{"id":17560,"date":"2023-01-14T12:17:21","date_gmt":"2023-01-14T09:17:21","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-bundeswehr-christine-lambrecht-klimaproteste-fordergelder-betrug\/"},"modified":"2023-01-14T12:17:21","modified_gmt":"2023-01-14T09:17:21","slug":"news-bundeswehr-christine-lambrecht-klimaproteste-fordergelder-betrug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-bundeswehr-christine-lambrecht-klimaproteste-fordergelder-betrug\/","title":{"rendered":"News: Bundeswehr, Christine Lambrecht, Klimaproteste, F\u00f6rdergelder-Betrug"},"content":{"rendered":"<h3>Zu wenig Pflaster<\/h3>\n<p class=\"caps\">Dass sich die Bundeswehr in einem schlechten Zustand befindet, ist bekannt. Wenn Sie wissen wollen, wie schlecht der Zustand ist, sollten Sie den neuen SPIEGEL lesen. Die Titelgeschichte                                        erz\u00e4hlt detailliert, was fehlt und wo es hapert. So ziemlich alles und nahezu \u00fcberall. Das ist die erschreckende Antwort.<\/p>\n<p>\u00bbZeitenwende\u00ab ist bislang nur ein Wort, kein Ereignis f\u00fcr die Bundeswehr, die ein schlecht ausgestattetes B\u00fcrokratiemonster ist, kaputtgespart vor allem von den Unionsministern Guttenberg und de Maizi\u00e8re. Bis zu einer akzeptablen Wehrhaftigkeit ist es noch ein weiter Weg.<\/p>\n<p>Ein Auszug aus dem Text: \u00bbBeim Heer gebe es ein \u203aerhebliches F\u00e4higkeitsdefizit\u2039 bei der Fliegerabwehr, bei den Flugabwehrraketenverb\u00e4nden an Lenkflugk\u00f6rpern. Die Marine hat zu wenige Ersatz- und Austauschteile, vom Sanit\u00e4tsdienst wiederum k\u00f6nne \u203ader f\u00fcr den Einsatz ben\u00f6tigte Vorrat, zum Beispiel an Verbandsmaterial oder aber auch Medikamenten\u2039 wegen Lieferengp\u00e4ssen bei der Industrie \u203anicht vollumf\u00e4nglich bereitgestellt werden\u2039. Es gibt also noch nicht einmal genug Pflaster.\u00ab<\/p>\n<p>Am Freitagabend wurde bekannt: Die umstrittene Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht will zur\u00fccktreten \u2013 offenbar schon kommende Woche. In diesem Amt, einem der wichtigsten in Kriegszeiten, ist sie gescheitert. Lesen Sie hier eine Einordnung meiner Kollegen Matthias Gebauer, Christoph Hickmann und Veit Medick: Bundesministerin der Verst\u00f6rung <\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Und hier ein \u00dcberblick \u00fcber Lambrechts Fehler und Fettn\u00e4pfchen: Pleiten, Pech und Pannen<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Vetospieler<\/h3>\n<p>Lesenswert finde ich im neuen SPIEGEL auch den Debattenbeitrag des Soziologen Armin Nassehi , der sich mit radikalen Klimaprotesten befasst, vor allem mit der \u00bbLetzten Generation\u00ab. Die \u00dcberschrift bringt das Problem auf den Punkt: \u00bbMit dem Weltuntergang l\u00e4sst sich nicht diskutieren.\u00ab<\/p>\n<p>Nassehi arbeitet die religi\u00f6se Dimension des Protestes heraus, \u00bbdie endzeitliche Begr\u00fcndung, gegen die kein Argument mehr ankommt\u00ab. Interessant ist die Figur des Vetospielers, die Nassehi in seinem Beitrag betrachtet. So nennt er \u00bbAkteure, die sich herausnehmen, den gesellschaftlichen Gesamtverlauf bestimmen zu k\u00f6nnen\u00ab.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher waren das K\u00f6nige oder Tyrannen, heute sind es Diktatoren, Putschisten oder Revolution\u00e4re, die die letzte Wahrheit f\u00fcr sich beanspruchen. Auch radikale Klimasch\u00fctzer scheinen sich die Rolle des Vetospielers zu w\u00fcnschen, mit dem Weltuntergang als Argument.