{"id":17646,"date":"2023-01-18T07:06:38","date_gmt":"2023-01-18T04:06:38","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-18-januar\/"},"modified":"2023-01-18T07:06:38","modified_gmt":"2023-01-18T04:06:38","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-18-januar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-18-januar\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Mittwoch (18. Januar)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die ukrainische Armee berichtet \u00fcber neue Raketenattacken im Osten des Landes. Einsatzkr\u00e4fte in Dnipro stellen Suche nach Versch\u00fctteten ein. Scholz und Selenskyj sprechen in Davos. Die j\u00fcngsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/h3>\n<p>Der Generalstab der ukrainischen Streitkr\u00e4fte berichtet \u00fcber weitere K\u00e4mpfe im Osten der Ukraine. Die russischen Streitkr\u00e4fte h\u00e4tten vier Raketen abgeschossen, darunter zwei auf zivile Ziele in der Stadt Kramatorsk in der Donezk-Region westlich der Brennpunkte der K\u00e4mpfe bei den St\u00e4dten Bachmut und Awdijiwka.<\/p>\n<p>Zudem h\u00e4tten die russischen Streitkr\u00e4fte dreizehn Luftangriffe geflogen und 23 Mal mit Mehrfachraketenwerfer angegriffen. Die Angaben konnten nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Nach dem verheerenden Einschlag einer russischen Rakete in einem Hochhaus der ukrainischen Stadt Dnipro am vergangenen Wochenende haben die Einsatzkr\u00e4fte die Suche nach Versch\u00fctteten eingestellt. Noch immer w\u00fcrden 20 Menschen vermisst, teilte der Zivilschutz am Dienstag mit. \u00bbDie Chancen, jemanden zu finden, tendieren leider gegen null\u00ab, sagte B\u00fcrgermeister Borys Filatow. M\u00f6glich sei, dass einige Leichen durch Feuer und einst\u00fcrzende Hausteile so entstellt seien, dass sie kaum noch aufzufinden seien.<\/p>\n<p>Seit dem Angriff am Samstag wurden in der Gro\u00dfstadt in der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk 45 Tote geborgen, darunter sechs Kinder. Etwa 80 Menschen wurden verletzt. Noch immer l\u00e4gen 28 Verletzte in Krankenh\u00e4usern, bei vielen sei der Zustand kritisch, hie\u00df es.<\/p>\n<p>In Moskau wollten Menschen Blumen in Gedenken an die Todesopfer von Dnipro niederlegen \u2013 dabei sind Angaben von B\u00fcrgerrechtlern zufolge mehrere Personen festgenommen worden. Insgesamt habe es am Dienstagabend vier Festnahmen gegeben, teilte die B\u00fcrgerrechtsorganisation OVD-Info mit. Die kleine Gedenkstelle hatten Unbekannte am Montagabend am Fu\u00df eines Denkmals f\u00fcr die ukrainische Dichterin Lessja Ukrajinka in einer Parkanlage errichtet. Sie legten ein Schwarz-Wei\u00df-Foto des zerst\u00f6rten Wohnhauses in Dnipro und Blumen ab.<\/p>\n<p>In den darauffolgenden Stunden brachten immer mehr Menschen Blumen, teils in den blau-gelben Farben der ukrainischen Flagge. Auch Kuscheltiere wurden abgelegt \u2013 zur Erinnerung an die Kinder unter den Toten. \u00d6ffentliche Anti-Kriegs-Aktionen sind in Russland angesichts massiver Repressionen sehr selten geworden.<\/p>\n<h3>Das sagt Kiew<\/h3>\n<p>Der stellvertretende ukrainische Au\u00dfenminister Andrij Melnyk hofft auf neue mutige Schritte bei der internationalen Konferenz auf dem US-Luftwaffenst\u00fctzpunkt Ramstein. \u00bbAngesichts der bedrohlichen Lage an der Front und des immer r\u00fccksichtsloseren Vorgehens Russlands gegen ukrainische Zivilisten darf es f\u00fcr Deutschland keine \u2013 selbst gezeichneten \u2013 roten Linien mehr geben\u00ab, sagte Melnyk den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht.<\/p>\n<p>Die westlichen Partner m\u00fcssten eine breite Panzerallianz auf den Weg bringen, auch mit Leopard-Kampfpanzern. \u00bbWir hoffen auch auf einen echten Durchbruch in puncto ballistische Raketen wie die US-Kurzstreckenrakete ATACMS, damit solche barbarischen Angriffe wie in Dnipro verhindert werden k\u00f6nnen.