{"id":18140,"date":"2023-02-08T14:15:55","date_gmt":"2023-02-08T11:15:55","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/erdbeben-in-turkei-und-syrien-mehr-als-11-000-tote-bestatigt-erdogan-ist-jetzt-im-krisengebiet\/"},"modified":"2023-02-08T14:15:55","modified_gmt":"2023-02-08T11:15:55","slug":"erdbeben-in-turkei-und-syrien-mehr-als-11-000-tote-bestatigt-erdogan-ist-jetzt-im-krisengebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/erdbeben-in-turkei-und-syrien-mehr-als-11-000-tote-bestatigt-erdogan-ist-jetzt-im-krisengebiet\/","title":{"rendered":"Erdbeben in T\u00fcrkei und Syrien: Mehr als 11.000 Tote best\u00e4tigt \u2013 Erdo\u011fan ist jetzt im Krisengebiet"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Erdo\u011fan ist in der Region Kahramanmara\u015f angekommen, wo Tausende bei der Katastrophe starben. Er gesteht Probleme bei der Rettungsaktion ein. Und: Deutsche Retter hoffen auf \u00bbWunder\u00ab. Die News.  <\/p>\n<p><em>Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.<\/em><\/p>\n<h3>Erdo\u011fan gesteht Probleme bei Rettungsaktion ein<\/h3>\n<p><strong>12.10 Uhr: <\/strong>Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdo\u011fan hat Probleme bei der Rettungsaktion kurz nach dem Erdbeben eingestanden. Es habe einige Probleme bei der anf\u00e4nglichen Reaktion auf die massiven Erdbeben gegeben, die Abl\u00e4ufe seien jetzt aber wieder normal, sagte Erdo\u011fan vor Journalisten in der schwer vom Erdbeben getroffenen Region Kahramanmara\u015f. Es habe Probleme mit Stra\u00dfen und Flugh\u00e4fen gegeben, die Situation verbessere sich aber von Tag zu Tag.<\/p>\n<h3>Beh\u00f6rden: Bereits mehr als 11.200 Erdbeben-Tote in der T\u00fcrkei und Syrien<\/h3>\n<p><strong>12.02 Uhr: <\/strong>Nach dem verheerenden Erdbeben im t\u00fcrkisch-syrischen Grenzgebiet hat die Opferzahl in den beiden L\u00e4ndern die Zahl von 10.000 Toten mittlerweile deutlich \u00fcberschritten: Wie aus Angaben von Beh\u00f6rden und Rettungskr\u00e4ften hervorgeht, wurden nach der Katastrophe vom Montag bereits mehr als 11.200 Todesopfer gez\u00e4hlt, davon allein 8574 in der T\u00fcrkei. Unter den Tr\u00fcmmern der zahlreichen eingest\u00fcrzten Geb\u00e4ude werden noch viele Versch\u00fcttete vermutet. <\/p>\n<h3>T\u00fcrkische B\u00f6rse setzt Handel nach Erdbeben aus<\/h3>\n<p><strong>11.53 Uhr: <\/strong>Nach dem Kursrutsch infolge des Erdbebens im syrisch-t\u00fcrkischen Grenzgebiet ist der Handel an der Istanbuler B\u00f6rse vorerst ausgesetzt. \u00bbUnsere B\u00f6rse hat beschlossen, den Handel mit Aktien, Futures und Optionen zu stoppen\u00ab, hei\u00dft es in einer Stellungnahme der B\u00f6rse. Wann der Handel wieder aufgenommen werden soll, wurde nicht mitgeteilt.<\/p>\n<h3>Mediziner \u00fcber harte Entscheidungen: \u00bbTriage ist zwingend, um so viele Menschenleben wie m\u00f6glich zu retten\u00ab<\/h3>\n<p><strong>11.50 Uhr: <\/strong>Die Opferzahlen der schweren Ersch\u00fctterungen steigen unaufhaltsam. Der Mediziner Tankred St\u00f6be ist seit \u00fcber 20 Jahren in Krisengebieten im Einsatz. Hier erkl\u00e4rt er, worauf es bei der Nothilfe jetzt ankommt.