S\u00fcditalien und damit in die Europ\u00e4ische Union fr\u00fch zu stoppen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade erst wurde bekannt, dass die EU und Tunesien wegen der steigenden Zahlen von Migranten und ihrer lebensgef\u00e4hrlichen Mittelmeer\u00fcberfahrten eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit anpeilen. 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