\u00ab<\/p>\n<p>An diesem Freitag trifft sich die von den USA gef\u00fchrte \u00bbKontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine\u00ab auf dem US-Luftwaffenst\u00fctzpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz. Dort wollen die westlichen Verb\u00fcndeten \u00fcber weitere milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine beraten. F\u00fcr die Bundesregierung nimmt der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) daran teil.<\/p>\n<p>Von ihm forderte Melnyk nun unter anderem die Lieferung von \u00bbKampfpanzern, Kampfjets und Kriegsschiffen\u00ab. Pistorius m\u00fcsse \u00bbviel entschlossener und schneller\u00ab agieren als seine Vorg\u00e4ngerin Christine Lambrecht, sagte Melnyk dem Nachrichtenportal \u00bbt-online\u00ab            . \u00bbDamit kann er beweisen, dass Deutschland seine Verweigerungstaktik f\u00fcr immer ad acta gelegt hat.\u00ab Gleichwohl mache sich die Regierung in Kiew \u00bbkeine Illusionen\u00ab.<\/p>\n<h3>Das sagt Russland<\/h3>\n<p>Russland weist Berichte \u00fcber Gespr\u00e4che zu einem gr\u00f6\u00dferen Gefangenenaustausch mit der Ukraine zur\u00fcck. Die russische Menschenrechtskommissarin Tatjana Moskalkowa teilt auf Telegram mit, sie habe in der vergangenen Woche in der T\u00fcrkei nicht mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Lubinez \u00fcber dieses Thema gesprochen. \u00bbIn meinen Verhandlungen mit Lubinez in Ankara war nie von einem Austausch die Rede, und ich betone immer, dass diese Fragen in die Zust\u00e4ndigkeit des russischen Verteidigungsministeriums fallen\u00ab, schrieb Moskalkowa.<\/p>\n<p>Der t\u00fcrkische Vermittler Seref Malkoc hatte am Montag berichtet, bei einer Begegnung am Rande einer internationalen Konferenz habe Lubinez Russland eine Liste mit 800 Personen \u00fcbergeben, die ausgetauscht werden sollten; Moskalkowa habe eine Liste mit 200 Personen vorgelegt. Er sei bei der Begegnung dabei gewesen.<\/p>\n<h3>Internationale Reaktionen<\/h3>\n<p>Die EU-Kommission hat zur\u00fcckhaltend auf den Vorsto\u00df von Bundesau\u00dfenministerin Annalena Baerbock f\u00fcr ein neuartiges Sondertribunal f\u00fcr die Ukraine reagiert. EU-Justizkommissar Didier Reynders sagte am Dienstag in Stra\u00dfburg, es seien \u00bbkomplexe rechtliche und politische Fragen\u00ab zu kl\u00e4ren. Dar\u00fcber gebe es Diskussionsbedarf mit den EU-L\u00e4ndern und internationalen Partnern. Vor allem m\u00fcsse der \u00bbinternationale Charakter\u00ab eines solchen Sondergerichts sichergestellt sein, sagte Reynders.<\/p>\n<p>Baerbock hatte am Montag in Den Haag ein \u00bbSondertribunal f\u00fcr das Aggressionsverbrechen gegen die Ukraine\u00ab angeregt. Ansonsten k\u00f6nne der russische Angriffskrieg trotz des Gewaltverbots im V\u00f6lkerrecht nicht geahndet werden, argumentiert die Gr\u00fcnenpolitikerin.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) haben am Dienstag erneut miteinander telefoniert. In dem Gespr\u00e4ch sei es um Unterst\u00fctzung f\u00fcr die von Russland angegriffene Ukraine gegangen, teilte das Wei\u00dfe Haus anschlie\u00dfend mit. Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Hebestreit, sagte am Abend, Scholz und Biden stimmten darin \u00fcberein, dass diese Unterst\u00fctzung \u00bbwirksam, nachhaltig und eng abgestimmt\u00ab erfolgen m\u00fcsse. Details nannte beide Seiten nicht.<\/p>\n<p>Der US-Pr\u00e4sident und der Kanzler hatten erst vorvergangene Woche miteinander telefoniert und vereinbart, der Ukraine Sch\u00fctzenpanzer zu liefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ukrainische Armee berichtet \u00fcber neue Raketenattacken im Osten des Landes. 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