{"id":1949,"date":"2020-08-19T00:34:49","date_gmt":"2020-08-18T21:34:49","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-bericht-stellt-russische-einmischung-in-us-wahlkampf-2016-fest\/"},"modified":"2020-08-19T00:34:49","modified_gmt":"2020-08-18T21:34:49","slug":"donald-trump-bericht-stellt-russische-einmischung-in-us-wahlkampf-2016-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-bericht-stellt-russische-einmischung-in-us-wahlkampf-2016-fest\/","title":{"rendered":"Donald Trump: Bericht stellt russische Einmischung in US-Wahlkampf 2016 fest"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/f670f25e-0748-4fd3-bd24-f40cb77ae8f6_w948_r1.77_fpx0_fpy97.jpg\" title=\"US-Pr\u00e4sident Trump, Russlands Staatschef Putin (Im Juli 2018):\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Trump, Russlands Staatschef Putin (Im Juli 2018):\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>US-Pr\u00e4sident Trump, Russlands Staatschef Putin (Im Juli 2018):<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Kevin Lamarque\/ REUTERS  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein fast 1000-seitiger Bericht des Geheimdienst-Ausschusses des US-Senats dokumentiert, wie Russland die US-Pr\u00e4sidentschaftswahl 2016 zugunsten von Donald Trump beeinflussen wollte. Demnach hatte das Wahlkampf-Team des heutigen Pr\u00e4sidenten zahlreiche Kontakte mit dem russischen Geheimdienst. Dem Bericht &#8211; dem f\u00fcnften und letzten des Ausschusses zu dem Thema &#8211; ging eine jahrelange Untersuchung des US-Senats voraus.<\/p>\n<p>Zugleich betonte der republikanische Vorsitzende des Geheimdienst-Ausschusses des Senats, Marco Rubio, man habe &quot;absolut keine Beweise daf\u00fcr gefunden, dass Trump oder sein Wahlkampfteam mit der russischen Regierung zusammengearbeitet h\u00e4tten, um sich in die Wahl 2016 einzumischen&quot;.<\/p>\n<p>In dem Bericht hei\u00dft es allerdings auch, nach der Wahl habe Russland &quot;ausgenutzt, dass Mitglieder des \u00dcbergangsteams relativ unerfahren in Regierungsfragen waren&quot;. Auch andere L\u00e4nder &#8211; Verb\u00fcndete und Gegner der USA &#8211; h\u00e4tten in dieser Zeit versucht, Einfluss zu nehmen. Durch das Fehlen einer ausreichenden Kontrolle \u00fcber solche Interaktionen sei das \u00dcbergangsteam &quot;offen f\u00fcr Einflussnahme und Manipulation durch ausl\u00e4ndische Geheimdienste, Regierungsbeamte und Gesch\u00e4ftsleute&quot; gewesen.<\/p>\n<h3>Paul Manafort &#8211; &quot;aus Sicht der Spionageabwehr eine gravierende Bedrohung&quot;<\/h3>\n<p>Der zeitweise Vorsitzende von Trumps Wahlkampfteam, Paul Manafort, habe enge Kontakte zu einem russischen Geheimdienst-Agenten gehabt, hei\u00dft es in dem Bericht. &quot;Manaforts Zugang auf hoher Ebene und die Bereitschaft, Informationen mit Personen mit engen Verbindungen zu russischen Geheimdiensten zu teilen, (&#8230;) stellten aus Sicht der Spionageabwehr eine gravierende Bedrohung dar.&quot;<\/p>\n<p>Gerichte in der US-Hauptstadt Washington und dem Bundesstaat Virginia hatten Manafort im M\u00e4rz 2019 wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs zu insgesamt siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Seit dem Fr\u00fchjahr darf er die Strafe angesichts der Coronakrise unter Hausarrest absitzen.<\/p>\n<h3>WikiLeaks und die Hackerangriffe auf Hillary Clinton<\/h3>\n<p>Der Bericht stellt einen direkten Zusammenhang zwischen Pr\u00e4sident Wladimir Putin und die Hackerangriffe auf E-Mail-Konten der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton her. Den Betreibern der Plattform WikiLeaks, die die geleakten E-Mails ver\u00f6ffentlicht hatte, sei dabei wahrscheinlich bewusst gewesen, dem russischen Geheimdienst bei seinen Zielen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Trump selbst habe versucht, \u00fcber seinen Vertrauten Roger Stone Vorabinformationen \u00fcber geplante Ver\u00f6ffentlichungen der Enth\u00fcllungsplattform Wikileaks zu erhalten. Stone habe sein angebliches Wissen dar\u00fcber &quot;bei mehreren Anl\u00e4ssen direkt mit Trump und ranghohen Mitarbeitern seines Wahlkampfteams geteilt&quot;, hie\u00df es. Allerdings habe man nicht kl\u00e4ren k\u00f6nnen, ob Stone tats\u00e4chlich etwas \u00fcber die Ver\u00f6ffentlichungen gewusst habe.<\/p>\n<p>Stone allerdings war zu einer Haftstrafe von mehr als drei Jahren verurteilt worden. Eine Jury sah es als erwiesen an, dass er sich unter anderem der Falschaussage, der Behinderung von Ermittlungen und der Beeinflussung von Zeugen schuldig gemacht hatte. Trump erlie\u00df Stone im Juli die Haftstrafe.<\/p>\n<h3>Hohe \u00dcbereinstimmung mit den Erkenntnissen Muellers<\/h3>\n<p>2019 hatte bereits Sonderermittler Robert Mueller einen Bericht \u00fcber die Verstrickungen des Trump-Wahlkampfteams mit Russland verfasst. Auch Mueller war zu dem Ergebnis gekommen, dass es zwar eine massive Einflussnahme, aber keine in den Wahlkampf, jedoch keine koordinierte Verschw\u00f6rung zwischen Trump und Moskau gab. Die Erkenntnisse des Senat-Berichts stimmen zu weiten Teilen mit den Erkenntnissen Muellers \u00fcberein.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern US-Pr\u00e4sident Trump, Russlands Staatschef Putin (Im Juli 2018): Foto:\u2002Kevin Lamarque\/ REUTERS Ein fast 1000-seitiger Bericht des Geheimdienst-Ausschusses des US-Senats dokumentiert, wie Russland die US-Pr\u00e4sidentschaftswahl 2016 zugunsten von Donald Trump beeinflussen wollte. Demnach hatte das Wahlkampf-Team des heutigen Pr\u00e4sidenten zahlreiche Kontakte mit dem russischen Geheimdienst. 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