{"id":18982,"date":"2023-03-17T07:56:48","date_gmt":"2023-03-17T04:56:48","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-17-marz\/"},"modified":"2023-03-17T07:56:48","modified_gmt":"2023-03-17T04:56:48","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-17-marz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-17-marz\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Freitag (17. M\u00e4rz)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Russland plant, seine U-Boote mit Hightech-Waffen auszustatten. Eine Kampfgruppe aus russischen Freiwilligen wird verboten. Und: Pr\u00e4sident Selenskyj gedenkt der Toten von Mariupol. Die j\u00fcngsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Am Jahrestag der Bombardierung des Theaters von Mariupol hat der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj die R\u00fcckeroberung der Stadt und ein Kriegsverbrechertribunal gegen Russen angek\u00fcndigt. \u00bbDer Tag wird kommen und wir werden Mariupol befreien\u00ab, sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner t\u00e4glichen Videoansprache. Zugleich erinnerte der 45-J\u00e4hrige an den russischen Luftangriff vor einem Jahr auf das Theater in der damals schwer umk\u00e4mpften Hafenstadt, in dem zu der Zeit viele Zivilisten Unterschlupf gefunden hatten.<\/p>\n<p>\u00bbRussische Bomben zerst\u00f6rten das Theater in Mariupol\u00ab, sagte der ukrainische Staatschef. Bis heute sei nicht klar, wie viele Menschen ums Leben gekommen seien. \u00bbHunderte? Eintausend?\u00ab, so Selenskyj. Moskau bestreitet die Verantwortung f\u00fcr den Angriff.<\/p>\n<p>Selenskyj bezeichnete die Bombardierung des Theaters als eins von vielen Kriegsverbrechen Russlands. \u00bbDer Tag wird kommen, an dem ein Tribunal eingerichtet wird, um die Gerechtigkeit f\u00fcr unser Volk wiederherzustellen\u00ab, versprach er. Seinen Angaben nach arbeitet die ukrainische Justiz an der Aufkl\u00e4rung der F\u00e4lle.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Die russische Kriegsmarine will ihre U-Boote mit modernen Hyperschallwaffen ausr\u00fcsten. \u00bbEs m\u00f6ge niemand daran zweifeln, dass wir das machen\u00ab, sagte der Chef der Kriegsmarine, Nikolai Jewmenow, in einem am Freitag in der Armeezeitung \u00bbKrasnaja Swesda\u00ab ver\u00f6ffentlichten Interview. Einen Zeitpunkt f\u00fcr die Umr\u00fcstung der U-Boot-Flotte auf die neuen Raketen nannte der Admiral nicht.<\/p>\n<p>Seinen Angaben nach sind derzeit etwa zehn U-Boot-Typen im Dienst, die vier unterschiedlichen Generationen angeh\u00f6rten. Die modernen Lenkwaffen vom Typ Kalibr seien auf U-Booten der zweiten Generation getestet worden. \u00bbUnd heute k\u00f6nnen alle im Dienst befindlichen U-Boote damit ausger\u00fcstet werden, darunter auch die strategischen U-Boot-Kreuzer\u00ab. Der n\u00e4chste Schritt sei dann die Aufr\u00fcstung mit Hyperschallraketen, so Jewmenow.<\/p>\n<p>Russland hat bisher drei Typen von Hyperschallraketen vorgestellt: Die Awangard, die Zirkon und die Kinschal. Diese gelten aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit als f\u00fcr die Flugabwehr derzeit praktisch unerreichbar. Schiffsgest\u00fctzt sind davon die Zirkon-Raketen, die potenziell auch mit Atomsprengk\u00f6pfen best\u00fcckt werden k\u00f6nnen. Bislang ist in der russischen Flotte aber erst ein einziges Schiff, die Fregatte \u00bbFlottenadmiral der Sowjetunion Gorschkow\u00ab, damit ausgestattet worden. Es gibt Zweifel, ob das Land tats\u00e4chlich gr\u00f6\u00dfere St\u00fcckzahlen der Waffen herstellen k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Moskau hat die auf Seiten der Ukraine k\u00e4mpfende russische Legion \u00bbFreiheit Russlands\u00ab zur \u00bbterroristischen\u00ab Organisation erkl\u00e4rt. Damit sind Aktivit\u00e4ten der Organisation \u00bbauf russischem Territorium\u00ab verboten, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten. Mitgliedern und Unterst\u00fctzern drohen schwere Strafen bis hin zu lebenslanger Haft.