{"id":19887,"date":"2023-04-25T17:45:11","date_gmt":"2023-04-25T14:45:11","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/sudan-bundeswehr-will-evakuierungsfluge-am-abend-beenden\/"},"modified":"2023-04-25T17:45:11","modified_gmt":"2023-04-25T14:45:11","slug":"sudan-bundeswehr-will-evakuierungsfluge-am-abend-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/sudan-bundeswehr-will-evakuierungsfluge-am-abend-beenden\/","title":{"rendered":"Sudan: Bundeswehr will Evakuierungsfl\u00fcge am Abend beenden"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Noch ein sechster Flug, dann ist Schluss: Die Bundeswehr will ab Dienstagabend keine weiteren Menschen mehr aus dem umk\u00e4mpften Sudan ausfliegen. Im Land verbliebene Deutsche sollen bei internationalen Partnern unterkommen.  <\/p>\n<p>Deutschland will keine weiteren Evakuierungsfl\u00fcge f\u00fcr deutsche Staatsb\u00fcrger im Sudan durchf\u00fchren. Wie das Ausw\u00e4rtige Amt und das Bundesverteidigungsministerium mitteilten, solle am Dienstagabend ein sechster und letzter Flug durchgef\u00fchrt werden, dann ist Schluss.<\/p>\n<p>\u00bbSofern andere Nationen den Betrieb des Flugverkehrs sicherstellen, sind keine weiteren deutschen Evakuierungsfl\u00fcge aus dieser Region geplant\u00ab, teilten die Ministerien mit. \u00bbNoch in Sudan verbliebene Deutsche, die bisher nicht zum Flughafen kommen konnten, werden auch in den n\u00e4chsten Tagen von unseren internationalen Partnern bei deren Evakuierungsfl\u00fcgen mitgenommen\u00ab, hie\u00df es.<\/p>\n<h3>Anteil deutscher Staatsb\u00fcrger nahm ab<\/h3>\n<p>Hintergrund ist demnach, dass der Anteil deutscher Staatsb\u00fcrger auf den letzten Fl\u00fcgen bereits deutlich zur\u00fcckgegangen war. Bis Dienstagmittag flog die Bundeswehr den Ministerien zufolge 490 Menschen aus dem Land aus \u2013 rund 170 von ihnen waren deutsche Staatsb\u00fcrger.<\/p>\n<p>Insgesamt h\u00e4tten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr Menschen aus rund 30 Nationen aus dem Sudan ausgeflogen \u2013 unter ihnen etwa 90 Kanadier, 40 Niederl\u00e4nder und 20 Jordanier. Alle Deutschen, die f\u00fcr eine Evakuierung erreichbar waren, seien auch erreicht worden, teilte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit.<\/p>\n<p>Bundesau\u00dfenministerin Annalena Baerbock (Gr\u00fcne) und Pistorius dankten allen zivilen und milit\u00e4rischen Kr\u00e4ften \u00bbf\u00fcr ihre gro\u00dfartige Leistung im Rahmen der Evakuierungsmission\u00ab. \u00bbAuch f\u00fcr diejenigen Deutschen, die immer noch in Sudan sind, arbeiten wir weiter an Wegen in die Sicherheit \u2013 sei es mit Fl\u00fcgen von Partnern, auf dem Land- oder dem Seeweg\u00ab, sagte Baerbock.<\/p>\n<h3>Pistorius lobt Truppe: \u00bbaus dem Stand funktioniert\u00ab<\/h3>\n<p>Insgesamt waren rund 1000 Soldatinnen und Soldaten den Angaben zufolge im Nahen Osten und Nordafrika f\u00fcr die Mission im Einsatz. Viele weitere seien auch in Deutschland in Bereitschaft gewesen. Sie h\u00e4tten jederzeit in das Einsatzgebiet gebracht werden k\u00f6nnen. Verteidigungsminister Pistorius lobte die Truppe, diese habe \u00bbaus dem Stand funktioniert und alle Anforderungen erf\u00fcllt\u00ab.<\/p>\n<p>Deutschland hatte den Ministerien zufolge am Montag die F\u00fchrung der multinationalen Flugkoordinierung am Flughafen in der N\u00e4he von Khartum \u00fcbernommen. Generalinspekteur Carsten Breuer sei nun im Austausch mit Partnerl\u00e4ndern, wer die F\u00fchrung dieser Flugkoordinierung ab Mittwoch \u00fcbernehmen werde, teilten die Ministerien mit.<\/p>\n<p>Per Mandat des Bundestages soll die milit\u00e4rische Evakuierung aus dem Sudan aber noch bis Ende Mai fortgesetzt werden k\u00f6nnen \u2013 mit dem Einsatz von bis zu 1600 Soldaten. Eine Abstimmung im Parlament dar\u00fcber soll noch in dieser Woche erfolgen. <\/p>\n<p>Auch eine Rettung per Schiff steht offenbar weiter im Raum. Zuletzt hatte sich der Einsatztruppenversorger \u00bbBonn\u00ab auf den Weg in Richtung Port Sudan am Roten Meer gemacht. In den letzten Tagen hatten sich Tausende westliche Ausl\u00e4nder von Khartum aus mit Konvois auf den Weg in die Hafenstadt gemacht, auch die Vereinten Nationen schickten viele ihrer Mitarbeiter durch die W\u00fcste nach Port Sudan. Die \u00bbBonn\u00ab k\u00f6nnte Hunderte Menschen aufnehmen und in Sicherheit bringen, hie\u00df es in Bundeswehrkreisen. Das Schiff ist derzeit kurz vor dem Suez-Kanal und k\u00f6nnte Port Sudan in den n\u00e4chsten Tagen erreichen.<\/p>\n<h3>Preise f\u00fcr Wasser im Sudan verdoppelt<\/h3>\n<p>Die Lage im Sudan versch\u00e4rft sich nach Angaben der Vereinten Nationen indes weiter. \u00bbNach zehn Tagen der K\u00e4mpfe, wird die Knappheit von Nahrung, Wasser, Medizin und Treibstoff extrem akut\u00ab, teilte das Amt der Vereinten Nationen f\u00fcr die Koordinierung humanit\u00e4rer Angelegenheiten (OCHA) mit. Die Preise f\u00fcr lebensnotwendige G\u00fcter seien extrem gestiegen, f\u00fcr in Flaschen abgef\u00fclltes Wasser habe er sich etwa verdoppelt.<\/p>\n<p>In dem Land k\u00e4mpfen seit zehn Tagen zwei rivalisierende Gruppen um die Vorherrschaft. De-facto-Pr\u00e4sident Abdel Fattah al-Burhan, der auch Oberbefehlshaber der Armee ist, k\u00e4mpft mit dem Milit\u00e4r gegen seinen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, den Anf\u00fchrer der m\u00e4chtigen paramilit\u00e4rischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF). Seit Ausbruch der K\u00e4mpfe wurden bereits Hunderte Menschen get\u00f6tet und Tausende verletzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch ein sechster Flug, dann ist Schluss: Die Bundeswehr will ab Dienstagabend keine weiteren Menschen mehr aus dem umk\u00e4mpften Sudan ausfliegen. 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