{"id":20584,"date":"2023-05-26T06:58:00","date_gmt":"2023-05-26T03:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-26-mai\/"},"modified":"2023-05-26T06:58:00","modified_gmt":"2023-05-26T03:58:00","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-26-mai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-26-mai\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Freitag (26. Mai)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Mehr Gefangene = mehr m\u00f6glicher Gefangenenaustausch: Diese Rechnung macht Pr\u00e4sident Selenskyj auf. Russlands Ex-Pr\u00e4sident legt absurden \u00bbFriedensplan\u00ab vor. Und: EU erh\u00f6ht Druck auf China. Die j\u00fcngsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat seine Truppen aufgerufen, mehr russische Soldaten gefangenzunehmen. \u00bbJeder an der Front sollte daran denken: Je mehr russische Kriegsgefangene wir nehmen, desto mehr unserer Leute werden zur\u00fcckkehren\u00ab, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.<\/p>\n<p>Er begr\u00fc\u00dfte einen Gefangenenaustausch am Donnerstag, bei dem 106 ukrainische Milit\u00e4rangeh\u00f6rige von der russischen Seite \u00fcbergeben worden seien. Sie h\u00e4tten im Gebiet der inzwischen fast v\u00f6llig zerst\u00f6rten Stadt Bachmut gek\u00e4mpft, sagte Selenskyj. Darunter seien acht Offiziere. Viele der zur\u00fcckgekehrten Milit\u00e4rs h\u00e4tten zuvor als vermisst gegolten. Moskau behauptet seit dem Wochenende, Bachmut erobert zu haben. Kiew bestreitet dies.<\/p>\n<p>Selenskyj machte keine Angaben dazu, wie viele Russen bei dem Austausch \u00fcbergeben worden seien. Der Chef der russischen Privatarmee Wagner, Jewgeni Prigoschin, ver\u00f6ffentlichte zuvor ein Video von einem Gefangenenaustausch.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Die Wagner-Gruppe hat nach Angaben ihres Chefs mit dem Abzug der eigenen Truppen aus Bachmut begonnen. Bis zum 1. Juni solle die Stadt komplett den regul\u00e4ren russischen Streitkr\u00e4ften zur Kontrolle \u00fcberlassen werden, sagte Prigoschin in einem Video. Die Wagner-Truppen w\u00fcrden sich zur Erholung und Vorbereitung auf die n\u00e4chsten Eins\u00e4tze in ihre Lager zur\u00fcckziehen. Nach einer Pause seien sie f\u00fcr neue Gefechtsaufgaben bereit, sagte Prigoschin.<\/p>\n<p>Nach Darstellung Prigoschins sollen zwei erfahrene Wagner-K\u00e4mpfer zur Unterst\u00fctzung der russischen Armee in Bachmut bleiben. Der Wagner-Chef und das russische Verteidigungsministerium hatten am Wochenende die komplette Einnahme der Stadt im Gebiet Donezk, die einmal 70.000 Einwohner hatte, verk\u00fcndet. Prigoschin avisierte dabei auch den R\u00fcckzug ab 25. Mai.<\/p>\n<p>Die ukrainische Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar sagte am Donnerstag, die Wagner-Truppen in den Vororten von Bachmut w\u00fcrden durch regul\u00e4re russische Soldaten ersetzt. Prigoschins K\u00e4mpfer seien aber noch in der Stadt selbst. Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte selbst w\u00fcrden derzeit die Vororte im S\u00fcdwesten von Bachmut kontrollieren, sagte Maljar. Der Feind versuche, den Vormarsch der Kiewer Truppen an den Flanken durch Artilleriefeuer zu stoppen. Zudem z\u00f6gen die Russen zus\u00e4tzliche Kr\u00e4fte zusammen, um ihre Flanken zu sichern, sagte sie.<\/p>\n<p>Nach Darstellung Maljars wurden auch Vorst\u00f6\u00dfe der russischen Truppen in verschiedenen Richtungen zur\u00fcckgeschlagen und verhindert. Die Aktionen der Russen h\u00e4tten keine Erfolge, meinte sie. Insgesamt bleibe der Osten des Landes das \u00bbEpizentrum\u00ab der russischen Angriffe. Die Angaben der Kriegsparteien zum Verlauf der K\u00e4mpfe lassen sich meist nicht unmittelbar unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Wie die russische Nachrichtenagentur RIA berichtet, k\u00f6nnte der Krieg nach Aussagen des russischen Ex-Pr\u00e4sidenten Dmitrij Medwedew Jahrzehnte dauern. Wie Medwedew gegen\u00fcber der Agentur erkl\u00e4rt, k\u00f6nnte es \u00bbdrei Jahre Waffenstillstand geben, dann wieder zwei Jahre Konflikt und dann wird sich alles wieder wiederholen.\u00ab Der ehemalige Pr\u00e4sident und stellvertretender Vorsitzender von Putins Sicherheitsrat hat sich der Agentur zufolge im Rahmen eines Besuchs in Vietnam zum Thema ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Er lieferte auch gleich einen Vorschlag f\u00fcr einen dauerhaften Frieden in der Ukraine \u2013 der allerdings hinreichend absurd ausf\u00e4llt. In Medwedews Szenario w\u00fcrden westliche Regionen der Ukraine mehreren EU-Staaten zugeschlagen und die \u00f6stlichen Russland, w\u00e4hrend die Einwohner der zentralen Gebiete f\u00fcr den Beitritt zu Russland stimmen. In Europa w\u00fcrde eine ukrainische Exil-Regierung gebildet, so Medwedew.