{"id":18430,"date":"2023-02-21T07:46:26","date_gmt":"2023-02-21T04:46:26","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-21-februar\/"},"modified":"2023-02-21T07:46:26","modified_gmt":"2023-02-21T04:46:26","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-21-februar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-21-februar\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienstag (21. Februar)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Kiew wertet den Biden-Besuch als Signal der eigenen Widerstandskraft gegen Russland. Moskau dr\u00e4ngt Schweden zu Klartext \u00fcber die Pipeline-Explosionen. Und: Minsk setzt auf bis zu 150.000 Paramilit\u00e4rs. Die j\u00fcngsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat sich kurz vor dem ersten Jahrestag des russischen Einmarsches in sein Land siegesgewiss gezeigt. Die Ukraine werde diese \u00bbhistorische Konfrontation\u00ab gewinnen, sagte Selenskyj am Montagabend in seiner t\u00e4glichen Videoansprache. \u00bbDer Aggressorstaat, der sich immer mehr zu einem Terrorstaat entwickelt, wird f\u00fcr seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden.\u00ab Die gesamte freie Welt helfe Kiew, die Freiheit, Unabh\u00e4ngigkeit und internationale Rechtsordnung zu verteidigen, sagte er weiter.<\/p>\n<p>\u00bbGerade jetzt und in der Ukraine entscheidet sich das Schicksal einer Weltordnung, die auf Regeln, Menschlichkeit und Berechenbarkeit beruht\u00ab, so Selenskyj. \u00bbWir m\u00fcssen alles tun, um der russischen Aggression in diesem Jahr ein Ende zu setzen, unsere noch besetzten Gebiete zu befreien und unserem Land und allen V\u00f6lkern Europas, die in Freiheit und Frieden leben wollen, verl\u00e4ssliche Sicherheit zu garantieren\u00ab, sagte er. Die konkreten Schritte dorthin seien bekannt. \u00bbAlles, was wir brauchen, ist Entschlossenheit.\u00ab<\/p>\n<p>Am Montag war US-Pr\u00e4sident Joe Biden zu Gast in Kiew gewesen \u2013 \u00bbin unserer freien Hauptstadt unseres freien Landes\u00ab, sagte Selenskyj. Dies sei ein Zeichen daf\u00fcr, wie widerstandsf\u00e4hig die Ukraine sei.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Russland hat Schweden aufgefordert, Ergebnisse der laufenden Untersuchung der Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines offenzulegen. \u00bbSeit den Sabotageakten an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 sind fast f\u00fcnf Monate vergangen. Die ganze Zeit \u00fcber haben die schwedischen Beh\u00f6rden jedoch wie bestellt geschwiegen\u00ab, schrieb die russische Botschaft in Schweden auf der Nachrichtenplattform Telegram. \u00bbWovor hat die schwedische F\u00fchrung solche Angst?\u00ab<\/p>\n<p>Der Uno-Sicherheitsrat wird sich am Dienstag auf Dringen Russlands mit einem m\u00f6glichen Sabotageakt an den beiden Doppelr\u00f6hren befassen. Eine Abstimmung \u00fcber eine Untersuchung werde bis Ende der Woche erfolgen, teilte der stellvertretende russische Uno-Botschafter, Dmitri Poljanski, auf Telegram mit.<\/p>\n<h3><strong>Waffenlieferungen an die Ukraine<\/strong><\/h3>\n<p>Laut einer Analyse des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) hat die Ukraine mindestens ein Viertel der zugesagten schweren Waffen vom Westen noch nicht erhalten. \u00bbDie Geberl\u00e4nder haben bisher zwischen 65 und 75 Prozent der zugesagten schweren Waffen an die Ukraine geliefert\u00ab, sagte IfW-Experte Andr\u00e9 Frank dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Noch gr\u00f6\u00dfer sei der Verzug bei den Finanzhilfen der beiden gr\u00f6\u00dften Geldgeber USA und EU. \u00bbBisher wurden nur etwa die H\u00e4lfte ihrer Zusagen ausgezahlt.