{"id":17869,"date":"2023-01-27T21:16:01","date_gmt":"2023-01-27T18:16:01","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-kampfpanzer-lieferungen-lehrermangel-holocaust-gedenktag\/"},"modified":"2023-01-27T21:16:01","modified_gmt":"2023-01-27T18:16:01","slug":"news-des-tages-kampfpanzer-lieferungen-lehrermangel-holocaust-gedenktag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-kampfpanzer-lieferungen-lehrermangel-holocaust-gedenktag\/","title":{"rendered":"News des Tages: Kampfpanzer-Lieferungen, Lehrermangel, Holocaust-Gedenktag"},"content":{"rendered":"<h3>1. Reale Gefahr oder gef\u00e4hrliche Realit\u00e4t?<\/h3>\n<p class=\"caps\">Es ist nur eine kleine Zahl, daf\u00fcr aber eine spannende: Laut einer internen Statistik des Bundesverteidigungsministeriums haben seit Beginn des Ukra\u00adinekriegs 235 aktive Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr den Dienst an der Waffe nachtr\u00e4glich verweigert \u2013 das sind rund 30 Prozent mehr im Jahr davor. Viele der sp\u00e4ten Kriegsdienstverweigerer schrieben in den Begr\u00fcndungen f\u00fcr ihre Antr\u00e4ge, dass sie bei ihrem Eintritt in die Bundeswehr nicht mit einer realen kriegerischen Auseinandersetzung gerechnet h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Nun gibt es einen Krieg in Europa, und er geht auch Deutschland und die Bundeswehr etwas an.<\/p>\n<p>\u00bbDer Streit um die Leoparden hat vieles offengelegt\u00ab, schreibt das Autoren-Team des SPIEGEL-Hauptstadtb\u00fcros in der aktuellen Titelgeschichte                                       . \u00bbMan wei\u00df jetzt mehr \u00fcber den F\u00fchrungsstil des Kanzlers, aber auch \u00fcber die Probleme, die Risse in den Beziehungen zu Washington, im westlichen B\u00fcndnis.\u00ab<\/p>\n<p>Die insgesamt zehn SPIEGEL-Autorinnen und Autoren haben die Entscheidung des Kanzlers, Leopard 2 Panzer in die Ukraine zu liefern, rekonstruiert. Man kann die Ergebnisse ihrer Recherche als Heldengeschichte \u00fcber Olaf Scholz erz\u00e4hlen, der es mit seiner Beharrlichkeit geschafft hat, die Amerikaner mit ins Boot zu holen. Oder als die Story eines Kanzlers, der immer erst dann springt, wenn es nicht mehr anders geht.<\/p>\n<p>\u00bbEs ist richtig, dass wir uns nicht haben treiben lassen\u00ab, sagt Scholz selber. Das SPIEGEL-Titelteam findet: \u00bbScholz hat die Angelegenheit verschleppt, das ist klein. Er hat den Schutz der USA gesucht, gro\u00dfes Vertrauen in die Eigenst\u00e4ndigkeit Europas hat er offensichtlich nicht. Andererseits d\u00fcrfte auch das \u00f6ffentliche Urteil \u00fcber den Zauder-Kanzler etwas vorschnell gewesen sein, denn er hat sich gegen Biden durchgesetzt.\u00ab Die Gefahr, dass Putin den Westen spaltet, sich wegen der Leoparden nur Deutschland als Kriegsziel aussucht, sei mit der Panzer-Vereinbarung von dieser Woche geringer geworden.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die aktuelle SPIEGEL-Titelgeschichte: Olaf Scholz und das letzte Tabu <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und hier weitere Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Die neue rote Linie: <\/strong>Erst Panzer \u2013 dann Kampfjets? Die Ukraine fordert genau das, manche Staaten zeigen sich aufgeschlossen. Was w\u00fcrden Milit\u00e4rflugzeuge bei der Verteidigung gegen den russischen Angriff bringen? <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbDeutschland ist keine Kriegspartei und wird es nicht werden\u00ab: <\/strong>Nach einer umstrittenen Aussage von Au\u00dfenministerin Baerbock schaltet sich ihr Parteikollege in die Debatte ein: Deutschland sei im Ukrainekrieg keine Kriegspartei, sagt Wirtschaftsminister Habeck. Nicht als Einziger.