<\/p>\n<p>Das Oberste Gericht Russlands erlie\u00df das Verbot auf Bitten des Generalstaatsanwalts, wie dessen B\u00fcro bei Telegram mitteilte. Die Legion sei gebildet worden, \u00bbum das verfassungsm\u00e4\u00dfige Fundament Russlands zu untergraben, die Macht im Land zu st\u00fcrzen, auch durch das Ver\u00fcben von Terrorakten\u00ab, hie\u00df es in der Mitteilung.<\/p>\n<p>Die aus russischen K\u00e4mpfern bestehende Legion ist Teil des internationalen Freiwilligenkorps innerhalb der ukrainischen Armee. Gegr\u00fcndet wurde sie zu Beginn der russischen Milit\u00e4roffensive in der Ukraine.<\/p>\n<p>Der Sprecher der Legion mit dem Decknamen Caesar sagte im Januar in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP, die Legion bestehe aus \u00bbmehreren hundert\u00ab Russen. Einige Mitglieder w\u00fcrden in der ostukrainischen Stadt Bachmut k\u00e4mpfen.<\/p>\n<h3><strong>Waffenlieferungen an die Ukraine<\/strong><\/h3>\n<p>Litauens Staatspr\u00e4sident Gitanas Nauseda hat die Ank\u00fcndigung Polens begr\u00fc\u00dft, der von Russland angegriffenen Ukraine als erstes Land offiziell Kampfjets zu liefern. \u00bbDas ist eine wichtige Entwicklung, die den Kampf der Ukraine gegen den Aggressor erheblich st\u00e4rken wird\u00ab, schrieb er auf Twitter. Polens Pr\u00e4sident Andrzej Duda hatte zuvor mitgeteilt, dass Kiew in den kommenden Tagen vier Kampfjets vom Typ MiG-29 \u00fcbergeben w\u00fcrden. \u00bbEntschlossenheit versetzt Berge. Wahre F\u00fchrung bringt den Sieg der Ukraine und Frieden in Europa n\u00e4her\u00ab, schrieb Nauseda weiter.<\/p>\n<p>Polen verf\u00fcgt laut Duda \u00fcber rund ein Dutzend MiG-Kampfjets, die es von der Nationalen Volksarmee der DDR geerbt hatte. \u00bbDie MiGs stehen immer noch im Dienst der polnischen Luftwaffe\u00ab, betonte er. Die meisten von ihnen seien \u00bbvoll funktionsf\u00e4hig.\u00ab<\/p>\n<p>Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) war nach eigenen Worten nicht \u00fcber die polnischen Pl\u00e4ne informiert. Sollte es sich tats\u00e4chlich um Maschinen aus Deutschland handeln, m\u00fcsste die Bundesregierung die Weitergabe an die Ukraine m\u00f6glicherweise genehmigen.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>In der neutralen Schweiz hat sich seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine die Meinung zur Verteidigungspolitik gedreht. Laut einer Umfrage im Auftrag des Verteidigungsministeriums ist erstmals mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr eine Ann\u00e4herung ihres Landes an das transatlantische Milit\u00e4rb\u00fcndnis Nato.<\/p>\n<p>Demnach stimmten im Januar 55 Prozent solch einer Strategie zu, 10 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. 53 Prozent vertraten die Meinung, dass die Neutralit\u00e4t es zulasse, die milit\u00e4rische Verteidigung der Schweiz zusammen mit der Nato zu planen.<\/p>\n<p>Jedoch sprachen sich weiterhin zwei Drittel der Befragten gegen einen Beitritt zur Nato aus. Die Zustimmung zur Neutralit\u00e4t der Schweiz ist laut der Umfrage mit 91 Prozent zwar weiterhin sehr hoch, dennoch ist dieser Wert um sechs Prozentpunkte gesunken.