{"id":20864,"date":"2023-06-07T07:28:05","date_gmt":"2023-06-07T04:28:05","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-7-juni\/"},"modified":"2023-06-07T07:28:05","modified_gmt":"2023-06-07T04:28:05","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-7-juni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-7-juni\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Mittwoch (7. Juni)"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p class=\"caps\">Die Ukraine wird sich laut Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj auch durch die Explosion des Staudamms am Dnjepr im S\u00fcden des Landes nicht an der R\u00fcckeroberung besetzter Gebiete hindern lassen. \u00bbDie von russischen Terroristen verursachte Katastrophe im Wasserkraftwerk Kachowska wird die Ukraine und die Ukrainer nicht aufhalten\u00ab, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Zugleich versprach er den Betroffenen in der \u00dcberschwemmungsregion Hilfe. Selenskyj bezeichnete die Zerst\u00f6rung des Staudamms als eine \u00bbMassenvernichtungs-Umweltbombe\u00ab.<\/p>\n<p>Nach seiner Darstellung diente die Sprengung des Staudamms dazu, die ukrainische Gegenoffensive auszubremsen. \u00bbWir werden trotzdem unser gesamtes Land befreien\u00ab, sagte er. Solche Attacken k\u00f6nnten Russlands Niederlage nicht verhindern, sondern f\u00fchrten nur dazu, dass Moskau am Ende einen h\u00f6heren Schadensersatz zahlen m\u00fcsse. Der ukrainische Generalstaatsanwalt habe sich bereits an den Internationalen Strafgerichtshof mit der Bitte um eine Untersuchung der Explosion gewandt.<\/p>\n<p>Selenskyj pr\u00e4sentierte auch eine Begr\u00fcndung daf\u00fcr, warum Russland die von Halbinsel Krim mit solch einer Sprengung von der Wasserversorgung abschneide. Moskau hat sich seinen Angaben nach bereits darauf eingestellt, die seit 2014 annektierte Krim zu verlieren.<\/p>\n<p>Nach der Explosion des Kachowka-Staudamms rechnet das ukrainische Agrarministerium ersten Sch\u00e4tzungen zufolge mit der \u00dcberschwemmung von etwa 10.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfl\u00e4che am n\u00f6rdlichen Ufer des Dnjepr in der Region Cherson. Am s\u00fcdlichen Ufer, im russisch besetzten Gebiet, werde ein Vielfaches dieser Fl\u00e4che \u00fcberflutet, teilte das Ministerium am Dienstagabend auf seiner Webseite mit. Detaillierte Informationen sollen demnach in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden, wenn sich das Ministerium ein genaues Bild von der Lage gemacht habe.<\/p>\n<p>\u00bbDar\u00fcber hinaus wird die von Menschen verursachte Katastrophe die Wasserversorgung von 31 Feldbew\u00e4sserungssystemen in den Regionen Dnipropetrowsk, Cherson und Saporischschja zum Erliegen bringen\u00ab, so das Ministerium. \u00bbDie Zerst\u00f6rung des Wasserkraftwerks Kachowka wird dazu f\u00fchren, dass sich die Felder im S\u00fcden der Ukraine bereits im n\u00e4chsten Jahr in W\u00fcsten verwandeln k\u00f6nnten\u00ab, hie\u00df es weiter. Auch die Trinkwasserversorgung in besiedelten Gebieten sei betroffen. Zudem erwartet das Agrarministerium nach eigenen Angaben negative Folgen f\u00fcr die Fischerei.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Nach der Zerst\u00f6rung des Staudamms will Russland Uno-Hilfskr\u00e4fte nur dann auf das von Moskau kontrollierte Gebiet lassen, wenn sie \u00fcber Russland dorthin reisen. \u00bbSie weigern sich einfach, von der Russischen F\u00f6deration aus zu gehen\u00ab, sagte der russische Uno-Botschafter Wassili Nebensja vor einer Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrates in New York. Zugang sei den Hilfskr\u00e4ften \u00bberlaubt, sofern sie aus dem richtigen Gebiet einreisen.