{"id":18778,"date":"2023-03-08T09:16:29","date_gmt":"2023-03-08T06:16:29","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-weltfrauentag-sahra-wagenknecht-pipeline-anschlag-kita-streik\/"},"modified":"2023-03-08T09:16:29","modified_gmt":"2023-03-08T06:16:29","slug":"news-weltfrauentag-sahra-wagenknecht-pipeline-anschlag-kita-streik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-weltfrauentag-sahra-wagenknecht-pipeline-anschlag-kita-streik\/","title":{"rendered":"News: Weltfrauentag, Sahra Wagenknecht, Pipeline-Anschlag, Kita-Streik"},"content":{"rendered":"<h3>G\u00e4ngige Vorstellungen von Macht und worauf wir verzichten k\u00f6nnten<\/h3>\n<p class=\"caps\">Heute ist <strong>Weltfrauentag<\/strong>. Auch in Deutschland wird es Veranstaltungen geben: Die Gr\u00fcne Jugend trifft sich vor der iranischen Botschaft in Berlin, um gegen das unfassbare Leid der Frauen in Iran zu protestieren. Vor dem Marie-Elisabeth-L\u00fcders-Haus in Berlin gibt es eine Protestaktion zur Sichtbarkeit von K\u00fcnstlerinnen.<\/p>\n<p>Der <strong>Kampf gegen Unterdr\u00fcckung und f\u00fcr Gleichberechtigung<\/strong>, der ist n\u00f6tig, immer noch und mancherorts immer mehr. Doch eher verdruckst verlaufen die Debatten, wenn Frauen Machtpositionen erreicht haben und daran mal mehr, mal weniger scheitern. Auch das aber sollte Thema sein.<\/p>\n<p>Je mehr <strong>Frauen in Machtpositionen <\/strong>kommen, desto mehr von ihnen werden in Kritik geraten. Machtaus\u00fcbung ist ohne Kritik daran nicht zu haben. Und aus den eisigen H\u00f6hen der Macht kann jede und jeder pl\u00f6tzlich abst\u00fcrzen. Au\u00dferdem werden Frauen oft noch genauer begutachtet, weil sie anders wirken \u2013 in den Sph\u00e4ren der Macht n\u00e4mlich immer noch ungewohnt.<\/p>\n<p>Wer \u00fcber Frauen und Macht redet, muss aber auch \u00fcber die <strong>g\u00e4ngigen Vorstellungen von Macht<\/strong> \u2013 also auch vom Scheitern \u2013 reden. Die Vorstellungen davon wurden in einer m\u00e4nnerdominierten Gesellschaft gebildet, und <strong>nicht jede dieser Vorstellungen sollte \u00fcbernommen und weitergepflegt werden.<\/strong><\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr gab es im Bundeskabinett zwei R\u00fccktritte, in beiden F\u00e4llen waren es Frauen, Anne Spiegel und Christine Lambrecht. Von den nur vier Ministerpr\u00e4sidentinnen in Deutschland wird eine ihr Amt wohl bald verlieren, Franziska Giffey aus Berlin. Eine andere, Manuela Schwesig aus Mecklenburg-Vorpommern, steht wegen ihres Einsatzes f\u00fcr die Pipeline Nord Stream 2 stark unter Druck.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem stellte sich im Verlauf des vergangenen Jahres heraus, dass die Bilanz der ersten deutschen Bundeskanzlerin doch durchwachsener ist als gedacht: Angela Merkels Russland- und Klimapolitik bereiten dem Land heute viele Probleme.<\/p>\n<p>Jeder dieser F\u00e4lle unterscheidet sich stark von den anderen, doch eine Gemeinsamkeit gibt es leider: Keine der Frauen verh\u00e4lt sich sonderlich selbstkritisch, Schuld wird tendenziell anderen zugeschoben. Dies ist ein herk\u00f6mmlicher, ein \u00fcblicher Umgang mit Macht und Scheitern.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich m\u00fcssen Frauen nicht selbstkritischer mit sich selbst umgehen als M\u00e4nner, warum auch. Doch darum geht es nicht. Der Wunsch w\u00e4re vielmehr, dass Angeh\u00f6rige der politischen Klasse insgesamt einen selbstkritischeren Umgang ein\u00fcbten. <strong>Selbstkritik offenbart nicht Unsicherheit, sondern Souver\u00e4nit\u00e4t<\/strong>. Wer auch immer hier vorangehen will, w\u00e4re willkommen.