{"id":18170,"date":"2023-02-09T21:26:41","date_gmt":"2023-02-09T18:26:41","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-wolodymyr-selenskyj-im-spiegel-gesprach-lehrermangel-fraunhofer-gesellschaft\/"},"modified":"2023-02-09T21:26:41","modified_gmt":"2023-02-09T18:26:41","slug":"news-des-tages-wolodymyr-selenskyj-im-spiegel-gesprach-lehrermangel-fraunhofer-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-wolodymyr-selenskyj-im-spiegel-gesprach-lehrermangel-fraunhofer-gesellschaft\/","title":{"rendered":"News des Tages: Wolodymyr Selenskyj im SPIEGEL-Gespr\u00e4ch, Lehrermangel, Fraunhofer-Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<h3>1. Wie Selenskyj Bundeskanzler Scholz beurteilt<\/h3>\n<p class=\"caps\">Als Wolodymyr Selenskyj seine erste Auslandsreise seit Beginn des Krieges unternahm, trat er sie unter ziemlich konspirativen Umst\u00e4nden an. Sie f\u00fchrte ihn nach Washington zu US-Pr\u00e4sident Joe Biden. Da der Luftraum \u00fcber der Ukraine gesperrt ist und er im Flugzeug wohl Ziel russischer Raketen w\u00e4re, stieg der ukrainische Pr\u00e4sident in einen Zug von Kiew nach Polen und flog wohl von dort aus in die USA.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich heimlich begann auch seine zweite Auslandsreise: Unmittelbar nach einem SPIEGEL-Gespr\u00e4ch machte sich Selenskyj auf den Weg nach Westeuropa, erst nach London, dann nach Paris und schlie\u00dflich heute nach Br\u00fcssel, wo er vor dem EU-Parlament eine Rede hielt. Er mahnte mehr Tempo bei der Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr sein Land im Krieg gegen Russland an und drang bei dem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten auf weitere Sanktionen gegen Moskau. Anders als in London und Paris verzichtete er auf allzu offensive Forderungen nach der Lieferung von Kampfflugzeugen \u2013 zumindest im \u00f6ffentlich \u00fcbertragenen Teil seiner Rede. Wohl, weil er ahnte, dass der anwesende Bundeskanzler Scholz das zun\u00e4chst ausgeschlossen hat. Offenbar wollte er sich nicht \u00f6ffentlich von Scholz eine erneute Abfuhr abholen. Verklausuliert sagte Selenskyj dann doch: \u00bbWir m\u00fcssen die Dynamik unserer Zusammenarbeit erh\u00f6hen.\u00ab<\/p>\n<p>Viel interessanter als die Rede in Br\u00fcssel ist jedoch das Interview, das Selenskyj meinen Kollegen Christian Esch, Steffen Klusmann und Thore Schr\u00f6der gegeben hat. Denn dort verklausuliert er wenig und l\u00e4sst tiefe Einblicke in sein Seelenleben zu. Das Minsker Abkommen sieht er als Zug, auf den er zwar aufgesprungen sei, der aber geradewegs in den Abgrund f\u00fchrte. Die Warnungen der US-Geheimdienste vor einem m\u00f6glichen russischen Angriff gei\u00dfelt er r\u00fcckblickend als zu unkonkret. Es habe auch keine Bereitschaft des Westens gegeben, schon damals etwas zu unternehmen. \u00bbWenn alle davon wussten, dass Putin in unser Land einmarschieren w\u00fcrde, warum haben sie dann keine Sanktionen verh\u00e4ngt? Es ist doch absolut l\u00e4cherlich, wenn ihr alle \u00f6ffentlich f\u00fcr uns eintretet und trotzdem gern die Sanktionen umgeht oder Waffen zur\u00fcckhaltet\u00ab, sagte Selenskyj.<\/p>\n<p>Nun, da die Russen tats\u00e4chlich angegriffen haben, sei der Westen zwar bereit gewesen, Sanktionen zu verh\u00e4ngen und zu helfen, aber nur mit angezogener Handbremse. \u00bbDen Leuten tun wir Ukrainer zwar leid. Aber das Schlimmste w\u00e4re, wenn der Krieg zu ihnen selbst k\u00e4me\u00ab, so Selenskyj. \u00bbAlso wollen sie den Krieg aufhalten \u2013 und das geht am besten auf Kosten anderer.