{"id":20354,"date":"2023-05-16T07:07:26","date_gmt":"2023-05-16T04:07:26","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-16-mai\/"},"modified":"2023-05-16T07:07:26","modified_gmt":"2023-05-16T04:07:26","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-16-mai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-16-mai\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienstag (16. Mai)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Luftabwehr in der gesamten Ukraine war in der Nacht im Einsatz. Razzia beim Obersten Gerichtshof in Kiew. Und: Wladimir Putin umschmeichelt die russisch-orthodoxe Kirche. Die j\u00fcngsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Heftige Explosionen von Luftabwehrraketen haben in der Nacht die ukrainische Hauptstadt Kiew ersch\u00fcttert. Raketentr\u00fcmmer seien auf das Gel\u00e4nde des st\u00e4dtischen Tierparks heruntergefallen, teilte B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko mit. Seinen Angaben nach wurden drei Menschen verletzt und ein gr\u00f6\u00dferes Geb\u00e4ude besch\u00e4digt. Zudem seien mehrere Autos in Brand geraten.<\/p>\n<p>Der Milit\u00e4rverwaltung zufolge waren vier Stadtteile betroffen. N\u00e4here Angaben zu weiteren Opfern und Sch\u00e4den wurden vorerst nicht bekannt gegeben. Luftalarm war in der Nacht im ganzen Land ausgel\u00f6st worden.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>In der Ukraine haben Anti-Korruptionsk\u00e4mpfer Schmiergeldzahlungen in Millionenh\u00f6he beim Obersten Gerichtshof aufgedeckt. Gerichtspr\u00e4sident Wsewolod Knjasjew sei bei einer Entgegennahme von drei Millionen US-Dollar (2,76 Millionen Euro) gefasst worden, berichtete die Internetzeitung \u00bbUkrajinska Prawda\u00ab am sp\u00e4ten Montagabend.<\/p>\n<p>Das Nationale Anti-Korruptions-B\u00fcro der Ukraine ver\u00f6ffentlichte ein Foto von B\u00fcndeln mit Geldscheinen auf einer Couch            . Details sollten sp\u00e4ter bekannt gegeben werden. Medien in Kiew berichteten, bei anderen Richtern der obersten Justizinstanz gebe es Razzien.<\/p>\n<p>Das B\u00fcro und die Sonderstaatsanwaltschaft haben nach eigenen Angaben eine \u00bbgro\u00dfangelegte Korruption im Obersten Gerichtshof aufgedeckt, insbesondere einen Plan zur Erlangung ungerechtfertigter Vorteile durch die F\u00fchrung und die Richter des Obersten Gerichtshofs\u00ab, hie\u00df es in der Mitteilung beider Beh\u00f6rden. Wer wen warum bestochen haben soll, ging aus den Mitteilungen nicht hervor.<\/p>\n<p>Der heute 43 Jahre alte Knjasjew war im Oktober 2021 als Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs eingesetzt worden. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodomyr Selenskyj hatte immer wieder einen entschlosseneren Kampf gegen die in dem Land verbreitete Schmiergeldkultur versprochen. Selenskyj will damit vor allem zeigen, dass die Ukraine als Beitrittskandidatin der EU bereit ist zu Verhandlungen f\u00fcr eine Mitgliedschaft in der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat der russisch-orthodoxen Kirche eines der ber\u00fchmtesten religi\u00f6sen Kunstwerke Russlands \u00fcbergeben. Er habe die Entscheidung zur \u00dcbergabe der Dreifaltigkeits-Ikone von Andrej Rubljow \u00bbals Antwort auf zahlreiche Forderungen orthodoxer Gl\u00e4ubiger\u00ab getroffen, teilte das Moskauer Patriarchat am Montag mit. Der Schritt verdeutlicht den wachsenden politischen Einfluss der Kirche in Russland.<\/p>\n<p>Das Heiligenbild, das drei Engel an einem Tisch zeigt, stammt aus dem 15. Jahrhundert. Zw\u00f6lf Jahre nach der bolschewistischen Revolution wurde es 1929 in die Tretjakow-Galerie nach Moskau verbracht. Dort wird es seither \u2013 mit kurzen Unterbrechungen \u2013 ausgestellt. In der Galerie soll es nach Meinung von Kunstexperten auch bleiben, um eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Aufbewahrung sicherzustellen.