{"id":20242,"date":"2023-05-11T10:07:35","date_gmt":"2023-05-11T07:07:35","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-fluchtlingsgipfel-streit-uber-wolf-russland-gerhard-schroder\/"},"modified":"2023-05-11T10:07:35","modified_gmt":"2023-05-11T07:07:35","slug":"news-fluchtlingsgipfel-streit-uber-wolf-russland-gerhard-schroder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-fluchtlingsgipfel-streit-uber-wolf-russland-gerhard-schroder\/","title":{"rendered":"News: Fl\u00fcchtlingsgipfel, Streit \u00fcber Wolf, Russland, Gerhard Schr\u00f6der"},"content":{"rendered":"<h3>\u00bbAtmendes System\u00ab<\/h3>\n<p class=\"caps\">Wie lange man doch \u00fcber eine Zahl streiten kann. <strong>Eine Milliarde Euro als Sonderzahlung<\/strong> des Bundes an die L\u00e4nder f\u00fcr die hohe Asylbelastung stand gestern bereits in einem gemeinsamen Beschlussvorschlag, bevor sich die Ministerpr\u00e4sidentinnen und Ministerpr\u00e4sidenten um 15 Uhr mit dem Bundeskanzler zum Fl\u00fcchtlingsgipfel trafen. <strong>Nach sechs Stunden Verhandlungen<\/strong> stand fest: Die eine Milliarde kommt, nicht mehr, aber auch nicht weniger.<\/p>\n<p>Was aber war zwischen der einen Milliarde (15 Uhr) und der anderen Milliarde (21 Uhr) geschehen?<\/p>\n<p>Offenbar wurde <strong>stundenlang ums Geld<\/strong> gerungen, es ging um Unterst\u00fctzung, Solidarit\u00e4t und die Frage, was geschehe, wenn etwa die Zahlen an Gefl\u00fcchteten nach oben schnellten. Bleibt die Finanzierung dann stabil oder m\u00fcssen alle sparen?<\/p>\n<p>Von <strong>einem atmenden System<\/strong> war die Rede, das sich die L\u00e4nder w\u00fcnschten. Keinen fixen Zuschuss, sondern direkte Unterst\u00fctzung jedes Fl\u00fcchtlings.<\/p>\n<p>Zu Ende gedacht wurde gestern nichts, weiter soll es<strong> im Juni <\/strong>gehen, dann <strong>im Novembe<\/strong>r, eine klassische Vertagung.<\/p>\n<p>Vertagt sind damit aber auch die eigentlichen Fragen: Wie sieht <strong>kluge Migrationspolitik der Zukunft aus? <\/strong>Wie k\u00f6nnen mehr Menschen nach Hause geschickt werden, deren Begehr nach <strong>Asyl abgelehnt <\/strong>wurde? Wie gelingen effektive Migrationsabkommen mit anderen L\u00e4ndern? Wie genau hilft <strong>Digitalisierung<\/strong>? Und wie kommen mehr <strong>Facharbeiter<\/strong> ins Land?<\/p>\n<p>Auf diese Fragen, so ist zumindest zu vernehmen, verwendete die gestrige Runde eher weniger Zeit.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Bund-L\u00e4nder-Treffen zu Fl\u00fcchtlingskosten: Am Ende gibt der Kanzler nach \u2013 ein bisschen<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Der Wolf und die 16 Minister<\/h3>\n<p>In K\u00f6nigswinter mit seinem pr\u00e4chtigen Petersberg treffen sich seit gestern die Umweltminister der L\u00e4nder zur zweimal j\u00e4hrlich stattfindenden <strong>Umweltministerkonferenz<\/strong>. Es ist unwahrscheinlich, aber doch nicht auszuschlie\u00dfen, dass der eine oder andere, sollte er sich im Morgengrauen vor den Beratungen die Beine vertreten wollen, <strong>eine besondere Begegnung<\/strong> erlebt \u2013 mit einem Wolf.<\/p>\n<p>Nur wenige Kilometer vom Tagungsort entfernt passierte es k\u00fcrzlich tats\u00e4chlich einem jungen Landwirt:<strong> Ein Rudel Jungw\u00f6lfe<\/strong> \u00fcberquerte vor seinen Augen die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Seit L\u00e4ngerem gibt es in vielen Bundesl\u00e4ndern heftigen Streit wegen solcher Begegnungen, die f\u00fcr Nutztiere meist t\u00f6dlich enden. Bauernverband und weite Teile von CDU und FDP fordern eine <strong>st\u00e4rkere Regulierung der Raubtierbest\u00e4nde<\/strong>, die AfD sch\u00fcrt die Angst vor dem b\u00f6sen Wolf, Gr\u00fcne und die Umweltverb\u00e4nde mahnen zur Vorsicht.