{"id":21066,"date":"2023-06-16T01:46:36","date_gmt":"2023-06-15T22:46:36","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/aurora-italien-setzt-weiteres-deutsches-seenotrettungsboot-fest\/"},"modified":"2023-06-16T01:46:36","modified_gmt":"2023-06-15T22:46:36","slug":"aurora-italien-setzt-weiteres-deutsches-seenotrettungsboot-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/aurora-italien-setzt-weiteres-deutsches-seenotrettungsboot-fest\/","title":{"rendered":"\u00bbAurora\u00ab: Italien setzt weiteres deutsches Seenotrettungsboot fest"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Der Tod von mutma\u00dflich mehreren hundert Migranten bei einer Bootshavarie im Mittelmeer zwischen Italien und Griechenland hat international Entsetzen ausgel\u00f6st. Italien schr\u00e4nkt derweil die Einsatzf\u00e4higkeit privater Seenotretter weiter ein.<\/p>\n<p>Wie die in Berlin ans\u00e4ssige Hilfsorganisation Sea-Watch mitteilte, haben die italienischen Beh\u00f6rden mit der \u00bbAurora\u00ab ein drittes deutsches Seenotrettungsschiff vorl\u00e4ufig aus dem Verkehr gezogen. Das Boot sei demnach am Mittwochabend in Lampedusa festgesetzt worden.<\/p>\n<p>Als Grund sei angegeben worden, dass das Schiff ein Regierungsdekret missachtet habe. Vor der \u00bbAurora\u00ab hatte Rom zuletzt auch schon die \u00bbMare*Go\u00ab ebenfalls auf Lampedusa und die \u00bbSea-Eye 4\u00ab in Ortona festgesetzt.<\/p>\n<h3>Crew lief nicht vorgeschriebenen Hafen an<\/h3>\n<p>Hintergrund der Ma\u00dfnahme ist eine Anordnung der rechtsnationalistischen Regierung in Rom. Demnach m\u00fcssen private Seenotretter nach einem Einsatz unverz\u00fcglich in den Hafen fahren, der ihnen zugeteilt wird. Im Fall der \u00bbAurora\u00ab war das Trapani auf Sizilien. Die Crew entschied, trotz der Anweisung das nahe gelegene Lampedusa anzusteuern. Aus Sicht der Aktivisten war dies wegen des k\u00f6rperlichen Zustandes der 39 geretteten Menschen notwendig.<\/p>\n<p>Unter den Migranten waren unbegleitete Minderj\u00e4hrige und eine Schwangere. Sie waren am Montag im Mittelmeer von einem seeuntauglichen Boot gerettet worden, wie es hie\u00df. Treibstoff, Lebensmittel und Wasser seien aufgebraucht gewesen.<\/p>\n<p>Nichtregierungsorganisationen kritisieren seit Wochen das Dekret und werfen der Regierung von Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni Schikane vor. Rom wolle durch die Ma\u00dfnahmen ausl\u00e4ndische Helfer abschrecken, so der Vorwurf. Die Regierung verteidigt ihre Entscheidung und sagt, freiwillige Retter w\u00fcrden Regeln missachten und nicht mit den Beh\u00f6rden kooperieren.<\/p>\n<p>Das verheerende Ungl\u00fcck vor der K\u00fcste der griechischen Halbinsel Peloponnes am Mittwoch wirft derweil die Frage auf, ob die K\u00fcstenwachen und Sicherheitsbeh\u00f6rden der Anrainerstaaten in dem Gebiet nicht fr\u00fcher h\u00e4tten eingreifen m\u00fcssen. Hinweise auf das v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllte Boot gab es offenbar bereits am Dienstag.<\/p>\n<h3>H\u00e4tte das Ungl\u00fcck vor Griechenland verhindert werden k\u00f6nnen?<\/h3>\n<p>Nach Angaben der griechischen K\u00fcstenwache war den Menschen auf dem v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllten Boot mehrfach durch die K\u00fcstenwache selbst sowie vorbeifahrende Frachter per Funk Hilfe angeboten worden. Der Kapit\u00e4n habe den Angaben zufolge jedoch abgelehnt und angegeben, nach Italien weiterreisen zu wollen.<\/p>\n<p>Alarm Phone, eine Initiative, die Rufe von in Not geratenen Migrantenschiffen entgegennimmt, teilte indes mit, man habe Kontakt zu Menschen gehabt, die sich ihrer Meinung nach auf demselben Schiff befunden und verzweifelt um Hilfe ersucht h\u00e4tten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tod von mutma\u00dflich mehreren hundert Migranten bei einer Bootshavarie im Mittelmeer zwischen Italien und Griechenland hat international Entsetzen ausgel\u00f6st. Italien schr\u00e4nkt derweil die Einsatzf\u00e4higkeit privater Seenotretter weiter ein. 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