{"id":17915,"date":"2023-01-29T21:06:07","date_gmt":"2023-01-29T18:06:07","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/iran-steckt-israel-hinter-den-explosionen-in-der-nahe-von-isfahan\/"},"modified":"2023-01-29T21:06:07","modified_gmt":"2023-01-29T18:06:07","slug":"iran-steckt-israel-hinter-den-explosionen-in-der-nahe-von-isfahan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/iran-steckt-israel-hinter-den-explosionen-in-der-nahe-von-isfahan\/","title":{"rendered":"Iran: Steckt Israel hinter den Explosionen in der N\u00e4he von Isfahan?"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Iran hat nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf eine Milit\u00e4ranlage abgewehrt. US-Medien und die \u00bbJerusalem Post\u00ab sprechen dagegen von einem israelischen Erfolg. Auch Kiew \u00e4u\u00dfert sich \u2013 mit Schadenfreude.  <\/p>\n<p>Eine Milit\u00e4ranlage in der N\u00e4he der iranischen Stadt Isfahan ist in der Nacht von Drohnen angegriffen worden. In den sozialen Medien kursieren Bilder einer gewaltigen Explosion. Irans Verteidigungsministerium spielt den Vorfall klein: Den in dem Komplex stationierten Sicherheitskr\u00e4ften sei es gelungen, den Angriff abzuwehren, lediglich am Dach des Geb\u00e4udes habe es \u00bbleichte Sch\u00e4den\u00ab gegeben. Westliche Geheimdienste feierten den Angriff als \u00bbph\u00e4nomenalen Erfolg\u00ab, schreibt dagegen die \u00bbJerusalem Post\u00ab            . Es habe vier Explosionen gegeben und der Schaden sei weitaus schlimmer, als die Islamische Republik behaupte. Auch das \u00bbWall Street Journal\u00ab  will von \u00bbmit der Operation vertrauten Personen\u00ab erfahren haben, dass Israel hinter den Attacken steckt.<\/p>\n<p>Irans Au\u00dfenminister best\u00e4tigte indirekt, dass der Angriff dem umstrittenen Nuklearprogramm des Landes galt: \u00bbSolche Aktionen werden die Entschlossenheit unserer Experten nicht beeintr\u00e4chtigen, in unserer friedlichen Nukleararbeit voranzukommen\u00ab, sagte Hossein Amirabdollahian vor Reportern in einer im Fernsehen \u00fcbertragenen Stellungnahme. Er sprach von einem \u00bbfeigen Akt\u00ab, der das Ziel habe, \u00bbIran unsicherer zu machen\u00ab.<\/p>\n<p>In einer Pressemitteilung von Irans Staatsagentur Irna hei\u00dft es, das Geb\u00e4ude sei schon zuvor auf \u00e4hnliche Weise angegriffen worden. Die vor Ort stationierten Sicherheitskr\u00e4fte h\u00e4tten die nahenden Drohnen am Ger\u00e4usch erkannt. Zwei der Drohnen seien noch in der Luft zerst\u00f6rt worden, eine sei abgeschossen worden und die \u00dcberreste bef\u00e4nden sich nun in den H\u00e4nden der iranischen Sicherheitskr\u00e4fte. Es handele sich um \u00bbdrei fortschrittliche, mit Bomben best\u00fcckte Quadrokopter\u00ab, also mit vier Rotoren ausgestattete Drohnen.<\/p>\n<p>Israel best\u00e4tigt nur selten Operationen, die von den geheimen Milit\u00e4reinheiten des Landes oder dem Geheimdienst Mossad durchgef\u00fchrt werden und lehnte auch am Sonntag eine Stellungnahme ab. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu, der vor Kurzem wieder in das Amt des Ministerpr\u00e4sidenten eingef\u00fchrt wurde, betrachtet Iran seit Langem als gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr sein Land. Wachsende Spannungen mit Iran sollen auch der Hintergrund der gro\u00dfen Milit\u00e4r\u00fcbung gewesen sein, die Israel zusammen mit den USA vor wenigen Tagen startete.<\/p>\n<p>Die Regierung der Ukraine stellte unterdessen eine Verbindung zu den K\u00e4mpfen in ihrem Land her. \u00bbKriegslogik ist erbarmungslos &amp; m\u00f6rderisch. Sie zieht die Urheber &amp; Komplizen konsequent zur Rechenschaft\u00ab, twitterte der ukrainische Pr\u00e4sidentenberater Mychajlo Podoljak. \u00bbExplosive Nacht in Iran \u2013 Drohnen- und Raketenproduktion, \u00d6lraffinerien. Haben euch gewarnt.\u00ab Die Ukraine beschuldigt Iran, Drohnen an Russland zu liefern, um zivile Ziele in weit von der Front entfernten ukrainischen St\u00e4dten anzugreifen.<\/p>\n<h3>Gab es noch weitere Angriffe?<\/h3>\n<p>Es soll noch weitere Explosionen in anderen Teilen des Landes gegeben haben, dies wurde bislang aber nicht offiziell best\u00e4tigt. Das iranische Staatsfernsehen berichtete von einem Feuer in einer \u00d6lraffinerie in einem Industriegebiet in der N\u00e4he der nordwestlichen Stadt T\u00e4bris. Die Ursache sei noch nicht bekannt.<\/p>\n<p>In der Region Isfahan verf\u00fcgt Iran \u00fcber mehrere Atomforschungsanlagen. Im April 2021 hatte Teheran angek\u00fcndigt, dass am Standort Natans in der Provinz Isfahan die Produktion von auf 60 Prozent angereichertem Uran begonnen habe. F\u00fcr die Herstellung einer Atombombe ist auf 90 Prozent angereichertes Uran erforderlich. Experten zufolge k\u00f6nnte Iran den spaltbaren Reinheitsgrad seines Urans in kurzer Zeit auf diese Qualit\u00e4t erh\u00f6hen. F\u00fcr den Bau eines tauglichen Sprengkopfes br\u00e4uchte das Land vermutlich jedoch Jahre.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren hatte Teheran Israel mehrere verdeckte Aktionen auf iranischem Boden vorgeworfen, darunter die T\u00f6tung des Wissenschaftlers Mohsen Fachrisadeh. Der Kernphysiker war im November 2020 bei einem Attentat auf sein Auto nahe Teheran get\u00f6tet worden. Israel hat sich nie zu der T\u00f6tung ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Die Verhandlungen \u00fcber das internationale Atomabkommen mit Iran stecken seit Monaten fest. Die 2015 beschlossene Vereinbarung sollte das iranische Nuklearprogramm begrenzen und sicherstellen, dass das Land keine Atomwaffen baut. Ausgehandelt hatten es die USA, China, Russland, Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Iran.<\/p>\n<p>Unter dem damaligen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump stiegen die USA aber 2018 einseitig aus dem Abkommen aus und verh\u00e4ngten neue Sanktionen gegen Teheran. Daraufhin zog sich auch Iran schrittweise aus seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen zur\u00fcck und schr\u00e4nkte die Inspektionen seiner Anlagen durch die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Iran hat nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf eine Milit\u00e4ranlage abgewehrt. US-Medien und die \u00bbJerusalem Post\u00ab sprechen dagegen von einem israelischen Erfolg. Auch Kiew \u00e4u\u00dfert sich \u2013 mit Schadenfreude. 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