{"id":19859,"date":"2023-04-24T06:16:31","date_gmt":"2023-04-24T03:16:31","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundeswehr-fliegt-mehr-als-200-menschen-aus-khartum-aus\/"},"modified":"2023-04-24T06:16:31","modified_gmt":"2023-04-24T03:16:31","slug":"bundeswehr-fliegt-mehr-als-200-menschen-aus-khartum-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundeswehr-fliegt-mehr-als-200-menschen-aus-khartum-aus\/","title":{"rendered":"Bundeswehr fliegt mehr als 200 Menschen aus Khartum aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Drei Maschinen waren losgeschickt worden \u2013 zwei sind bereits sicher wieder in Jordanien gelandet: Die Bundeswehr hat zahlreiche Personen aus dem Sudan ausgeflogen. Dort gehen die Gefechte weiter.  <\/p>\n<p>Es ist ein riskanter Einsatz, der \u00fcber Tage intensiv vorbereitet wurde. Die Bundeswehr hat mehr als 200 Menschen aus der umk\u00e4mpften sudanesischen Hauptstadt Khartum ausgeflogen. Am Sonntagabend hob als erste deutsche Maschine ein Milit\u00e4rtransporter mit 101 Evakuierten zum R\u00fcckflug ab, wie die Bundeswehr in der Nacht auf Twitter mitteilte.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter folgte demnach ein zweiter Flieger mit 113 Evakuierten. In Khartum war am Abend auch eine dritte deutsche Milit\u00e4rmaschine gelandet.<\/p>\n<p>Deutschland hat wie andere Staaten in dem Land am Horn von Afrika eine milit\u00e4rische Evakuierung begonnen, an der insgesamt mehr als 1000 M\u00e4nner und Frauen der Bundeswehr beteiligt sind (Eine ausf\u00fchrliche Analyse zu dem Einsatz lesen Sie hier                                       ).<\/p>\n<p>Es sollen mehr als 300 auf einer Krisenliste registrierte Deutsche \u00fcber den jordanischen Milit\u00e4rflugplatz al-Azraq ausgeflogen werden. Auch B\u00fcrgern von Partnerstaaten soll geholfen werden.<\/p>\n<p>In dem Land waren vor mehr als einer Woche schwere K\u00e4mpfe zwischen den zwei m\u00e4chtigsten Gener\u00e4len des Landes und ihren Einheiten ausgebrochen.  Die zwei M\u00e4nner f\u00fchrten das Land im Nordosten Afrikas mit rund 46 Millionen Einwohner seit zwei gemeinsamen Milit\u00e4rcoups 2019 und 2021.<\/p>\n<p>De-facto-Pr\u00e4sident Abdel Fattah al-Burhan, der auch Oberbefehlshaber der Armee ist, k\u00e4mpft mit dem Milit\u00e4r gegen seinen Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo, den Anf\u00fchrer der m\u00e4chtigen paramilit\u00e4rischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF). Eigentlich h\u00e4tte sich die RSF der Armee unterordnen und die Macht im Land wieder an eine zivile Regierung \u00fcbertragen werden sollen. Da sich beide Lager jedoch letztlich nicht einigen konnten, schlug der Konflikt in Gewalt um.<\/p>\n<h3>Opferzahl d\u00fcrfte rasant steigen<\/h3>\n<p>In Khartum hat sich die Versorgungslage seit dem Beginn der K\u00e4mpfe dramatisch verschlechtert. Wasser und Lebensmittel fehlen, Stromabschaltungen behindern zunehmend die Kommunikation, es kommt zu Pl\u00fcnderungen.<\/p>\n<p>Auch am Sonntag gingen die schweren Gefechte weiter. Die Zahl der get\u00f6teten Zivilisten steige t\u00e4glich, berichtete das sudanesische \u00c4rztekomitee. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verloren seit Beginn der K\u00e4mpfe mindestens 413 Menschen ihr Leben, mehr als 3500 wurden verletzt. Die tats\u00e4chliche Opferzahl d\u00fcrfte weitaus h\u00f6her liegen. Im fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig drittgr\u00f6\u00dften Land Afrikas mit seinen 46 Millionen Einwohnern seien nur noch 35 Krankenh\u00e4user und Kliniken funktionst\u00fcchtig, berichtete das \u00c4rztekomitee. Und selbst diesen gehen die Medikamente aus. Nach Angaben der Organisation \u00c4rzte ohne Grenzen gibt es kaum noch Blutkonserven im Land.<\/p>\n<p>Die US-Regierung lie\u00df in der Nacht zum Sonntag alle US-Diplomaten und deren Angeh\u00f6rige in Sicherheit bringen. Auch andere L\u00e4nder, darunter Frankreich, Belgien, Italien, Griechenland, die Niederlande, Schweden und Spanien planten Rettungsmissionen, von denen die ersten am Sonntagabend erfolgreich abgeschlossen wurden. Der EU-Au\u00dfenbeauftragte Josep Borrell teilte am Sonntagabend mit, das Personal der EU-Botschaft sei ebenfalls evakuiert worden, der Botschafter werde aber seine Arbeit im Sudan fortsetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Maschinen waren losgeschickt worden \u2013 zwei sind bereits sicher wieder in Jordanien gelandet: Die Bundeswehr hat zahlreiche Personen aus dem Sudan ausgeflogen. Dort gehen die Gefechte weiter. 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