<\/p>\n<h3>Flaggen wehen in Berlin auf Halbmast<\/h3>\n<p><strong>11.43 Uhr:<\/strong> Nach den schweren Erdbeben in der T\u00fcrkei und in Syrien h\u00e4ngen die Flaggen in Berlin auf halbmast. Das hatte der Senat mit sofortiger Wirkung beschlossen. Aus Solidarit\u00e4t mit den Erdbebenopfern werden tags\u00fcber alle Flaggen an \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden auf halbe H\u00f6he gesetzt. Die Trauerbeflaggung gilt bis zum Mittwochabend.<\/p>\n<h3>Erdo\u011fan im Erdbebengebiet angekommen<\/h3>\n<p><strong>11.18 Uhr: <\/strong>Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdo\u011fan will sich selbst ein Bild der Zerst\u00f6rung machen, daf\u00fcr reist er heute ins Erdbebengebiet. Nun ist er in der Region Kahramanmara\u015f angekommen. Er sei auf dem Weg zu einer f\u00fcr die Erdbebenopfer errichteten Zeltstadt, teilt das Pr\u00e4sidialamt mit. Erdo\u011fan wollte auch die Provinz Hatay besuchen. Beide Gebiete sind stark von den Beben getroffen und haben Tausende Tote zu verzeichnen. Vielerorts klagen Betroffene \u00fcber keine oder nur schleppende Hilfe bei der Bergung Versch\u00fctteter.<\/p>\n<h3>Papst Franziskus ruft zu Spenden f\u00fcr Erdbebengebiete auf<\/h3>\n<p><strong>11.05 Uhr: <\/strong>Papst Franziskus hat sich betroffen gezeigt vom Ausma\u00df der Erdbeben-Katastrophe in der T\u00fcrkei und Syrien. \u00bbIch danke allen, die Hilfe schicken und ermutige alle zu Solidarit\u00e4t mit diesen Gebieten, die zum Teil schon von einem langen Krieg heimgesucht werden\u00ab, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei der Generalaudienz im Vatikan. \u00bbMeine Gedanken sind derzeit bei den Menschen in der T\u00fcrkei und in Syrien\u00ab, sagte der Papst: \u00bbErgriffen bete ich f\u00fcr sie und dr\u00fccke meine Verbundenheit aus mit diesen V\u00f6lkern, den Familien der Opfer und allen, die unter diesem verheerenden Ungl\u00fcck leiden.\u00ab<\/p>\n<h3>THW-Helferteam in T\u00fcrkei gelandet<\/h3>\n<p><strong>10.53 Uhr: <\/strong>50 Einsatzkr\u00e4fte des Technischen Hilfswerks (THW) sind zum Hilfseinsatz in Gaziantep im S\u00fcdosten der T\u00fcrkei eingetroffen. Ihre Aufgabe sei es, versch\u00fcttete Menschen zu orten, zu retten und erstzuversorgen, sagte der Sprecher des THW-Landesverbandes Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Michael Walsdorf. Nach der Landung am Morgen w\u00fcrden sie zun\u00e4chst Fahrzeuge beladen und dann in ihr Einsatzgebiet fahren.<\/p>\n<p>Das Team habe vier Rettungshunde und rund 16 Tonnen Ausstattung dabei. Dazu geh\u00f6re auch schweres Ger\u00e4t wie Betonkettens\u00e4gen. Die Kr\u00e4fte des THW stammten vor allem aus Hessen, dem Rheinland und dem Saarland. Einige wenige seien auch aus Nordrhein-Westfalen und aus Bayern dabei, sagte der Sprecher.<\/p>\n<p>Die Helfer seien vor Ort in Kontakt mit den Koordinierungsteams der Vereinten Nationen und des Katastrophenschutzes der T\u00fcrkei. Nach Ankunft in ihrem zugewiesenen Gebiet w\u00fcrde das Team sich teilen: Ein Teil lege direkt mit der Suche nach Versch\u00fctteten los, der andere werde das Camp f\u00fcr die Helfer aufbauen, sagte Walsdorf. Der Flug vom Flughafen K\u00f6ln\/Bonn hatte sich verz\u00f6gert. Urspr\u00fcnglich hatten die Kr\u00e4fte bereits am Dienstag abfliegen wollen.