\u00ab Und er meint damit sein Volk.<\/p>\n<p>Die Beziehung zu Deutschland und zu Scholz sei wegen der Debatte \u00fcber die Lieferung von Kampfpanzern in einer \u00bbschwierigen Phase\u00ab. Man erlebt einen Pr\u00e4sidenten, der Klartext redet und auch seine Resignation und seine Zweifel durchschimmern l\u00e4sst. \u00bbIch sage nicht, dass es ideal lief.\u00ab Eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob er zufrieden sei, werde er geben, wenn der Krieg vorbei ist.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier das ganze Gespr\u00e4ch: Ukrainischer Pr\u00e4sident im SPIEGEL-Gespr\u00e4ch \u2013 \u00bbPutin ist ein Drache, der fressen muss\u00ab                                       <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und hier weitere Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Nato-Jets mussten wegen russischer Flugzeuge 570-mal aufsteigen: <\/strong>Die Nato-Staaten mussten 2022 deutlich \u00f6fter Kampfjets zu sogenannten Alarmstarts aktivieren. Die Eins\u00e4tze h\u00e4ngen aber nicht nur mit einer erh\u00f6hten russischen Milit\u00e4rpr\u00e4senz zusammen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>US-Journalist sieht USA hinter Nord-Stream-Sabotage: <\/strong>Der umstrittene US-Journalist Seymour Hersh schreibt in einem schwach belegten Blogbeitrag, die USA h\u00e4tten die Nord-Stream-Pipelines gesprengt. Die russische Propaganda nutzt die Behauptung bereits f\u00fcr ihre Zwecke.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Selenskyj sieht Fortschritte bei Gespr\u00e4chen \u00fcber Waffenlieferungen: <\/strong>Der ukrainische Pr\u00e4sident erkl\u00e4rt, auf seiner EU-Reise weiterer milit\u00e4rischer Unterst\u00fctzung n\u00e4hergekommen zu sein. Offensive Forderungen nach Kampfjets vermeidet er \u2013 macht aber Andeutungen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>2. Wie der Unterrichtsausfall an den Schulen behoben werden k\u00f6nnte<\/h3>\n<p>Es ist nat\u00fcrlich leicht, sich \u00fcber Lehrer aufzuregen: Jede Menge Ferien, nicht mal eine 30-Stunden-Woche an der Schule, Unterrichtsmaterialien von anno dazumal, Verweigerung gegen\u00fcber der Digitalisierung. Ich habe eine ganze Menge Menschen in meinem Freundeskreis, die sofort widersprechen w\u00fcrden. Und das zu Recht, denn ich wei\u00df, dass sie sehr engagierte und zuverl\u00e4ssige Lehrerinnen und Lehrer sind. Dennoch kommt es nicht nur in unserem Haushalt mindestens einmal pro Woche vor, dass eine der beiden T\u00f6chter fr\u00fchzeitig nach Hause kommt und das inzwischen gefl\u00fcgelte Wort aufsagt: Ausfall.<\/p>\n<p>Als Begr\u00fcndung wird nicht selten das Schlagwort \u00bbLehrermangel\u00ab angef\u00fchrt. Das Problem geht inzwischen so weit, dass mancherorts pensionierte Lehrer gebeten werden, in den Dienst zur\u00fcckzukehren. In Sachsen sollen geflohene Lehrer aus der Ukraine unterrichten und das Versagen der Politik kompensieren. Mein Kollege Armin Himmelrath hat nun allerdings ein Interview mit Roland Merten gef\u00fchrt, seit 2004 Professor f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik und au\u00dferschulische Bildung an der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena, das eine ganz andere Perspektive m\u00f6glich macht. Merten zufolge gibt es gar keinen Lehrermangel, sondern \u00bbnur\u00ab einen Mangel an erteilten Unterrichtsstunden. Woran das liegt?