{"id":19077,"date":"2023-03-21T08:47:10","date_gmt":"2023-03-21T05:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-21-marz\/"},"modified":"2023-03-21T08:47:10","modified_gmt":"2023-03-21T05:47:10","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-21-marz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-21-marz\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienstag (21. M\u00e4rz)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">In der Nacht hat es ukrainische Angriffe auf der Krim gegeben \u2013 die Angaben zu den Zielen sind allerdings sehr unterschiedlich. Und: Kanzler Scholz spricht \u00fcber seine Telefonate mit Kremlchef Putin. Die j\u00fcngsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Im Norden der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat die Flugabwehr nach Beh\u00f6rdenangaben ukrainische Drohnen abgeschossen. Krim-Verwaltungschef Sergej Aksjonow teilte am Montag mit, dass in dem Ort Dschankoj ein Mensch verletzt worden sei. Durch abgest\u00fcrzte Tr\u00fcmmerteile seien H\u00e4user und ein Lebensmittelgesch\u00e4ft besch\u00e4digt worden.<\/p>\n<p>Der Verwaltungschef von Dschankoj, Igor Iwin, teilte mit, dass ein Brand in dem Laden ausgebrochen sei. Es seien auch Elektroleitungen besch\u00e4digt worden. Das genaue Ausma\u00df der Sch\u00e4den war zun\u00e4chst unklar.<\/p>\n<p>Kiew stellt die Aktion komplett anders dar. So teilte der Milit\u00e4rgeheimdienst des Verteidigungsministeriums mit, dass der Angriff einem Raketentransport auf Bahngleisen gegolten habe. Es seien Raketen zerst\u00f6rt worden. Damit werde der Prozess der \u00bbEntmilitarisierung Russlands\u00ab fortgesetzt und die Krim auf die Befreiung von der russischen Besatzung vorbereitet.<\/p>\n<p>Von russischer Seite gab es daf\u00fcr, dass Raketen zerst\u00f6rt worden sein sollen, keine Best\u00e4tigung. Russland transportiert etwa Raketen f\u00fcr die Schwarzmeerflotte \u00fcber den Landweg in die Milit\u00e4rh\u00e4fen. Au\u00dferdem werden \u00fcber die strategisch wichtige Eisbahnstrecke die russischen Truppen in den besetzten Gebieten Cherson und Saporischschja mit Nachschub versorgt.<\/p>\n<p>In Dschankoj hatte es schon im August vergangenen Jahres eine schwere Explosion in einem Munitionsdepot gegeben. Tausende Menschen mussten damals in Sicherheit gebracht werden, es gab Verletzte. Der Zugverkehr musste mitten in der Tourismus-Saison zeitweise eingestellt werden.<\/p>\n<p>\u00dcber Dschankoj gehen die Bahnverbindungen von Moskau \u00fcber die neue Krimbr\u00fccke in die Hauptstadt Simferopol auf der Halbinsel. Die ukrainische Regierung vermutet, dass die Stadt und die umliegenden Gebiete der gr\u00f6\u00dfte russische Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt auf der Krim sind.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Zwischenf\u00e4lle werfen bei russischen Beobachtern immer wieder Fragen auf, wie gut die milit\u00e4risch hochger\u00fcstete Halbinsel, die sich Moskau 2014 einverleibte, tats\u00e4chlich gesch\u00fctzt ist. Auch andere russische Regionen im Grenzgebiet zur Ukraine klagen seit Monaten \u00fcber Angriffe von ukrainischer Seite. In den Gebieten Brjansk, Kursk und Belgorod gab es Tote, Verletzte und schwere Zerst\u00f6rungen. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hatte angek\u00fcndigt, die Krim wie alle anderen besetzten Gebiete der Ukraine befreien zu wollen.