{"id":20792,"date":"2023-06-04T09:37:03","date_gmt":"2023-06-04T06:37:03","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/russland-ukraine-news-das-geschah-in-der-nacht-zu-sonntag\/"},"modified":"2023-06-04T09:37:03","modified_gmt":"2023-06-04T06:37:03","slug":"russland-ukraine-news-das-geschah-in-der-nacht-zu-sonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/russland-ukraine-news-das-geschah-in-der-nacht-zu-sonntag\/","title":{"rendered":"Russland-Ukraine-News: Das geschah in der Nacht zu Sonntag"},"content":{"rendered":"<p>Am Morgen haben Luftabwehrsysteme Angriffe in der N\u00e4he von Kiew abgewehrt, teilt die Milit\u00e4rverwaltung der ukrainischen Hauptstadt \u00fcber den Messaging-Kanal Telegram mit. Zeugen berichten, dass in der Gegend um Kiew mehrere Explosionen zu h\u00f6ren gewesen seien, die sich anh\u00f6rten, als h\u00e4tten Abwehranlagen Ziele getroffen. In der gesamten Ukraine herrschte \u00fcber drei Stunden Fliegeralarm.<\/p>\n<p>Auch die Millionenstadt Dnipro wurde in der Nacht angegriffen. In einem Vorort haben Rettungskr\u00e4fte die Leiche eines zweij\u00e4hrigen M\u00e4dchens unter den Tr\u00fcmmern eines Hauses gefunden. Die Beh\u00f6rden meldeten am fr\u00fchen Morgen zudem 22 Verletzte, darunter auch f\u00fcnf Kinder.<\/p>\n<h3>Das sagt Kiew<\/h3>\n<p>Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hatte am Abend in Kiew gesagt: \u00bbWieder hat Russland gezeigt, dass es ein Terrorstaat ist.\u00ab Der Staatschef ver\u00f6ffentlichte ein Video            , auf dem ein v\u00f6llig zerst\u00f6rtes zweist\u00f6ckiges Geb\u00e4ude zu sehen war. Einsatzkr\u00e4fte suchten noch nach \u00dcberlebenden. Beh\u00f6rdenangaben zufolge wurden in dem Ort auch zehn Privath\u00e4user, ein Auto, ein Gesch\u00e4ft sowie Gaspipelines besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Russische Raketen- und Drohnenangriffe treffen in der Ukraine immer wieder auch zivile Infrastruktur. Laut Selenskyj schlug ein Geschoss zwischen zwei zweist\u00f6ckigen Wohnh\u00e4usern ein. \u00bbDie Russen werden die Verantwortung tragen f\u00fcr alles, was sie unserem Staat und den Menschen angetan haben\u00ab, sagte Selenskyj. In seiner abendlichen Videobotschaft dankte er Rettungskr\u00e4ften, K\u00e4mpfern und allen, die ihren Beitrag leisteten im Kampf gegen die seit mehr als 15 Monaten dauernde russische Invasion. Selenskyj rief die Menschen auf, den Soldaten und allen, die f\u00fcr die Existenz der Ukraine k\u00e4mpften, immer wieder auch pers\u00f6nlich einmal Dank auszusprechen.<\/p>\n<h3>Selenskyj sieht Ukraine bereit f\u00fcr Gegenoffensive<\/h3>\n<p>In einem Interview sagte Selenskyj, dass er das Land bereit f\u00fcr die seit Langem angek\u00fcndigte Gegenoffensive zur Befreiung seiner Gebiete von der russischen Besatzung sehe. \u00bbIch denke, wir sind heute daf\u00fcr bereit\u00ab, sagte er dem \u00bbWall Street Journal\u00ab . Die US-Zeitung ver\u00f6ffentlichte das Interview auch als Video auf ihrer Internetseite. Selenskyj betonte, dass die Ukraine gern noch einige Waffen f\u00fcr die Offensive gegen die russische Invasion gehabt h\u00e4tte, aber nicht mehr Monate warten k\u00f6nne auf deren Lieferung.<\/p>\n<p>\u00bbWir glauben sehr an den Erfolg, ich wei\u00df nicht, wie lange wir Zeit brauchen\u00ab, sagte er. Zugleich wies er darauf hin, dass es dauern k\u00f6nne und der Preis f\u00fcr den Erfolg hoch sein werde. Seit Monaten wird \u00fcber den Beginn der Offensive spekuliert, zeitweilig hatte es in Kiew gehei\u00dfen, die Operation laufe bereits.