<\/p>\n<p>Der Wissenschaftler macht folgende Rechnung auf: In Th\u00fcringen, wo sich Merten besonders gut auskennt, ist der R\u00fcckgang der Sch\u00fclerzahlen seit Anfang der Neunzigerjahre gr\u00f6\u00dfer ausgefallen als der R\u00fcckgang des Lehrpersonals. Und an Gymnasien und F\u00f6rderschulen hat es einen Personalzuwachs gegeben, sodass sich das Lehrer-Sch\u00fcler-Verh\u00e4ltnis statistisch sogar verbessert hat. Das Problem liege daher woanders: bei den Privilegien. Lehrkr\u00e4fte h\u00e4tten normalerweise ein bestimmtes Stundendeputat, an Grundschulen in Th\u00fcringen zum Beispiel 27 Stunden pro Woche, an Gesamtschulen und Gymnasien 25,5 Stunden. Aber diese Unterrichtsverpflichtung kann reduziert werden, wenn man besondere Aufgaben in der Schule \u00fcbernimmt. \u00bbAbminderung\u00ab oder \u00bbAnrechnung\u00ab hei\u00dft das in der Schulverwaltung. Und was berechtigt zu \u00bbAbminderung\u00ab von Schulstunden? \u00bbKlassenleitungen, das Betreuen von Referendarinnen und Referendaren, das Erstellen von Unterrichtspl\u00e4nen, die Verwaltung der Schulb\u00fccher und manchmal sogar das Nachschreiben von Klassenarbeiten\u00ab, so Merten \u2013 also origin\u00e4re Aufgaben des Lehrpersonals. In Th\u00fcringen war den Lehrkr\u00e4ften im Schuljahr 2021\/22 ein Anteil von 20,5 Prozent der verf\u00fcgbaren Deputatsstunden wegen Abminderungen erlassen. Jede f\u00fcnfte Personalstelle w\u00fcrde also gar nicht f\u00fcr Unterricht genutzt.<\/p>\n<p>Merten fordert daher nicht, dass Lehrpersonal mit zus\u00e4tzlichen Stellen aufgestockt wird, sondern, dass man bestimmten Lehrerinnen und Lehrern ihre Sonderrechte streicht. Es gebe neben den Engagierten eben auch die anderen, \u00bbdie sich in einem nicht mehr zu verantwortenden Umfang und mit teilweise windigen Begr\u00fcndungen ihrer dienstlichen Kernaufgabe, des Unterrichtens, entledigt haben\u00ab, so Merten. \u00bbDa m\u00fcssen dann manchmal unbequeme politische Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden, auch wenn das massive politische Konflikte bedeutet. Anders bekommen wir das kriselnde Schulsystem nicht wieder in den Griff.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier mehr: Bildungsforscher \u00fcber Misere in den Schulen \u2013 \u00bbWir m\u00fcssen Privilegien der Lehrkr\u00e4fte einkassieren\u00ab <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3. Wie Wissenschaftler der Fraunhofer-Gesellschaft auf Kosten der Steuerzahler prassten<\/h3>\n<p>Fraunhofer-Gesellschaft \u2013 das klingt nach wissenschaftlicher Expertise, nach Seriosit\u00e4t, nach Redlichkeit. Mit mehr als 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es die gr\u00f6\u00dfte Organisation f\u00fcr angewandte Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen in Europa. Die 1949 gegr\u00fcndete Institution betreibt in Deutschland derzeit 76 Institute und Forschungseinrichtungen. Das Forschungsvolumen betr\u00e4gt j\u00e4hrlich 2,9 Milliarden Euro. Finanziert wird die Gesellschaft auch mit Steuergeld. Allein f\u00fcr dieses Jahr geben Bund und L\u00e4nder der Forschungsorganisation 850 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Doch offenbar versteht man sich an der Spitze des Hauses nicht zwingend als Diener an der Forschung, sondern mitunter auch als Selbstbediener. Der Bundesrechnungshof, jene Kontrollinstanz, die pr\u00fcft, ob Beh\u00f6rden und staatlich finanzierte Einrichtungen korrekt mit den ihnen anvertrauten Geldern umgehen, hat bei der Fraunhofer-Gesellschaft nun schon zum wiederholten Mal schwerwiegende Verst\u00f6\u00dfe festgestellt.