\u00ab<\/p>\n<p>Deutschland gebe vor allem Geld zur Linderung der eigenen Kriegsfolgen aus. \u00bbKein Land in Europa hat so viel Geld f\u00fcr die Linderung der eigenen Kriegsfolgen ausgegeben wie Deutschland \u2013 in absoluten Zahlen und auch gemessen am BIP\u00ab, sagte Frank dem RND. Deutschland gebe daf\u00fcr mehr als doppelt so viel aus wie beispielsweise Gro\u00dfbritannien, Italien, Frankreich oder Spanien. Allerdings verplanten laut IfW alle L\u00e4nder mehr Geld f\u00fcr die Linderung der Kriegsfolgen f\u00fcr die eigene Bev\u00f6lkerung, als sie f\u00fcr Hilfen an die Ukraine veranschlagten.<\/p>\n<p>Die Ukraine hofft auf Milliardenhilfen des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF). \u00bbWir streben ein neues mehrj\u00e4hriges Unterst\u00fctzungsprogramms im Volumen von \u00fcber 15 Milliarden Dollar an\u00ab, schrieb Ministerpr\u00e4sident Denys Schmyhal auf Telegram nach Gespr\u00e4chen mit IWF-Chefin Kristalina Georgieva in Kiew. Ein auf dem Telegramaccount von Pr\u00e4sident Selenskyj ver\u00f6ffentlichtes Video zeigt Georgieva bei einem Treffen mit ihm und anderen hochrangigen Vertretern der Ukraine.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>China ist laut Au\u00dfenminister Qin Gang \u00bbzutiefst besorgt\u00ab \u00fcber den Konflikt in der Ukraine. Dieser \u00bbversch\u00e4rft\u00ab sich und \u00bbger\u00e4t sogar au\u00dfer Kontrolle\u00ab, sagte er am Dienstag in einer Rede zur globalen Sicherheit. Peking werde \u00bbmit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um den Dialog und die Konsultation zu f\u00f6rdern, auf die Bedenken aller Parteien einzugehen und um nach gemeinsamer Sicherheit zu streben\u00ab, so Qin.<\/p>\n<p>Peking werde \u00bbweiterhin Friedensgespr\u00e4che f\u00f6rdern\u00ab, hie\u00df es. \u00bbGleichzeitig fordern wir die betroffenen L\u00e4nder auf, so schnell wie m\u00f6glich aufzuh\u00f6ren, \u00d6l ins Feuer zu gie\u00dfen.\u00ab Zudem solle \u00bbdie Schuld nicht mehr auf China\u00ab geschoben werden. US-Au\u00dfenminister Antony Blinken hatte am Sonntag gesagt, China erw\u00e4ge m\u00f6glicherweise Waffenlieferungen an Russland.<\/p>\n<p>Der belarussische Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko stockt mit der Anordnung einer neuen freiwilligen Territorialverteidigung seine Streitkr\u00e4fte auf. Die \u00bbErfahrungen in der Ukraine\u00ab w\u00fcrden eine zus\u00e4tzliche Verteidigung erforderlich machen, erkl\u00e4rte Lukaschenko auf der Sitzung seines Sicherheitsrates. \u00bbDie Situation ist nicht einfach. Ich habe mehr als einmal gesagt: Jeder Mann \u2013 und nicht nur ein Mann \u2013 sollte mit Waffen umgehen k\u00f6nnen, um zumindest im Bedarfsfall seine Familie, sein Haus, sein eigenes St\u00fcck Land und \u2013 wenn n\u00f6tig \u2013 sein Land zu sch\u00fctzen.\u00ab<\/p>\n<p>Laut Verteidigungsminister Viktor Chrenin soll die paramilit\u00e4rische Formation aus 100.000 bis 150.000 Freiwilligen bestehen und im Idealfall in jedem Dorf und jeder Stadt zu finden sein. Die Berufsarmee des Landes umfasst der Milit\u00e4rbilanz des Internationalen Instituts f\u00fcr Strategische Studien zufolge etwa 48.000 Soldaten und etwa 12.000 staatliche Grenztruppen.