<\/p>\n<p>Denn im Feminismus ging und geht es auch darum, den \u00fcblichen Umgang mit Macht (und das Scheitern geh\u00f6rt eben oft dazu) zu hinterfragen, zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob es nicht auch anders. Ob es nicht auch besser geht.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Frauen auf dem Absprung: Warum Tausende weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte ihre Jobs k\u00fcndigen                                       <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Hat Wagenknecht genug Geld, um eine eigene Partei zu gr\u00fcnden?<\/h3>\n<p>Tut sie es, oder tut sie es nicht? <strong>Gr\u00fcndet die einstweilige Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht nun eine eigene Partei oder nicht?<\/strong> Laut einer SPIEGEL-Umfrage l\u00e4ge das W\u00e4hlerpotenzial vor allem bei der Anh\u00e4ngerschaft von AfD, der Linken \u2013 und in Ostdeutschland.<\/p>\n<p>Eine entscheidende Rolle wird die Frage spielen, ob Wagenknecht <strong>das n\u00f6tige Geld f\u00fcr eine Parteigr\u00fcndung <\/strong>einsammeln kann. Nach Einsch\u00e4tzung meines Kollegen Timo Lehmann m\u00fcsste sie in den kommenden drei Monaten damit beginnen, wenn die Partei zur Europawahl 2024 antreten soll. F\u00fcr die Demonstration \u00bbAufstand f\u00fcr Frieden\u00ab Ende Februar in Berlin, die Wagenknecht gemeinsam mit der Publizisten Alice Schwarzer initiiert hat, sammelte die AliceSchwarzerStiftung Geld. Auf der Plattform GoFundMe kamen dort immerhin 40.000 Euro zusammen. Zus\u00e4tzlich sammelte Wagenknecht, ebenfalls auf der Plattform, knapp 15.000 Euro.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Parteigr\u00fcndung und den EU-Wahlkampf br\u00e4uchte Wagenknecht aber mehrere Hunderttausend Euro, eher sogar mehr als eine Million. Zum Vergleich: 2014 gaben SPD und CDU jeweils zehn Millionen f\u00fcr ihre EU-Wahlk\u00e4mpfe aus. In den Genuss der staatlichen Teilfinanzierung f\u00fcr Parteien w\u00fcrde eine Partei Wagenknechts erst nach der Wahl kommen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Wagenknecht-Anh\u00e4ngerin mit kruden Argumenten: \u00bbWer da nun wieder mit Hitler kommt\u00ab <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Anschlag auf Nord-Stream-Pipelines: Hinweise auf T\u00e4ter<\/h3>\n<p>Laut der \u00bbNew York Times\u00ab und mehreren deutschen Medien verdichten sich Hinweise, Unterst\u00fctzer Kiews k\u00f6nnten f\u00fcr den <strong>Anschlag auf die Ostseepipelines vom 26. September<\/strong> verantwortlich sein. Kiew bestreitet eine Verwicklung in die Attacke. Noch sei es, den Berichten zufolge, ohnehin zu fr\u00fch, die Urheberschaft genau zu benennen.<\/p>\n<p>Sollte sich aber der bisherige Verdacht erh\u00e4rten, k\u00f6nnte das f\u00fcr die Ukraine fatal sein. Allein hierzulande w\u00fcrde sich die Debatte, ob und inwiefern Deutschland der Ukraine milit\u00e4risch aushelfen soll, weiter versch\u00e4rfen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Medienberichte zu Nord-Stream-Explosionen: Indizien deuten auf Tat proukrainischer Gruppe hin<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehr Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Die j\u00fcngsten Entwicklungen: <\/strong>Der ukrainische Pr\u00e4sident spricht bei CNN \u00fcber die Bedeutung der umk\u00e4mpften Stadt Bachmut. Moskau \u00e4u\u00dfert sich zur Pipeline-Explosion. Und: Belarus arbeitet angeblich an neuer Milit\u00e4rdoktrin. Der \u00dcberblick.