{"id":1762,"date":"2020-08-10T19:09:23","date_gmt":"2020-08-10T16:09:23","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trockenheit-in-deutschland-gemeinden-rufen-zum-wassersparen-auf\/"},"modified":"2020-08-10T19:09:23","modified_gmt":"2020-08-10T16:09:23","slug":"trockenheit-in-deutschland-gemeinden-rufen-zum-wassersparen-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trockenheit-in-deutschland-gemeinden-rufen-zum-wassersparen-auf\/","title":{"rendered":"Trockenheit in Deutschland: Gemeinden rufen zum Wassersparen auf"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/b210e3fc-0001-0004-0000-000001494981_w948_r1.77_fpx29.98_fpy55.01.jpg\" title=\"Wetterau in Hessen: Trockenheit wird vielerorts zum Problem\" alt=\"Wetterau in Hessen: Trockenheit wird vielerorts zum Problem\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Wetterau in Hessen: Trockenheit wird vielerorts zum Problem<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Martin Moxter\/ Westend61\/ Getty Images  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Deutschland leidet vielerorts unter anhaltender Hitze und Trockenheit. Inzwischen rufen mehrere Gemeinden zum Wassersparen auf.<\/p>\n<p>Noch gebe es bei der Wasserversorgung keinen akuten Notstand, sagte beispielsweise der Referent f\u00fcr Wasserwirtschaft beim St\u00e4dte- und Gemeindebund <strong>Rheinland-Pfalz<\/strong>, Thomas R\u00e4tz, am Montag in Mainz. &quot;Aber es gibt Signale, die zeigen, dass es enger wird.&quot;<\/p>\n<p>So hat die Verbandsgemeinde Simmern-Rheinb\u00f6llen im Rhein-Hunsr\u00fcck-Kreis wegen drohenden Wassermangels bereits Verbote erlassen: Um die Grundversorgung mit Trinkwasser sicherzustellen, d\u00fcrfen seit Sonntag unter anderem keine Pools oder Planschbecken in G\u00e4rten bef\u00fcllt werden, keine Gr\u00fcnfl\u00e4chen mehr gew\u00e4ssert oder Autos auf Privatgrundst\u00fccken gewaschen werden.<\/p>\n<p>Auch die Verbandsgemeinde Montabaur im Westerwald hat ihre B\u00fcrger zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. An den hei\u00dfen Tagen werde deutlich mehr Wasser verbraucht, daher sollte nun sorgsam mit der Ressource umgegangen werden, teilte die Verbandsgemeinde mit.<\/p>\n<h3>Situation &quot;nicht dramatisch&quot;<\/h3>\n<p>Mit Blick auf eine m\u00f6gliche Wasserknappheit gebe es regional Unterschiede, sagte R\u00e4tz. Eher von dem Problem betroffen seien Gemeinden in Mittelgebirgen, die &quot;relativ nahe Grundwasservorkommen haben und bei denen bekannt ist, dass die Neubildungsraten schon l\u00e4nger zur\u00fcckgehen&quot;.<\/p>\n<p>Bei anhaltender Trockenheit und steigender Wassernachfrage sei es sinnvoll, die Verbraucher auf einen achtsamen Umgang mit Wasser aufmerksam zu machen, sagte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Landesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen\/Rheinland-Pfalz, Horst Meierhofer. Grundwasserprobleme seien aber eher selten. &quot;Wenn es eng wird, ist es eher ein Problem der Infrastruktur&quot;. Wasserleitungen seien eben nur bis zum Maximum belastbar. Die derzeitige Situation sei zwar eine Herausforderung, aber &quot;nicht dramatisch&quot;.<\/p>\n<p>In anderen Bundesl\u00e4ndern reagieren die Beh\u00f6rden und Wasserversorger ebenfalls auf die Trockenheit. So ruft auch die <strong>hessische<\/strong> Stadt Taunusstein zum Wassersparen auf. In Borgholzhausen in <strong>Nordrhein-Westfalen<\/strong> wurde vor\u00fcbergehend das Freibad geschlossen. Um die &quot;ohnehin knappen Trinkwasserreserven nicht noch weiter zu minimieren&quot;, sei die Ma\u00dfnahme unausweichlich gewesen, hie\u00df es in einer Mitteilung. <strong>Brandenburgs<\/strong> Hauptstadt Potsdam hat am Freitag bekannt gegeben, dass bis Ende September die Entnahme von Wasser aus Fl\u00fcssen, Seen und Kan\u00e4len zu Bew\u00e4sserungszwecken verboten sei.