{"id":20200,"date":"2023-05-09T14:28:50","date_gmt":"2023-05-09T11:28:50","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/klimawandel-sachverstandige-empfehlen-aufnahme-von-klimafluchtlingen\/"},"modified":"2023-05-09T14:28:50","modified_gmt":"2023-05-09T11:28:50","slug":"klimawandel-sachverstandige-empfehlen-aufnahme-von-klimafluchtlingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/klimawandel-sachverstandige-empfehlen-aufnahme-von-klimafluchtlingen\/","title":{"rendered":"Klimawandel: Sachverst\u00e4ndige empfehlen Aufnahme von Klimafl\u00fcchtlingen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Welche Verpflichtungen hat Deutschland gegen\u00fcber Klimafl\u00fcchtlingen? Ein unabh\u00e4ngiges Beratergremium der Bundesregierung hat dazu nun Vorschl\u00e4ge entwickelt. Im Zentrum der Idee: ein \u00bbKlima-Pass\u00ab.  <\/p>\n<p>Wer durch die Folgen des Klimawandels seine Heimat verliert, sollte einen \u00bbKlima-Pass\u00ab f\u00fcr einen Daueraufenthalt in Deutschland erhalten. So schl\u00e4gt es der Sachverst\u00e4ndigenrat f\u00fcr Integration und Migration (SVR) in seinem Jahresgutachten vor; das unabh\u00e4ngige Gremium ber\u00e4t die Bundesregierung.<\/p>\n<p>Das Angebot sollte nach Auffassung der Experten auf Menschen aus L\u00e4ndern beschr\u00e4nkt werden, \u00bbdie durch den Klimawandel ihr gesamtes Territorium verlieren\u00ab. Das seien in erster Linie Inselstaaten, die durch den Anstieg des Meeresspiegels in Folge der Erderw\u00e4rmung in ihrer Existenz bedroht seien.<\/p>\n<h3>Befristete Aufnahme und anschlie\u00dfende R\u00fcckkehr<\/h3>\n<p>F\u00fcr Menschen aus Staaten, die von den Auswirkungen des Klimawandels erheblich betroffen sind, schl\u00e4gt der SVR eine sogenannte Klima-Card vor. Dahinter verbirgt sich ein Konzept f\u00fcr ein humanit\u00e4res Aufnahmeprogramm, das einen befristeten Aufenthalt in Deutschland erm\u00f6glichen w\u00fcrde. Hierf\u00fcr m\u00fcsste man aus Sicht der Sachverst\u00e4ndigen Kontingente festlegen. Ziel w\u00e4re dabei eine R\u00fcckkehr der Klima-Card-Inhaber in die Heimat, nachdem dort die gravierendsten Folgen beseitigt und Anpassungsma\u00dfnahmen umgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Daneben sollte es ein \u00bbKlima-Arbeitsvisum\u00ab geben, um die Abwanderung aufgrund schleichender Umweltver\u00e4nderungen zu steuern. Ein solches Visum w\u00fcrden dann Menschen aus besonders betroffenen Staaten erhalten, die zwar keine besondere Qualifikation, aber einen Arbeitsvertrag vorweisen k\u00f6nnen. Auch bei diesem Instrument m\u00fcssten aus Sicht des SVR l\u00e4nderspezifische Kontingente festgelegt werden, es w\u00fcrde sich an dem von Deutschland bereits praktizierten Modell der sogenannten Westbalkan-Regelung orientieren.<\/p>\n<p>Nach Auffassung des SVR sind valide Prognosen zum Umfang der durch Klimawandel bedingten Migration kaum m\u00f6glich. Unstrittig sei aber, dass durch den Klimawandel ausgel\u00f6ste Umweltver\u00e4nderungen und Extremwetterereignisse vorhandene Probleme versch\u00e4rfen und dar\u00fcber Migration ausl\u00f6sen k\u00f6nnten. \u00bbWenn es nicht gelingt, den Klimawandel einzud\u00e4mmen, wird Klimamigration einerseits weiter zunehmen\u00ab, sagte die stellvertretende SVR-Vorsitzende, Birgit Leyendecker.<\/p>\n<p>\u00bbAndererseits k\u00f6nnen die Folgen des Klimawandels Migration auch hemmen oder diese sogar verhindern \u2013 etwa wenn Menschen die Ressourcen verloren gehen, die sie brauchen, um \u00fcberhaupt abwandern zu k\u00f6nnen\u00ab, sagte Leyendecker, die an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum das Interdisziplin\u00e4re Zentrum f\u00fcr Familienforschung leitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Verpflichtungen hat Deutschland gegen\u00fcber Klimafl\u00fcchtlingen? Ein unabh\u00e4ngiges Beratergremium der Bundesregierung hat dazu nun Vorschl\u00e4ge entwickelt. Im Zentrum der Idee: ein \u00bbKlima-Pass\u00ab. Wer durch die Folgen des Klimawandels seine Heimat<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20201,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-20200","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20200","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20200"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20200\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20201"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20200"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}