{"id":20980,"date":"2023-06-12T07:16:06","date_gmt":"2023-06-12T04:16:06","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-12-juni\/"},"modified":"2023-06-12T07:16:06","modified_gmt":"2023-06-12T04:16:06","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-12-juni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-12-juni\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Montag (12. Juni)"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p class=\"caps\">Die ukrainische Armee hat erste milit\u00e4rische Erfolge ihrer Gegenoffensive gegen die russischen Truppen verk\u00fcndet: Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte meldeten am Sonntag die R\u00fcckeroberung von drei D\u00f6rfern in der Region Donezk im teilweise russisch besetzten Osten des Landes. Ukrainische Soldaten best\u00e4tigten derweil die Zerst\u00f6rung vom Westen gelieferter Panzer durch russischen Beschuss in der weiter s\u00fcdlich gelegenen Region Saporischschja. In den s\u00fcdukrainischen \u00dcberschwemmungsgebieten wurden derweil nach Beh\u00f6rdenangaben drei Menschen bei russischen Angriffen get\u00f6tet und mindestens zehn weitere verletzt.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erkl\u00e4rte das ukrainische Heer, ukrainische Soldaten h\u00e4tten das Dorf Blagodatne \u00bbbefreit\u00ab. Weniger als drei Stunden sp\u00e4ter meldeten die ukrainischen Grenzschutztruppen die R\u00fcckeroberung der Ortschaft Neskutschne: \u00dcber dem Ort wehe wieder \u00bbdie ukrainische Flagge\u00ab. Am Abend erkl\u00e4rte schlie\u00dflich Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar, auch die nahe von Blagodatne gelegene Ortschaft Makariwka sei wieder in ukrainischer Hand.<\/p>\n<p>Es handelt sich um die ersten von ukrainischer Seite gemeldete R\u00fcckeroberung von Ortschaften seit Monaten. Zuvor hatte Kiew lediglich die R\u00fcckeroberung von einigen hundert Quadratmetern am Rande der monatelang umk\u00e4mpften Stadt Bachmut gemeldet.<\/p>\n<p>Nachdem Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin am Freitag berichtet hatte, die monatelang erwartete ukrainische Gro\u00dfoffensive sei bereits im vollen Gang, hatte der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Samstag lediglich von \u00bbGegenoffensiv- und Defensiv-Aktionen\u00ab gesprochen, zu denen er aber \u00bbkeine Einzelheiten\u00ab nennen werde.<\/p>\n<p>Selenskyj hat die Sch\u00fcsse auf Rettungsboote mit Zivilisten im gefluteten Kriegsgebiet Cherson im S\u00fcden des Landes scharf verurteilt. \u00bbSogar Tiere haben mehr Moral als Sie, russischer Staat\u00ab, sagte Selenskyj in seiner am Sonntag in Kiew verbreiteten allabendlichen Videobotschaft. \u00bbRussische Terroristen beschie\u00dfen weiter Evakuierungswege, Evakuierungspunkte, Boote, die die Menschen wegbringen.\u00ab<\/p>\n<p>Ein Boot mit 21 Menschen war laut ukrainischen Beh\u00f6rden am Sonntag von Russen beschossen worden, w\u00e4hrend die Zivilisten sich aus dem von Moskau besetzten Teil des Gebiets Cherson in Sicherheit bringen wollten. Drei Menschen starben, zehn wurden verletzt.<\/p>\n<p>Erst habe Russland den Staudamm gesprengt, dann die Menschen in dem \u00dcberschwemmungsgebiet ihrem Schicksal \u00fcberlassen und nun werde noch auf sie geschossen, sagte Selenskyj. Er sagte, Vertreter des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag h\u00e4tten sich in Cherson selbst ein Bild von der Lage gemacht. Das rechte Ufer des Dnipro-Flusses ist unter ukrainischer Kontrolle. Die Experten h\u00e4tten mit der Untersuchung der Katastrophe begonnen.