<\/p>\n<p>Der aktuelle Pr\u00fcfbericht ist noch nicht \u00f6ffentlich, meine Kollegin Kristin Haug konnte ihn dennoch einsehen und auswerten. Was sie gelesen hat, erstaunt doch sehr. Hotelpreise, die fast um das Sechsfache h\u00f6her lagen als vorgesehen. Gutscheine f\u00fcr Tennisgesch\u00e4fte, die scheinbar anlasslos verteilt wurden, Dienstwagenfahrten, um \u00bbSchafsfutter zu besorgen\u00ab.<\/p>\n<p>Schon vor 15 Jahren hatte das Pr\u00fcfungsamt des Bundes in Frankfurt am Main, damals eine untergeordnete Stelle des Bundesrechnungshofs, das BMBF auf ein \u00bbnicht ordnungsgem\u00e4\u00dfes Reiseverhalten von Vorstandsmitgliedern\u00ab der Fraunhofer-Gesellschaft hingewiesen. Ge\u00e4ndert hat sich offenbar wenig, von einer \u00bbKultur des Wegschauens\u00ab ist die Rede. Im Vorstandsbereich habe es \u00bbzahlreiche Verst\u00f6\u00dfe gegen interne und externe Regeln\u00ab gegeben, schreibt der Bundesrechnungshof. Es habe sich \u00bbein unangemessener Umgang mit Steuermitteln durch \u00fcberh\u00f6hte Reise-, Dienstfahrzeug- und Repr\u00e4sentationskosten\u00ab gezeigt.<\/p>\n<p>Der Fraunhofer-Gesellschaft steht seit mehr als zehn Jahren Reimund Neugebauer als Pr\u00e4sident vor. Vergangenen Oktober k\u00fcndigte er an, sein Amt niederzulegen \u2013 ein Jahr eher als geplant. An seiner Amtsf\u00fchrung gibt es seit einiger Zeit Kritik. Es soll schon l\u00e4nger private und dienstliche Angelegenheiten vermischt und nach Aussagen von ehemaligen Mitarbeitern ein toxisches Arbeitsklima herbeigef\u00fchrt haben. Die Linkenpolitikerin Gesine L\u00f6tzsch, die auch Mitglied im Haushaltsausschuss ist, sagte dem SPIEGEL: \u00bbMich erinnert der Vorgang an den RBB-Skandal. Offensichtlich haben alle Kontrollinstitutionen \u00fcber Jahre versagt.\u00ab<\/p>\n<p>Nun mag es tats\u00e4chlich etwas knauserig anmuten, wenn man einfachen Fraunhofer-Angestellten Hotelkosten von gerade mal 70 Euro pro Nacht zugesteht. Umso schamloser ist es, wenn sich die Spitze des Hauses dann Zimmer g\u00f6nnt, die 660 Euro kosten \u2013 es ist ja nicht ihr Geld, sondern Ihr Geld.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier mehr: Bundesrechnungshof kritisiert Fraunhofer-Gesellschaft \u2013 Luxuri\u00f6se Essen, teure Hotels, edle Geschenke <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute sonst noch wichtig ist<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Forscher warnen vor weiteren Beben: <\/strong>Am fr\u00fchen Montagmorgen haben sich im Untergrund heftige Spannungen entladen. Anlass zur Entwarnung ist das f\u00fcr Fachleute jedoch nicht. Sie bef\u00fcrchten weitere schwere Erdst\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Gleichgeschlechtliche Paare k\u00f6nnen sich in England bald segnen lassen: <\/strong>Es ist ein Kompromiss nach z\u00e4hen Verhandlungen: In England haben sich Kirchenobere daf\u00fcr ausgesprochen, dass gleichgeschlechtliche Paare zur Segnung antreten d\u00fcrfen \u2013 eine kirchliche Heirat bleibt weiterhin verboten.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbSushi-Terror\u00ab bringt japanische Restaurantbetreiber in Erkl\u00e4rungsn\u00f6te: <\/strong>Restaurants, in denen Sushi auf B\u00e4ndern serviert wird, geh\u00f6ren in Japan zur kulinarischen Kultur. Jetzt tauchten Videos auf, die eklige Tabubr\u00fcche zeigen. Die Aufregung ist gro\u00df.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Orca-M\u00fctter opfern sich ein Leben lang f\u00fcr ihre S\u00f6hne auf: <\/strong>Bei Familie Orca geht es zu wie im Hotel Mama. Erwachsene S\u00f6hne erhalten bei der Futtersuche gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung von ihrem weiblichen Elternteil. Das wird nun zur Gefahr f\u00fcr eine ganze Population.