<\/p>\n<p>Auf ihrer Tagung wollen die Umweltminister der L\u00e4nder nun eine gemeinsame Position finden, eine Art <strong>l\u00e4nder\u00fcbergreifende Wolfslinie <\/strong>sozusagen, keine einfache Herausforderung. In Bayern ist Wahlkampf, Markus S\u00f6der w\u00fcrde den Wolf am liebsten schnurstracks aus dem Freistaat verbannen, es w\u00e4re ihm ein Triumph. So einfach ist es aber nicht. Die Wolfsdebatte h\u00e4lt noch an.<\/p>\n<p>Ein zweites gro\u00dfes Thema ist die Frage, wie die <strong>Energiewende trotz strenger Umweltvorgaben <\/strong>gelingen kann. Der Gastgeber und Vorsitzende, der gr\u00fcne NRW-Umweltminister Oliver Krischer (bis vor einem Jahr noch Staatssekret\u00e4r in Habecks Wirtschaftsministerium) hat da klare Priorit\u00e4ten: <strong>Energie vor Umwelt<\/strong>. Die deutsche Umweltministerin Steffi Lemke (ebenfalls Gr\u00fcne) sieht das genau andersrum.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte hitzig werden \u2013 mit oder ohne Wolf.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Umweltministerin auf dem G7-Treffen: Als es um Atomkraft geht, wird Steffi Lemke pl\u00f6tzlich k\u00e4mpferisch                                       <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Mehr oder weniger Geld<\/h3>\n<p>Zweimal im Jahr gibt es f\u00fcr den Bundesfinanzminister einen Termin, an dem gute oder schlechte Nachrichten f\u00fcr ihn verk\u00fcndet werden. Heute ist es wieder so weit: Um 15 Uhr wird in Bad Homburg die <strong>aktuelle Steuersch\u00e4tzung<\/strong> bekannt gegeben.<\/p>\n<p>Experten von Bund und L\u00e4ndern, von Forschungsinstituten, der Bundesbank und dem Statistischen Bundesamt haben tagelang errechnet, wie viele Einnahmen der Staat wohl machen wird. Bei der letzten Steuersch\u00e4tzung im November ging man von h\u00f6heren Steuereinnahmen als bislang prognostiziert aus.<\/p>\n<p>Ob der Trend auch diesmal gilt, ist allerdings fraglich. In der <strong>gestrigen Runde mit den Ministerpr\u00e4sidentinnen und Ministerpr\u00e4sidenten<\/strong> (siehe oben) soll Lindner Teilnehmern zufolge vor allzu viel Euphorie gewarnt haben. Er rechne \u00bbnicht mit gro\u00dfen \u00dcberraschungen\u00ab. Vielleicht aber mit kleinen?<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Vom Vorzeigeprojekt zur Lachnummer: Warum Deutschland es nicht schafft, seinen B\u00fcrgern ein Klimageld zu \u00fcberweisen <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Hier geht\u2019s zum aktuellen Tagesquiz<\/h3>\n<h3>Der PR-Erfolg des Tages\u2026<\/h3>\n<p>&#8230;geht an den russischen Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew. Man k\u00f6nnte ja glauben, der <strong>h\u00f6chste Vertreter der russischen Regierung<\/strong> in Deutschland sei seit dem 24. Februar 2022 eher isoliert. Wer will schon N\u00e4he zu einer Regierung demonstrieren, die einen brutalen Angriffskrieg f\u00fchrt?<\/p>\n<p>Doch als der Botschafter am Jahrestag des Sieges der Sowjetunion \u00fcber Deutschland im Zweiten Weltkrieg zum Empfang lud, kamen so einige, wie Berichte und Fotos nahelegen: Altkanzler <strong>Gerhard Schr\u00f6der<\/strong> mit seiner Gattin <strong>So-yeon Schr\u00f6der-Kim<\/strong> zum Beispiel, der fr\u00fchere SED-Generalsekret\u00e4r <strong>Egon Krenz<\/strong>, von der AfD schauten <strong>Alexander Gauland<\/strong> und Parteichef <strong>Tino Chrupalla<\/strong> vorbei, der dem Botschafter ein Gastgeschenk \u00fcberreichte, eine Tasse mit preu\u00dfischem Adler.