<\/p>\n<p>Im <strong>nieders\u00e4chsischen<\/strong> Lauenau war die Trinkwasserversorgung am Samstag zwischenzeitlich zusammengebrochen. Inzwischen hat sich die Lage entspannt, Wasser m\u00fcsse jedoch weiter gespart werden, sagte Georg Hudalla, parteiloser B\u00fcrgermeister der Samtgemeinde Rodenberg, zu der Lauenau geh\u00f6rt: &quot;Wir sind bis in den Herbst hinein auf die Mithilfe der B\u00fcrger angewiesen.&quot;<\/p>\n<p>Die Menschen im Ort halten sich ihm zufolge an die Sparvorgaben und verwenden das Wasser nur f\u00fcr notwendige Dinge &#8211; der Wasserverbrauch sei auf die H\u00e4lfte des normalen Verbrauchs gesunken, sagte Hudalla. Zwischenzeitlich werde das Ortsnetz von einem benachbarten Wasserverband mit versorgt.<\/p>\n<p>Am Samstagmittag war der Wasserspeicher leer gelaufen. Das Problem: In der Corona-Pandemie seien die Menschen \u00fcberwiegend daheim geblieben, statt in den Urlaub zu fahren, daher sei der private Wasserverbrauch stark gestiegen.<\/p>\n<h3>Grunds\u00e4tzlich gesicherte Wasserversorgung<\/h3>\n<p>Insgesamt sieht der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die Trinkwasserversorgung in Deutschland als gesichert an. &quot;Es kann allerdings sein, dass bestimmte Quellen, die stark auf Regen reagieren, zum Beispiel Quellsch\u00fcttungen, die niedrig unter der Erdoberfl\u00e4che sind, nicht genug Wasser haben&quot;, sagte Martin Weyand, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Wasser. Die \u00f6ffentliche Trinkwasserversorgung sorge aber auch dann daf\u00fcr, dass es genug Trinkwasser gebe. So lieferten bei Bedarf etwa benachbarte Versorger zu.<\/p>\n<p>&quot;Bei starker Hitze ist der Wasserverbrauch in den letzten Jahren tagesbezogen oft deutlich angestiegen, etwa um 40 bis 60 Prozent, wenn es 36 Grad hat und viele Leute gleichzeitig ihren Garten bew\u00e4ssern und Pools bef\u00fcllen&quot;, sagte Weyand. Kurzfristig k\u00f6nnten dann Einschr\u00e4nkungen helfen, den Bedarf zu senken.<\/p>\n<p>In den vergangenen drei Jahrzehnten sei der Wassergebrauch in Deutschland sogar gesunken. Wichtig sei aber auch, mit der Ressource Wasser sorgsam umzugehen, so Weyand. &quot;Wir werden es uns in Zukunft zum Beispiel nicht mehr leisten k\u00f6nnen, dass wir Brunnen nicht nutzen k\u00f6nnen, weil sie durch Nitrateintr\u00e4ge der Landwirtschaft verschmutzt wurden. Wir brauchen einen Vorrang der Trinkwasserversorgung vor anderen Nutzungen.&quot; Zudem m\u00fcsse Regenwasser versickern k\u00f6nnen &#8211; und deshalb sollten weniger Fl\u00e4chen versiegelt werden.<\/p>\n<p>Um Deutschland besser f\u00fcr Hitzewellen zu wappnen, fordert Gr\u00fcnenchef Robert Habeck einen Hitzeplan zum Schutz der Gesundheit. Es brauche ein einheitliches, gestuftes Hitzewarnsystem, sagte Habeck der Deutschen Presse-Agentur. &quot;Es sollte ein bundesweites Beratungstelefon geben, Risikogruppen sollten besondere Beachtung finden.&quot; In Gesundheitseinrichtungen sollten &quot;k\u00fchle R\u00e4ume&quot; eingerichtet werden.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Wetterau in Hessen: Trockenheit wird vielerorts zum Problem Foto:\u2002Martin Moxter\/ Westend61\/ Getty Images Deutschland leidet vielerorts unter anhaltender Hitze und Trockenheit. Inzwischen rufen mehrere Gemeinden zum Wassersparen auf. 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