{"id":19987,"date":"2023-04-30T05:36:10","date_gmt":"2023-04-30T02:36:10","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/sudan-kampfe-dauern-an-us-konvoi-erreicht-hafen-briten-beenden-rettungsaktion\/"},"modified":"2023-04-30T05:36:10","modified_gmt":"2023-04-30T02:36:10","slug":"sudan-kampfe-dauern-an-us-konvoi-erreicht-hafen-briten-beenden-rettungsaktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/sudan-kampfe-dauern-an-us-konvoi-erreicht-hafen-briten-beenden-rettungsaktion\/","title":{"rendered":"Sudan: K\u00e4mpfe dauern an, US-Konvoi erreicht Hafen, Briten beenden Rettungsaktion"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Waffenruhe im Sudan ist br\u00fcchig, in der Hauptstadt Khartum ist die Versorgungslage der zur\u00fcckgebliebenen Menschen katastrophal. Ein von den USA organisierter Buskonvoi ist in Port Sudan angekommen. Der \u00dcberblick.  <\/p>\n<p>Im Sudan hat es trotz einer vereinbarten Waffenruhe am Samstag wieder heftige K\u00e4mpfe gegeben. \u00dcber die Hauptstadt Khartum flogen Kampfflugzeuge, wie ein Bewohner der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Als Reaktion auf die Luftangriffe seien Luftabwehrgeschosse abgefeuert worden. Ein anderer Augenzeuge sagte, die K\u00e4mpfe seien am Morgen fortgesetzt worden, unter anderem an der Zentrale des staatlichen Rundfunksenders in Khartums Nachbarstadt Omdurman. \u00dcber dem Flughafen von Khartum hing Rauch.<\/p>\n<p>Im Sudan k\u00e4mpfen seit nun drei Wochen Armeeeinheiten unter dem Kommando von Armeechef Abdel Fattah al-Burhan gegen die RSF-Miliz, die von General Mohamed Hamdan Daglo \u2013 genannt Hemeti \u2013 angef\u00fchrt wird. Insgesamt kamen bei den Gefechten im Sudan nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mindestens 512 Menschen ums Leben, fast 4200 wurden verletzt. Die wahre Zahl der Opfer d\u00fcrfte aber deutlich h\u00f6her liegen.<\/p>\n<p>Am Dienstag war eine unter Vermittlung der USA ausgehandelte 72-st\u00fcndige Feuerpause in Kraft getreten, die am Donnerstag kurz vor Ablauf noch einmal um 72 Stunden bis Sonntag um Mitternacht verl\u00e4ngert wurde. Allerdings wurden bisher alle Waffenruhen gebrochen.<\/p>\n<p>In Khartum versuchen viele Menschen weiterhin, vor den K\u00e4mpfen zu fliehen. Strom und Leitungswasser gibt es nicht mehr, Internet und Telefon funktionieren nur noch sporadisch. Benzin, Bargeld und Lebensmittel werden knapp. 61 Prozent der Gesundheitseinrichtungen in Khartum sind laut dem Uno-Nothilfeb\u00fcro Ocha geschlossen und nur 16 Prozent arbeiteten wie gewohnt, sodass Millionen Menschen keinen Zugang zur medizinischen Versorgung h\u00e4tten. Mehrere Zehntausend Fl\u00fcchtlinge sind bereits in den Nachbarl\u00e4ndern angekommen, vor allem in \u00c4thiopien und \u00c4gypten.<\/p>\n<h3>US-B\u00fcrger auf dem Weg nach Saudi-Arabien<\/h3>\n<p>Die Evakuierung von Ausl\u00e4ndern l\u00e4uft inzwischen \u00fcberwiegend \u00fcber das Meer. Am Samstag erreichte ein von den USA organisierter Fahrzeugkonvoi die Hafenstadt Port Sudan. Wie das US-Au\u00dfenministerium mitteilte, waren neben US-B\u00fcrgern auch Ortskr\u00e4fte aus dem Sudan und Staatsangeh\u00f6rige verb\u00fcndeter L\u00e4nder an Bord. Sie sollten von Port Sudan aus \u00fcber das Rote Meer nach Dschiddah in Saudi-Arabien gebracht werden. US-Medien hatten bereits am Freitag \u00fcber den Konvoi berichtet, mit dem rund 300 Menschen, vor allem US-Amerikaner, nach Port Sudan gelangen sollten.<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r habe Aufkl\u00e4rungs- und \u00dcberwachungsarbeit geleistet, um die Evakuierungen abzusichern, erkl\u00e4rte das Pentagon. Es w\u00fcrden in der Region auch Milit\u00e4rschiffe verlegt, falls deren Unterst\u00fctzung entlang der K\u00fcste ben\u00f6tigt werde. US-Medien berichteten, der Konvoi sei von bewaffneten US-Drohnen des US-Milit\u00e4rs begleitet worden.<\/p>\n<p>Bereits vor dem j\u00fcngsten Konvoi h\u00e4tten mehrere hundert US-Amerikaner zus\u00e4tzlich zum Botschaftspersonal den Sudan \u00fcber Land, zur See oder auf dem Luftweg verlassen, sagte ein Sprecher der US-Au\u00dfenministeriums am Freitag. Die Botschaftsmitarbeiter und deren Angeh\u00f6rige waren bereits am vergangenen Wochenende vom US-Milit\u00e4r direkt aus Khartum evakuiert worden.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien verk\u00fcndete indessen, die Evakuierung von Staatsangeh\u00f6rigen und anderen infrage kommenden Personen aus dem Sudan am Samstag einzustellen, da die Nachfrage nach Pl\u00e4tzen in seinen Flugzeugen zur\u00fcckgegangen sei. Wie das britische Au\u00dfenministerium mitteilte, waren seit Beginn der Evakuierungsaktion am Dienstag auf 21 Fl\u00fcgen rund 1900 Menschen aus dem Sudan herausgebracht worden.<\/p>\n<h3>Hoffnung beim Uno-Sonderbeauftragten<\/h3>\n<p>Bundesau\u00dfenministerin Annalena Baerbock sagte am Freitag, dass nach der Evakuierung von Hunderten Menschen durch die Bundeswehr nur noch \u00bbeine sehr, sehr geringe Zahl\u00ab an Deutschen in Khartum seien. F\u00fcr diese bestehe die Chance, noch von anderen Nationen ausgeflogen zu werden, sollten sie das Land verlassen wollen. Insgesamt brachte die Bundeswehr binnen vier Tagen mehr als 700 Menschen aus mehr als 40 Nationen in Sicherheit.<\/p>\n<p>Trotz der erneut gebrochenen Waffenruhe sieht der Uno-Sonderbeauftragte Volker Perthes einen Hoffnungsschimmer  f\u00fcr ein Ende der K\u00e4mpfe im Sudan. Die beiden rivalisierenden Milit\u00e4rgruppen seien inzwischen offener f\u00fcr Verhandlungen. Zudem h\u00e4tten die sudanesische Armee und die paramilit\u00e4rische RSF-Miliz akzeptiert, dass die vor zwei Wochen ausgebrochene K\u00e4mpfe nicht fortgesetzt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Waffenruhe im Sudan ist br\u00fcchig, in der Hauptstadt Khartum ist die Versorgungslage der zur\u00fcckgebliebenen Menschen katastrophal. Ein von den USA organisierter Buskonvoi ist in Port Sudan angekommen. 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