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Die Frauen hinter Putin: <\/strong>Krieg gilt gemeinhin als M\u00e4nnersache. Doch in Russland treten starke Frauen als tragende S\u00e4ule des Putin-Regimes auf. Was das mit Stalin zu tun hat. Und warum selbst Soldatenm\u00fctter den Krieg unterst\u00fctzen .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Warum eine junge Russin wegen einer Zeichnung ins Kinderheim muss: <\/strong>In Russland malte eine Sch\u00fclerin ein \u00bbunpatriotisches Bild\u00ab gegen den Krieg. Ihr Vater bekam Probleme mit den Beh\u00f6rden. Nun sitzt das M\u00e4dchen im Heim \u2013 und dem Alleinerziehenden droht Gef\u00e4ngnis. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wie in Litauens Wald der Kriegsfall geprobt wird: <\/strong>Bei seinem ersten Truppenbesuch im Ausland sichert Verteidigungsminister Pistorius Litauen langfristigen Schutz gegen Russland zu. Offen bleibt aber die Frage, ob die Bundeswehr eine Brigade fest vor Ort stationiert. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Wie sinnvoll ist ein Kitastreik am Weltfrauentag?<\/h3>\n<p>Heute am internationalen Frauentag soll es im ganzen Bundesgebiet \u00fcbrigens auch <strong>Warnstreiks in den st\u00e4dtischen Kitas geben<\/strong>. Das Datum wird nicht zuf\u00e4llig gew\u00e4hlt sein. Sorgearbeit wird haupts\u00e4chlich von Frauen geleistet.<\/p>\n<p>Im Tarifkonflikt im \u00f6ffentlichen Dienst, bei dem es um die Besch\u00e4ftigten von Bund und Kommunen geht, also nicht nur von Kitas, werden sich die Parteien gerade nicht einig. Ver.di und der Beamtenbund dbb fordern f\u00fcr die rund 2,5 Millionen Besch\u00e4ftigten 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Bei der zweiten Verhandlungsrunde hatte es trotz eines Arbeitgeberangebotes noch keine Ann\u00e4herung der Tarifparteien gegeben. Die dritte Verhandlungsrunde ist f\u00fcr Ende M\u00e4rz angesetzt.<\/p>\n<p>Bei den Kitastreiks geht es laut Ver.di aber auch <strong>um bessere Arbeitsbedingungen<\/strong>. \u00bbDie sind dringend n\u00f6tig\u00ab, sagt Swantje Unterberg aus dem SPIEGEL-Bildungsteam. Die Erzieherinnen und Erzieher sehen sich an ihrer Belastungsgrenze, bundesweit fehlen Tausende Mitarbeiterinnen.<\/p>\n<p>\u00bbEs ist nat\u00fcrlich absehbar, dass <strong>die Folgen des Streiks<\/strong> auch vorrangig von Frauen aufgefangen werden m\u00fcssen\u00ab, sagt Swantje \u2013 denn auch die Kinderbetreuung wird weiterhin vor allem von M\u00fcttern \u00fcbernommen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Leiter \u00fcber Arbeitsbelastung und Personalmangel: In immer mehr Kitas kann die Aufsichtspflicht nicht erf\u00fcllt werden<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Hier geht&#039;s zum aktuellen Tagesquiz<\/h3>\n<p>Wer war bei der Bundestagswahl 2017 Kanzlerkandidat der SPD?<\/p>\n<h3>Die Gewinnerin des Tages&#8230;<\/h3>\n<p>&#8230; steht noch nicht fest. Der Verein Ostfriesischer Stammviehz\u00fcchter k\u00fcrt heute \u00bbMiss Ostfriesland\u00ab, der Wettbewerb l\u00e4uft unter dem Motto: \u00bb<strong>Wer ist die sch\u00f6nste Kuh im ganzen Land?