{"id":18332,"date":"2023-02-17T00:17:50","date_gmt":"2023-02-16T21:17:50","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/storykillers-schweizer-bundesanwaltschaft-ermittelte-gegen-cybersoldnerchef-jorge\/"},"modified":"2023-02-17T00:17:50","modified_gmt":"2023-02-16T21:17:50","slug":"storykillers-schweizer-bundesanwaltschaft-ermittelte-gegen-cybersoldnerchef-jorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/storykillers-schweizer-bundesanwaltschaft-ermittelte-gegen-cybersoldnerchef-jorge\/","title":{"rendered":"\u00bbStorykillers\u00ab: Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelte gegen Cybers\u00f6ldnerchef \u00bbJorge\u00ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Eine Gruppe israelischer Ex-Agenten, die offenbar Politiker hacken, sorgt weltweit f\u00fcr Schlagzeilen. Gegen den Chef der Gruppe lief bereits ein Verfahren in der Schweiz \u2013 er hatte einem Spion fingierte Daten verkauft.  <\/p>\n<p>Gegen den Chef der Cybers\u00f6ldnergruppe Team Jorge ist in der Schweiz bereits einmal wegen des Verdachts der Wirtschaftsspionage ermittelt worden. Eine internationale Recherche, an der auch der SPIEGEL, das ZDF und die Schweizer Tamedia-Gruppe beteiligt waren, hatte diese Woche enth\u00fcllt, dass der Israeli Tal Hanan alias \u00bbJorge\u00ab und seine zuvor geheime Firma unter anderem Wahlmanipulationen als Dienstleistung anboten. Spuren f\u00fchrten etwa nach Kenia, Nigeria und auf den Balkan.<\/p>\n<p>Jetzt zeigt sich: Auch der Schweizer Spion Daniel M. hatte Tal Hanan angeheuert, um Bankunterlagen des fr\u00fcheren deutschen Geheimdienstchefs August Hanning zu besorgen.<\/p>\n<h3>Verfahren wegen Wirtschaftsspionage<\/h3>\n<p>Daniel M., der bis 2010 f\u00fcr den Schweizer Nachrichtendienst aktiv war, hatte Tal Hanan demnach im Jahr 2014 beauftragt, um an angebliche Bankdaten von Ex-BND-Chef Hanning zu gelangen. Tal Hanan wiederum gab den Auftrag an einen IT-Spezialisten weiter, der angeblich im Darknet die erw\u00fcnschten Bankinformationen besorgte. Hanan lie\u00df Daniel M. sodann einen Bericht mit dem Titel \u00bbAugust Hanning \u2013 Confidential Report\u00ab und einen Kontobewegungs\u00fcberblick zukommen und bekam daf\u00fcr mindestens 88.000 Dollar Entlohnung. Das geht aus Unterlagen hervor, die dem SPIEGEL vorliegen. Der Haken an der Sache: Die angeblichen Kontodaten Hannings waren gef\u00e4lscht. Es handelte sich um \u00bbnicht existierende und somit fiktive Bankkundendaten\u00ab, wie die Schweizer Bundesanwaltschaft sp\u00e4ter feststellte.<\/p>\n<p>Dort landete der Fall, weil Spion M. in eine Falle gelaufen war. Seine Gespr\u00e4che wurden heimlich mit versteckter Kamera aufgezeichnet, und die Informationen landeten bei einer Schweizer Gro\u00dfbank.<\/p>\n<p>Gegen Tal Hanan wurde zun\u00e4chst ein Verfahren wegen des Verdachts auf \u00bbwirtschaftlichen Nachrichtendienst\u00ab \u2013 also Wirtschaftsspionage \u2013 eingeleitet. Das Verfahren wurde allerdings 2021 eingestellt. Zwar sah es die Bundesanwaltschaft als erwiesen an, dass Hanan die angeblich im Darknet beschafften Bankkontodaten verkauft hatte. Es habe ihm aber nicht nachgewiesen werden k\u00f6nnen, dass er gewusst habe, f\u00fcr welchen Zweck die Daten bestimmt gewesen seien. Vom Schweizer \u00bbTages-Anzeiger\u00ab mit den Vorw\u00fcrfen konfrontiert, erkl\u00e4rte Hanan 2017, er arbeite nach \u00bbh\u00f6chsten ethischen und legalen Standards\u00ab, und zwar angeblich auch f\u00fcr eine renommierte Schweizer Bank.<\/p>\n<h3>Anzeige wegen Betrugs, F\u00e4lschung, Wahlmanipulation<\/h3>\n<p>F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter prahlte er vor Undercover-Journalisten, die sich als potenzielle Kunden ausgaben, sein Team k\u00f6nne in E-Mail- und Messengerdienstkonten eindringen, private Bankdaten besorgen und Wahlen manipulieren. Seine Leute seien auf der ganzen Welt t\u00e4tig, 27 Wahlen habe er bereits im Sinne seiner Kunden beeinflusst. Auf Anfrage wies er jegliches Fehlverhalten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Erst am Mittwoch hat ein prominenter israelischer Anwalt Tal Hanan und seine Kollegen angezeigt und Israels Beh\u00f6rden um eine Anklage ersucht. Der Vorwurf: Betrug, F\u00e4lschung und Wahlmanipulation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Gruppe israelischer Ex-Agenten, die offenbar Politiker hacken, sorgt weltweit f\u00fcr Schlagzeilen. 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