{"id":19676,"date":"2023-04-16T06:49:20","date_gmt":"2023-04-16T03:49:20","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/mathias-dopfner-springer-chef-bittet-um-entschuldigung\/"},"modified":"2023-04-16T06:49:20","modified_gmt":"2023-04-16T03:49:20","slug":"mathias-dopfner-springer-chef-bittet-um-entschuldigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/mathias-dopfner-springer-chef-bittet-um-entschuldigung\/","title":{"rendered":"Mathias D\u00f6pfner: Springer-Chef bittet um Entschuldigung"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Er bezeichnete Ostdeutsche als \u00bbFaschisten\u00ab oder \u00bbKommunisten\u00ab, trommelte f\u00fcr die FDP und verglich die Coronama\u00dfnahmen der Merkel-Regierung mit dem Jahr 1933. Nun gibt sich der Springer-Vorstandschef Mathias D\u00f6pfner kleinlaut.  <\/p>\n<p>Axel-Springer-Chef Mathias D\u00f6pfner hat f\u00fcr durch einen Medienbericht an die \u00d6ffentlichkeit gelangte konzerninterne Nachrichten um Entschuldigung gebeten. In einem am Samstagabend auf der \u00bbBild\u00ab -Webseite ver\u00f6ffentlichten Beitrag             \u00bbin eigener Sache\u00ab schrieb der Medienhaus-Chef: \u00bbIch bitte um Entschuldigung daf\u00fcr, dass ich mit meinen Worten viele gekr\u00e4nkt, verunsichert oder verletzt habe.\u00ab<\/p>\n<p>Der 60-J\u00e4hrige reagierte damit direkt auf eine entsprechende Aufforderung von \u00bbBild\u00ab -Chefredakteurin Marion Horn. D\u00f6pfner schrieb: \u00bbEigentlich ist eine Entschuldigung f\u00e4llig, Chef!\u00ab Das hat Marion Horn am Samstag in \u00bbBild\u00ab geschrieben. Stimmt.\u00ab<\/p>\n<p>Die Wochenzeitung \u00bbDie Zeit\u00ab hatte am Donnerstag \u00fcber Nachrichten berichtet, die bei Springer konzernintern verschickt worden sein sollen. Das Blatt berief sich auf Dokumente, die aus den vergangenen Jahren stammen sollen. Es handele sich um E-Mails und Chatnachrichten aus dem engsten F\u00fchrungskreis des Medienkonzerns, viele seien vom Springer-Chef selbst, so die Zeitung.<\/p>\n<p>In den aufgelisteten Zitaten ging es zum Beispiel um abf\u00e4llige Kommentare \u00fcber Ostdeutsche oder um Kritik an Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). D\u00f6pfner soll sich vor der Bundestagswahl auch eine FDP-freundliche Berichterstattung in der \u00bbBild\u00ab gew\u00fcnscht haben und dies an die Spitze der gr\u00f6\u00dften Boulevard-Zeitung Deutschlands adressiert haben.<\/p>\n<p>D\u00f6pfner best\u00e4tigte indirekt in seinem Beitrag, der die \u00dcberschrift \u00bbStimmt!\u00ab tr\u00e4gt, dass bestimmte Formulierungen tats\u00e4chlich von ihm stammten. \u00bbDie Ossis sind entweder Kommunisten oder Faschisten.\u00ab Das ist verletzend. Und w\u00f6rtlich genommen nat\u00fcrlich Quatsch. \u00bbDie\u00ab Ossis gibt es nicht. Und selbstverst\u00e4ndlich sind sie nicht entweder rechts- oder linksradikal.\u00ab Und weiter: \u00bbDer \u00c4rger dar\u00fcber, dass in Th\u00fcringen und anderswo so viele entweder Linke oder AfD w\u00e4hlen, verleitete mich zur polemischen \u00dcbertreibung.\u00ab<\/p>\n<h3>Nicht immer gutes Gelingen<\/h3>\n<p>D\u00f6pfner, der nicht nur Konzernchef ist, sondern auch einen gro\u00dfen Teil der Medienhaus-Anteile h\u00e4lt, schrieb weiter: \u00bbIch wei\u00df nicht, wie es Ihnen geht \u2013 mir gelingt es nicht immer, private Nachrichten im korrekten Ton zu schreiben.\u00ab<\/p>\n<p>Der 60-J\u00e4hrige erkl\u00e4rte sich weiter so: \u00bbWenn ich w\u00fctend oder sehr froh bin, wird mein Handy zum Blitzableiter. Ich schicke dann manchmal Menschen, denen ich sehr vertraue, Worte, die \u00bbins Unreine\u00ab gesagt oder getippt sind. Weil ich davon ausgehe, dass der Empf\u00e4nger wei\u00df, wie es gemeint ist. Und weil ich mir nicht vorstellen kann oder will, dass jemand diese Worte an Dritte weitergibt.\u00ab Dies sei nun aber geschehen. \u00bbDaraus kann man viele Lehren ziehen. Das habe ich getan. Eine davon bleibt die Idee von der \u203aGedankenfreiheit\u2039.\u00ab<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist in der \u00bbZeit\u00ab-Berichterstattung, dass mehrere der aufgef\u00fchrten Zitate von D\u00f6pfner direkt an den fr\u00fcheren \u00bbBild\u00ab -Chefredakteur Julian Reichelt gerichtet worden sein sollen. Dieser musste im Herbst 2021 den Konzern nach Vorw\u00fcrfen des Machtmissbrauchs verlassen. Reichelt hatte Vorw\u00fcrfe bestritten und sp\u00e4ter von einer \u00bbSchmutzkampagne\u00ab gesprochen. Im Raum stehen \u00dcberlegungen beider Seiten, rechtliche Schritte gegeneinander einzuleiten.<\/p>\n<p>Der \u00bbZeit\u00ab-Artikel erschien Tage vor einer erwarteten Ver\u00f6ffentlichung eines neuen Buchs von Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre. Das fiktive Werk \u2013 es erscheint am Mittwoch \u2013 wird als Schl\u00fcsselroman zu dem Medienhaus gehandelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er bezeichnete Ostdeutsche als \u00bbFaschisten\u00ab oder \u00bbKommunisten\u00ab, trommelte f\u00fcr die FDP und verglich die Coronama\u00dfnahmen der Merkel-Regierung mit dem Jahr 1933. Nun gibt sich der Springer-Vorstandschef Mathias D\u00f6pfner kleinlaut. 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