<\/p>\n<p>Das Parlament und die Regierung der Schweiz vertreten die Position, dass K\u00e4ufer von Schweizer Kriegsmaterial dies weiterhin nicht an Drittstaaten liefern d\u00fcrfen, die sich im Krieg befinden. Mit Verweis auf die Neutralit\u00e4t verhindert Bern so unter anderem deutsche Lieferungen von Schweizer Panzermunition an die Ukraine. Dieses Thema wurde in der Umfrage nicht abgefragt.<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Russland hat erneut Getreide aus den besetzten ukrainischen Gebieten per Schiff exportiert. \u00dcber die Hafenstadt Berdjansk am Asowschen Meer sei Weizen ausgef\u00fchrt worden, teilte der ukrainische Generalstab mit. Ein beladener russischer Lastkahn sei von mehreren Schleppern aus dem Hafen geleitet worden.<\/p>\n<p>Der von Moskau eingesetzte Chef des Gebietes Saporischschja, Jewgeni Balizki, hatte zuvor bei Telegram geschrieben, dass der Hafen f\u00fcr die Getreideausfuhr vorbereitet werde. Insgesamt sei geplant, zwei Millionen Tonnen Getreide per Schiff und Eisenbahn aus dem russisch kontrollierten Teil des Gebiets auszuf\u00fchren. Eine halbe Million Tonnen seien f\u00fcr den Eigenbedarf vorgesehen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Teile der Ackerfl\u00e4chen in den Gebieten Saporischschja und Cherson in der S\u00fcdukraine sind von Russland vor gut einem Jahr erobert worden. Kiew prangerte wiederholt die russische Praxis an, Getreide aus den besetzten Gebieten auszuf\u00fchren und zu verkaufen. Der Ukraine entgehen so wichtige Exporteinnahmen.<\/p>\n<p>Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass k\u00f6nnte das Werk des japanischen Autoherstellers Toyota in St. Petersburg bald von Russlands zentralem Institut f\u00fcr Automobil- und Motorenforschung (Nami ) \u00fcbernommen werden. \u00bbDie \u00dcbertragung der russischen Toyota-Werke an Nami wird in Betracht gezogen\u00ab, zitierte die Agentur den russischen Industrie- und Handelsminister Denis Manturow am Donnerstag (Ortszeit). <\/p>\n<p>Ein Sprecher von Toyota sagte am Freitag, das Unternehmen \u00fcberlege, was mit dem Werk in St. Petersburg geschehen solle, nachdem es bereits im vergangenen Jahr beschlossen hatte, die Fahrzeugproduktion in Russland komplett einzustellen. \u00bbEs stimmt zwar, dass wir verschiedene Optionen in Erw\u00e4gung ziehen, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nichts entschieden\u00ab, so der Sprecher. Nami hat bereits Werke von Renault und Nissan \u00fcbernommen.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Der finnische Pr\u00e4sident Sauli Niinist\u00f6 trifft den t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten Recep Tayyip Erdogan in Istanbul, um \u00fcber den Nato-Beitritt seines Landes zu sprechen. Finnland rechnet damit, dass Erdogan nach monatelanger Verz\u00f6gerung seine Zustimmung zum finnischen Nato-Beitritt verk\u00fcndet. Das Land w\u00fcrde damit vor seinem engen nordischen Partner Schweden gr\u00fcnes Licht aus der T\u00fcrkei erhalten. Die Aufnahme Finnlands k\u00f6nnte noch vor der Wahl in der T\u00fcrkei am 14. Mai vom Parlament ratifiziert werden.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russland plant, seine U-Boote mit Hightech-Waffen auszustatten. Eine Kampfgruppe aus russischen Freiwilligen wird verboten. Und: Pr\u00e4sident Selenskyj gedenkt der Toten von Mariupol. Die j\u00fcngsten Entwicklungen. 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