{"id":18476,"date":"2023-02-23T07:46:17","date_gmt":"2023-02-23T04:46:17","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-23-februar\/"},"modified":"2023-02-23T07:46:17","modified_gmt":"2023-02-23T04:46:17","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-23-februar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-23-februar\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Donnerstag (23. Februar)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Regierung in Kiew hat den russischen Umgang mit Kindern scharf verurteilt. Der Kreml spricht von \u00bbKrieg wie vor 80 Jahren\u00ab. Und: Habeck will Sanktionen st\u00e4rker \u00fcberwachen. Die j\u00fcngsten Entwicklungen.  <\/p>\n<p><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat Absolventen der Milit\u00e4rakademien von Lwiw und Odessa in den Krieg verabschiedet. \u00bbDies ist eine besondere Mission &#8211; jetzt eine milit\u00e4rische Ausbildung zu erhalten und zu wissen, dass diese Ausbildung morgen direkt auf dem Schlachtfeld ben\u00f6tigt wird, um den Staat zu verteidigen und Soldaten und Einheiten zu f\u00fchren\u00ab, sagte Selenskyj in seiner allabendlichen Videoansprache. \u00dcber die Zahl der jungen Offiziere wurden keine Angaben gemacht.<\/p>\n<p>Er sei erfreut, dass es an den h\u00f6heren milit\u00e4rischen Bildungseinrichtungen der Ukraine keinen Mangel an Menschen gebe, die wirklich Offizier werden wollten. Und zwar solche, \u00bbdie die Geschichte des ukrainischen Sieges in diesem Krieg zu ihrer eigenen Lebensgeschichte machen wollen\u00ab, sagte Selenskyj.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Russland wird Pr\u00e4sident Wladimir Putin zufolge weiter besonders auf eine St\u00e4rkung der Atomstreitkr\u00e4fte achten. Zudem werde mit der umfangreichen Auslieferung von seegest\u00fctzten Hyperschall-Raketen des Typs Zirkon begonnen, k\u00fcndigte er in einer Ansprache an. Die Streitkr\u00e4fte w\u00fcrden weiter mit fortschrittlicher Ausr\u00fcstung ausgestattet.<\/p>\n<p>Moskaus Uno-Botschafter Wassili Nebensja hat Deutschland und dem Westen \u00e4hnliche Motive wie im Zweiten Weltkrieg vorgeworfen. \u00bbDies ist ein Krieg, der, wie es auch vor 80 Jahren der Fall war, einen verr\u00e4terischen und m\u00e4chtigen Feind involviert, der unser Land \u00fcbernehmen und uns unterwerfen will\u00ab, behauptete Nebensja am Mittwoch in einer Sondersitzung der Uno-Vollversammlung. In Wahrheit hat Russland einen Angriffskrieg einseitig begonnen und Teile der Ukraine v\u00f6lkerrechtswidrig annektiert. Ungeachtet dieser Fakten sagte Nebensja weiter: \u00bbDas Ziel ist jetzt, die Ukraine zu bewaffnen und damit meinem Land eine strategische Niederlage zuzuf\u00fcgen, es zu zerst\u00fcckeln und zu zerst\u00f6ren.\u00ab \u00bbDie deutschen Panzer werden wieder einmal Russen t\u00f6ten.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba hat Russland massenhafte Verschleppungen ukrainischer Kinder vorgehalten und dies als V\u00f6lkermord angeprangert. Russland deportiere Tausende Kinder, um sie von russischen Familien adoptieren und zu Russen umerziehen zu lassen. \u00bbDas ist ein V\u00f6lkermord, und dem stehen wir heute gegen\u00fcber\u00ab, sagte Kuleba zu Beginn der Uno-Vollversammlung.<\/p>\n<p>Moskau hatte \u00e4hnliche Vorw\u00fcrfe zuletzt dementiert. Die Ausreise vieler Ukrainer nach Russland wird als Flucht aus der Kampfzone dargestellt. Auch die Verschleppung von Kindern wird von russischer Seite trotz gegenteiliger Belege bestritten. Wenn Kinder nach Russland verbracht werden, wird dies oft mit medizinischer Behandlung oder Erholung begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Ein Jahr nach Kriegsbeginn stellte Kuleba vor dem gr\u00f6\u00dften Uno-Gremium eine Resolution mit der Forderung nach Frieden und dem R\u00fcckzug Moskaus vor, die am Donnerstag beschlossen werden soll. Kuleba sagte, dass die Staaten der Welt sich angesichts der russischen Aggression nicht neutral verhalten k\u00f6nnten und rief zur Zustimmung auf.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Washington will nach Russlands Aussetzung des letzten gro\u00dfen atomaren Abr\u00fcstungsvertrages mit den USA den Verpflichtungen daraus weiter nachkommen. \u00bbNichts \u00e4ndert sich in Bezug auf die Verpflichtungen, die wir zu erf\u00fcllen haben\u00ab, versicherte Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh am Mittwoch. Russlands Schritt sei \u00bbungl\u00fccklich und unverantwortlich\u00ab. Die US-Regierung sei der Ansicht, dass eine verantwortungsbewusste Atommacht weiterhin mit anderen L\u00e4ndern auf der Welt zusammenarbeiten m\u00fcsse. Man nehme die Verpflichtungen im Rahmen des \u00bbNew-Start\u00ab-Vertrags ernst, betonte sie. Die Pentagon-Sprecherin machte auch deutlich, dass Washington und Moskau generell weiterhin miteinander kommunizierten.