{"id":19173,"date":"2023-03-25T11:46:08","date_gmt":"2023-03-25T08:46:08","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-am-samstag-ampel-koalition-panzer-deutsche-bahn\/"},"modified":"2023-03-25T11:46:08","modified_gmt":"2023-03-25T08:46:08","slug":"news-am-samstag-ampel-koalition-panzer-deutsche-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-am-samstag-ampel-koalition-panzer-deutsche-bahn\/","title":{"rendered":"News am Samstag: Ampel-Koalition, Panzer, Deutsche Bahn"},"content":{"rendered":"<h3>Nichts Genaues wei\u00df man nicht<\/h3>\n<p class=\"caps\">Ja, es ist <strong>Wochenende<\/strong>, das gilt (hoffentlich) f\u00fcr Sie, das gilt f\u00fcr mich. Es gilt nur eingeschr\u00e4nkt f\u00fcr die <strong>Ampelkoalition<\/strong>. Die trifft sich am Sonntagabend zum Koalitionsausschuss.<\/p>\n<p>Es hat schon <strong>Treffen unter einfacheren Vorzeichen<\/strong> gegeben, also ohne einen Vizekanzler (Robert Habeck, falls es Ihnen kurz entfallen sein sollte), der den Koalitionspartnern Vertrauensbruch vorwirft. Und ohne eine FDP, die sich gerade an den <strong>Verbrennermotor<\/strong> klammert wie die katholische Kirche an die Lehre von der Jungfrauengeburt.<\/p>\n<p>Und jetzt w\u00fcrden Sie von mir nat\u00fcrlich gern wissen, wie das ausgeht, <strong>was vom Sonntag zu erwarten ist<\/strong>. Ich muss Sie da entt\u00e4uschen. Ich verweigere die Aussage.<\/p>\n<p>Es ging diese Woche an dieser Stelle schon mal darum, <strong>wie oft ich in den letzten Jahren schiefgelegen<\/strong>, wie viel ich nicht kommen gesehen habe. Das ist der eine Grund, warum ich hier <strong>keine Prognose<\/strong> abgeben m\u00f6chte (obwohl das streng genommen meine Aufgabe w\u00e4re). Der andere Grund ist, dass ich mir vor knapp eineinhalb Jahrzehnten geschworen habe, mich vor politischen Ereignissen, <strong>insbesondere an Wochenenden<\/strong>, nie festzulegen.<\/p>\n<p>Damals war noch <strong>Kurt Beck<\/strong> SPD-Vorsitzender. (Die \u00c4lteren unter Ihnen erinnern sich, das war der Mann, der vergleichsweise viel Haar im Gesicht trug, aber einmal zu einem Arbeitslosen sagte, er m\u00f6ge sich <strong>waschen und rasieren<\/strong>, dann werde er schon einen Job finden.) Es lief schon l\u00e4nger nicht \u00fcberragend f\u00fcr Beck (noch mal schlechter als gerade f\u00fcr <strong>Friedrich Merz<\/strong>), allm\u00e4hlich r\u00fcckte die <strong>Bundestagswahl 2009<\/strong> n\u00e4her, und es stellte sich die Frage, ob Beck \u00fcberhaupt noch ein <strong>akzeptabler Kanzlerkandidat<\/strong> sein k\u00f6nne (nat\u00fcrlich nicht).<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit, <strong>ein Jahr vor der Wahl<\/strong>, stand eine Klausur der SPD-Spitze am <strong>Schwielowsee<\/strong> an, und viele Menschen fragten sich, was dort wohl passieren w\u00fcrde. Ich lebte damals in Frankfurt und fragte mich das auch. Ich wei\u00df noch genau, dass ich damals <strong>den<\/strong> <strong>Hessischen Rundfunk <\/strong>einschaltete und ein Radiokollege mir (und allen anderen H\u00f6rerinnen und H\u00f6rern) in einem etwas genervten Ton erkl\u00e4rte, dass ja derzeit <strong>vor jedem SPD-Treffen<\/strong> spekuliert und gefragt werde, ob denn jetzt eigentlich ein Kanzlerkandidat gek\u00fcrt w\u00fcrde. Aber, so erinnere ich die letzten Worte dieses Beitrags, das werde auch an diesem Wochenende nicht passieren. \u00dcberhaupt werde rein gar nichts passieren.