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was wir heute bei SPIEGEL+ empfehlen<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Chefwechsel beim Aspirin-Konzern \u2013 Droht Bayer die Zerschlagung? <\/strong>Der Pharmariese Bayer steckt seit der milliardenschweren Monsanto-\u00dcbernahme im Tief. Aktion\u00e4re rebellieren, richten soll es ein neuer Chef aus Amerika. Der einst wertvollste Konzern des Landes steht vor der General\u00fcberholung. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbDas geht mir unter die Haut \u2013 aber es ist trotzdem erforderlich\u00ab: <\/strong>23 Magazine werden eingestampft, Hunderte Mitarbeiter entlassen: Vor wenigen Tagen hat Bertelsmann-Chef Thomas Rabe den Kahlschlag bei G+J verk\u00fcndet. Hier spricht er \u00fcber geplatzte Tr\u00e4ume, strategische Fehler und seine eigene Zukunft .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Manche Kinder k\u00f6nnen in der ersten Klasse keinen Stift halten: <\/strong>Die Coronapandemie hat bis heute schwere Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Eine Expertengruppe empfiehlt nun f\u00fcnf konkrete Ma\u00dfnahmen, um die Betroffenen zu unterst\u00fctzen .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbIch m\u00f6chte nicht wissen, ob ich bumsbar bin\u00ab: <\/strong>L\u00fcsterne Kommentare, manipulierte Fotos, Deepfake-Pornofilme: Weibliche Webstars werden in Internetforen h\u00e4ufig zu Sexobjekten degradiert. Die Gaming-Videomacherin Gnu ruft dazu auf, sich zu wehren .<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute weniger wichtig ist<\/h3>\n<p><strong>Ein neues Windows \u00f6ffnet sich:<\/strong> Der Mann der Programme und Daten datet wieder: <strong>Bill Gates<\/strong>, Gr\u00fcnder des Softwarekonzerns Microsoft soll eine neue Partnerin haben. Nach der Trennung von seiner langj\u00e4hrigen Ehefrau Melinda Gates wurde der Unternehmer mehrfach mit Paula Hurd gesehen, Witwe des 2019 verstorbenen fr\u00fcheren Oracle- und Hewlett-Packard-Chefs Mark Hurd. Zuletzt haben sich die beiden Ende Januar gemeinsam auf der Trib\u00fcne des Finales der Australian Open in Melbourne gezeigt. Gates hatte in einem TV-Interview im vergangenen Jahr die Verantwortung f\u00fcr die Scheidung \u00fcbernommen. Auf Untreuevorw\u00fcrfe angesprochen antworte er, er habe seiner Familie \u00bbeine Menge Schmerzen bereitet\u00ab.<\/p>\n<h3>Mini-Hohlspiegel<\/h3>\n<p><strong><em>Von msn.com:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>\u00bbDer britische Sprecher sagte, dass beide Kampfflugzeuge \u203aextrem anspruchsvoll\u2039 seien und daher \u203aMonate brauchen um das Fliegen zu lernen.\u2039\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Hier finden Sie den ganzen Hohlspiegel.<\/p>\n<h3>Cartoon des Tages<\/h3>\n<h3>Meine Lieblingsgeschichte<\/h3>\n<p>Wer an Weimar denkt, dem kommen dann Dinge wie Goethe und Schiller in den Sinn, Bauhaus oder Bach. Seit Neuestem hat Weimar aber noch einen anderen Klang, einen h\u00e4sslichen, demokratiefeindlichen und antisemitischen.<\/p>\n<p>Weimar nennt sich n\u00e4mlich auch eine Band, die Recherchen meiner Kollegin Ann-Katrin M\u00fcller und meiner Kollegen Maik Baumg\u00e4rnter sowie Andreas Borcholte zufolge tief aus dem Neonazimilieu Th\u00fcringens entstammt. Das sieht man nur nicht auf den ersten Blick, denn die K\u00f6pfe der Band sind feige hinter Masken versteckt. Zu gro\u00df wom\u00f6glich der Schiss, au\u00dferhalb der Naziszene doch anzuecken und den kommerziellen Erfolg zu gef\u00e4hrden. Denn diese Band ist nicht irgendeine Subkultur in rechten Kreisen, sondern absoluter Mainstream. In den Charts hat sie es bis auf Platz f\u00fcnf mit ihrem Album geschafft.