{"id":17466,"date":"2023-01-10T09:57:17","date_gmt":"2023-01-10T06:57:17","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-europaische-union-nato-emmanuel-macron-frankreich-brasilien\/"},"modified":"2023-01-10T09:57:17","modified_gmt":"2023-01-10T06:57:17","slug":"news-europaische-union-nato-emmanuel-macron-frankreich-brasilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-europaische-union-nato-emmanuel-macron-frankreich-brasilien\/","title":{"rendered":"News: Europ\u00e4ische Union, Nato, Emmanuel Macron, Frankreich, Brasilien"},"content":{"rendered":"<h3>Schutzschirm<\/h3>\n<p class=\"caps\">Die Europ\u00e4ische Union und die Nato werden heute in Br\u00fcssel eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Zusammenarbeit unterzeichnen. Das passiert zum dritten Mal, ist also Routine. Auf den ersten Blick ist das eine gute Sache. Wer sollte die EU bei einem Angriff verteidigen, wenn nicht die Nato? Aber darin liegt ein Problem.<\/p>\n<p><strong>Weil sich die EU seit jeher auf die Nato verl\u00e4sst, hat sie es vers\u00e4umt, selbst f\u00fcr ihre Verteidigung zu sorgen. <\/strong>Sie ist abh\u00e4ngig von der Nato und damit von den USA, der F\u00fchrungsmacht des transatlantischen B\u00fcndnisses, die als einzige einen atomaren Schutzschirm f\u00fcr das Territorium der EU gew\u00e4hrleisten kann.<\/p>\n<p>Solange das Verh\u00e4ltnis zwischen der EU und den USA einigerma\u00dfen gut ist, wie im Moment, ist das ein kleines Problem. Mit einer m\u00f6glichen zweiten Amtszeit von Donald Trump w\u00e4re es ein gro\u00dfes Problem, auch mit anderen Pr\u00e4sidenten, die sich mehr um Asien k\u00fcmmern w\u00fcrden als um Europa. Deshalb sei an diesem Tag noch einmal gesagt, was schon hunderttausendmal gesagt wurde: <strong>Die EU muss sich langfristig selbst verteidigen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Russische Bedrohung: Die EU muss lernen, sich selbst zu verteidigen \u2013 aber wie?                                       <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Gemeinwohl<\/h3>\n<p>Wenn Sie heute nicht zum <strong>Neujahrsempfang beim Bundespr\u00e4sidenten ins Schloss Bellevue<\/strong> eingeladen sind, so wie ich, bedeutet das gar nichts. Sie m\u00fcssen sich nicht gr\u00e4men. Zwar hei\u00dft es auf der pr\u00e4sidialen Website: Eingeladen sind \u00bbB\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus allen Bundesl\u00e4ndern, die sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben\u00ab.<\/p>\n<p>Nicht eingeladen zu sein, hei\u00dft aber nicht, dass man sich 2022 nicht um das Gemeinwohl verdient gemacht hat, sondern nur, dass Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier davon nichts mitbekommen hat. Oder dass das Schloss Bellevue zu klein ist f\u00fcr alle Sich-am-Gemeinwohl-verdient-gemacht-Habenden. Lassen Sie sich also nicht entmutigen. <strong>Sich am Gemeinwohl verdient zu machen, ist ein guter Vorsatz f\u00fcr 2023.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Ehrenamt: Gut verbunden <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Rentenfrage<\/h3>\n<p>In Frankreich wird Ministerpr\u00e4sidentin \u00c9lisabeth Borne heute den Plan f\u00fcr eine Rentenreform vorstellen. <strong>Es geht vor allem darum, dass die Franzosen l\u00e4nger arbeiten.<\/strong> Bislang k\u00f6nnen sie mit 62 Jahren regul\u00e4r in Rente gehen, manche weit fr\u00fcher. 64 oder 65 hei\u00dft wohl das neue Ziel.<\/p>\n<p>Dies ist nicht der erste Versuch von Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, seinen Landsleuten mehr Lebensarbeitszeit zuzumuten. Bislang ist er damit gescheitert. Auch diesmal wird mit heftigen Protesten gerechnet.