<\/p>\n<p>Das Moskauer Patriarchat erkl\u00e4rte dagegen, das Gem\u00e4lde werde ein Jahr lang \u00bbzur \u00f6ffentlichen Verehrung\u00ab in der Christ-Erl\u00f6ser-Kirche in Moskau ausgestellt. Danach soll es in das Kloster im Ort Sergijew Possad nahe Moskau zur\u00fcckkehren, f\u00fcr das es vermutlich urspr\u00fcnglich geschaffen worden war.<\/p>\n<p>Der Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche ist im Land seit Beginn der Milit\u00e4roffensive in der Ukraine erheblich gestiegen. Der Patriarch Kirill hat sich hinter die Offensive gestellt und fordert Gl\u00e4ubige dazu auf, diese zu unterst\u00fctzen. Putin lobte im April seinerseits die \u00bbkonsolidierende\u00ab Rolle der Kirche f\u00fcr die russische Gesellschaft und Jugend in einer Zeit, in der das Land vor \u00bbernsthaften Herausforderungen\u00ab stehe.<\/p>\n<h3><strong>Milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine<\/strong><\/h3>\n<p>Nach dem Besuch des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj in Paris hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron die Ausbildung ukrainischer Piloten f\u00fcr Kampfjets in Aussicht gestellt. \u00bbWir haben die T\u00fcr ge\u00f6ffnet, um ukrainische Piloten auszubilden\u00ab, sagte Macron am Montagabend im franz\u00f6sischen Sender TF1. \u00bbDie Ausbildungen k\u00f6nnen ab jetzt losgehen.\u00ab<\/p>\n<p>Mehrere europ\u00e4ische L\u00e4nder seien zu dem Schluss gekommen, dass es nun notwendig sei, mit der Schulung zu beginnen, sagte Macron. Auf die Frage, ob Frankreich auch Kampfjets liefern werde, antwortete er: \u00bbNein, ich habe nicht von Flugzeugen gesprochen.\u00ab<\/p>\n<p>Selenskyj war nach seinem Deutschlandbesuch am Sonntag \u00fcberraschend weiter nach Paris gereist. Gut drei Stunden hatte er sich dort mit Macron zu einem Arbeitsabendessen getroffen und \u00fcber den russischen Angriffskrieg gegen sein Land gesprochen.<\/p>\n<p>Macron sagte, man werde der Ukraine weitere Munition und weiteres Material liefern. Au\u00dferdem wolle man bei der Ausbildung der Truppen helfen und Kanonen und Fahrzeuge reparieren. Aus seinem Palast hatte es nach dem Treffen der beiden Pr\u00e4sidenten bereits gehei\u00dfen, Frankreich werde der Ukraine neuere Systeme f\u00fcr die Luftabwehr und weitere gepanzerte Fahrzeuge zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Russland und Iran vertiefen nach Angaben der USA ihre milit\u00e4rische Zusammenarbeit. Die beiden L\u00e4nder seien dabei, \u00bbihre beispiellose Verteidigungspartnerschaft auszubauen\u00ab, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby. Dabei gehe es unter anderem um den Kauf moderner iranischer Kampfdrohnen durch Russland.<\/p>\n<p>Iran habe Russland seit August bereits mehr als 400 Drohnen geliefert, sagte Kirby. Derweil wolle Teheran von Moskau Kampfhubschrauber, Ausbildungs-Kampfjets und Radarger\u00e4te kaufen.<\/p>\n<p>\u00bbDas ist eine umfassende Verteidigungspartnerschaft, die sch\u00e4dlich f\u00fcr die Ukraine, die Region im Nahen Osten und die internationale Gemeinschaft ist\u00ab, sagte Kirby. Die US-Regierung nutze alle ihr zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel, um diese \u00bbAktivit\u00e4ten\u00ab zu unterbinden, f\u00fcgte der Sprecher hinzu und stellte weitere Sanktionen in Aussicht.<\/p>\n<p>Der Westen hat wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bereits weitgehende Sanktionen gegen Moskau verh\u00e4ngt. Sanktionen gibt es auch gegen Iran.<\/p>\n<p>Bei seinem ersten \u00f6ffentlichen Auftritt seit fast einer Woche und nach Berichten \u00fcber gesundheitliche Probleme hat der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko am Montag die Versetzung der Streitkr\u00e4fte in Alarmbereitschaft bekanntgegeben. Im Zentralkommando der Luftwaffe sagte Lukaschenko, nach dem \u00bbAbschuss von vier Flugzeugen\u00ab in der zwischen Belarus und der Ukraine gelegenen russischen Region Briansk habe sein Land \u00bbreagieren m\u00fcssen\u00ab.<\/p>\n<p>Am Samstag waren in russischen Onlinenetzwerken Bilder mehrerer Flugzeugabst\u00fcrze in der Region Briansk aufgetaucht, auf einem war ein Helikopter zu sehen, der mutma\u00dflich von einem Geschoss getroffen wurde und Feuer fing.