\u00ab Nebensja lie\u00df zudem durchblicken, dass er eine unabh\u00e4ngige Untersuchung zu den Hintergr\u00fcnden der Zerst\u00f6rung bef\u00fcrworten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Ukraine beschuldigt Russland, den Damm gesprengt zu haben, dessen Zerst\u00f6rung gro\u00dfe \u00dcberflutungen verursacht hat. Moskau behauptet, dass ukrainische Truppen die Anlage beschossen h\u00e4tten. Nach Uno-Angaben sind mindestens 16.000 Menschen in der Region durch \u00dcberschwemmungen obdachlos geworden.<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Washington warnte vor \u00bbwom\u00f6glich vielen Toten\u00ab, die Uno sprach von humanit\u00e4ren Folgen f\u00fcr \u00bbHunderttausende Menschen auf beiden Seiten der Frontlinie\u00ab. \u00dcber Nacht h\u00e4tten Tausende Menschen ihre H\u00e4user verloren, weitere Tausende h\u00e4tten keinen Zugang zu Wasser, Nahrung und einer Grundversorgung.<\/p>\n<p>Nach Angaben des ukrainischen Innenministers, Igor Klymenko, wurden 24 Ortschaften \u00fcberschwemmt. In der flussabw\u00e4rts liegenden Stadt Cherson brachten Einwohner ihre Habseligkeiten in Sicherheit.<\/p>\n<p>Ukrainische Beh\u00f6rden leiteten am Dienstag die Evakuierung von rund 17.000 Menschen ein. Auf der von Russland besetzten Seite des Flusses Dnjepr sollten weitere 25.000 Anwohner fortgebracht werden.<\/p>\n<h3><strong>Lage am Atomkraftwerk Saporischschja<\/strong><\/h3>\n<p>Nach dem Vorfall am Staudamm hat das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja nach Angaben der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde noch f\u00fcr mehrere Monate K\u00fchlwasser. Der nahe gelegene K\u00fchlteich sei gegenw\u00e4rtig voll und die sechs Reaktoren heruntergefahren, teilt die Uno-Agentur mit. Es seien Ma\u00dfnahmen zur Einsparung von Wasser eingeleitet worden. Allerdings sei eine bereits sehr schwierige Lage nun noch schwieriger geworden.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Die USA haben keine gesicherten Erkenntnisse des Staudammvorfalls \u2013 ein amerikanischer Uno-Vertreter h\u00e4lt eine Sabotage durch Kiew aber f\u00fcr unwahrscheinlich. \u00bbWarum sollte die Ukraine so etwas ihrem eigenen Territorium und ihren eigenen Menschen antun, ihr Land \u00fcberschwemmen und Zehntausende dazu zwingen, ihre H\u00e4user zu verlassen? Das macht einfach keinen Sinn\u00ab, sagte der stellvertretende Botschafter Robert Wood am Dienstag vor einer Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrates in New York. Wood sagte, er hoffe, in einigen Tagen mehr Informationen zu dem offensichtlichen Angriff auf den Damm zu haben.<\/p>\n<p>Auch britische Geheimdienste untersuchen nach Angaben von Premierminister Rishi Sunak die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zerst\u00f6rung in Kachowska. Er k\u00f6nne derzeit \u00bbnicht sagen, ob Vorsatz dahintersteckt\u00ab, sagte Sunak am sp\u00e4ten Dienstagabend vor seiner Abreise zu einem Treffen mit US-Pr\u00e4sident Joe Biden. Es sei \u00bbzu fr\u00fch\u00ab, um ein \u00bbendg\u00fcltiges Urteil\u00ab zu dem Dammbruch abzugeben, sagte Sunak.<\/p>\n<p>Er nannte die Zerst\u00f6rung des Staudamms den \u00bbgr\u00f6\u00dften Angriff auf zivile Infrastruktur\u00ab seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Sollte Moskau hierf\u00fcr verantwortlich sein, w\u00e4re dies laut dem britischen Premier ein Beleg f\u00fcr \u00bbneue Tiefpunkte russischer Aggression\u00ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das sagt Kiew Die Ukraine wird sich laut Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj auch durch die Explosion des Staudamms am Dnjepr im S\u00fcden des Landes nicht an der R\u00fcckeroberung besetzter Gebiete hindern<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20865,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-20864","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20864"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20864\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20865"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}