{"id":17881,"date":"2023-01-28T09:38:58","date_gmt":"2023-01-28T06:38:58","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-ukraine-krieg-leopard-panzer-israel-brasilien-olaf-scholz-bundeswehr-tschechien\/"},"modified":"2023-01-28T09:38:58","modified_gmt":"2023-01-28T06:38:58","slug":"news-ukraine-krieg-leopard-panzer-israel-brasilien-olaf-scholz-bundeswehr-tschechien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-ukraine-krieg-leopard-panzer-israel-brasilien-olaf-scholz-bundeswehr-tschechien\/","title":{"rendered":"News: Ukraine-Krieg, Leopard-Panzer, Israel, Brasilien, Olaf Scholz, Bundeswehr, Tschechien"},"content":{"rendered":"<h3>Moderne Waffen statt historischem Kriegsger\u00e4t<\/h3>\n<p class=\"caps\">Es war eine Woche, die ganz im Zeichen des Leopard-Beschlusses stand. Was die Lieferung von Kampfpanzern f\u00fcr die Ukraine und f\u00fcr die Kanzlerschaft von Olaf Scholz bedeutet, ist das Titelthema im neuen SPIEGEL.<\/p>\n<p>Mein Kollege Christoph Reuter war in den vergangenen Tagen unterwegs an der umk\u00e4mpften Front in Bachmut, im Osten der Ukraine. Dort sah er kaum irgendwo die modernen westlichen Waffen, von denen die Ukraine schon einige bekommen hat. Sondern er erlebte die Realit\u00e4t einer Schlacht, die in ihrer Unerbittlichkeit und ihrem enormen Verlust an Menschenleben und Kriegsmaterial <strong>eher an den Ersten Weltkrieg erinnert als an das 21. Jahrhundert<\/strong>.<\/p>\n<p>Teilweise wird sie auch mit Waffen geschlagen, die aus ganz anderen Zeiten stammen. So sah Reuter eine Kanone mit einem Kaliber von 57-Millimetern aus der Endzeit des Zweiten Weltkriegs, montiert auf einem Lastwagen aus den Sechzigerjahren.<\/p>\n<p>An der Front rund um Bachmut zeigt sich, <strong>wie sehr die Ukraine auf Milit\u00e4rhilfe aus dem Westen angewiesen ist<\/strong>. Zwar hat das ukrainische Milit\u00e4r sein Arsenal modernisiert. Doch der Verschlei\u00df in dem Krieg ist so gro\u00df, dass die Ukrainer gezwungen sind, sich zum Teil mit uraltem Ger\u00e4t gegen die russischen Angreifer zu wehren.<\/p>\n<p>In diesem Text aus dem aktuellen SPIEGEL-Titel analysieren mehrere meiner Kolleginnen und Kollegen, was die Leoparden der Ukraine konkret bringen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Moderne Waffensysteme statt historischem Kriegsger\u00e4t: Hoffnung aus Stahl                                       <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehr Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Der wachsende Friedhof der Wagner-S\u00f6ldner: <\/strong>Russlands ber\u00fcchtigte Wagner-Gruppe verzeichnet offenbar hohe Verluste: Satellitenbilder zeigen die rapide Vergr\u00f6\u00dferung eines Friedhofs. Von den Rekruten aus Gef\u00e4ngnissen soll nur noch ein F\u00fcnftel im Einsatz sein.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Ukraine bestellt ungarischen Botschafter ein: <\/strong>Die Beziehung zwischen den Nachbarl\u00e4ndern ist angespannt \u2013 Nun muss sich der ungarische Botschafter in der Ukraine f\u00fcr \u00c4u\u00dferungen von Ministerpr\u00e4sident Viktor Orb\u00e1n verantworten. Weitere Ma\u00dfnahmen schlie\u00dft Kiew nicht aus.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbPutin ist absolut f\u00e4hig, Atomwaffen zu gebrauchen. Die Frage ist, was er davon hat\u00ab: <\/strong>Wie gro\u00df ist nach dem Panzer-Beschluss das Risiko f\u00fcr den Westen? Die Russlandexpertin und ehemalige US-Regierungsberaterin Angela Stent \u00fcber die deutschen Lieferungen an Kiew und die Fehler im Umgang mit Moskau. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Olaf Scholz in Lateinamerika<\/h3>\n<p>Am Montag trifft der Bundeskanzler in Bras\u00edlia einen R\u00fcckkehrer in die Weltpolitik: den brasilianischen Pr\u00e4sidenten <strong>Luiz In\u00e1cio Lula da Silva<\/strong>, besser bekannt als Lula. Nach dem Sieg \u00fcber Jair Bolsonaro und dem Putschversuch von dessen Anh\u00e4ngern ist Lula zwar erst einmal vor allem mit der Innenpolitik besch\u00e4ftigt. Aber als Altstar der internationalen Politik <strong>ist mit ihm in Zukunft auch dar\u00fcber hinaus wieder zu rechnen<\/strong>.