<\/p>\n<h3><strong>Waffenlieferungen an die Ukraine<\/strong><\/h3>\n<p>Die EU will der Ukraine in den kommenden zw\u00f6lf Monaten eine Million neue Artilleriegeschosse f\u00fcr den Kampf gegen Russland liefern. Die Au\u00dfen- und Verteidigungsminister der Mitgliedstaaten billigten entsprechende Pl\u00e4ne am Montag in Br\u00fcssel, wie der EU-Au\u00dfenbeauftragte Josep Borrell am Abend nach gemeinsamen Beratungen erkl\u00e4rte. Sie sollen Engp\u00e4sse der ukrainischen Streitkr\u00e4fte verhindern und sie in die Lage versetzen, neue Offensiven gegen die Angreifer aus Russland starten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um die Kosten f\u00fcr die neue Munition m\u00f6glichst gerecht zu verteilen, werden den Planungen zufolge zwei Milliarden Euro an EU-Mitteln mobilisiert. Das Geld soll aus der sogenannten Europ\u00e4ischen Friedensfazilit\u00e4t (EFF) kommen. Dabei handelt es sich um ein Finanzierungsinstrument, \u00fcber das die EU bereits Waffen und Ausr\u00fcstung liefert sowie die Ausbildung der ukrainischen Streitkr\u00e4fte f\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius soll die zus\u00e4tzliche Munition \u00fcber bestehende nationale Rahmenvertr\u00e4ge, aber auch \u00fcber ein neues europ\u00e4isches Beschaffungsprojekt der Europ\u00e4ischen Verteidigungsagentur (EDA) gekauft werden. \u00bbWir b\u00fcndeln damit Europas Marktmacht\u00ab, sagte der SPD-Politiker. \u00bbDas hat es in der Form noch nicht gegeben.\u00ab<\/p>\n<p>Wie die EDA mitteilte, sollen \u00fcber ein Schnellverfahren zwei Jahre lang Artilleriegeschosse im Kaliber 155mm gekauft werden. Ein auf sieben Jahre angelegtes Projekt wird zudem auch die gemeinsame Beschaffung von anderen Munitionstypen erm\u00f6glichen. Neben Pistorius unterzeichneten am Montag noch Vertreter aus 16 weiteren EU-Staaten sowie aus Norwegen eine entsprechende Vereinbarung. Weitere Staaten wollen sich nach EU-Angaben anschlie\u00dfen.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident hat die neue milit\u00e4rische Hilfe der EU und der USA als eine St\u00e4rkung der Verteidigungskraft seines Landes gelobt. \u00bbVorgesehen sind rasche Lieferungen und auch die Produktion von Munition\u00ab, sagte Selenskyj in seiner am Montagabend in Kiew verbreiteten t\u00e4glichen Videobotschaft. \u00bbDas ist ein strategischer Schritt\u00ab, sagte er mit Blick auf die neuen Artilleriegeschosse der EU.<\/p>\n<p>Die USA wiederum h\u00e4tten ein neues Verteidigungspaket f\u00fcr 350 Millionen US-Dollar (326 Millionen Euro) zum Kauf neuer Waffen und Munition geschn\u00fcrt. \u00bbDas st\u00e4rkt die \u00dcberzeugung, dass wir geeint sind, dass die Bewegung hin zum Sieg \u00fcber den Terrorstaat nicht zu stoppen ist\u00ab, sagte Selenskyj. Die EU-Mitglieder h\u00e4tten gezeigt, dass sie wirklich daran interessiert seien, dass Europa stark und frei sei. Selenskyj hatte sich zuvor bei einzelnen Regierungschefs pers\u00f6nlich in Telefonaten f\u00fcr die Unterst\u00fctzung bedankt.<\/p>\n<p>Die Ukraine klagt seit Langem \u00fcber einen Mangel an Munition. Kiews Verteidigungsminister Olexij Resnikow hatte Anfang M\u00e4rz gesagt, sein Land ben\u00f6tige dringend eine Million Artilleriegeschosse. Den Finanzbedarf bezifferte er auf vier Milliarden Euro. Als wichtigster Verb\u00fcndeter der Ukraine gelten sie USA. Seit Kriegsbeginn summieren sich ihre Milit\u00e4rhilfen auf weit mehr als 30 Milliarden Dollar.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Bundeskanzler Olaf Scholz hat Einblicke in seine Telefonate mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin gegeben. Diese Gespr\u00e4che seien bis zu eineinhalb Stunden lang, berichtete der SPD-Politiker am Montagabend beim St\u00e4ndehaus-Treff der \u00bbRheinischen Post\u00ab in D\u00fcsseldorf. Das letzte sei im vergangenen Dezember gewesen. Manchmal verzichte Putin auf die deutsche \u00dcbersetzung, weil er schon verstanden habe, und manchmal spreche der Kremlchef auch Deutsch \u2013 \u00bbwenn&#039;s passt\u00ab, sagte Scholz.