<\/p>\n<p>In Deutschland, wo man bald mit 67 Jahren in den Ruhestand geschickt wird, l\u00e4uft ebenfalls eine Rentendebatte. <strong>Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hat angeregt, das Eintrittsalter an die durchschnittliche Lebenserwartung zu koppeln. <\/strong>2061 k\u00f6nnte man so bei 69 Jahren landen.<\/p>\n<p>Hat es Frankreich besser? Nicht unbedingt. Dort liegt die durchschnittliche j\u00e4hrliche Arbeitszeit bei rund 1500 Stunden, in Deutschland bei rund 1350. Weniger Arbeitsstunden im Jahr oder weniger Arbeitsjahre, was w\u00e4re Ihnen lieber?<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Reform des Rentensystems: Macron wagt die Machtprobe <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Fragezangen<\/h3>\n<p>Manchmal hilft ein einziger Satz, um endlich zu verstehen, was man so macht. In meinem Fall: was ich seit vierzig Jahren mache (die Rente liegt so fern nicht). Diesen einen genialen Satz fand ich k\u00fcrzlich in dem Roman <strong>\u00bbDer Mann ohne Eigenschaften\u00ab<\/strong> von Robert Musil. <strong>Dort sieht sich der Gespr\u00e4chspartner eines Journalisten \u00bbangefasst mit den Fragezangen einer beruflich auf das Wissenswerte geschulten Neugier\u00ab. <\/strong>Vom Gemeinwohl ist man da weit entfernt.<\/p>\n<p>Seither denke ich bei jedem Interview mit leichtem Unbehagen daran, dass sich mein Gespr\u00e4chspartner von den Fragezangen meiner beruflich auf das Wissenswerte geschulten Neugier angefasst f\u00fchlen k\u00f6nnte. Im Franz\u00f6sischen gibt es daf\u00fcr diesen Ausdruck: D\u00e9formation professionnelle. Comes with the job, sagt der Engl\u00e4nder.<\/p>\n<h3>Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Die j\u00fcngsten Entwicklungen: <\/strong>In der schwer umk\u00e4mpften Stadt Soledar sind laut Kiew \u00bbkaum noch intakte W\u00e4nde \u00fcbrig\u00ab. Und: Moskaus Menschenrechtsbeauftragte will ihren ukrainischen Kollegen treffen. Der \u00dcberblick.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Gro\u00dfbritannien erw\u00e4gt Kampfpanzer-Lieferung an die Ukraine: <\/strong>Deutschland, Frankreich und die USA liefern der Ukraine Panzer, nun zieht wom\u00f6glich ein weiterer Nato-Partner nach: Nach SPIEGEL-Informationen erw\u00e4gt die Regierung in London, gut ein Dutzend Kampfpanzer vom Typ Challenger 2 abzugeben. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Ukrainische Schule weist russische Behauptung \u00fcber get\u00f6tete Soldaten zur\u00fcck: <\/strong>Moskau gibt an, in Kramatorsk 600 ukrainische Soldaten get\u00f6tet zu haben. Laut Reportern gibt es daf\u00fcr vor Ort keine Anzeichen. Auch die betroffene Schule weist Angaben \u00fcber Opfer vehement zur\u00fcck.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Olaf Scholz ist jetzt Kriegspartei: <\/strong>Mit der Marder-Lieferung hat der Kanzler ein Ziel definiert: Die Ukraine muss den Krieg gegen Russland gewinnen, sonst w\u00fcrde auch Deutschland verlieren.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Hier geht&#039;s zum aktuellen Tagesquiz<\/h3>\n<p>Die Startfrage heute: 2019 beschloss der Bundestag das Gesetz \u00bbzur R\u00fcckf\u00fchrung des Solidarit\u00e4tszuschlags 1995\u00ab \u2013 mit welchen Auswirkungen?<\/p>\n<h3>Verlierer des Tages\u2026<\/h3>\n<p>\u2026ist ein kanariengelbes Hemd, bekannt geworden als <strong>Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft<\/strong>. \u00dcber Jahrzehnte war es Symbol der Sch\u00f6nheit, stand f\u00fcr eleganten, mitrei\u00dfenden Fu\u00dfball. Pel\u00e9 hat dieses Trikot getragen, Zico, Ronaldo, Ronaldinho, Neymar. Dieses Trikot machte gute Laune, auch weil die brasilianischen Fans, die es trugen, so fr\u00f6hlich feiern k\u00f6nnen. Man sah sie gern diese gelbe Welle, vor und in den Stadien.