{"id":21064,"date":"2023-06-15T23:36:48","date_gmt":"2023-06-15T20:36:48","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/griechenland-neun-festnahmen-nach-bootsungluck\/"},"modified":"2023-06-15T23:36:48","modified_gmt":"2023-06-15T20:36:48","slug":"griechenland-neun-festnahmen-nach-bootsungluck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/griechenland-neun-festnahmen-nach-bootsungluck\/","title":{"rendered":"Griechenland: Neun Festnahmen nach Bootsungl\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Nach dem Untergang eines Bootes im Mittelmeer mit mindestens 78 Toten hat die griechische K\u00fcstenwache neun \u00dcberlebende festgenommen. Sie sollen als Schleuser agiert haben. Wie der staatliche Rundfunk (ERT) am Donnerstagabend berichtete, wird den aus \u00c4gypten stammenden M\u00e4nnern unter anderem die Bildung einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Sie sollen dem Staatsanwalt der Hafenstadt Kalamata vorgef\u00fchrt werden. Dieser werde entscheiden, wie es weitergehe, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Es wird bef\u00fcrchtet, dass beim Untergang des Fischkutters am Mittwoch rund 50 Seemeilen s\u00fcdwestlich der griechischen Halbinsel Peloponnes Hunderte Migranten ums Leben gekommen sind. Die K\u00fcstenwache konnte 104 Menschen retten. Die Befragung der \u00dcberlebenden durch Ermittler der K\u00fcstenwache dauerte am Donnerstagabend an. Nach neuesten Erkenntnissen der Beh\u00f6rde sei der Fischkutter vor einigen Tagen aus \u00c4gypten gestartet, habe dann einen Stopp im libyschen Tobruk gemacht und weitere Menschen aufgenommen. Danach nahmen die Schleuser Kurs auf Italien.<\/p>\n<p>Bis zum Freitag sollen die \u00dcberlebenden in ein Fl\u00fcchtlingslager nahe Athen gebracht werden. Die meisten Passagiere stammen laut K\u00fcstenwache aus Syrien, Afghanistan und Pakistan. Die geborgenen Toten wurden bereits im Laufe des Donnerstags nach Athen gebracht, wo versucht werden soll, die Leichen unter anderem mithilfe von DNA-Proben zu identifizieren.<\/p>\n<h3>\u00bbDie EU bringt Menschen um<strong>\u00ab<\/strong><\/h3>\n<p>In Griechenland protestierten am Donnerstag zahlreiche Menschen gegen die EU-Migrationspolitik. Demonstrationen gab es am Abend etwa in der Hauptstadt Athen und in der Hafenstadt Thessaloniki. \u00bbDie EU bringt Menschen um<strong>\u00ab<\/strong>, hie\u00df es auf Transparenten, wie Reporter vor Ort berichteten. Zu den Protesten hatten die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) und mehrere linksgerichtete Studierenden- und Gewerkschaftsorganisationen sowie Parteien der au\u00dferparlamentarischen Linken aufgerufen.<\/p>\n<p>Im Hafen von Kalamata trafen am Donnerstag aus anderen Staaten Europas Verwandte der Vermissten ein. Sie versuchten von den Beh\u00f6rden und den \u00dcberlebenden etwas \u00fcber das Schicksal ihrer Angeh\u00f6rigen zu erfahren, berichteten Reporter vor Ort.<\/p>\n<h3>Scholz und Faeser best\u00fcrzt<\/h3>\n<p>Bundeskanzler Olaf Scholz zeigte sich nach dem Untergang des Bootes best\u00fcrzt \u00fcber die vielen Opfer. \u00bbDas ist bedr\u00fcckend und ruft uns alle mal mehr dazu auf, alles daf\u00fcr zu tun, dass Menschen nicht diese gef\u00e4hrlichen Fluchtrouten w\u00e4hlen<strong>\u00ab<\/strong>, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag nach der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz in Berlin. Er w\u00fcnsche sich eine L\u00f6sung mithilfe eines gemeinsamen und solidarischen \u00bbSystems des Umgangs<strong>\u00ab<\/strong> mit der Migration in Europa.<\/p>\n<p>Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) bezog am Donnerstagnachmittag Stellung: \u00bbWir d\u00fcrfen angesichts dieser Not nicht abstumpfen, sondern m\u00fcssen beharrlich weiter daran arbeiten, legale Migrationswege zu schaffen und Migrationsabkommen zu schlie\u00dfen, die Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit achten<strong>\u00ab<\/strong>, sagte sie. Wenn Menschen nach klaren Kriterien nach Deutschland k\u00e4men, zerst\u00f6re das auch das Gesch\u00e4ftsmodell der Schleuser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Untergang eines Bootes im Mittelmeer mit mindestens 78 Toten hat die griechische K\u00fcstenwache neun \u00dcberlebende festgenommen. Sie sollen als Schleuser agiert haben. 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