<\/p>\n<p>Seine Gespr\u00e4che mit Putin seien stets eingebettet in Gespr\u00e4che mit Deutschlands Verb\u00fcndeten und dabei kristallisiere sich heraus, wann ein Austausch anstehe. \u00bbEs ist nicht so, dass ich SMS schicke und frage: Wollen wir wieder?\u00ab Es gebe eine f\u00fcr diese Zwecke geeignete Telefonschalte, sagte der Kanzler noch \u00fcber die Besonderheiten dieser Gespr\u00e4che. Trotz der unterschiedlichen Meinungen seien die Telefonate stets h\u00f6flich. Er sei mit Putin per Sie, sagte Scholz.<\/p>\n<p>Scholz erkl\u00e4rte au\u00dferdem, er sehe keine M\u00f6glichkeit eines Friedens zwischen Russland und der Ukraine ohne einen R\u00fcckzug russischer Truppen. \u00bbEs kann nicht auf einen Diktatfrieden Russlands gegen\u00fcber der Ukraine herauslaufen\u00ab, so Scholz. \u00bbWir m\u00fcssen uns auf die M\u00f6glichkeit einstellen, dass es l\u00e4nger dauern kann\u00ab, sagte er auf die Frage nach der Dauer des Kriegs: \u00bbDas kann schon l\u00e4nger aus dem Lot bleiben.\u00ab Putin d\u00fcrfe den Krieg nicht gewinnen, bekr\u00e4ftigte Scholz. Grenzen d\u00fcrften nicht mit Gewalt verschoben werden.<\/p>\n<p>Die US-Regierung hat sich kritisch \u00fcber Putins Besuch in der von russischen Truppen besetzten ukrainischen Hafenstadt Mariupol ge\u00e4u\u00dfert. Mariupol sei weit von der Front entfernt, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, am Montag. \u00bbIch hoffe, er konnte sich ein Bild von den Sch\u00e4den und der Zerst\u00f6rung machen, die seine Truppen in dieser Stadt angerichtet haben.\u00ab Die russische Seite habe mitgeteilt, dass Putin sich dort \u00fcber den Wiederaufbau informiert habe. Besser w\u00e4re es, die Stadt m\u00fcsste nicht wieder aufgebaut werden, so Kirby.<\/p>\n<p>Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte Putin am Wochenende die besetzten Gebiete des Nachbarlandes besucht. Dabei stattete er dem Kreml zufolge der Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer einen \u00bbArbeitsbesuch\u00ab ab. Das Staatsfernsehen zeigte Putin am Steuer eines Autos beim Fahren durch die n\u00e4chtliche Stadt. Zu sehen waren am Rande auch Zerst\u00f6rungen an Geb\u00e4uden.<\/p>\n<p>Russland hatte den Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 begonnen. Mariupol wurde von russischen Truppen belagert und geriet am 20. Mai unter vollst\u00e4ndige Kontrolle des russischen Milit\u00e4rs. Die Stadt wurde w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe weitgehend zerst\u00f6rt.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Chinas Staatschef Xi Jinping setzt seinen Besuch in Moskau fort.Bei dem Treffen mit Pr\u00e4sident Putin geht es auch um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Offiziell hei\u00dft es aus dem Kreml dazu: \u00bbBei den Verhandlungen werden aktuelle Fragen der weiteren Entwicklung der Beziehungen zu einer allumfassenden Partnerschaft und strategischen Kooperation zwischen Russland und China besprochen.\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Japans Ministerpr\u00e4sident Fumio Kishida besucht Medienberichten zufolge die Ukraine. Dort werde er Selenskyj treffen, berichtete der japanische Sender NHK World unter Berufung auf Vertreter der Regierung und Regierungspartei.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Nacht hat es ukrainische Angriffe auf der Krim gegeben \u2013 die Angaben zu den Zielen sind allerdings sehr unterschiedlich. 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