<\/p>\n<p>Wie kommt man in eine solche Spitzenposition? Nur mithilfe eines Konzerns im Hintergrund, der die F\u00e4den zieht, die Vermarktung macht, den Vertrieb organisiert. In den Texten hei\u00dft es zum Beispiel \u00bbHolt euch die Stra\u00dfe zur\u00fcck, Stein f\u00fcr Stein\u00ab. Es ist von \u00bbgekaufte Marionetten\u00ab die Rede, von Ratten, mit denen Nazis gern Juden verglichen. In anderen Liedern hei\u00dft es, Deutschland werde \u00bbmit voller Wucht an die Wand\u00ab gefahren, seine B\u00fcrger seit Jahren \u00bbumfangreich indoktriniert\u00ab. Es gibt sogar einen Aufruf zur Gewalt: \u00bbWir gehen zusammen und zur Not auch \u00fcber Leichen\u00ab.<\/p>\n<p>Als Universal mit den Recherchen meiner Kollegen konfrontiert wurde, zeigte man sich total \u00fcberrascht. Die nun zur Kenntnis gelangte Situation sei \u00bbabsolut inakzeptabel\u00ab und widerspreche den Werten des Unternehmens. Man habe die Beziehung zur Band deshalb sofort beendet und den Vertrieb ihres Albums eingestellt. \u00bbMit dem heutigen Wissensstand h\u00e4tten wir das Album selbstverst\u00e4ndlich niemals ver\u00f6ffentlicht\u00ab, sagte eine Sprecherin.<\/p>\n<p>Das ist schon einigerma\u00dfen irritierend. Entweder h\u00f6rt sich der Konzern die Platten gar nicht an, die er vertreibt. Oder er kennt die Inhalte, nimmt aber die Einnahmen gern mit, um die Bilanz aufzuh\u00fcbschen. Man wei\u00df gar nicht, was schlimmer ist.<\/p>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Band Weimar \u2013 Wie Universal demokratiefeindliche Rocker gro\u00df machte <\/p>\n<h3>Und heute Abend?<\/h3>\n<p>Um 15.59 Uhr bekam ich von meiner Kollegin Patricia Dreyer, Chefin vom Dienst am Newsdesk, vier Chatnachrichten:<\/p>\n<p><em>Janko!!!!<\/em><\/p>\n<p><em>Burt!<\/em><\/p>\n<p><em>Bacharach!!!<\/em><\/p>\n<p><em>tot!<\/em><\/p>\n<p>Daraufhin schrieb ich nur: <em>The Look of Love<\/em>.<\/p>\n<p>Sie schrieb zwei weitere Nachrichten, einmal einen YouTube-Link zu Aretha Franklins \u00bbI Say A Little Prayer\u00ab             (nat\u00fcrlich geschrieben von Burt Bacharach) und:<\/p>\n<p><em>Bequatsche Jens, dass wir ne Eil machen. <\/em><\/p>\n<p>Darauf ich: <em>Was gibt es da zu bequatschen? Das ist PFLICHT!<\/em><\/p>\n<p>Um 16:01 Uhr war die Eilmeldung auf der Seite, dass mit Burt Bacharach einer der gr\u00f6\u00dften Songwriter der Popgeschichte gestorben ist. Er komponierte Melodien wie \u00bbWalk on By\u00ab, \u00bbRaindrops Keep Fallin on My Head\u00ab oder \u00bbClose to You\u00ab. Der Komponist lebte in Los Angeles und wurde 94 Jahre alt. F\u00fcr die einen war Bacharach ein schlimmer Tonsetzer, aus dessen Feder Noten f\u00fcr \u00fcble Schnulzen flossen. F\u00fcr die anderen (und mich) war er ein Genie, der wie kaum jemand anderes das Handwerk beherrschte, Musik so eing\u00e4ngig zu schreiben, dass sie zeitlos und so geschmackvoll bleibt, damit sie auch noch Jahrzehnte sp\u00e4ter die H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer ber\u00fchrt. Im \u00dcbrigen wird ein Song erst zu dem, was sein Interpret oder seine Interpretin daraus macht. So wie zum Beispiel die von mir hochverehrte Jazzs\u00e4ngerin Diana Krall, als sie 2012 bei einem Tribute-Konzert \u00bbThe Look Of Love\u00ab interpretierte .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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