<\/p>\n<p>Okay, Kurt Beck schmiss dann hin, <strong>Frank-Walter Steinmeier wurde Kanzlerkandidat,<\/strong> und durch die SPD lief das gr\u00f6\u00dfte Beben seit G\u00fcnter Guillaume. Ich habe in den Jahren danach immer mal wieder an den Kollegen gedacht und mich gefragt, ob ihm wohl manchmal noch dieser Beitrag durch den Kopf geht.<\/p>\n<p>Von mir jedenfalls werden Sie nichts dazu lesen, wie wohl dieser Koalitionsausschuss endet.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Kommentar: Der Selbsthass der Ampel                                       <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Panzer und andere Fragen<\/h3>\n<p>Ich habe diese Woche<strong> viele Mails von Leserinnen und Lesern<\/strong> bekommen, dar\u00fcber habe ich mich sehr gefreut. Ich bekomme Hinweise, werde gelobt, verbessert, <strong>selten beschimpft,<\/strong> und all das tut gut, weil man ja nicht immer sicher ist, dass da drau\u00dfen <strong>\u00fcberhaupt jemand liest<\/strong>, was man so verfasst. Manchmal schreiben mir auch Leser, die mir vor einiger Zeit schon geschrieben haben, <strong>vor einem halben Jahr<\/strong> oder vor drei Monaten. So war das auch diese Woche.<\/p>\n<p>Der Leser, den ich meine, war zu Beginn des Jahres noch an der deutschen Haltung zu Panzerlieferungen in die Ukraine verzweifelt, <strong>an der Z\u00f6gerlichkeit<\/strong>, an der Zeit, die aus seiner Sicht verloren ging, w\u00e4hrend die Ukraine um ihr \u00dcberleben k\u00e4mpfte. Er regte damals an, dass ich doch <strong>mehrere Sozialdemokraten<\/strong>, die damals besonders skeptisch waren, mal etwas eingehender befragen, sie mit der Realit\u00e4t in der Ukraine konfrontieren sollte.<\/p>\n<p>Diese Woche hat er mir wieder geschrieben. Es ging um ein anderes Thema, aber in einem Nebensatz f\u00fcgte er an, dass die Panzerfrage ja <strong>mittlerweile erledigt <\/strong>sei. Das stimmt. Deutschland liefert.<\/p>\n<p>G\u00fcnter Grass hat mal behauptet, der Fortschritt sei eine Schnecke. In diesem Fall war er eine <strong>Schildkr\u00f6te auf Koks<\/strong>. Mindestens.<\/p>\n<p>Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Uno wirft Russland und Ukraine willk\u00fcrliche Exekution von Gefangenen vor: <\/strong>\u00bbWir sind zutiefst besorgt\u00ab: Eine Uno-Vertreterin hat Zahlen zur Hinrichtung von ukrainischen und russischen Kriegsgefangenen ver\u00f6ffentlicht. Sie lassen sich nicht direkt vergleichen, zeigen aber brutale Gewalt auf beiden Seiten.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>In Putins Schatten: <\/strong>Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock besucht Georgien \u2013 und erlebt ein gespaltenes Land. W\u00e4hrend die junge Generation in die EU dr\u00e4ngt, ist die Furcht vor Russlands Einfluss allgegenw\u00e4rtig .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Jetzt k\u00e4mpft Russland mit Panzern aus dem Museum: <\/strong>Moskau holt offenbar Panzer aus den sp\u00e4ten Vierzigerjahren aus den Lagerhallen. Trotz veralteter Technik sind sie f\u00fcr die Ukrainer nicht ungef\u00e4hrlich \u2013 und sagen viel \u00fcber den Zustand der russischen Industrie aus .