<\/p>\n<h3>Baby \u00fcberlebt unter Tr\u00fcmmern \u2013 und ist durch Nabelschnur mit toter Mutter verbunden<\/h3>\n<p><strong>10.30 Uhr: <\/strong>\u00bbSie wurde mit vor K\u00e4lte starren Gliedern eingeliefert\u00ab: In einer syrischen Kleinstadt haben Helfer ein Baby nach dem Erdbeben gerettet. Die ganze Familie des M\u00e4dchens ist tot.<\/p>\n<h3>\u00c4rzte ohne Grenzen: Hilfsteams m\u00fcssen schnell auch nach Syrien<\/h3>\n<p><strong>10.11 Uhr: <\/strong>Humanit\u00e4re Hilfe muss nach Einsch\u00e4tzung von \u00c4rzte ohne Grenzen nun auch schnell in die syrischen Erdbebengebiete kommen. \u00bbInternational ist es wichtig, dass Teams relativ z\u00fcgig auch nach Syrien in dieses Gebiet kommen und die Menschen dort unterst\u00fctzen\u00ab, sagte die stellvertretende Vorsitzende Parnian Parvanta der Deutschen Presse-Agentur. Dabei gehe es um Nahrungsmittel und Decken, aber auch um Hilfe beim Wiederaufbau.<\/p>\n<p>Das Problem sei, dass das Gebiet seit Jahren unter dem B\u00fcrgerkrieg leidet. \u00bbWir haben viele Kolleginnen vor Ort, die t\u00e4tig sind. Sie verlieren Familienangeh\u00f6rige, sie verlieren ihre H\u00e4user\u00ab, so Parvanta: \u00bbDas ist Teil des Problems: zum einen Krankenh\u00e4user, die kaputt gehen \u2013 aber auch Personal, was selbst betroffen ist.\u00ab<\/p>\n<h3>Mindestens 9500 Tote: Verheerendstes Beben seit rund zehn Jahren<\/h3>\n<p><strong>09.45 Uhr: <\/strong>Die Zahl der Todesopfer in der T\u00fcrkei und Syrien ist auf mehr als 9500 gestiegen. Die jeweiligen Beh\u00f6rden und Rettungskr\u00e4fte z\u00e4hlten 7108 Tote in der T\u00fcrkei und 2547 Todesopfer in Syrien, insgesamt sind demnach mindestens 9655 Menschen gestorben. Damit ist das Beben das t\u00f6dlichste seit mehr als zehn Jahren.<\/p>\n<p>2015 waren bei einem Erdbeben in Nepal 8.800 Menschen ums Leben gekommen. 2011 waren bei einem Erdbeben in Japan und dem darauffolgenden Tsunami mehr als 18.000 Menschen gestorben.<\/p>\n<h3>T\u00fcrkischer Botschafter sichert Syrern Hilfe zu<\/h3>\n<p><strong>09.26 Uhr: <\/strong>Der t\u00fcrkische Botschafter in Berlin, Ahmet Basar Sen, hat den vom Erdbeben betroffenen Syrern Hilfe seines Landes zugesagt. \u00bbWir solidarisieren uns auch mit dem syrischen Volk\u00ab, sagte er im ZDF-\u00bbMorgenmagazin\u00ab: \u00bbDie T\u00fcrkei hilft den Syrern, sowohl auf der t\u00fcrkischen Seite als auch auf der anderen Seite der syrischen Grenze.\u00ab Acht bis zehn Millionen Syrer bek\u00e4men derzeit Unterst\u00fctzung von der T\u00fcrkei, sagte der Diplomat. Vier Millionen Menschen aus dem B\u00fcrgerkriegsland seien dabei als Fl\u00fcchtlinge in der T\u00fcrkei. Die T\u00fcrkei werde sicherstellen, dass deutsche Hilfe die Menschen in Syrien erreiche.<\/p>\n<h3>T\u00fcrkischer Botschafter bittet Deutschland um weitere Hilfe<\/h3>\n<p><strong>09.21 Uhr:<\/strong> Der t\u00fcrkische Botschafter Ahmet Basar Sen bittet um weitere Hilfe aus Deutschland. \u00bbDas reicht leider noch nicht aus\u00ab, sagte er im ZDF-\u00bbMorgenmagazin\u00ab zu der bisherigen Unterst\u00fctzung. Um Menschen aus den Tr\u00fcmmern zu befreien, seien mehr Rettungskr\u00e4fte n\u00f6tig. Er bat darum, weitere Teams aus Deutschland in die T\u00fcrkei zu schicken.