<\/p>\n<p>Auch <strong>Klaus Ernst <\/strong>von der <strong>Linkspartei<\/strong> machte seine Aufwartung. Er sagte der \u00bbBerliner Zeitung\u00ab, er sei \u00bbtrotz der komplizierten Situation wegen des Krieges\u00ab gekommen, weil \u00bbRussland entscheidenden Anteil an der Niederwerfung des Faschismus\u00ab gehabt habe. <strong>Ohne den Sieg Russlands w\u00e4re sein Leben anders verlaufen<\/strong>, sagte Ernst, \u00bbdeshalb ist das ein wichtiger Tag\u00ab.<\/p>\n<p>Ich r\u00e4tsele ein wenig, was Ernst mit der \u00bbkomplizierten Situation\u00ab meint. So kompliziert ist sie eigentlich nicht. <strong>Russland hat die Ukraine v\u00f6lkerrechtswidrig angegriffen. <\/strong>Deshalb k\u00f6nnte man sich als Politiker schon \u00fcberlegen, ob man der Einladung von Vertretern dieser Regierung zu einer Feierlichkeit folgen sollte.<\/p>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Hochstapler Santos lehnt R\u00fccktritt ab \u2013 und will sich wiederw\u00e4hlen lassen: <\/strong>George Santos hat seinen Lebenslauf teils frei erfunden und steht nun ernsthaft mit dem Gesetz in Konflikt. Trotz 13 Anklagepunkten gibt sich der Republikaner k\u00e4mpferisch \u2013 sein Anwalt klingt weniger optimistisch.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Mysteri\u00f6ses Buch f\u00fchrt Vorverkaufslisten an \u2013 wegen Taylor Swift: <\/strong>\u00bb4C Untitled Flatiron Nonfiction Summer 2023\u00ab: So kryptisch wird ein neues Buch in den Listen der US-H\u00e4ndler gef\u00fchrt. Inhalt und Autor(in) sind v\u00f6llig unklar. Fans von Taylor Swift bestellen trotzdem vor.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>K\u00f6nnte ein neuer RSV-Impfstoff zu Fr\u00fchgeburten f\u00fchren? <\/strong>Viele S\u00e4uglinge sterben an einer RSV-Infektion. Ein Impfstoff, der kurz vor der Zulassung steht, k\u00f6nnte die Sterblichkeit senken. Doch einige Experten sehen in den Studiendaten ein gravierendes Problem.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Heiliges Pulverfass: <\/strong>Immer mehr nationalreligi\u00f6se Israelis beten auf dem Tempelberg \u2013 auch ermutigt durch die nationalreligi\u00f6se Regierung. F\u00fcr die Muslime liegt hier ihr drittwichtigstes Heiligtum. Droht um Jerusalem ein neuer Glaubenskrieg? <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbGute B\u00fcrokraten m\u00fcssen wir sein\u00ab: <\/strong>Die Weizs\u00e4ckers begannen als M\u00fcller und brachten es bis zum Bundespr\u00e4sidenten. Das gelang, weil die Familie sich fr\u00fch in den Dienst des Staates stellte. Denn einst war die Beamtenkarriere ein Garant f\u00fcr den sozialen Aufstieg. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbMenschen m\u00fcssen einfach lachen, wenn sie uns sehen\u00ab: <\/strong>Von Kenia \u00fcber Malawi bis S\u00fcdafrika \u2013 seit mehr als einem Jahr fahren vier Freunde mit Tuk Tuks quer durch Afrika. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber n\u00e4chtliche Elefantenbesuche und Todesangst in der Schlucht der Tausendf\u00fc\u00dfler. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Die Halle der Friseure: <\/strong>Gemeinschaftsr\u00e4ume zum Arbeiten finden Laptop-Arbeiter fast \u00fcberall. In Hannover k\u00f6nnen auch Friseurinnen, Therapeuten und Sporttrainer sich stunden- oder tageweise in einem Co-Working-Space einmieten. Klappt das?<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen erlebnisreichen Tag.<\/p>\n<p><em>Ihr Martin Knobbe, Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtb\u00fcros<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbAtmendes System\u00ab Wie lange man doch \u00fcber eine Zahl streiten kann. 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