<\/p>\n<p>In Demokratien sind Vetospieler allerdings nicht vorgesehen. Hier sollen viele mitreden, hier werden die Entscheidungen in langen Prozessen ausgehandelt. Das ist ein Problem angesichts der Dringlichkeit der Probleme, aber einen Vetospieler zuzulassen, w\u00e4re ein gef\u00e4hrlicher R\u00fcckschritt.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier den ganzen Essay: Mit dem Weltuntergang l\u00e4sst sich nicht diskutieren <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Selbsthelfer<\/h3>\n<p>Eine aufschlussreiche Recherche ist meiner Kollegin Frauke Hunfeld gelungen. In der Berliner Oranienstra\u00dfe hatte eine Gruppe von Journalisten 1991 f\u00fcr 1,2 Millionen Mark ein Mietshaus gekauft, angeblich als Selbsthilfegruppe. Anschlie\u00dfend lie\u00dfen sie es mit F\u00f6rdermillionen vom Staat sanieren . Das Geld kassierten sie offenkundig auch, indem sie falsche Angaben machten. Und das Bezirksamt hat wohl nicht allzu genau hingeschaut.<\/p>\n<p>Jetzt wollen die Journalisten das Haus verkaufen, ger\u00fcchteweise an Investoren, was den Mietern Angst macht. \u00bbNat\u00fcrlich war klar, dass da irgendetwas nicht stimmt\u00ab, sagt einer der Mieter zu meiner Kollegin. Eine Mieterin: \u00bbWir haben uns das sch\u00f6ngeredet. Aber wir sind reingelegt worden.\u00ab<\/p>\n<p>Einige dieser Journalisten haben die Welt mit hohen moralischen Anspr\u00fcchen beschrieben und bewertet. In eigener Sache reden sie bislang nicht. Das sollten sie unbedingt tun. Die \u00d6ffentlichkeit, die einen Teil der Sanierung \u00fcber Steuergelder finanzierte, hat ein Recht auf Aufkl\u00e4rung. Journalisten sollten das verstehen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die vollst\u00e4ndige Geschichte: Wie eine Gruppe linker Journalisten den gro\u00dfen Deal mit einer Berliner Immobilie machte <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Bu\u00dfe<\/h3>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich noch einen Text empfehlen, der nicht im SPIEGEL erschienen ist, sondern in der US-Zeitschrift \u00bbThe Atlantic\u00ab. Die Titelgeschichte der Dezemberausgabe             wird so angek\u00fcndigt: \u00bbHow Germany Remembers the Holocaust \u2013 And what America can learn about atonement\u00ab, Wie Deutschland sich an den Holocaust erinnert \u2013 und was Amerika \u00fcber Bu\u00dfe lernen kann.<\/p>\n<p>Autor Clint Smith besuchte Gedenkst\u00e4tten in Berlin und Dachau, informierte sich \u00fcber Stolpersteine und sprach unter anderem mit deutschen Juden \u00fcber den Umgang mit dem Holocaust. Smith ist schwarz, und die Leitfrage seiner Recherche war, ob das deutsche Gedenken ein Vorbild sein k\u00f6nnte f\u00fcr den Umgang der USA mit der Geschichte der Sklaverei.<\/p>\n<p>In Deutschland w\u00fcrde man wohl sofort fragen, ob ein solcher Ansatz nicht Holocaust und Sklaverei gleichsetzt, aber bei der Lekt\u00fcre des Textes stellt sich diese Frage gar nicht, so differenziert behandelt Smith sein Thema. Er schreibt mit viel Empathie und Trauer \u00fcber die j\u00fcdischen Opfer, erkennt Licht und Schatten beim deutschen Gedenken, und ohne dass etwas relativiert w\u00fcrde, versteht man gut, dass es im amerikanischen Gedenken eine gro\u00dfe L\u00fccke gibt.