<\/p>\n<p>Zerst\u00f6rte Stra\u00dfen und niedrige Temperaturen erschwerten die Rettungsarbeiten im Krisengebiet. \u00bbDas ist eine Jahrhundertkatastrophe, vielleicht eine Jahrtausendkatastrophe\u00ab, sagte der Botschafter. Das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung sei so gro\u00df, dass in zehn Provinzen ann\u00e4hernd 15 Millionen Menschen betroffen seien: \u00bbWir brauchen Geldspenden und wir brauchen Sachspenden.\u00ab<\/p>\n<h3>Deutsche Retter: \u00bbWir hoffen nat\u00fcrlich immer auf Wunder\u00ab<\/h3>\n<p><strong>09.15 Uhr: <\/strong>Die eisigen Temperaturen im Erdbebengebiet an der syrisch-t\u00fcrkischen Grenze lassen die Hoffnung auf \u00dcberlebende sinken. \u00bbWir haben einen schwierigen Faktor, und zwar ist das die K\u00e4lte. Aktuell sind es da minus vier bis minus f\u00fcnf Grad\u00ab, sagt Henri Paletta, Vizepr\u00e4sident des Bundesverbands Rettungshunde der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n<p>Zu den \u00dcberlebenschancen generell erkl\u00e4rt Paletta: \u00bbMan sagt, dass nur wenige Tage eigentlich bleiben.\u00ab So lange k\u00f6nne man die Hoffnung haben, Menschen lebend zu finden. Allerdings seien in der Vergangenheit auch Menschen nach vier oder f\u00fcnf Tagen gerettet worden: \u00bbWir hoffen nat\u00fcrlich immer auf Wunder.\u00ab<\/p>\n<h3>Pr\u00e4sident Erdo\u011fan reist ins Erdbebengebiet<\/h3>\n<p><strong>08.42 Uhr: <\/strong>Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdo\u011fan reist in die Erdbebengebiete im S\u00fcdosten des Landes. Er werde sich am Mittwoch in den Provinzen Hatay und Kahramanmaras ein Bild der Lage machen, teilt das Pr\u00e4sidialamt mit. Beide Gebiete sind stark von den Beben getroffen und haben Tausende Tote zu verzeichnen. Vielerorts klagen Betroffene \u00fcber keine oder nur schleppende Hilfe bei der Bergung Versch\u00fctteter.<\/p>\n<h3>Zahl der Todesopfer in T\u00fcrkei steigt auf 6234<\/h3>\n<p><strong>08.40 Uhr: <\/strong>Die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Erdbeben im syrisch-t\u00fcrkischen Grenzgebiet ist in der T\u00fcrkei auf mindestens 6234 gestiegen. Das teilt die Katastrophenschutzbeh\u00f6rde Afad nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mit. Mehr als 37.000 Menschen seien verletzt worden.<\/p>\n<p>Insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer in der T\u00fcrkei und in Syrien damit auf mindestens 8504. Mehr als 40.000 Menschen wurden verletzt.<\/p>\n<h3>Stra\u00dfen besch\u00e4digt: Hilfen aus T\u00fcrkei nach Syrien erschwert<\/h3>\n<p><strong>08.20 Uhr: <\/strong>Die dringend ben\u00f6tigte Hilfe f\u00fcr Erdbebenopfer in Nordsyrien aus der T\u00fcrkei wird durch besch\u00e4digte Stra\u00dfen erschwert. Die Lage an den Wegen zum einzigen offenen Grenz\u00fcbergang Bab al-Hawa verz\u00f6gere die Lieferung humanit\u00e4rer Hilfe, sagten Uno-Quellen der Deutschen Presse-Agentur. Aus der Gegend des Grenz\u00fcbergangs hei\u00dft es, einige Hauptstra\u00dfen auf dem Weg zur Grenze h\u00e4tten durch die Beben Risse oder andere Sch\u00e4den erlitten.