<\/p>\n<p>Der seit 1994 amtierende Lukaschenko war vor seinem Besuch des Luftwaffenkommandos zuletzt am vergangenen Dienstag bei der Parade zum Jahrestag des sowjetischen Siegs \u00fcber Nazi-Deutschland gesehen worden. In der vergangenen Woche hatte er unter anderem ein gemeinsames Essen mit dem verb\u00fcndeten russischen Pr\u00e4sidenten Putin und weitere Termine abgesagt.<\/p>\n<p>Lukaschenkos Sprecher hatten sich nicht zu der Abwesenheit ge\u00e4u\u00dfert, in Moskau erkl\u00e4rte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag, Journalisten sollten \u00bbnur offiziellen Informationen\u00ab vertrauen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr erlaubte Lukaschenko Russland, belarussisches Staatsgebiet als Ausgangspunkt f\u00fcr dessen Offensive gegen die Ukraine zu nutzen. Der im Westen weitgehend isolierte Machthaber hat sein B\u00fcndnis mit Putins Russland seit Beginn der Offensive weiter vertieft.<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Russland und die Schwarzmeerrepublik Georgien nehmen trotz ihrer Spannungen und der Warnungen des Westens erstmals seit 2019 ihren direkten Flugverkehr wieder auf. Als erste russische Fluglinie erhielt am Montag die Gesellschaft Azimuth Airlines eine Erlaubnis f\u00fcr t\u00e4gliche Direktfl\u00fcge von Moskau in die georgische Hauptstadt Tiflis (Tbilissi). Fl\u00fcge gibt es laut Buchungssystem der Airline mit Stand Montagabend von diesem Freitag an. Die georgische Luftfahrtbeh\u00f6rde teilte mit, dass Azimuth nicht mit Sanktionen belegt sei und deshalb die S\u00fcdkaukasusrepublik ansteuern k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Zwar beteiligt sich Georgien insgesamt nicht an Sanktionen des Westens gegen Russland im Zuge von Moskaus Krieg gegen die Ukraine. Allerdings reagiert die Beh\u00f6rde in Tiflis auf Drohungen des Westens, Georgien selbst mit Sanktionen zu belegen, wenn dort von den internationalen Strafma\u00dfnahmen betroffene russische Gesellschaften landen d\u00fcrften. Russland hatte zuvor den direkten Flugverkehr wieder erlaubt, nachdem er im Zuge der Spannungen zwischen beiden Staaten 2019 auf Gehei\u00df Moskaus eingestellt worden war.<\/p>\n<p>Kremlchef Putin hatte die Erlaubnis f\u00fcr Direktfl\u00fcge per Dekret gegeben \u2013 und erstmals Georgiern auch die visafreie Einreise nach Russland erlaubt, die am Montag in Kraft getreten war. In Russland leben Hunderttausende Georgier, die nun leichter von ihren Verwandten besucht werden k\u00f6nnen. Auch Direktfl\u00fcge verk\u00fcrzen die Flugzeiten zwischen den Nachbarl\u00e4ndern immens.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>In der isl\u00e4ndischen Hauptstadt Reykjavik treffen sich rund 40 Staats- und Regierungschefs des Europarats. Es ist erst das vierte Gipfeltreffen der seit 1949 bestehenden Institution nach 1993, 1997 und 2005. Der Europarat ist ein Forum f\u00fcr die Debatte \u00fcber Themen wie Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Ihm geh\u00f6ren 46 Staaten an, von denen 27 Mitglieder der Europ\u00e4ischen Union sind. Heute wird die Ukraine Thema der Beratungen sein.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Der chinesische Sondergesandte Li Hui wird am Dienstag zu einem zweit\u00e4gigen Besuch in der Ukraine erwartet. Ziel von Lis Reise ist es nach Angaben Pekings, \u00bbmit allen Parteien \u00fcber eine politische L\u00f6sung\u00ab im Ukrainekrieg zu sprechen. Der Sondergesandte, der fr\u00fcher chinesischer Botschafter in Moskau war, soll auch nach Russland, Deutschland, Polen und Frankreich reisen. China bem\u00fcht sich nach eigenen Angaben im Ukraine-Konflikt um eine neutrale Position und will sich als Vermittler etablieren. Die Regierung in Peking hat den russischen Angriff auf die Ukraine bis heute nicht verurteilt.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Luftabwehr in der gesamten Ukraine war in der Nacht im Einsatz. Razzia beim Obersten Gerichtshof in Kiew. 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