<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Es br\u00f6selt<\/h3>\n<p>Ich bin, jedenfalls zum Teil, durch die Lekt\u00fcre von <strong>Asterix-B\u00e4nden <\/strong>sozialisiert worden (au\u00dferdem durch die <strong>katholische Kirche<\/strong> und die Grundausbildung bei der Bundeswehr, aber das tut hier nichts zur Sache). Manche Asterix-B\u00e4nde pr\u00e4gen bis heute meine Sicht auf die Welt, zum Beispiel denke ich seit <strong>\u00bbAsterix bei den Belgiern\u00ab<\/strong>, dass es in Belgien fantastisches Essen gibt (was, wenn man Frittiertes nicht wirklich mag, ein gro\u00dfer Irrtum ist). Und seit dem \u00bbKampf der H\u00e4uptlinge\u00ab bin ich <strong>strikt gegen Drogenmissbrauch<\/strong>.<\/p>\n<p>Warum ich das erz\u00e4hle? Weil ich auch \u00bbAsterix bei den Schweizern\u00ab gelesen habe und seither der \u00dcberzeugung war, dass Schweizer <strong>insgesamt sehr langsam<\/strong> sind, vor allem, wenn sie einem etwas erkl\u00e4ren wollen. <strong>Das ist jetzt aber vorbei.<\/strong> Ich habe mein Bild da korrigiert.<\/p>\n<p>Das habe ich meinem Kollegen Serafin Reiber zu verdanken, der aus der Schweiz kommt und \u00fcberhaupt nicht langsam ist. <strong>Vor allem nicht, wenn es um die Bahn geht. <\/strong><\/p>\n<p>Der Mann kann (<strong>obwohl Schweizer)<\/strong> problematische Stellen im Streckennnetz auf den Quadratzentimeter genau lokalisieren. Er kann wahrscheinlich sogar erkl\u00e4ren, <strong>an welcher Weiche <\/strong>welche Versp\u00e4tung entstanden ist. Deshalb werfe ich mir vor, dass ich ihm die letzten Wochen <strong>nicht immer aufmerksam zugeh\u00f6rt<\/strong> habe, wenn er \u00fcber den Berliner Hauptbahnhof geredet hat.<\/p>\n<p>Dazu muss man wissen, das unser Berliner B\u00fcro<strong> neben dem Hauptbahnhof <\/strong>liegt, die Schienen f\u00fchren direkt vor den Fenstern vorbei (oder, so h\u00f6rt sich das manchmal an, direkt da durch). Jedenfalls war ich in den letzten Monaten offenbar nicht immer komplett aufmerksam, wenn Serafin auf die Schienen gezeigt und mir etwas erkl\u00e4rt hat. Ich habe noch <strong>vage in Erinnerung<\/strong>, dass er sagte, mit dieser <strong>Br\u00fccke<\/strong> werde es nicht mehr lange gut gehen.<\/p>\n<p>Jetzt hat er dar\u00fcber eine Geschichte f\u00fcr den aktuellen SPIEGEL geschrieben. <strong>Lesen Sie das.<\/strong> Wirklich. Das sollte man wissen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Am Berliner Hauptbahnhof br\u00f6selt der Beton <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Hier geht\u2019s zum aktuellen Tagesquiz<\/h3>\n<h3>Verlierer des Tages\u2026<\/h3>\n<p>\u2026bin ich. Sind wir alle. Das ist <strong>ein bisschen albern<\/strong>, weil es nur um eine Stunde geht. Aber wenn im Herbst auf die <strong>Winterzeit<\/strong> umgestellt wird, habe ich immer ein paar Tage gute Laune, weil ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Stunde mehr habe. Und jetzt, vor der Sommerzeit, habe ich schlechte Laune. Samstagn\u00e4chte sind eh immer zu kurz.