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbSollen sie doch Panzer schicken. Russland kann das Altmetall brauchen\u00ab: <\/strong>In der Ukraine werden bald gro\u00dfe Offensiven beider Kriegsparteien erwartet. Kiew dr\u00e4ngt bei den angek\u00fcndigten Panzern auf schnelle Lieferung, bittet um weitere Waffensysteme. Und was sagen die Menschen in Moskau?<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Die zerstrittenen Profiteure des Panzerbooms: <\/strong>Deutsche R\u00fcstungshersteller stehen vor einem Milliardengesch\u00e4ft. Sie sollen alte Leoparden instand setzen, Massen von Munition produzieren und neue Waffen entwickeln. Aber was k\u00f6nnen sie \u00fcberhaupt liefern? Und wann? <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Hier finden Sie alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine: Das News-Update<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>2. Gegen die Wand<\/h3>\n<p>Biologie, Sport, Franz\u00f6sisch, Mathe, Deutsch, Physik, Musik \u2013 es gibt fast kein Schulfach, das nicht irgendjemand aus meiner Familie schon mal unterrichtet h\u00e4tte. Ich komme aus einem Lehrerhaushalt. Und ahne daher, was folgende \u00dcberschrift bei vielen Lehrern ausl\u00f6sen wird: \u00bbExpertengruppe verlangt von Lehrern mehr Einsatz\u00ab . Emp\u00f6rung!<\/p>\n<p>Wie meine Kollegin Swantje Unterberg aus dem SPIEGEL-Deutschland-Ressort heute berichtet, haben Wissenschaftler einen Plan gegen den Lehrkr\u00e4ftemangel vorgelegt \u2013 fast ohne Tabus.<\/p>\n<p>Die St\u00e4ndige Wissenschaftliche Kommission (SWK) empfiehlt unter anderem, dass P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen k\u00fcnftig mehr arbeiten sollten als bisher. \u00bbDie Teilzeitquote im Lehramt ist mit rund 47 Prozent im Verh\u00e4ltnis zu jener bei Erwerbst\u00e4tigen insgesamt (29 Prozent) deutlich h\u00f6her\u00ab, hei\u00dft es im 40-seitigen Papier der SWK. W\u00fcrden alle der rund 447.000 Lehrkr\u00e4fte in Teilzeit aufstocken, k\u00e4me man rein rechnerisch auf mehr als 200.000 zus\u00e4tzliche Vollzeitstellen \u2013 \u00bbweit mehr, als zur Bek\u00e4mpfung des Lehrermangels n\u00f6tig w\u00e4ren\u00ab, berichtet Swantje.<\/p>\n<p>\u00bbWenn wir das System nicht gegen die Wand fahren wollen, m\u00fcssen Lehrkr\u00e4fte noch mehr leisten als in der Vergangenheit schon\u00ab, sagt der SWK-Vorsitzende Olaf K\u00f6ller. Dazu gebe es keine Alternative.<\/p>\n<p>\u00bbWer h\u00e4lt dieses Land eigentlich noch am Laufen?\u00ab, fragt sich auch mein Lage-Kollege, SPIEGEL-Kolumnist Alexander Neubacher.<\/p>\n<p>Die B\u00e4ckerei macht zu, die Postfiliale bleibt geschlossen und jetzt h\u00f6re auch noch sein Zeitungs-Zusteller Herr St\u00f6hr auf . \u00bbWussten Sie, dass die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Deutschland geringer ist als in allen EU-Staaten au\u00dfer D\u00e4nemark und Niederlande?\u00ab, schreibt Alex. Er g\u00f6nne allen Menschen, also auch Lehrerinnen und Lehrern, \u00bbeine sch\u00f6ne Work-Life-Balance. Aber ich glaube, dass sich eine Volkswirtschaft wie unsere nicht in Teilzeit betreiben l\u00e4sst, ohne dass es zu Verlusten kommt.