{"id":18744,"date":"2023-03-07T02:17:35","date_gmt":"2023-03-06T23:17:35","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundeswehr-muss-fur-nato-truppe-wieder-auf-panzer-suche-gehen\/"},"modified":"2023-03-07T02:17:35","modified_gmt":"2023-03-06T23:17:35","slug":"bundeswehr-muss-fur-nato-truppe-wieder-auf-panzer-suche-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundeswehr-muss-fur-nato-truppe-wieder-auf-panzer-suche-gehen\/","title":{"rendered":"Bundeswehr muss f\u00fcr Nato-Truppe wieder auf Panzer-Suche gehen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Mehrere Jahre hat die Bundeswehr vorbereitet, dieses Jahr die schnelle Nato-Eingreiftruppe zu stellen. Wegen neuer Probleme bei den Leopard-2-Panzern aber muss die Truppe wieder bundesweit Waffensysteme zusammenklauben.  <\/p>\n<p>Gut sechs Wochen nach Amtsantritt erreichen Verteidigungsminister Boris Pistorius, SPD, langsam die ersten Hiobsbotschaften aus seiner Truppe. Laut einem Bericht des ZDF-Magazins \u00bbFrontal\u00ab kann die Bundeswehr ausgerechnet ihre Zusagen f\u00fcr die VJTF, so nennt die Nato ihre mobilste Eingreiftruppe, nicht oder nur mit erheblichen Verrenkungen erf\u00fcllen. F\u00fcr den Minister, der seit seinem Amtsantritt immer wieder betont, Berlin sei innerhalb des B\u00fcndnisses ein verl\u00e4sslicher Partner, kommt diese Nachricht zur Unzeit.<\/p>\n<p>Die Details der neuen Misere sind schnell erkl\u00e4rt. Demnach k\u00e4mpft das Panzerbataillon 393, das derzeit zum Teil die deutschen Kr\u00e4fte f\u00fcr die VJTF der Nato stellt, mit erheblichen Ausf\u00e4llen der Kampfpanzer Leopard 2A7. Von den hochmodernen Kampfmaschinen m\u00fcsste der Verband im Ernstfall eigentlich innerhalb von nur wenigen Tagen mindestens 30 f\u00fcr eine schnelle milit\u00e4rische Reaktion der Allianz auf m\u00f6gliche Angriffe bereitstellen. Das jedenfalls hat Deutschland bei der Nato versprochen.<\/p>\n<p>Das Ziel ist allerdings laut den Zahlen nicht zu erreichen. Stattdessen m\u00fcsste der Verband aus Th\u00fcringen, der sich seit mindestens zwei Jahren auf den VJTF-Einsatz vorbereitet, im Ernstfall Panzer von anderen Einheiten ausleihen, um die Zusagen zu erf\u00fcllen. Genau dieses Zusammenklauben von Material, bei der Truppe als \u00bbdynamisches Verf\u00fcgbarkeitsmanagement\u00ab regelrecht verschrien, wollte die Bundeswehr f\u00fcr die Nato-Aufgaben eigentlich abstellen. Stattdessen sollten die f\u00fcr die VJTF vorgesehenen Einheiten komplett mit Material ausgestattet sein.<\/p>\n<p>Das ZDF beruft sich in dem Bericht auf eine interne Alarmmeldung, die in den vergangenen Tagen im Kommando Heer zirkuliert. Demnach sind nach aktuellem Stand nur 20 der rund 40 Panzer des Bataillons aus Th\u00fcringen einsatzbereit. Im Januar war der sogenannte Klarstand noch niedriger und lag bei nur 17 einsatzbereiten Leopard-2-Panzern. F\u00fcr das kommende Jahr wird in dem Papier auch eine Prognose erstellt, die nicht besonders rosig aussieht. So rechnen die Planer nicht damit, dass das Bataillon bis Ende 2023 wieder aus eigener Kraft die der Nato versprochenen 30 Leopard-2-Panzer stellen kann.<\/p>\n<p>In Bundeswehrkreisen wurden die neuen Probleme best\u00e4tigt. Demnach m\u00fcssten die Leopard 2A7V, die modernste Variante des Waffensystems, dieses Jahr fast komplett zur routinem\u00e4\u00dfigen Wartung, die alle zwei Jahre vorgeschrieben sei. Hinzu komme, dass es bei der Inspektion durch den Hersteller teils erhebliche Verz\u00f6gerungen gebe, Grund sei unter anderem ein Mangel an dringend ben\u00f6tigten Ersatzteilen. Folglich m\u00fcsse man f\u00fcr die VJTF-Verpflichtungen nun Leopard-Panzer aus anderen Verb\u00e4nden abziehen.<\/p>\n<h3>Insgesamt verf\u00fcgt das Heer \u00fcber 40 einsatzbereite Leopard-Panzer des Typs 2A7V<\/h3>\n<p>Die neuen Probleme sind f\u00fcr Deutschland ziemlich peinlich. So gilt die VJTF, die auch gern als Speerspitze der Allianz bezeichnet wird, als Beweis, dass die Allianz auf eine Aggression durch Russland schlagkr\u00e4ftig reagieren kann. Dass die Bundeswehr, die sich seit Jahren auf diese Aufgabe vorbereitet, ausgerechnet hier schw\u00e4chelt, wird die Zweifel an der Zuverl\u00e4ssigkeit der Deutschen erneut befeuern. Gut 8000 Soldaten und Soldatinnen stellt die Truppe derzeit f\u00fcr die VJTF, im Ernstfall m\u00fcssten sie innerhalb von nur einigen Tagen kampfbereit ausr\u00fccken.<\/p>\n<p>Konkret soll laut dem ZDF-Bericht nun ein anderer Verband die L\u00fccken schlie\u00dfen. \u00bbDie VJTF-Verpflichtung kann nur unter R\u00fcckgriff auf das Panzerbataillon 104 erfolgen\u00ab, zitiert der Sender aus einem internen Bundeswehr-Papier. Dieser Verband ist in Bayern stationiert, im Ernstfall m\u00fcssten die Panzer also von dort erstmal nach Th\u00fcringen verlegt werden.<\/p>\n<p>In Bundeswehr-Kreisen hie\u00df es, die Situation sei mehr als unangenehm. Trotzdem aber k\u00f6nne die Bundeswehr mit viel M\u00fche ihre Nato-Zusagen erf\u00fcllen. Insgesamt gebe es beim Heer derzeit 40 einsatzbereite Leopard 2A7V-Modelle, folglich k\u00f6nne man im Ernstfall 30 f\u00fcr die Nato abstellen. Die eigene Ambition, dass die Verb\u00e4nde f\u00fcr die Nato-Eingreiftruppe voll ausgestattet sein sollen, indes muss die Bundeswehr sp\u00e4testens jetzt wieder einsammeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrere Jahre hat die Bundeswehr vorbereitet, dieses Jahr die schnelle Nato-Eingreiftruppe zu stellen. Wegen neuer Probleme bei den Leopard-2-Panzern aber muss die Truppe wieder bundesweit Waffensysteme zusammenklauben. 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