<\/p>\n<p>Vergessen Sie nicht, in der Nacht zum Sonntag die Uhr umzustellen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Sie hassen die Zeitumstellung? Ich liebe sie! <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>\u00bbHelfen beim kalten Entzug\u00ab: <\/strong>FDP-Fraktionsvize Meyer wirft SPD und Gr\u00fcnen \u00bbungez\u00fcgelte Ausgabensucht\u00ab vor<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Verheerender Wirbelsturm:<\/strong> Mindestens sieben Tote bei Tornado in Mississippi<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Uno-Ermittlungen:<\/strong> Ukraine verwahrt sich gegen Vorwurf willk\u00fcrlicher Exekutionen von Kriegsgefangenen<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>\u00bbEin Jahresgehalt von 300.000 Dollar ist nat\u00fcrlich verlockend\u00ab: <\/strong>F\u00fcr diesen Job muss man keine Programmiersprache k\u00f6nnen: Prompt Writers bringen k\u00fcnstliche Intelligenzen dazu, optimale Ergebnisse zu liefern. Ein Literaturwissenschaftler erz\u00e4hlt, wie er sich so ein zweites Standbein aufgebaut hat .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wie junge Frauen zu Aktion\u00e4rinnen werden: <\/strong>Fr\u00fcher waren Aktien ein M\u00e4nnerthema, jetzt holen Frauen auf. Gerade die J\u00fcngeren dr\u00e4ngen an die B\u00f6rse. Was hat Finanz-Content bei TikTok, Instagram und YouTube damit zu tun? <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Kann das klappen? <\/strong>Fachlich ist er \u00fcber alle Zweifel erhaben. Aber wird der Wechsel von Thomas Tuchel nach M\u00fcnchen eine Erfolgsgeschichte? Seine Stationen in Paris und Chelsea legen den Schluss nahe \u2013 zumindest kurzfristig .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Warum l\u00e4dt mein Handy so langsam? <\/strong>Immer mehr Ger\u00e4te kann man heute per USB-C-Stecker aufladen. Doch das kann manchmal Stunden dauern. Wenn es richtig schnell gehen soll, m\u00fcssen Nutzer einiges beachten .<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Ein Hinweis in eigener Sache: Alles Gute vom SPIEGEL<\/h3>\n<p>Krieg, Corona, Klimakatastrophe \u2013 wird Ihnen das alles manchmal zu viel? Dann abonnieren Sie unseren neuen w\u00f6chentlichen Newsletter \u00bbAlles Gute\u00ab: Hier finden Sie ausschlie\u00dflich SPIEGEL-Nachrichten, Reportagen, Videos und Podcasts, die Mut machen. Es geht um Dinge, die sich verbessert haben, die positiv stimmen. Denn auch solche Entwicklungen gibt es. Und weil sie so h\u00e4ufig untergehen, b\u00fcndeln wir sie ab sofort f\u00fcr Sie. Leseprobe gef\u00e4llig? Hier geht\u2019s zur ersten Ausgabe. Und hier k\u00f6nnen Sie sich anmelden, gratis und ganz bequem per E-Mail bekommen Sie dann den Newsletter. Bleiben Sie optimistisch!<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen guten Start in den Tag.<\/p>\n<p><em>Ihr Christoph Hickmann, stellvertretender Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtb\u00fcros<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nichts Genaues wei\u00df man nicht Ja, es ist Wochenende, das gilt (hoffentlich) f\u00fcr Sie, das gilt f\u00fcr mich. Es gilt nur eingeschr\u00e4nkt f\u00fcr die Ampelkoalition. Die trifft sich am Sonntagabend<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":19174,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-19173","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19173"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19173\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19174"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19173"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19173"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}