<\/p>\n<p>Bab al-Hawa ist der letzte von einst vier Grenz\u00fcberg\u00e4ngen, \u00fcber den Hilfen auch in die Teile Syriens gelangen k\u00f6nnen, die nicht von der Regierung kontrolliert werden. Hilfsg\u00fcter, die \u00fcber die Hauptstadt Damaskus ins Land kommen, werden von der Regierung von Pr\u00e4sident Baschar al-Assad verteilt. Es gab mehrfach Berichte dar\u00fcber, dass die Regierung sich daran selbst bereichert, etwa durch den Verkauf ans eigene Volk. Oder dass bei der Verteilung Gebiete \u00fcbergangen werden, die die Regierung als verfeindet betrachtet. Der Grenz\u00fcbergang gilt deshalb als Lebensader f\u00fcr die Menschen im Nordwesten.<\/p>\n<h3>Oppositionsf\u00fchrer wirft Erdo\u011fan Versagen vor<\/h3>\n<p><strong>08.15 Uhr: <\/strong>Der t\u00fcrkische Oppositionsf\u00fchrer hat Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdo\u011fan nach dem schweren Erdbeben Versagen vorgeworfen. \u00bbWenn jemand hauptverantwortlich f\u00fcr diesen Verlauf ist, dann ist es Erdo\u011fan\u00ab, sagte Kemal K\u0131l\u0131\u00e7daro\u011flu, Chef der gr\u00f6\u00dften Oppositionspartei CHP, in einem Video, das er auf Twitter teilte. Erdo\u011fan habe es vers\u00e4umt, das Land in seiner 20-j\u00e4hrigen Regierungszeit auf solch ein Beben vorzubereiten, kritisierte K\u0131l\u0131\u00e7daro\u011flu. Er warf Erdo\u011fan zudem vor, die Erdbebensteuer, die f\u00fcr die Vorsorge gedacht ist, verschwendet zu haben.<\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei befindet sich aktuell im Wahlkampf. Die Parlaments- und Pr\u00e4sidentschaftswahlen w\u00fcrden regul\u00e4r im Juni stattfinden. Erdo\u011fan hatte aber angek\u00fcndigt, die Wahlen auf den 14. Mai vorzuziehen. Welche Auswirkungen das Beben auf die Wahlperiode hat, ist noch nicht abzusehen.<\/p>\n<h3>Foto aus t\u00fcrkischem Erdbebengebiet: Er l\u00e4sst nicht los<\/h3>\n<p><strong>08.07 Uhr: <\/strong>Mesut Hancer sitzt in den \u00dcberresten seines Hauses, er h\u00e4lt die Hand seiner toten Tochter fest \u2013 die bei dem verheerenden Erdbeben in der T\u00fcrkei unter Tr\u00fcmmern begraben wurde. Das Bild geht um die Welt.<\/p>\n<h3>Zehntausende Rettungsspezialisten und Helfer im Einsatz<\/h3>\n<p><strong>7.26 Uhr: <\/strong>Die internationale Hilfsaktion f\u00fcr die Erdbebenopfer nimmt zunehmend an Fahrt auf. Aus Deutschland brach am fr\u00fchen Mittwochmorgen vom Flughafen K\u00f6ln\/Bonn ein 50-k\u00f6pfiges Team des Technischen Hilfswerks (THW) ins Katastrophengebiet auf. Weitere deutsche Rettungsteams sind bereits vor Ort oder unterwegs (lesen Sie hier ein Interview  zu den Schwierigkeiten des Einsatzes).<\/p>\n<p>Nach t\u00fcrkischen Angaben sind in dem Land rund 16.150 Rettungs- und Suchteams in allen betroffenen Provinzen und Bezirke des Landes im Einsatz. Insgesamt seien rund 60.000 Helfer vor Ort. Internationale und lokale Teams werden nach Angaben eines Regierungssprechers vor allem in die Provinzen Adiyaman, Hatay und Kahramanmaras gebracht, teils auf dem Luftweg. Die Wetterbedingungen lie\u00dfen solche Fl\u00fcge zu, was die Arbeit erleichtere. Teils waren durch das Beben auch Flugh\u00e4fen schwer besch\u00e4digt worden.