{"id":1884,"date":"2020-08-16T04:54:42","date_gmt":"2020-08-16T01:54:42","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/belarus-lukaschenko-behauptet-wladimir-putin-habe-ihm-umfassende-hilfe-angeboten\/"},"modified":"2020-08-16T04:54:42","modified_gmt":"2020-08-16T01:54:42","slug":"belarus-lukaschenko-behauptet-wladimir-putin-habe-ihm-umfassende-hilfe-angeboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/belarus-lukaschenko-behauptet-wladimir-putin-habe-ihm-umfassende-hilfe-angeboten\/","title":{"rendered":"Belarus: Lukaschenko behauptet, Wladimir Putin habe ihm &#8220;umfassende Hilfe&#8221; angeboten"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/fb34caf0-0dba-4cd2-b93e-b89f53c20d25_w948_r1.77_fpx47_fpy16.jpg\" title=\"Wladimir Putin (l.) und Alexander Lukaschenko im Juni 2020\" alt=\"Wladimir Putin (l.) und Alexander Lukaschenko im Juni 2020\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Wladimir Putin (l.) und Alexander Lukaschenko im Juni 2020<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Alexei Nikolsky \/ imago images\/ITAR-TASS  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Laut Belarus&#039; Pr\u00e4sidenten Alexander Lukaschenko hat Kreml-Chef Wladimir Putin seinem Land im Falle einer Anfrage &quot;umfassende Hilfe&quot; versprochen, sollte es zu einer &quot;\u00e4u\u00dferen milit\u00e4rischen Einmischung&quot; kommen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Belta nach einem Telefonat der beiden Staatschefs.<\/p>\n<p>Lukaschenko verwies auf ein bestehendes Verteidigungsb\u00fcndnis mit Moskau: &quot;Was die milit\u00e4rische Dimension angeht, haben wir ein Abkommen mit der russischen F\u00f6deration im Rahmen der Union&quot; zwischen Russland und Belarus. &quot;Derartige Situationen fallen unter das Abkommen&quot;, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Die Proteste im eigenen Land sieht Lukaschenko nicht nur als Bedrohung f\u00fcr Belarus, sondern auch f\u00fcr Russland: &quot;Ich m\u00f6chte sagen, dass die Verteidigung von Belarus heute nicht weniger ist als die Verteidigung unseres gesamten Gebiets, des Unionsstaats&quot;, so Lukaschenko.<\/p>\n<p>Der Kreml teilte nach dem Gespr\u00e4ch lediglich mit, beide Seiten seien zuversichtlich, dass die Probleme bald gel\u00f6st werden. Sie sollten nicht von &quot;destruktiven Kr\u00e4ften&quot; ausgenutzt werden, um die Zusammenarbeit beider L\u00e4nder zu beintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<h3>Milit\u00e4r soll an die westliche Landesgrenze verlegt werden<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend sich Lukaschenko der Unterst\u00fctzung Russlands zusichert, lehnt er eine Einmischung anderer L\u00e4nder wie Polen, Lettland, Litauen oder Estland ab. Er bezog sich dabei auf ein mutma\u00dfliches Angebot dieser Staaten, als Streitschlichter aufzutreten. &quot;Wir werden das Land an niemanden abgeben&quot; sagte er laut Belta w\u00e4hrend eines Treffens mit dem Verteidigungsministerium. Au\u00dferdem k\u00fcndigte der belarussische Pr\u00e4sident an, eine Einheit der Luftstreitkr\u00e4fte an die westliche Grenze verlegen zu wollen.<\/p>\n<p>Er mache sich Sorgen \u00fcber Milit\u00e4r\u00fcbungen der Nato in Polen und Litauen, sagte Lukaschenko. Diese nehme er als milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung wahr.<\/p>\n<p>Die EU hatte am Freitag Sanktionen gegen jene Personen in Belarus auf den Weg gebracht, die f\u00fcr die mutma\u00dfliche F\u00e4lschung der Pr\u00e4sidenten-Wahl vom Sonntag und die Niederschlagung von Protesten in den Tagen darauf verantwortlich gemacht werden. Ein EU-Diplomat hatte im Vorfeld gesagt, man m\u00fcsse Druck auf Lukaschenko aus\u00fcben, ohne ihn weiter in die Arme Russlands zu treiben.<\/p>\n<h3>Streikenden droht Jobverlust<\/h3>\n<p>Landesweit gingen die Demonstranten am Samstag in etlichen St\u00e4dten auf die Stra\u00dfe. Die gr\u00f6\u00dfte Menschenmenge versammelte sich in der Hauptstadt Minsk und gedachte eines Demonstranten, der bei einer Protestaktion get\u00f6tet worden war. Besch\u00e4ftigte in Staatsbetrieben hatten in den vergangenen Tagen ihre Arbeit niedergelegt. Lukaschenko verk\u00fcndete, dass jeder Staatsangestellte, der sich den Streiks anschlie\u00dfen sollte, seinen Job verlieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Lukaschenko f\u00fcrchtet eine Revolution wie 2014 im Nachbarland Ukraine. &quot;Wir lesen bereits die Anleitungen f\u00fcr eine farbige Revolution&quot;, behauptete er. &quot;Wir d\u00fcrfen uns nicht von den friedlichen Aktionen und Demonstrationen einlullen lassen&quot;, so der Staatschef, der auch als &quot;letzter Diktator Europas&quot; gilt. Er verwies erneut auf die St\u00e4rke seines Milit\u00e4rs, ohne aber mit einem Einsatz direkt zu drohen &#8211; anders als noch im Wahlkampf.<\/p>\n<h3>Wahlsieg Lukaschenkos ist international umstritten<\/h3>\n<p>Lukaschenko, der das Land seit einem Vierteljahrhundert mit harter Hand regiert, hatte sich zum sechsten Mal in Folge als Wahlsieger ausrufen lassen. Viele Menschen und auch ausl\u00e4ndische Beobachter bezweifeln das aber und halten Swetlana Tichanowskaja f\u00fcr die eigentliche Gewinnerin. Die Oppositionspolitikerin hatte aus ihrem Exil im EU-Land Litauen zu neuen Massenaktionen aufgerufen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Wladimir Putin (l.) und Alexander Lukaschenko im Juni 2020 Foto:\u2002Alexei Nikolsky \/ imago images\/ITAR-TASS Laut Belarus&#039; Pr\u00e4sidenten Alexander Lukaschenko hat Kreml-Chef Wladimir Putin seinem Land im Falle einer<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1885,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1884","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1884","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1884"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1884\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1885"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1884"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1884"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1884"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}