<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Der Krieg in der Ukraine hat die Weltwirtschaft nach einer noch unver\u00f6ffentlichten Studie im vergangenen Jahr \u00fcber 1600 Milliarden US-Dollar gekostet, berichtet die \u00bbRheinische Post\u00ab aus einer Untersuchung des K\u00f6lner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). \u00bbGem\u00e4\u00df einer IW-Sch\u00e4tzung d\u00fcrfte die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 um deutlich \u00fcber 1600 Milliarden US-Dollar niedriger ausgefallen sein, als es ohne die russische Invasion in der Ukraine der Fall gewesen w\u00e4re\u00ab, zitiert das Blatt Studienautor Michael Gr\u00f6mling. Der Krieg habe weltweit zu Liefer- und Produktionsst\u00f6rungen gef\u00fchrt, hei\u00dft es in der Studie. Zudem seien die Energiepreise in die H\u00f6he geschnellt.<\/p>\n<p>Die Inflation sei \u00fcberall stark gestiegen und habe die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher reduziert. Angesichts der unsicheren Wirtschaftsperspektiven, steigender Finanzierungskosten und der Verteuerung von Investitionsg\u00fctern hielten sich die Unternehmen rund um den Globus mit ihren Investitionen zur\u00fcck. \u00bbIm Jahr 2023 k\u00f6nnen sich die weltweiten Produktionsausf\u00e4lle auf nochmals rund 1000 Milliarden US-Dollar belaufen.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Nach seiner Reise in die Ukraine besucht US-Pr\u00e4sident Joe Biden das Nachbarland Polen. In der Hauptstadt Warschau plant er nach Angaben des Wei\u00dfen Hauses unter anderem ein Treffen mit Pr\u00e4sident Andrzej Duda sowie am fr\u00fchen Abend eine Rede vor dem Warschauer K\u00f6nigsschloss. Am Mittwoch will Biden au\u00dferdem mit Vertretern weiterer osteurop\u00e4ischer Nato-Staaten zusammenkommen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin h\u00e4lt seine Rede zur Lage der Nation \u2013 kurz vor dem Jahrestag des von ihm befohlenen Krieges gegen die Ukraine. Die F\u00f6derale Versammlung \u2013 die Staatsduma und der F\u00f6derationsrat \u2013 tritt dazu in Kreml-N\u00e4he im Veranstaltungszentrum Gostiny Dwor zusammen. Putin wird nach Kremlangaben auf den Krieg und die aktuelle Lage in Russland eingehen. Zudem will er sich demnach zur Wirtschaft und auch zur Sozialpolitik \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Der ukrainische Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba wird im Nato-Hauptquartier in Br\u00fcssel erwartet. B\u00fcndnis-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg hat ihn und den EU-Au\u00dfenbeauftragten Josep Borrell zu gemeinsamen Beratungen eingeladen. Wie Kuleba bei Facebook mitteilte, geht es bei dem Treffen um weitere Waffenlieferungen an die Ukraine. Daneben soll es um die Ausbildung weiterer ukrainischer Soldaten auf EU-Gebiet gehen. Die Mitgliedsl\u00e4nder der Nato und der EU geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften Unterst\u00fctzern der Ukraine.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiew wertet den Biden-Besuch als Signal der eigenen Widerstandskraft gegen Russland. Moskau dr\u00e4ngt Schweden zu Klartext \u00fcber die Pipeline-Explosionen. Und: Minsk setzt auf bis zu 150.000 Paramilit\u00e4rs. 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