{"id":17448,"date":"2023-01-09T15:16:37","date_gmt":"2023-01-09T12:16:37","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ermittler-finden-verdachtiges-packchen-in-garage-von-festgenommenem-iraner\/"},"modified":"2023-01-09T15:16:37","modified_gmt":"2023-01-09T12:16:37","slug":"ermittler-finden-verdachtiges-packchen-in-garage-von-festgenommenem-iraner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ermittler-finden-verdachtiges-packchen-in-garage-von-festgenommenem-iraner\/","title":{"rendered":"Ermittler finden verd\u00e4chtiges P\u00e4ckchen in Garage von festgenommenem Iraner"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Zwei Iraner sollen einen islamistischen Anschlag mit Giftstoffen geplant haben. Bei einer Durchsuchung entdeckten Beamte nach SPIEGEL-Informationen ein verd\u00e4chtiges Paket und Hinweise auf eine Sprengfalle.  <\/p>\n<p>Bei ihren Ermittlungen gegen zwei terrorverd\u00e4chtige Iraner sind die Beh\u00f6rden in Nordrhein-Westfalen am Morgen auf ein verd\u00e4chtiges P\u00e4ckchen gesto\u00dfen. Polizisten fanden das Paket nach SPIEGEL-Informationen bei der Durchsuchung einer Garage in Castrop-Rauxel. Ein Nachbar habe den Hinweis auf die Garage gegeben, hei\u00dft es in Sicherheitskreisen. Zudem erreichte die Beh\u00f6rden ein Hinweis auf eine m\u00f6gliche Sprengfalle in einer weiteren Garage, die mutma\u00dflich von dem Br\u00fcderpaar genutzt wurde. Das betroffene Gel\u00e4nde wurde teilevakuiert und weitr\u00e4umig abgesperrt, die Untersuchungen laufen.<\/p>\n<p>Wie der SPIEGEL aus Sicherheitskreisen erfuhr, wurde in dem P\u00e4ckchen kein Gift gefunden.<\/p>\n<h3>Beh\u00f6rdenkreise: M\u00f6glicherweise fehlte eine Zutat zur Herstellung des Gifts<\/h3>\n<p>Die beiden sunnitischen Iraner werden verd\u00e4chtigt, einen Anschlag mit den Giftstoffen Rizin und Cyanid geplant zu haben. Bei einem n\u00e4chtlichen Antiterroreinsatz wurden die Beschuldigten in der Nacht zum Sonntag festgenommen. Die Generalstaatsanwaltschaft D\u00fcsseldorf ermittelt wegen des Verdachts der Verabredung zum Mord. Beide M\u00e4nner kamen in Untersuchungshaft.<\/p>\n<p>Nach SPIEGEL-Informationen soll das FBI den ersten Tipp zu den nun Festgenommenen bereits an Weihnachten an deutsche Stellen gegeben haben. Offenbar hatten die Amerikaner die Telegram-Chatgruppe infiltriert, in der sich die beiden mutma\u00dflichen T\u00e4ter zun\u00e4chst nach Bombenbaupl\u00e4nen und sp\u00e4ter nach Giftstoffen erkundigt haben sollen. Es gab demnach zun\u00e4chst Hinweise darauf, dass die Br\u00fcder wohl an Silvester zuschlagen wollten. Allerdings habe ihnen wom\u00f6glich noch eine Zutat zur Herstellung des Gifts gefehlt, die erst nach dem Jahreswechsel geliefert worden sein k\u00f6nnte, hei\u00dft es in Beh\u00f6rdenkreisen. Einer der beiden Br\u00fcder soll polizeilich bereits mehrfach in Erscheinung getreten und aktuell in psychiatrischer Behandlung gewesen sein.<\/p>\n<p>Bei dem Hauptverd\u00e4chtigen handelt es sich nach SPIEGEL-Informationen um Monir J., einen 32-j\u00e4hrigen Fl\u00fcchtling. Aus den Telegram-Chats l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass er mutma\u00dflicher IS-Sympathisant ist. Ein Nachbar beschrieb ihn als ruhigen, unauff\u00e4lligen jungen Mann.<\/p>\n<p>Nach SPIEGEL-Informationen reiste J. im Jahr 2015 nach Deutschland ein und bat um Asyl. Bei seiner Anh\u00f6rung soll er sich als in Iran verfolgter Christ ausgegeben haben. Offenbar glaubten die Beh\u00f6rden seine Geschichte: Bereits zweimal erteilten sie ihm eine dreij\u00e4hrige Aufenthaltserlaubnis. Der aktuelle Titel ist noch bis Ende Juli g\u00fcltig.<\/p>\n<h3>J.s j\u00fcngerer Bruder unter anderem wegen versuchten Mordes verurteilt<\/h3>\n<p>Nun wurde au\u00dferdem bekannt, dass der zweite Festgenommene, J. j\u00fcngerer Bruder, bereits 2019 unter anderem wegen versuchten Mordes zu sieben Jahren Haft verurteilt worden ist. Auch zum Zeitpunkt seiner Festnahme in der Nacht zum Sonntag im Ruhrgebiet war er noch nicht auf freiem Fu\u00df: Er war nach wie vor in einer Entziehungsanstalt in Hagen untergebracht, durfte aber angesichts einer Lockerung am Wochenende teils bei Familienangeh\u00f6rigen \u00fcbernachten. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund am Montag mit. Zuvor hatte das \u00bbWestfalen-Blatt\u00ab dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>Der heute 25-J\u00e4hrige hatte laut der Staatsanwaltschaft im Juli 2018 nachts einen gro\u00dfen Ast von einer Br\u00fccke auf die Autobahn 45 geworfen. Er traf damit ein Auto, die damals 32 Jahre alte Fahrerin wurde durch Glassplitter verletzt. Bei der Tat war er betrunken. Vor der Tat war der Mann aus einem Linienbus geworfen worden, weil er w\u00e4hrend der Fahrt Alkohol getrunken hatte.<\/p>\n<p>Wegen seiner Suchterkrankung ordnete das Gericht 2019 an, dass er nach eineinhalb Jahren in Haft in einer Entziehungsanstalt untergebracht wird. Der Mann habe laut der Klinik zwar Fortschritte gemacht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Die Staatsanwaltschaft habe aber zuletzt Ende November beantragt, dass die Unterbringung anzudauern habe. Eine solche Unterbringung muss halbj\u00e4hrlich \u00fcberpr\u00fcft werden. Laut der Staatsanwaltschaft hatte der Mann mittlerweile aber einen \u00bb\u00dcbernachtungsstatus\u00ab \u2013 eine Lockerung, die ihm erlaubt, am Wochenende auch mal bei Angeh\u00f6rigen zu bleiben. Der Mann war in der Nacht zum Sonntag gemeinsam mit seinem 32-j\u00e4hrigen Bruder in dessen Wohnung in Castrop-Rauxel festgenommen worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Iraner sollen einen islamistischen Anschlag mit Giftstoffen geplant haben. Bei einer Durchsuchung entdeckten Beamte nach SPIEGEL-Informationen ein verd\u00e4chtiges Paket und Hinweise auf eine Sprengfalle. 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