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Expertengruppe verlangt von Lehrern mehr Einsatz <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3. Kampf gegen rechts<\/h3>\n<p>Am 27. Januar 1945, also heute vor 78 Jahren, wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee befreit. Der Tag ist in Deutschland seit 1996 Gedenktag f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus. \u00bbUnvergessen ist das Leid von sechs Millionen unschuldig ermordeten J\u00fcdinnen und Juden \u2013 genauso wie das Leid der \u00dcberlebenden\u00ab, schrieb Kanzler Olaf Scholz auf Twitter            .<\/p>\n<p>Manche Menschen w\u00fcrden glauben, Deutschland habe sich bereits genug mit der Schoa besch\u00e4ftigt, sagte Bundestagspr\u00e4sidentin B\u00e4rbel Bas heute im Bundestag: \u00bbDas ist ein Irrtum. Es kann keinen Schlussstrich geben.\u00ab<\/p>\n<p>Deshalb m\u00f6chte ich Ihnen heute eine Geschichte aus dem neuen SPIEGEL ans Herz legen: Meine Kollegen Maik Baumg\u00e4rtner, Ann-Katrin M\u00fcller, Roman H\u00f6fner und Max Hoppenstedt beschreiben darin eine neue Szene von Nazi-J\u00e4gern . \u00bbGut getarnt verfolgen sie im Netz Rechtsextremisten und enth\u00fcllen die Identit\u00e4ten von R\u00e4delsf\u00fchrern, die der Staat oft nicht finden kann. Auf eigenes Risiko\u00ab, schreiben sie.<\/p>\n<p>Ab welchem Alter sind Kinder eigentlich gro\u00df genug, um vom Holocaust zu erfahren? Gibt es B\u00fccher oder Filme, die sich Ihrer Meinung nach besonders eignen als erste Einf\u00fchrung in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte? Dann schreiben Sie mir gerne an anna.clauss@spiegel.de <\/p>\n<p>Mein achtj\u00e4hriger Sohn will am Nachmittag mit einem Freund Schlittschuhlaufen \u2013 auf einer Eislaufbahn in Dachau, unweit der KZ-Gedenkst\u00e4tte. Die \u00f6stliche Baracke dort wird ab Einbruch der Dunkelheit besonders illuminiert sein. Wir werden auf dem Heimweg daran vorbeifahren.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Wie Freizeit-Ermittler Nazis stoppen <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute sonst noch wichtig ist<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Staatsanwaltschaft sieht keinen Verdacht strafbaren Verhaltens durch Lindner: <\/strong>Im Oktober berichtete der SPIEGEL \u00fcber eine fragw\u00fcrdige Immobilienfinanzierung des Bundesfinanzministers. Daraufhin befasste sich die Berliner Staatsanwaltschaft mit dem Fall. Ergebnis der Pr\u00fcfung: keine Bestechung oder Vorteilsannahme.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Auckland steht unter Wasser: <\/strong>Sintflutartige Regenf\u00e4lle und Unwetter haben in Auckland zu \u00dcberschwemmungen gef\u00fchrt. Auch ein Konzert von Elton John musste aus Sicherheitsgr\u00fcnden abgesagt werden.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Fahnder stellen bei \u00bbReichsb\u00fcrger\u00ab-Razzia 420.000 Euro und kiloweise Gold sicher: <\/strong>Bei der Gro\u00dfrazzia in der \u00bbReichsb\u00fcrger\u00ab-Szene hat die Bundesanwaltschaft mehr Geld beschlagnahmt als bekannt. Auch der Kreis der Verd\u00e4chtigen hat sich nach SPIEGEL-Informationen inzwischen ausgeweitet.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was wir heute bei SPIEGEL+ empfehlen<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>\u00bb&#8230; bevor die Debatte au\u00dfer Kontrolle ger\u00e4t\u00ab: <\/strong>Eine geheimnisvolle Telefonkonferenz und die angebliche Weltverschw\u00f6rung \u2013 wie die Suche nach dem Ursprung des Coronavirus zu einer toxischen Debatte geriet. Und wie Forschende zu Hassobjekten wurden, die um ihr Leben f\u00fcrchten .