<\/p>\n<p>Uno-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres kritisiert \u00bbimplizierte Androhungen eines Einsatzes von Atomwaffen\u00ab. Eine sogenannte taktische Verwendung von Kernwaffen sei \u00bbv\u00f6llig inakzeptabel\u00ab, sagte er vor der Uno-Vollversammlung. \u00bbEs ist h\u00f6chste Zeit, vom Abgrund zur\u00fcckzutreten.\u00ab Russlands Pr\u00e4sident Putin hat wiederholt angedeutet, sein Land k\u00f6nne in einer Bedrohungslage Atomwaffen einsetzen. <\/p>\n<p>Kurz vor dem Jahrestag prangerte Guterres das Vorgehen Moskaus als einen \u00bbAngriff auf unser kollektives Gewissen\u00ab an. \u00bbDer erste Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine stellt einen dunklen Meilenstein dar \u2013 f\u00fcr das ukrainische Volk und f\u00fcr die internationale Gemeinschaft\u00ab, sagte Guterres in New York.<\/p>\n<p>Der oberste chinesische Au\u00dfenpolitiker Wang Yi hat bei seinem Besuch in Moskau nach russischen Angaben L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr den Krieg unterbreitet. Die \u00bbchinesischen Partner\u00ab h\u00e4tten Ans\u00e4tze f\u00fcr eine \u00bbpolitische L\u00f6sung\u00ab mitgeteilt, erkl\u00e4rte das Au\u00dfenministerium in Moskau am Mittwoch.<\/p>\n<p>Der ukrainische Au\u00dfenminister Kuleba \u00e4u\u00dferte sich zur\u00fcckhaltend \u00fcber einen m\u00f6glichen chinesischen Vorsto\u00df f\u00fcr Frieden in der Ukraine. Er kenne zwar Schl\u00fcsselelemente eines von Peking vorbereiteten Vorschlags, m\u00fcsse aber das gesamte Dokument sehen, um sich ein Bild machen zu k\u00f6nnen. \u00bbDer Teufel steckt im Detail\u00ab, sagte Kuleba am Mittwoch in New York vor der Er\u00f6ffnung einer Sondersitzung der Uno-Vollversammlung zum Jahrestag des russischen Einmarschs.<\/p>\n<h3><strong>Waffenlieferungen an die Ukraine<\/strong><\/h3>\n<p>Tschechien hat erstmals Einzelheiten zur bereits geleisteten Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr die Ukraine ver\u00f6ffentlicht. Insgesamt stellten staatliche Stellen und private R\u00fcstungskonzerne des Nato-Mitgliedstaats 89 Kampfpanzer, 226 Sch\u00fctzenpanzer, 38 Haubitzen, sechs Luftabwehrsysteme und vier Kampfhubschrauber f\u00fcr den Abwehrkampf gegen den russischen Einmarsch bereit, wie die Regierung in Prag am Mittwoch mitteilte. Weiter aufgez\u00e4hlt wurden 33 Mehrfachraketenwerfer, mehr als 60.000 St\u00fcck Raketenmunition sowie anderthalb Millionen Schuss Gewehr- und anderweitige Munition.<\/p>\n<p>Hinzu kommt unter anderem eine 900 Meter lange Behelfsbr\u00fccke. Der Marktwert allein der Lieferungen aus den Best\u00e4nden der Armee bel\u00e4uft sich nach den neuen Zahlen auf umgerechnet mehr als 420 Millionen Euro. Die ersten schweren Waffen aus Tschechien trafen demnach bereits 14 Tage nach Beginn der russischen Invasion vor knapp einem Jahr in der Ukraine ein.<\/p>\n<h3><strong>Sanktionen gegen Russland<\/strong><\/h3>\n<p>Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr\u00fcne) will einem Medienbericht zufolge die Umgehung von Sanktionen gegen Russland st\u00e4rker als bislang bek\u00e4mpfen. Das berichtet RTL\/ntv unter Berufung auf ein Zehn-Punkte-Papier seines Ministeriums. In dem Papier hei\u00dfe es, Au\u00dfenhandelsdaten deuteten darauf hin, dass EU-sanktionierte Gu\u0308ter \u00bbin erheblichem Ma\u00df\u00ab aus der EU und damit auch aus Deutschland in bestimmte Drittl\u00e4nder ausgef\u00fchrt und von dort nach Russland weiter exportiert w\u00fcrden. Man werde sich in Abstimmung mit den anderen Ressorts der Bundesregierung daf\u00fcr einsetzen, dass darauf der Fokus eines elften Sanktionspakets der Europ\u00e4ischen Union liege.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Zum Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine soll die Uno-Vollversammlung eine Resolution mit der Forderung nach Frieden und dem R\u00fcckzug Moskaus beschlie\u00dfen. Die Abstimmung ist f\u00fcr den sp\u00e4ten Abend (MEZ) geplant. Neben Bundesau\u00dfenministerin Annalena Baerbock, deren Rede ab sp\u00e4ten Nachmittag (MEZ) erwartet wird, sollen auch US-Au\u00dfenminister Antony Blinken und der britische Chefdiplomat James Cleverly sprechen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Wintertagung der Parlamentarier aus OSZE-Staaten steht heute und am Freitag im Zeichen des russischen Angriffskrieges. Weil russische Delegierte an dem Treffen der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) teilnehmen, haben ukrainische und litauische Abgeordnete beschlossen, der Sitzung fernzubleiben.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Regierung in Kiew hat den russischen Umgang mit Kindern scharf verurteilt. Der Kreml spricht von \u00bbKrieg wie vor 80 Jahren\u00ab. Und: Habeck will Sanktionen st\u00e4rker \u00fcberwachen. 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