<\/p>\n<p>\u00bbDiese Untersuchung ist sehr wichtig f\u00fcr die Sicherheit der ganzen Welt\u00ab, sagte Selenskyj. Eine Bestrafung Russlands sei Voraussetzung daf\u00fcr, dass sich dieses B\u00f6se in der Welt nicht wiederhole. Selenskyj zufolge sind bisher etwa 4000 Menschen gerettet worden. Dutzende St\u00e4dte und D\u00f6rfer seien noch \u00fcberschwemmt, am schlimmsten sei die Lage weiter im russisch besetzten Teil des Gebiets Cherson auf der linken Dnipro-Uferseite. Die Evakuierung dauere an. Russland wiederum macht die Ukraine f\u00fcr die Zerst\u00f6rung des Staudamms verantwortlich.<\/p>\n<p>Selenskyj teilte in seiner Videobotschaft auch mit, dass er weitere 178 Menschen auf eine Sanktionsliste gesetzt habe, die \u00bbdem B\u00f6sen dienen, zu dem der russische Staat geworden ist\u00ab. Es gehe um Verantwortliche, die Freiheiten zerst\u00f6rt h\u00e4tten und eine Schl\u00fcsselrolle spielten bei den Repressionen in den besetzten Gebieten der Ukraine und in Russland selbst. Jeder \u00bbKomplize der russischen Diktatur\u00ab werde zur Verantwortung gezogen, versprach er.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Russlands Verteidigungsministerium will alle russischen Freiwilligenverb\u00e4nde per Anordnung unter seine Befehlsgewalt bringen. Bis zum 1. Juli m\u00fcssten alle diese Einheiten einen Vertrag mit der Beh\u00f6rde unterzeichnen, teilte der stellvertretende Verteidigungsminister Nikolai Pankow in Moskau mit. Es gebe inzwischen mehr als 40 Freiwilligenverb\u00e4nde, deren rechtlicher Status so abgesichert werden solle. Der Chef der russischen Privatarmee Wagner, Jewgeni Prigoschin, teilte am Sonntag mit, er weigere sich, solch einen Vertrag zu unterschreiben.<\/p>\n<p>Verteidigungsminister Sergej Schoigu k\u00f6nne \u00fcber das Ministerium und die Soldaten bestimmen, sagte Prigoschin in einer \u00fcber seinen Telegram-Kanal ver\u00f6ffentlichten Sprachnachricht. Der Minister sei aber schon bisher nicht in der Lage, seine eigenen Truppen zu f\u00fchren. Wagner werde daher keine Vertr\u00e4ge mit Schoigu unterzeichnen. Es k\u00f6nne sein, dass Wagner dann keine Waffen und Munition erhalte \u2013 doch nur so lange, bis das Ministerium die Hilfe der Privatarmee brauche.<\/p>\n<p>Prigoschin betonte zugleich mit Blick auf die Befehlsgewalt, dass er sich Pr\u00e4sident Wladimir Putin als Oberbefehlshaber und den Interessen Russlands unterordne. Dagegen hatte er Schoigu und den russischen Generalstabschef Waleri Gerassimow angesichts einer Vielzahl an Niederlagen in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine bereits zuvor Unf\u00e4higkeit vorgeworfen.<\/p>\n<h3><strong>Lage am Kraftwerk <\/strong>Saporischschja <\/h3>\n<p>Angesicht von Diskrepanzen bei den gemeldeten Daten zur Wasserh\u00f6he im ukrainischen Kachowka-Stausee hat die Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA gefordert, selbst Messungen vor Ort vornehmen zu k\u00f6nnen. St\u00e4ndig im Atomkraftwerk von Saporischschja pr\u00e4sente IAEA-Inspekteure m\u00fcssten Zugang zu dem Stausee erhalten um kl\u00e4ren zu k\u00f6nnen, warum es \u00bbbedeutende Unterschiede\u00ab bei den Messungen verschiedener Einrichtungen gebe, erkl\u00e4rte die Atomenergiebeh\u00f6rde am Sonntag.<\/p>\n<p>Er hoffe, dass seine Mitarbeiter \u00bbsehr bald\u00ab Zugang bek\u00e4men, um die Lage unabh\u00e4ngig bewerten zu k\u00f6nnen, betonte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi.<\/p>\n<p>Der Staudamm des Kachowka-Stausees war am Dienstag zerst\u00f6rt worden, riesige Mengen Wasser traten aus und Gebiete im weiten Umkreis wurden \u00fcberschwemmt. Das Wasser des Sees wird auch zur K\u00fchlung der sechs Reaktoren des Atomkraftwerks von Saporischschja genutzt. Dieses ist seit Monaten von russischen Truppen besetzt.<\/p>\n<p>Laut IAEA gab die Verwaltung eines nahe des Akw Saporischschja gelegenen Heizkraftwerks die Wasserh\u00f6he im Stausee am Sonntag mit 11,27 Metern an, gegen\u00fcber fast 17 Metern vor dem Dammbruch. Von anderen an den Stausee grenzenden Orten w\u00fcrden jedoch weiter zur\u00fcckgehende Pegelst\u00e4nde gemeldet, betonte die Atomenergiebeh\u00f6rde. Der Unterschied liege bei bis zu zwei Metern gegen\u00fcber der in Saporischschja gemeldeten Wasserh\u00f6he.<\/p>\n<p>Die Reaktoren des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja sind seit Monaten abgeschaltet. Der Brennstoff in den Reaktorkernen und in den Lagerbecken muss jedoch st\u00e4ndig gek\u00fchlt werden, um eine Kernschmelze und die Freisetzung von Radioaktivit\u00e4t in die Umwelt zu verhindern.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un sicherte dem russischen Pr\u00e4sidenten Putin eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit zu. Er rufe zu einer \u00bbengeren strategischen Zusammenarbeit\u00ab auf, sagte Kim in der von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA ver\u00f6ffentlichten Botschaft. Er reiche Putin fest die Hand, \u00bbentsprechend dem gemeinsamen Wunsch beider V\u00f6lker, das gro\u00dfe Ziel des Aufbaus eines m\u00e4chtigen Landes zu erreichen.\u00ab <\/p>\n<p>Kim verteidigte auch Putins Einmarsch in die Ukraine und sichert ihm \u00bbvolle Unterst\u00fctzung und Solidarit\u00e4t zu\u00ab. \u00bbDie Gerechtigkeit wird siegen, und das russische Volk wird der Geschichte des Sieges weiterhin Ruhm hinzuf\u00fcgen.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ber\u00e4t am Abend in Paris mit den Pr\u00e4sidenten Frankreichs und Polens, Emmanuel Macron und Andrzej Duda, \u00fcber die Lage in der Ukraine (19.30 Uhr). Dabei geht es sowohl um weitere milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung als auch um humanit\u00e4re Hilfe nach der teilweisen Zerst\u00f6rung des Kachowka-Staudamms.<\/p>\n<p>Themen des Arbeitsessens sind nach Angaben des Elys\u00e9e-Palasts zudem Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine sowie die Vorbereitung der anstehenden Gipfel der EU und der Nato. Zuletzt hatte im Februar in M\u00fcnchen ein Treffen im Format des sogenannten Weimarer Dreiecks stattgefunden.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das sagt Kiew Die ukrainische Armee hat erste milit\u00e4rische Erfolge ihrer Gegenoffensive gegen die russischen Truppen verk\u00fcndet: Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte meldeten am Sonntag die R\u00fcckeroberung von drei D\u00f6rfern in der<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20981,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-20980","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20980","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20980"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20980\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20981"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20980"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20980"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20980"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}