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Aachen ist die perfekte Stadt f\u00fcr einen Wochenendtrip:<\/strong> Die Wege sind kurz, die Sightseeing-Liste ist umso l\u00e4nger: Hier sind die besten Tipps f\u00fcr den Kunst-, Cocktail- und Karl-der-Gro\u00dfe-Genuss in der gerade so winterlichen Gro\u00dfstadt Nordrhein-Westfalens .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbDiese \u203aReform\u2039 verbindet korrupte mit extremistisch-ideologischen Interessen\u00ab: <\/strong>Die Regierung von Benjamin Netanyahu plant Sondergesetze, die die Gewaltenteilung beschr\u00e4nken. Die Schriftstellerin Zeruya Shalev warnt: Israels Premier will damit auch seinen Korruptionsprozess ausbremsen .<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute weniger wichtig ist<\/h3>\n<p>Eben noch auf dem Basketball-Court, pl\u00f6tzlich als vermeintlicher Autodieb festgesetzt: Die Polizei in Los Angeles hat den deutschen NBA-Profi <strong>Dennis Schr\u00f6der<\/strong> auf der Heimfahrt gestoppt . Der Point Guard der Los Angeles Lakers musste mit erhobenen H\u00e4nden aussteigen, kurzzeitig wurden ihm Handschellen angelegt. Ein Freund, der den Wagen fuhr, musste sich an einer Tankstelle mit gespreizten Armen und Beinen auf den Boden legen. Minuten sp\u00e4ter kam dann die Aufkl\u00e4rung: Es handelte sich um ein Missverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<h3>Mini-Hohlspiegel<\/h3>\n<p>Hier finden Sie den ganzen Hohlspiegel.<\/p>\n<h3>Cartoon des Tages<\/h3>\n<h3>Und heute Abend?<\/h3>\n<p>Das f\u00fcr den Auslands-Oscar nominierte Jugenddrama \u00bbClose\u00ab l\u00e4uft seit dieser Woche in den deutschen Kinos. In seiner Coming-of-Age-Geschichte erz\u00e4hlt der erst 31-j\u00e4hrige belgische Regisseur Lukas Dhont von der Zerst\u00f6rung einer Freundschaft durch sozialen Druck \u2013 und von starren Vorstellungen von M\u00e4nnlichkeit.<\/p>\n<p>Im Zentrum der Geschichte stehen zwei 13-J\u00e4hrige: L\u00e9o (Eden Dambrine) und R\u00e9mi (Gustav De Waele) wachsen in der belgischen Provinz auf. Sie sind es gewohnt, miteinander zu kuscheln und die N\u00e4he des anderen zu genie\u00dfen. Auch ihre Eltern finden das in Ordnung. Doch die Unbefangenheit, mit der sich die zwei auch in der \u00d6ffentlichkeit ber\u00fchren, sorgt in der Schule schon bald f\u00fcr Fragen.<\/p>\n<p>\u00bbUnsere Vorstellung von M\u00e4nnlichkeit ist sehr beschr\u00e4nkt und setzt Jungen enorm unter Druck\u00ab, sagt Dhont. Das habe er selbst als junger Mensch erlebt. \u00bbEs ist einschneidend, wenn wir als Teenager feststellen, dass die Welt uns in Schubladen steckt.\u00ab In seinen Filmen erz\u00e4hlt er davon, was diese Erfahrung mit jungen Leuten macht.<\/p>\n<p>SPIEGEL-Filmkritiker Lars-Olav Beier hat \u00fcber \u00bbClose\u00ab eine sehr ber\u00fchrende Rezension geschrieben . Er findet, Regisseur Dhont habe das Teenager-Dasein, \u00bbdie kurze Zeitspanne, die aus uns andere Menschen machen kann, mit einem pr\u00e4zisen Blick und einem Feingef\u00fchl eingefangen, wie es im Kino selten ist\u00ab.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen sch\u00f6nen Abend.<\/p>\n<p>Herzlich<br \/><em>Ihre Anna Clau\u00df, Leiterin Meinung und Debatte<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Reale Gefahr oder gef\u00e4hrliche Realit\u00e4t? 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