<\/p>\n<p>Wenn hingegen ein Teil der Ukraine der EU oder der Nato beitreten sollte, sei mit einem Wiederaufflammen der Kampfhandlungen zu rechnen, \u00bbmit der Gefahr, dass es schnell in einen vollwertigen dritten Weltkrieg \u00fcbergehen kann\u00ab, behauptete der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin.<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Russland droht das bestehende Getreideabkommen \u00fcber den sicheren Export aus drei ukrainischen Schwarzmeerh\u00e4fen in Kriegszeiten, nicht \u00fcber den 17. Juli hinaus verl\u00e4ngern zu wollen. F\u00fcr ein Fortbestehen des Abkommens m\u00fcssten erst bestimmte Forderungen erf\u00fcllt werden, wie das russische Au\u00dfenministerium erkl\u00e4rt. Konkret handelt es sich dabei um die Wiederinbetriebnahme einer Pipeline, die russisches Ammoniak zum ukrainischen Schwarzmeerhafen Pivdennyi transportiert, sowie die Wiederanbindung der russischen Landwirtschaftsbank Rosselkhozbank an das internationale Zahlungsnetzwerk SWIFT.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Die US-Regierung setzt den Landeschef der Privatarmee Wagner im afrikanischen Krisenstaat Mali, Iwan Maslow, auf ihre Sanktionsliste. \u00bbDie Pr\u00e4senz der Wagner-Gruppe auf dem afrikanischen Kontinent ist eine destabilisierende Kraft f\u00fcr jedes Land, das den Einsatz der Ressourcen der Gruppe in seinem Hoheitsgebiet zul\u00e4sst\u00ab, erkl\u00e4rte das US-Finanzministerium am Donnerstag in Washington zur Begr\u00fcndung. Maslow habe in Mali eng mit der Regierung zusammengearbeitet und auch Treffen zwischen Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin und anderen afrikanischen Regierungen organisiert.<\/p>\n<p>Eine Folge der Sanktionen ist es, dass etwaige Verm\u00f6genswerte der Betroffenen in den USA eingefroren werden \u2013 Gesch\u00e4fte mit ihnen werden US-B\u00fcrgern untersagt. Auch internationale Gesch\u00e4fte werden meist deutlich schwieriger.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union hat China aufgefordert, auf einen R\u00fcckzug Russlands aus der Ukraine hinzuwirken. Die EU erwarte von China, dass es an einem \u00bbsofortigen und bedingungslosen Abzug aller russischer Streitkr\u00e4fte und der gesamten Milit\u00e4rausr\u00fcstung\u00ab vom gesamten Gebiet der Ukraine arbeite, teilte das B\u00fcro des EU-Au\u00dfenbeauftragten Josep Borrell am Donnerstag in Br\u00fcssel mit. Zuvor hatte Borrells Stellvertreter, Enrique Mora, den chinesischen Sondergesandten f\u00fcr die Ukraine, Li Hui, zu Gespr\u00e4chen \u00fcber eine politische L\u00f6sung im Ukraine-Konflikt empfangen.<\/p>\n<p>In dem Gespr\u00e4ch habe Mora mit Li die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen \u00bbgerechten und dauerhaften Frieden\u00ab er\u00f6rtert, hie\u00df es weiter. Der EU-Vertreter habe betont, dass die Ukraine das Recht habe, sich selbst zu verteidigen und dass die EU bereit sei, das Land \u00bblangfristig\u00ab zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Mora und Li h\u00e4tten vereinbart, \u00bbim Austausch zu bleiben\u00ab und weiter auf einen \u00bbbelastbaren Frieden\u00ab in der Ukraine hinzuarbeiten.<\/p>\n<p>Moskau und Peking unterhalten enge Beziehungen. China bem\u00fcht sich nach eigenen Angaben im Ukraine-Konflikt um eine neutrale Position und um eine \u00bbpolitische L\u00f6sung\u00ab.<\/p>\n<p>Bis heute hat Peking den russischen Angriff auf die Ukraine nicht verurteilt. Im Februar legte China einen Zw\u00f6lf-Punkte-Plan zur L\u00f6sung des Ukraine Konflikts vor, den westliche Staaten allerdings skeptisch betrachten.<\/p>\n<h3>Was heute passiert<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Am heutigen Freitag wird Li im Rahmen seiner Europareise zu einem Besuch in Moskau erwartet. In den vergangenen Tagen war der Sondergesandte bereits nach Polen, die Ukraine, Frankreich und Deutschland gereist.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr Gefangene = mehr m\u00f6glicher Gefangenenaustausch: Diese Rechnung macht Pr\u00e4sident Selenskyj auf. Russlands Ex-Pr\u00e4sident legt absurden \u00bbFriedensplan\u00ab vor. Und: EU erh\u00f6ht Druck auf China. Die j\u00fcngsten Entwicklungen. 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