<\/p>\n<p>Zugleich forderte Selenskyj erneut deutlich mehr US-Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot, in dem Interview nannte er die Zahl 50. Die Patriot-Raketen b\u00f6ten den besten Schutz vor Russlands Terror. \u00bbHeute ist Patriot die einzige Waffe, die in der Lage ist, einige der Raketentypen zu stoppen, die die Russische F\u00f6deration gegen unsere Zivilbev\u00f6lkerung, Schulen, Infrastruktur und Energiesysteme einsetzt\u00ab, sagte er dem \u00bbWSJ\u00ab. \u00bb50 Patriot-Batterien \u2013 und die Mehrheit der Menschen stirbt nicht.\u00ab Aktuell d\u00fcrfte die Ukraine dem US-Fernsehsender CNN zufolge zwei Patriot-Systeme im Einsatz haben.<\/p>\n<p>Selenskyj hatte am Samstag auch ein Video von einem Gespr\u00e4ch mit Journalisten aus Lateinamerika ver\u00f6ffentlicht, in dem er erneut betonte, dass mit der derzeitigen russischen F\u00fchrung keine Verhandlungen f\u00fcr eine Beendigung des Krieges m\u00f6glich seien. Die einzige Chance f\u00fcr Russland sei, seine Truppen aus der Ukraine abzuziehen, sagte er. Der 45-J\u00e4hrige bekr\u00e4ftigte, andernfalls bis zum Sieg der Ukraine und einer Niederlage Russlands in dem Krieg zu k\u00e4mpfen. Im Fall einer Niederlage Russlands drohe dort eine Revolution, meinte er.<\/p>\n<h3>Drohne in Dschankoj auf der Krim abgeschossen, meldet Moskau-treuer Beamter<\/h3>\n<p>Auf der Halbinsel Krim, die Moskau 2014 von der Ukraine annektiert hat, ist nach Angaben eines von Russland eingesetzten Beamten am Sonntag eine Drohne abgeschossen worden. Durch den n\u00e4chtlichen Vorfall seien Fenster in mehreren H\u00e4usern eines Wohnviertels besch\u00e4digt worden, teilte Oleg Krjutschkow, ein Berater der von Moskau installierten Verwaltung der Krim, \u00fcber die Messaging-App Telegram mit . \u00bbAlle Dienste funktionieren. Offizielle Informationen \u2013 am Morgen\u00ab, schreibt er.<\/p>\n<p>Russland hat einen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt in der N\u00e4he von Dschankoj. Die Stadt gilt als wichtigster logistischer Knotenpunkt der russischen Armee auf der Krim, von dort f\u00fchren zwei Bahnstrecken von dort in den besetzten S\u00fcden der Ukraine.<\/p>\n<h3>Russisches Milit\u00e4r baut Musterungspunkte f\u00fcr Krieg aus<\/h3>\n<p>Dagegen denkt Russland laut Regierung nicht ans Aufgeben. Das russische Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben die Zahl der Musterungsstellen zur Anwerbung Freiwilliger f\u00fcr den Kriegseinsatz in der Ukraine ausgeweitet. Es gebe mehr solcher Punkte und mehr Instrukteure, um mit den Kandidaten zu arbeiten, teilte das Ministerium via Telegram  mit. So k\u00f6nnten mehr Vertr\u00e4ge mit B\u00fcrgern f\u00fcr den Kriegsdienst abgeschlossen werden. Die Zahl der Bewerber, die \u00bbihr Leben mit dem Kriegsdienst verbinden wollen\u00ab, sei in \u00bbbedeutendem Ma\u00dfe\u00ab gestiegen, hie\u00df es in der Mittelung.<\/p>\n<p>Nach offiziellen Angaben hatten sich in den vergangenen Monaten im Zuge einer Werbekampagne des Verteidigungsministeriums mehr als 100 000 Russen Freiwillige zum Kriegsdienst gemeldet, etwa ein Viertel der geplanten Zahl. Unter der Losung \u00bbGemeinsam zum Sieg\u00ab hofft das Ministerium nun auf mehr Zulauf. Zehntausende sind in dem Krieg bereits get\u00f6tet worden.<\/p>\n<h3>\u00d6ffentliche Kritik an Kriegsf\u00fchrung in Russland nimmt zu<\/h3>\n<p>In Russland w\u00e4chst derweil die \u00f6ffentliche Kritik an der eigenen Kriegsf\u00fchrung, weil die Truppen Moskaus keine milit\u00e4rischen Erfolge gegen den Widerstand der ukrainischen Streitkr\u00e4fte vorweisen k\u00f6nnen. Der prominente Parlamentsabgeordnete Konstantin Satulin von der Regierungspartei Geeintes Russland beklagte bei einer Konferenz zum Thema \u00bbWelche Ukraine brauchen wir?