<\/p>\n<p>Vor allem in Lateinamerika, wo die Linke vielerorts an die Macht zur\u00fcckgekehrt ist, wird von ihm viel erwartet. W\u00e4hrend seiner ersten beiden Amtszeiten bet\u00e4tigte er sich in vielen internationalen Konflikten als Vermittler.<\/p>\n<p>Was den Ukrainekrieg angeht, <strong>kann Scholz von Lula allerdings kaum Unterst\u00fctzung erwarten<\/strong>. Zwar ist er bereits als Vermittler ins Spiel gebracht worden. Aber nachdem Lula im vergangenen Jahr die russische Invasion verurteilte, dem Westen aber eine Mitschuld zuschob, hat er sich f\u00fcr eine solche Rolle wohl zu deutlich positioniert.<\/p>\n<p>Scholz beginnt am Wochenende eine Lateinamerika-Tour, die ihn zun\u00e4chst nach Argentinien und danach nach Chile und schlie\u00dflich Brasilien f\u00fchrt. Es soll dabei auch um ein <strong>Freihandelsabkommen der EU mit den s\u00fcdamerikanischen Mercosur-Staaten<\/strong> gehen, das nach 20-j\u00e4hrigen Verhandlungen zwar steht, aber aus Sorge f\u00fcr die Folgen f\u00fcr Umwelt und Klima nun schon seit Jahren auf Eis liegt.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lulas Amtsantritt in Brasilien: Die R\u00fcckkehr des Vers\u00f6hners <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Angst um Israels demokratischen Rechtsstaat<\/h3>\n<p>Die einzige Demokratie im Nahen Osten, Israel, steht vor entscheidenden Wochen \u2013 und es besteht durchaus eine Gefahr, dass das Land bald keine Demokratie mehr ist.<\/p>\n<p>Rund Hunderttausend Menschen gingen in Tel Aviv diese Woche auf die Stra\u00dfe, gegen die rechtsautorit\u00e4re Regierung von Benjamin Netanyahu und seine extremistischen Koalitionspartner. Viele von ihnen stammen aus dem rechtsradikalen Spektrum, und sie wollen den Staat nach ihren Vorstellungen umbauen.<\/p>\n<p>\u00bbZum vorerst eindr\u00fccklichsten Opfer ihres Vorhabens k\u00f6nnte die unabh\u00e4ngige Gerichtsbarkeit werden, ein zentrales Merkmal jeder Demokratie\u00ab, so schreiben es Julia Amalia Heyer und Felix Rettberg in ihrem Report. Das Oberste Gericht soll geschw\u00e4cht, die Gewaltenteilung ausgehebelt werden und das Parlament k\u00fcnftig jedes Urteil mit einfacher Mehrheit \u00fcberstimmen k\u00f6nnen. Landesweite Demonstrationen werden auch am Samstag wieder erwartet.<\/p>\n<p>Die Hintergr\u00fcnde lesen Sie hier:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Staatskrise in Israel: \u00bbVorw\u00e4rts ins Mittelalter\u00ab <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am Freitagabend erlebte das Land den schwersten Terrorangriff seit Langem: Bei einem Anschlag in der israelischen Siedlung Neve Yaakov in Ost-Jerusalem gab es mindestens sieben Tote und mehrere Verletzte. Ein Angreifer hatte \u2013 ausgerechnet am Internationalen Gedenktag f\u00fcr die Opfer des Holocaust \u2013 das Feuer auf Besucher einer Synagoge er\u00f6ffnet. Er wurde schlie\u00dflich von Sicherheitskr\u00e4ften selbst get\u00f6tet.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Am Holocaust-Gedenktag: Angreifer t\u00f6tet sieben Menschen in Jerusalem<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Ein Nato-General oder ein Milliard\u00e4r?<\/h3>\n<p>Am Wochenende <strong>w\u00e4hlen die Tschechen ihren neuen Pr\u00e4sidenten<\/strong>. Sie haben die Wahl zwischen einem populistischen Milliard\u00e4r und einem prowestlichen Ex-General.<\/p>\n<p>Der Milliard\u00e4r <strong>Andrej Babi\u0161 <\/strong>war bis vor einem Jahr Premierminister des Landes und war stets von Skandalen umwittert. Im Wahlkampf sorgte er f\u00fcr Aufregung, weil er die Nato-Verpflichtungen des Landes infrage stellte und Polen und dem Baltikum im Fall eines russischen Angriffs nicht zur Seite stehen wollte \u2013 nach einem Aufschrei erkl\u00e4rte er, er sei missverstanden worden.<\/p>\n<p>Der fr\u00fchere Nato-General <strong>Petr Pavel <\/strong>verspricht dagegen Ordnung, Stabilit\u00e4t und Sicherheit, zudem will er das Land klar auf westlichem Kurs in der EU und der Nato halten. Laut Umfragen liegt Pavel im Rennen um die Prager Burg deutlich vor Babi\u0161. Die Wahllokale schlie\u00dfen heute um 14 Uhr.