{"id":18067,"date":"2023-02-05T12:56:03","date_gmt":"2023-02-05T09:56:03","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-ballonabschuss-china-wirft-washington-uberreaktion-vor\/"},"modified":"2023-02-05T12:56:03","modified_gmt":"2023-02-05T09:56:03","slug":"usa-ballonabschuss-china-wirft-washington-uberreaktion-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-ballonabschuss-china-wirft-washington-uberreaktion-vor\/","title":{"rendered":"USA: Ballonabschuss \u2013 China wirft Washington \u00bb\u00dcberreaktion\u00ab vor"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Tagelang flog ein mutma\u00dflicher Spionageballon Chinas \u00fcber US-Territorium, am Samstag schossen ihn US-Kampfjets \u00fcber dem Atlantik ab. Die Regierung in Peking ist ver\u00e4rgert \u2013 und will sich \u00bbnotwendige Reaktionen\u00ab vorbehalten.  <\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r hat nach tagelanger Beobachtung einen mutma\u00dflichen chinesischen Spionageballon abgeschossen. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin best\u00e4tigte am Samstag (Ortszeit), US-Kampfjets h\u00e4tten auf Anweisung von US-Pr\u00e4sident Joe Biden \u00bbden von der Volksrepublik China gestarteten und ihr geh\u00f6renden \u00dcberwachungsballon\u00ab vor der Atlantikk\u00fcste von South Carolina zum Absturz gebracht. Die USA bezichtigten China der Spionage mit dem Ballon. Peking protestierte am Sonntag gegen die \u00bboffensichtliche \u00dcberreaktion\u00ab und wies die Vorw\u00fcrfe erneut zur\u00fcck. Kolumbien informierte unterdessen \u00fcber das Eindringen eines Objekts mit \u00bb\u00e4hnlichen Eigenschaften wie ein Ballon\u00ab in seinem Luftraum.<\/p>\n<p>Biden erkl\u00e4rte am Samstag vor Reportern, er habe den Befehl zum Abschuss des Ballons \u00fcber den USA schon vor mehreren Tagen erteilt. Er habe bereits am Mittwoch, als er \u00fcber den Ballon informiert worden sei, angeordnet, das Flugobjekt \u00bbso schnell wie m\u00f6glich\u00ab abzuschie\u00dfen. Ein Risiko f\u00fcr die Menschen am Boden sollte ausgeschlossen werden. Daher sei entschieden worden, das Flugobjekt erst \u00fcber dem Meer aber innerhalb des US-Hoheitsgebiets abzuschie\u00dfen.<\/p>\n<p>Der Abschuss des Ballons \u00fcber Land w\u00e4re aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe und H\u00f6he des Ballons und seiner Last zu gef\u00e4hrlich gewesen, teilte Verteidigungsminister Austin mit. China habe mit dem Ballon versucht, strategische Standorte auf dem US-Festland zu \u00fcberwachen, betonte er. Er sprach von einer \u00bbinakzeptablen Verletzung\u00ab der Souver\u00e4nit\u00e4t der USA. Mehrere Republikaner, darunter der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident Donald Trump, hatten gefordert, den Ballon abzuschie\u00dfen.<\/p>\n<h3>China wirft den USA eine \u00bbernste Verletzung\u00ab internationaler Praktiken vor<\/h3>\n<p>Die chinesische Regierung \u00e4u\u00dferte ihre \u00bbstarke Unzufriedenheit\u00ab \u00fcber den Einsatz von Gewalt durch die USA gegen ein \u00bbziviles, unbemanntes Luftschiff\u00ab. Es sei eine \u00bbernste Verletzung\u00ab internationaler Praktiken. China behalte sich das Recht auf \u00bbnotwendige Reaktionen\u00ab vor, sagte ein Au\u00dfenamtssprecher in Peking. China habe die USA wiederholt informiert, dass der Ballon zivilen Zwecken diene und \u00bbdurch h\u00f6here Gewalt\u00ab \u00fcber die USA geflogen sei, \u00bbwas v\u00f6llig zuf\u00e4llig war\u00ab. Das Pentagon habe selbst gesagt, der Ballon stelle keine Gefahr f\u00fcr das Milit\u00e4r und Menschen am Boden dar.<\/p>\n<p>Nach dem Abschuss sagte ein hoher Vertreter des Pentagons, dass die Bergung des Ballons nun in vollem Gange sei. \u00bbWie lange es dauern wird, steht noch nicht fest\u00ab, sagte er. Die Tr\u00fcmmer bef\u00e4nden sich in relativ flachem Wasser, was die Bergung \u00bbziemlich einfach\u00ab machen w\u00fcrde. Der Ballon sei schon seit einiger Zeit beobachtet und verfolgt worden. Er sei bereits am 28. Januar \u00fcber Alaska aufgetaucht, am 30. Januar \u00fcber Kanada und am 31. Januar \u00fcber dem US-Bundesstaat Idaho.