<\/p>\n<h3>Zahl der Toten in der T\u00fcrkei und Syrien steigt auf \u00fcber 8300<\/h3>\n<p><strong>7.14 Uhr: <\/strong>Nach dem verheerenden Erdbeben im t\u00fcrkisch-syrischen Grenzgebiet ist die Zahl der Todesopfer in beiden L\u00e4ndern am Mittwoch j\u00fcngsten Angaben zufolge auf mehr als 8300 gestiegen. Die jeweiligen Beh\u00f6rden z\u00e4hlten zuletzt 5894 Tote in der T\u00fcrkei und 2470 in Syrien, insgesamt sind demnach 8364 Menschen gestorben.<\/p>\n<p>Es wird damit gerechnet, dass in den kommenden Stunden und Tagen noch viele weitere Todesopfer gefunden werden \u2013 etliche Menschen sind bei eisigen Temperaturen noch versch\u00fcttet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) k\u00f6nnten bis zu 23 Millionen Menschen in der T\u00fcrkei und Syrien von den Folgen des Bebens betroffen sein.<\/p>\n<h3>Helfer retten Frau nach mehr als zwei Tagen unter Tr\u00fcmmern<\/h3>\n<p><strong>7.03 Uhr: <\/strong>Rettungskr\u00e4fte haben in der S\u00fcdostt\u00fcrkei eine Frau 52 Stunden nach dem schweren Erdbeben lebend geborgen. Bilder des Senders NTV zeigten am Mittwoch, wie die Einsatzkr\u00e4fte in der Provinz Kahramanmaras die Frau auf einer Trage zum Krankenwagen trugen. Sie ist demnach 58 Jahre alt und wurde in einem eingest\u00fcrzten Hotel versch\u00fcttet. Die Provinz Kahramanmaras wurde schwer vom Beben getroffen, dort lag eines der Epizentren.<\/p>\n<p>Die Suche nach weiteren Vermissten dauert indes an. Verletzte werden teilweise zur Behandlung in die Millionenmetropole Istanbul gebracht, wie der Sender weiter berichtete. Dazu werde der f\u00fcr den zivilen Luftverkehr stillgelegte Atat\u00fcrk-Flughafen genutzt.<\/p>\n<p>Mit einer Magnitude von 7,7 bis 7,8 hatte das Beben am fr\u00fchen Montagmorgen das Gebiet an der Grenze zwischen der T\u00fcrkei und Syrien ersch\u00fcttert. Am Montagmittag folgte dann ein weiteres Beben der St\u00e4rke 7,5 in derselben Region.<\/p>\n<h3>Neues Erdbeben im Westjordanland<\/h3>\n<p><strong>5.47 Uhr: <\/strong>Nach den verheerenden Erdbeben mit Tausenden Todesopfern in der t\u00fcrkisch-syrischen Grenzregion hat die Erde auch im Westjordanland und Israel gewackelt. Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) meldete am sp\u00e4ten Dienstagabend leichte Erdst\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Region. Das Epizentrum habe in der N\u00e4he der Stadt Nablus im Westjordanland gelegen. Das Beben hatte demnach eine Magnitude von 4,4. Das Erdbebenzentrum der Al-Nadschah-Universit\u00e4t in Nablus meldete eine Magnitude von 3,7.<\/p>\n<p>Israelische Medien berichteten, das Beben sei in mehreren Orten in Israel zu sp\u00fcren gewesen. Berichte \u00fcber Sch\u00e4den gab es zun\u00e4chst nicht. Die Erdst\u00f6\u00dfe h\u00e4tten keinerlei Gefahr f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung bedeutet, meldeten Medien unter Berufung auf Israels Armee. Auch Israel und das Westjordanland sind traditionelle Erdbebengebiete. Hier treffen die arabische sowie die afrikanische Kontinentalplatte aufeinander.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Erdo\u011fan ist in der Region Kahramanmara\u015f angekommen, wo Tausende bei der Katastrophe starben. Er gesteht Probleme bei der Rettungsaktion ein. Und: Deutsche Retter hoffen auf \u00bbWunder\u00ab. 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