<\/p>\n<h3>Hier geht&#039;s zum aktuellen Tagesquiz<\/h3>\n<p>Die Startfrage heute: Wer geh\u00f6rte nicht zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der UdSSR?<\/p>\n<h3>Verliererin des Tages\u2026<\/h3>\n<p><strong>\u2026ist die ehemalige Verteidigungsministerin Christine Lambrecht<\/strong>. Man soll zwar nicht nachtreten, aber diese Meldung der Kollegen von der \u00bbFrankfurter Allgemeinen Zeitung\u00ab hat es in sich: Die meisten Best\u00e4nde der Bundeswehr, die an die Ukraine geliefert wurden, wurden nicht ersetzt, obwohl Geld daf\u00fcr bereitstand             \u2013 der Ersatz wurde nicht einmal beantragt.<\/p>\n<p>Mit der milit\u00e4rischen Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine wurden die wenigen funktionierenden Teile der Bundeswehr stark geschw\u00e4cht. Es wurde f\u00fcr mehr als eine Milliarde Euro geliefert, aber das Verteidigungsministerium bestellte f\u00fcr nur rund 50 Millionen Euro nach.<\/p>\n<p>Der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius hat auf jeden Fall eine gro\u00dfe Aufgabe vor sich, die marode Truppe wieder instand zu setzen. Und es ist kein Wunder und sicherlich auch die Wahrheit, wenn Pistorius sagt , <strong>dass die 100 Milliarden Euro aus dem Sonderverm\u00f6gen nicht reichen werden<\/strong>, um aus der Bundeswehr wieder eine funktionierende Armee zu machen.<\/p>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Lehrerverb\u00e4nde reagieren emp\u00f6rt auf Expertenempfehlung: <\/strong>In Deutschland fehlen Tausende Lehrkr\u00e4fte. Im Auftrag der Kultusminister hat ein Gremium Vorschl\u00e4ge ausgearbeitet, wie der Mangel zu kompensieren sei, bis hin zu \u00bbAchtsamkeitstraining\u00ab bei Belastung im Beruf. Die Reaktion: Wut.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Leipzigs Szoboszlai entscheidet Spiel gegen schwache Stuttgarter: <\/strong>Zum Auftakt der Bundesliga-R\u00fcckrunde gewinnt RB Leipzig zu Hause gegen den VfB Stuttgart 2:1. Die Schwaben machten es RB durch individuelle Fehler zu einfach und wachten erst sp\u00e4t nach einem Anschlusstreffer per Elfmeter auf.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Miley Cyrus bricht Spotify-Rekord: <\/strong>Mehr als 96 Millionen Streams in einer Woche: Die Pops\u00e4ngerin Miley Cyrus hat mit ihrem Song \u00bbFlowers\u00ab einen neuen Rekord auf der Plattform Spotify aufgestellt.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Dieser ukrainische Oberst f\u00e4ngt russische Drohnen vor Kiew ab: <\/strong>Sein Kampfname ist Skif, vor dem Fr\u00fchst\u00fcck macht er 200 Liegest\u00fctze, seine Soldaten f\u00fcrchten und lieben ihn. Wenn seine Einheit einen Angreifer durchl\u00e4sst, sind in der Hauptstadt Menschen in Lebensgefahr. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wie Tech-Riesen aus China europ\u00e4ische St\u00e4dte erobern wollen: <\/strong>Der Traum vom autonomen Fahren wird allm\u00e4hlich Realit\u00e4t in China und den USA. Volkswagen, BMW und Mercedes haben den m\u00e4chtigen Allianzen dort wenig entgegenzusetzen. Werden sie zu reinen Zulieferern degradiert? <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wie Freizeit-Ermittler Nazis stoppen: <\/strong>Eine neuartige Szene von Nazij\u00e4gern hat sich formiert. Gut getarnt verfolgen sie im Netz Rechtsextremisten und enth\u00fcllen die Identit\u00e4ten von R\u00e4delsf\u00fchrern, die der Staat oft nicht finden kann. Auf eigenes Risiko. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbMein schlimmster und h\u00e4rtester Job \u00fcberhaupt. Ich w\u00fcrde es nie wieder machen\u00ab: <\/strong>Gutes tun und damit schnell viel Geld verdienen: Fundraising-Agenturen locken mit sinnstiftenden Jobs. Doch Ehemalige berichten auch von Leistungsdruck, Hass auf der Stra\u00dfe und manipulativen Gespr\u00e4chstechniken. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen guten Start in den Tag.<\/p>\n<p><em>Ihr Mathieu von Rohr, Leiter des SPIEGEL-Auslandsressorts<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moderne Waffen statt historischem Kriegsger\u00e4t Es war eine Woche, die ganz im Zeichen des Leopard-Beschlusses stand. 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