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seines \u00dcberflugs h\u00e4tten die USA unmittelbar Schritte unternommen, um die Sammlung sensibler Informationen durch den Ballon zu verhindern und dessen nachrichtendienstlichen Wert f\u00fcr China zu verringern, hie\u00df es weiter. Der Ballon habe zu keiner Zeit eine Gefahr f\u00fcr die zivile Luftfahrt in den USA dargestellt. Von der Bergung der Ger\u00e4te an Bord erhoffen sich die USA n\u00e4here Informationen \u00fcber die Mission. Den nachrichtendienstlichen Schaden sch\u00e4tze man als eher gering ein, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Das Pentagon hatte bereits am Donnerstagabend die Sichtung des Ballons publik gemacht. Unter anderem war dieser im US-Bundesstaat Montana nahe einer US-Luftwaffenbasis gesichtet worden, wo mit Atomsprengk\u00f6pfen best\u00fcckte Interkontinentalraketen lagern. Am Samstag berichteten Augenzeugen, sie h\u00e4tten den Ballon im \u00f6stlichen US-Bundesstaat North Carolina gesichtet. Auf TV-Bildern und in Videos von Augenzeugen war zu sehen, wie der wei\u00dfe Ballon am Samstagnachmittag in der Luft getroffen wurde und abst\u00fcrzte.<\/p>\n<h3>Peking macht vorerst keine Angaben zu dem zweiten Ballon<\/h3>\n<p>US-Au\u00dfenminister Blinken hatte als Reaktion auf den Vorfall seinen eigentlich f\u00fcr Sonntag erwarteten Besuch in Peking abgesagt. Er hatte das Eindringen des Ballons in den US-Luftraum am Freitag als \u00bbinakzeptabel\u00ab und \u00bbunverantwortlich\u00ab bezeichnet. China sprach dagegen von einem Forschungsballon, der durch \u00bbh\u00f6here Gewalt\u00ab vom Kurs abgekommen sei. Nachdem der Vorfall zun\u00e4chst in ungewohnt defensiver Weise \u00bbbedauert\u00ab worden war, ging ein chinesischer Au\u00dfenamtssprecher in die Offensive: \u00bbEinige Politiker und Medien in den USA haben die Situation ausgenutzt, um China anzugreifen und in Verruf zu bringen.\u00ab<\/p>\n<p>Es w\u00e4re der erste Besuch eines US-Au\u00dfenministers in China seit 2018 gewesen. Nach Medienberichten h\u00e4tte Blinken auch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping empfangen werden sollen. Zwar waren die Erwartungen an den Besuch nicht gro\u00df, doch gab es Hoffnungen, dass er zu einer Beruhigung in den turbulenten und schwierigen Beziehungen f\u00fchrt. Blinken unterstrich am Freitag, dass die USA die Kommunikationskan\u00e4le zu Peking offenhalten wollten und der Besuch bald nachgeholt werden solle, \u00bbwenn die Bedingungen es erlauben\u00ab.<\/p>\n<p>Unterdessen informierte nun auch Kolumbien \u00fcber ein unbekanntes Objekt, das in seinen Luftraum eingedrungen sei und \u00bb\u00e4hnliche Eigenschaften wie ein Ballon\u00ab aufgewiesen habe. Am Morgen des 3. Februar habe das nationale Luftverteidigungssystem in rund 17.000 Metern H\u00f6he ein Objekt \u00fcber dem n\u00f6rdlichen Sektor des Landes entdeckt, teilte die kolumbianische Luftwaffe am Samstag (Ortszeit) mit. Es habe \u00bbkeine Gefahr f\u00fcr die nationale Sicherheit\u00ab dargestellt. Die Luftwaffe arbeite nun mit anderen L\u00e4ndern zusammen, um die Herkunft des Objekts festzustellen. Pentagonsprecher Pat Ryder hatte am Freitag in Washington gesagt, dass ein weiterer m\u00f6glicher Spionageballon \u00fcber Lateinamerika schwebte. Aus Peking gab es zun\u00e4chst keine Angaben zu dem zweiten Ballon.<\/p>\n<p>Ballons gelten als wichtige Beobachtungsplattformen. Ihr Einsatz ist nicht un\u00fcblich. Anders als Satelliten k\u00f6nnen sie an einer Stelle bleiben, m\u00fcssen nicht eine neue Runde um die Erde drehen, um weitere Bilder zu machen, wie Experten schilderten. Sie k\u00f6nnten aus gr\u00f6\u00dferer N\u00e4he beobachten, seien f\u00fcr Radar schwer zu entdecken. Auch k\u00f6nnten sie Kommunikation abfangen. Die Navigationsm\u00f6glichkeiten seien heute deutlich verbessert, so dass sie nicht mehr allein vom Wind abhingen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tagelang flog ein mutma\u00dflicher Spionageballon Chinas \u00fcber US-Territorium, am Samstag schossen ihn US-Kampfjets \u00fcber dem Atlantik ab. 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