<\/strong>\u00ab<\/p>\n<p>Die Sch\u00f6nheitsvorstellungen bei Menschen sind zurzeit widerspr\u00fcchlich: Einerseits scheinen sich erstaunlich viele auf Schlauchbootlippen und angeklebte Wimpernf\u00e4cher als unerl\u00e4ssliche Sch\u00f6nheitsmerkmale einigen zu k\u00f6nnen. Andererseits behauptet die TV-Beauty-Fachkraft Heidi Klum neuerdings, alle k\u00f6nnten sch\u00f6n sein, es gehe um \u00bbDiversity\u00ab und \u00bbPersonality\u00ab.<\/p>\n<p>Ob es bei K\u00fchen \u00e4hnlich ist? Auch sie haben ausgepr\u00e4gte Lippen und k\u00f6nnen sehr h\u00fcbsche Wimpern haben, entscheidend ist bei ihnen sicher auch die \u00bbPersonality\u00ab.<\/p>\n<p>Ich verstehe nichts davon und habe deswegen meinen Kollegen Serafin Reiber aus dem Hauptstadtb\u00fcro um Rat gefragt, er ist gelernter Landwirt und kl\u00e4rte mich auf: \u00bbSch\u00f6n ist die Kuh, wenn man ihr die H\u00f6rner l\u00e4sst.\u00ab Viele Bauern ver\u00f6den ihren K\u00fchen die Hornanlagen als Kalb, damit mehr K\u00fche in den Stall passen. \u00bbKuh ohne H\u00f6rner ist wie Mercedes ohne Stern\u00ab, sagt mein Kollege.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>\u00bbGNTM\u00ab mit Heidi Klum: Germany\u2019s next Knebelvertrag? <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Spanien \u00e4ndert umstrittenes Sexualstrafrecht: <\/strong>Mit seinem \u00bbNur Ja hei\u00dft Ja\u00ab-Gesetz versch\u00e4rfte das Land erst k\u00fcrzlich das Sexualstrafrecht \u2013 das f\u00fchrte unter anderem zur vorzeitigen Haftentlassung von Dutzenden Straft\u00e4tern. Nun soll nachjustiert werden.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>USA erw\u00e4gen offenbar Trump-Regel f\u00fcr illegal eingereiste Familien: <\/strong>Unter Pr\u00e4sident Trump wurden illegal eingereiste Familien in Gewahrsam genommen \u2013 als Abschreckung. Laut \u00bbNew York Times\u00ab k\u00f6nnte die aktuelle US-Regierung \u00c4hnliches planen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Tausende protestieren in Tiflis gegen Gesetz zu \u00bbausl\u00e4ndischen Agenten\u00ab: <\/strong>Das Parlament in Georgien hat in erster Lesung f\u00fcr einen Gesetzentwurf \u00bb\u00dcber die Transparenz ausl\u00e4ndischen Einflusses\u00ab gestimmt. Kritiker f\u00fcrchten ein Abgleiten in den Autoritarismus.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Wie deutsche Kirchenreformer sich mit Rom anlegen: <\/strong>Die katholische Kirche in Deutschland will sich modernisieren. Der Streit mit Rom eskaliert \u2013 die Reformer lassen es auf eine Konfrontation ankommen .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Welche Versicherungen Sie wirklich brauchen: <\/strong>Ob die Krankenversicherung f\u00fcr den Hund oder die Police f\u00fcrs Reisegep\u00e4ck: Viele Deutsche gehen gern auf Nummer sicher. Von einigen Vertr\u00e4gen profitieren vor allem die Konzerne \u2013 andere dagegen sind ein Muss .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>So tickt der Neue: <\/strong>Bei seinem ersten Auftritt vor der Weltpresse zeigt Au\u00dfenminister Qin Gang, wie vergiftet Chinas Verh\u00e4ltnis zu den USA ist. Und wie gering die Aussicht, dass Peking im Ukrainekrieg vermitteln k\u00f6nnte. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen guten Start in den Tag.<\/p>\n<p><em>Ihre Susanne Beyer, Autorin der Chefredaktion<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00e4ngige Vorstellungen von Macht und worauf wir verzichten k\u00f6nnten Heute ist Weltfrauentag. 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