<\/p>\n<p>Am Sonntag ist eine gelbe Welle \u00fcber staatliche Institutionen in Bras\u00edlia geschwappt, w\u00fctend, gewaltt\u00e4tig. Viele Fans des ehemaligen Pr\u00e4sidenten Jair Bolsonaro haben das Trikot der Nationalmannschaft zu ihrem Kost\u00fcm gemacht. Nun steht es auch f\u00fcr eine Attacke auf ein demokratisches Wahlergebnis, auf demokratische Institutionen. Vom Symbol der Sch\u00f6nheit bleibt nicht mehr viel.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Brasiliens Ex-Pr\u00e4sident und die Randale: Was wusste Bolsonaro im Florida-Exil? <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Geheime Dokumente in Joe Bidens fr\u00fcherem B\u00fcro gefunden: <\/strong>Anw\u00e4lte des US-Pr\u00e4sidenten wollten ein ehemaliges B\u00fcro ihres Chefs ausr\u00e4umen. Dabei stie\u00dfen sie auf mehrere geheime Akten aus seiner Zeit als Vizepr\u00e4sident. Donald Trump nutzt die Meldung bereits als Steilvorlage.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Kevin McCarthy besteht erste Bew\u00e4hrungsprobe als Sprecher des US-Repr\u00e4sentantenhauses: <\/strong>Dort wurde die neue Gesch\u00e4ftsordnung verabschiedet. Zuvor war unklar gewesen, ob eine Mehrheit f\u00fcr das Regelwerk zustande kommt \u2013 es enth\u00e4lt massive Zugest\u00e4ndnisse an McCarthys parteiinterne Gegner.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>US-Fu\u00dfballtrainer nach Missbrauchsvorw\u00fcrfen lebenslang gesperrt: <\/strong>Den meisten Vereinen der US-Frauenfu\u00dfballliga NWSL wird nach Untersuchungen \u00bbanhaltendes Fehlverhalten\u00ab bescheinigt. F\u00fcr vier Trainer hat das nun nachhaltige Konsequenzen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Der Traum vom 15-Minuten-Arbeitsweg: <\/strong>Im Homeoffice quengeln die Kinder, die Firmenzentrale ist weit entfernt \u2013 der IT-Dienstleister Datev hat seine Mitarbeitenden deshalb nachbarschaftliche Co-Working-Spaces testen lassen. Macht das zufrieden und produktiv? <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00dcbernimmt sich die Lufthansa in Italien?: <\/strong>Abgesagte Fl\u00fcge, verlorene Koffer, \u00fcberforderte Service-Hotline: 2022 war ein chaotisches Jahr f\u00fcr die Lufthansa. Trotzdem will Konzernchef Spohr jetzt bei der italienischen Linie ITA einsteigen. Der Deal ist zu verlockend. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wie die Nazis mit der \u00bbM\u00f6bel-Aktion\u00ab j\u00fcdische Familien ausraubten: <\/strong>Nachttische, Geschirr, N\u00e4hmaschinen \u2013 mit der \u00bbM\u00f6bel-Aktion\u00ab bedienten sich die Nazis am Eigentum j\u00fcdischer Familien. Ihre Beute aus besetzten Gebieten verh\u00f6kerten sie an deutsche Schn\u00e4ppchenj\u00e4ger. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Astronaut im Abfall: <\/strong>Der Schriftsteller Arno Geiger berichtet in seiner Autobiografie von einer kuriosen Leidenschaft. Viele Jahre lang ist er regelm\u00e4\u00dfig kopf\u00fcber in Papierm\u00fcllcontainer getaucht \u2013 auf der Suche nach literarischen Anregungen. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen guten Start in den Tag.<\/p>\n<p><em>Ihr Dirk Kurbjuweit<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schutzschirm Die Europ\u00e4ische Union und die Nato werden heute in Br\u00fcssel eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Zusammenarbeit unterzeichnen. Das passiert zum dritten Mal, ist also Routine. 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