\u00ab Versagen und Fehler Moskaus.<\/p>\n<p>Die \u00bbmilit\u00e4rische Spezialoperation\u00ab h\u00e4tte gleich von Anfang als \u00bbKrieg\u00ab bezeichnet werden m\u00fcssen, sagte Satulin . Es sei nicht nur eine Fehleinsch\u00e4tzung gewesen, den Krieg innerhalb weniger Tage gewinnen zu k\u00f6nnen; es sei auch nicht ein einziges vom Kreml ausgegebenes Kriegsziel erreicht worden.<\/p>\n<p>Solche Aussagen von Abgeordneten sind ungew\u00f6hnlich. Allerdings ist Satulin auch auf Kreml-Linie, da er den Krieg unterst\u00fctzt. Der Abgeordnete bejahte jedoch die Frage, ob die Ukraine als Staat \u00fcberleben werde. \u00bbWeil unsere Kr\u00e4fte nicht ausreichen, um das zu verhindern \u2013 bei solch einer Unterst\u00fctzung, die sie erh\u00e4lt\u00ab, sagte er mit Blick auf die westliche Hilfe f\u00fcr die Ukraine.<\/p>\n<h3>Wagner-Chef beklagt \u00bbChaos\u00ab in russischer Milit\u00e4rf\u00fchrung<\/h3>\n<p>Der Chef der russischen Wagner-S\u00f6ldner, Jewgenij Prigoschin, hat dem russischen Verteidigungsministerium Versagen vorgeworfen. \u00bbDas Ministerium ist nicht in der Lage, etwas zu tun, weil es de facto nicht existiert. In dem Ministerium herrscht Chaos\u00ab, sagte er in einer Audiobotschaft auf seinem Telegram-Kanal. Er bezieht sich dabei besonders auf die Situation in der Grenzregion Belgorod, die unter Beschuss steht. Prigoschin k\u00fcndigte an, selbst mit seinen Wagner-Truppen in der seit Tagen beschossenen Region einzumarschieren, wenn das russische Milit\u00e4r dort nicht \u00bbschnellstens\u00ab Ordnung schaffe.<\/p>\n<p>\u00bbEs sterben friedliche Menschen\u00ab, sagt Prigoschin. Die Bev\u00f6lkerung brauche Schutz. \u00bbWir werden nicht auf eine Einladung warten\u00ab, betonte Prigoschin. Allerdings m\u00fcsse das russische Milit\u00e4r Munition bereitstellen. \u00bbSonst sitzen wir, wie es hei\u00dft, mit dem nackten Arsch auf dem Frost.\u00ab Das sei auch in der Vergangenheit das Problem gewesen: \u00bbMan hat uns keine Granaten gegeben. Und ich habe eine gro\u00dfe Zahl von Toten zu beklagen.\u00ab<\/p>\n<p>Seinen Streit mit dem tschetschenischen Machthaber Ramsan Kadyrow sei inzwischen beigelegt, sagt Prigoschin. Zuletzt hatte es Androhungen von Gewalt gegen Prigoschin aus der tschetschenischen Armeeeinheit gegeben. Er habe mit Kadyrow telefoniert, sagt Prigoschin, der Konflikt sei ausger\u00e4umt. Den Mund verbieten lasse er sich aber nicht.<\/p>\n<h3>Was am Sonntag wichtig wird<\/h3>\n<p>Die Ukraine bereitet sich weiter auf ihre Gro\u00dfoffensive vor, w\u00e4hrend sich die regul\u00e4ren K\u00e4mpfe auf den Donbass konzentrieren. Auch in der von ukrainischer Seite seit Tagen beschossenen russischen Grenzregion bleibt die Lage laut Beh\u00f6rden gespannt. Dort wurden teils ganze Ortschaften evakuiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Morgen haben Luftabwehrsysteme Angriffe in der N\u00e4he von Kiew abgewehrt, teilt die Milit\u00e4rverwaltung der ukrainischen Hauptstadt \u00fcber den Messaging-Kanal Telegram mit. Zeugen berichten, dass in der Gegend um Kiew mehrere Explosionen zu h\u00f6ren gewesen seien, die sich anh\u00f6rten, als h\u00e4tten Abwehranlagen Ziele getroffen. In der gesamten Ukraine herrschte \u00fcber drei Stunden Fliegeralarm. 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