<\/p>\n<h3>Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier:<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Wie sich der Klerus zur Propagandamaschine des Kreml macht: <\/strong>Wladimir Putin feierte Weihnachten ganz allein: ein treffendes Symbol f\u00fcr die moralischen Abgr\u00fcnde der russisch-orthodoxen Kirche. Mit ihren menschenfeindlichen Parolen seit Kriegsbeginn zerst\u00f6rt sie sich selbst .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wie viele M\u00e4nner schickt Putin noch in den Krieg? <\/strong>Ab n\u00e4chster Woche wolle Moskau weitere 500.000 M\u00e4nner mobilmachen, meldet die Ukraine. Der Kreml dementiert. Doch auch in Russland mehren sich Ger\u00fcchte, dass Soldaten f\u00fcr eine Offensive im Fr\u00fchjahr aufgestellt werden .<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Hier geht\u2019s zum aktuellen Tagesquiz<\/h3>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Oberstes Gericht billigt Ermittlungen gegen Bolsonaro: <\/strong>Am vergangenen Sonntag erst\u00fcrmten Anh\u00e4nger des Ex-Pr\u00e4sidenten in Bras\u00edlia den Kongress, den Regierungssitz und das Oberste Gericht. Jetzt soll untersucht werden, welche Rolle Jair Bolsonaro selbst dabei spielte.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>US-Finanzministerin warnt vor Zahlungsunf\u00e4higkeit der US-Regierung: <\/strong>Schon in der kommenden Woche k\u00f6nne die Schuldengrenze erreicht sein, schreibt US-Finanzministerin Janet Yellen in einem Brief an den US-Kongress. Es m\u00fcsse sofort gehandelt werden, es drohten \u00bbirreparable Sch\u00e4den\u00ab.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Florian Teichtmeister wegen Besitzes von Kinderpornografie angeklagt: <\/strong>Weil er Tausende pornografische Darstellungen von Minderj\u00e4hrigen besessen haben soll, muss sich der \u00f6sterreichische Schauspieler Florian Teichtmeister vor Gericht verantworten. Das Burgtheater gab seine Entlassung bekannt.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Der Problemgast im Encore Resort: <\/strong>Jair Bolsonaro ist nach seiner Wahlniederlage in Brasilien nach Florida geflohen. Die Anwesenheit des Rechtsextremen in Florida bringt US-Pr\u00e4sident Joe Biden in eine heikle Lage .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Total breit: <\/strong>Parkpl\u00e4tze sollen in Deutschland deutlich gr\u00f6\u00dfer werden als bisher \u2013 so will es das zust\u00e4ndige Fachgremium. Autos w\u00fcrden eben stetig wachsen. Doch aus dem Vorsto\u00df ergeben sich gravierende Konsequenzen. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbZuerst sprachen wir \u00fcber meine Probleme, dann schickte er Pornovideos\u00ab: <\/strong>Den Hochbegabtenverein Mensa ersch\u00fcttern schwere Vorw\u00fcrfe: Ein Betreuer soll mehrere M\u00e4dchen in eine emotionale Abh\u00e4ngigkeit gebracht und sie schlie\u00dflich missbraucht haben .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbIch werde regelm\u00e4\u00dfig nach meinem Aufenthaltsstatus gefragt\u00ab: <\/strong>Doreen Denst\u00e4dt ist noch Polizeihauptkommissarin \u2013 und demn\u00e4chst voraussichtlich Ministerin. Hier spricht sie \u00fcber ihre Karriere, ihre neue Aufgabe und \u00fcber rassistische Anfeindungen .<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen guten Start in den Tag.<\/p>\n<p><em>Ihr Dirk Kurbjuweit <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu wenig Pflaster Dass sich die Bundeswehr in einem schlechten Zustand befindet, ist bekannt. 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