{"id":17396,"date":"2023-01-07T08:37:00","date_gmt":"2023-01-07T05:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-samstag-07-januar\/"},"modified":"2023-01-07T08:37:00","modified_gmt":"2023-01-07T05:37:00","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-samstag-07-januar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-samstag-07-januar\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Samstag (07. Januar)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Gro\u00dfbritannien will die Aufkl\u00e4rung russischer Gr\u00e4ueltaten vorantreiben. Selenskyj beschw\u00f6rt den ukrainischen Zusammenhalt \u2013 und Putin nimmt offenbar allein an einem Gottesdienst teil. Die wichtigsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/h3>\n<p>Die russische Flugabwehr hat staatlichen Angaben zufolge erneut einen Drohnenangriff auf die seit 2014 von Moskau annektierte Halbinsel Krim abgewehrt. Das unbemannte Flugobjekt sei am fr\u00fchen Samstagmorgen \u00fcber einer Mole nahe Sewastopol, der Marinebasis der russischen Schwarzmeerflotte, abgeschossen worden, schrieb der Gouverneur der Stadt, Michail Raswoschajew, laut Staatsagentur Tass in seinem Telegram-Kanal. Der Hafen war bereits mehrfach Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.<\/p>\n<p>Trotz der von Kremlchef Wladimir Putin anl\u00e4sslich des orthodoxen Weihnachtsfests einseitig verk\u00fcndeten Waffenruhe kam es in der Ukraine zu erneuten K\u00e4mpfen. Die 36-st\u00fcndige Feuerpause, die ab Freitagmittag Moskauer Zeit beginnen sollte, w\u00e4re die erste Waffenruhe entlang der gesamten Frontlinie seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar vergangenen Jahres gewesen. Die orthodoxen Kirchen der Ukraine feiern Weihnachten traditionell erst am 7. Januar.<\/p>\n<p>Raswoschajew monierte weiter, selbst das \u00bbheilige Weihnachtsfest\u00ab k\u00f6nne die \u00bbunmenschlichen Wesen\u00ab nicht davon abhalten, \u00bbunsere Heldenstadt anzugreifen\u00ab. Die Ukraine hatte die Feuerpause anl\u00e4sslich des orthodoxen Weihnachtsfests als heuchlerisches Ablenkungsman\u00f6ver der russischen Angreifer abgelehnt. Am Freitag dann galt f\u00fcr die gesamte Ukraine \u2013 trotz Waffenruhe \u2013 rund zwei Stunden lang Luftalarm. Der Ausl\u00f6ser daf\u00fcr sollen Medienberichten zufolge mehrere \u00fcber dem benachbarten Belarus aufgestiegene russische Flugzeuge gewesen sein, die Angst vor neuen Angriffen sch\u00fcrten.<\/p>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin nahm derweil offenbar allein an einem Weihnachtsgottesdienst der orthodoxen Kirche in einer Kreml-Kathedrale teil. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA war es das erste Mal seit Jahren, dass Putin Weihnachten in Moskau und nicht in der Region um die Hauptstadt feierte. Das staatliche Fernsehen zeigte zwei Videos von Putin, auf denen er sich mehrfach bekreuzigt.<\/p>\n<h3>Das sagt Kiew<\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj seinen Landsleuten eine Botschaft zum orthodoxen Weihnachtsfest gesendet. \u00bbDas ist ein Feiertag der Harmonie und des Familienzusammenhalts. Und zusammen sind wir alle eine gro\u00dfe ukrainische Familie\u00ab, sagte er in einem am Freitagabend ver\u00f6ffentlichten Video.<\/p>\n<p>Mehr als 300 Tage nach dem russischen Einmarsch sei die ukrainische Familie geeint wie nie zuvor \u2013 \u00bbin ihrem Mut, ihrer Standhaftigkeit, ihrem gegenseitigen Respekt und ihrer gegenseitigen Hilfe\u00ab, so Selenskyj.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem bekr\u00e4ftigte Selenskyj seine Dankbarkeit f\u00fcr die angek\u00fcndigten Sch\u00fctzenpanzer-Lieferungen aus Deutschland und den USA. \u00bbEs ist uns gelungen, die St\u00e4rke der Ukraine und die Zusammenarbeit bei der Verteidigung mit den Partnern auf ein neues Level zu bringen\u00ab, sagte er in seiner Videoansprache am Freitagabend. \u00bbVon nun an hat die Ukraine mehr Flugabwehr, mehr gepanzerte Fahrzeuge, erstmals westliche Panzer, mehr Gesch\u00fctze und Geschosse.\u00ab<\/p>\n<h3>Internationale Reaktionen<\/h3>\n<p>London will die Aufkl\u00e4rung von russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine vorantreiben. Dazu hat Gro\u00dfbritannien gemeinsam mit den Niederlanden zu einem internationalen Treffen eingeladen. Im M\u00e4rz sollen sich Justizministerinnen und Justizminister aus aller Welt in London treffen, um finanzielle und praktische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag zu organisieren, wie die britische Regierung am Samstag mitteilte.<\/p>\n<p>\u00bbDie russischen Streitkr\u00e4fte sollten wissen, dass sie nicht ungestraft handeln k\u00f6nnen, und wir die Ukraine unterst\u00fctzen werden, bis Gerechtigkeit herrscht\u00ab, sagte der britische Justizminister Dominic Raab einer Mitteilung zufolge            . Die internationale Gemeinschaft m\u00fcsse dem Weltstrafgericht starke R\u00fcckendeckung geben, damit Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>In der belarussischen Opposition mehren sich Sorgen vor einer m\u00f6glichen Mobilmachung in ihrem Land zur Unterst\u00fctzung von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der im Warschauer Exil lebende Oppositionspolitiker Pawel Latuschka sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Vorbereitungen daf\u00fcr seien weit fortgeschritten. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko brauche nur noch auf Befehl des Kremls auf den Knopf zu dr\u00fccken, um mit der Mobilmachung zu beginnen. Der fr\u00fchere belarussische Kulturminister Latuschka geh\u00f6rt dem Exilkabinett von Oppositionsf\u00fchrerin Swetlana Tichanowskaja an.<\/p>\n<p>Wie Latuschka unter Bezug auf Quellen aus Minsk berichtete, seien fast alle Mitarbeiter, die dem belarussischen Innenministerium unterstehen, aufgefordert worden, ihre P\u00e4sse abzugeben. Diese Informationen g\u00e4be es aus verschiedenen St\u00e4dten des Landes. \u00bbDas bedeutet, dass diese Personen das Territorium von Belarus im Falle ihrer Mobilisierung nicht mehr verlassen k\u00f6nnen.\u00ab Man k\u00f6nne zudem beobachten, dass die russische Milit\u00e4rpr\u00e4senz in Belarus st\u00e4ndig wachse. Das betreffe die Zahl der Soldaten und die Ausr\u00fcstung.<\/p>\n<p>Die US-Regierung stellt der Ukraine weitere milliardenschwere Milit\u00e4rhilfen zur Verf\u00fcgung. Das US-Verteidigungsministerium teilte am Freitag mit, das Paket habe einen Umfang von mehr als drei Milliarden US-Dollar (2,8 Milliarden Euro). Davon k\u00e4men Waffen im Wert von 2,85 Milliarden Dollar aus den Best\u00e4nden der US-Streitkr\u00e4fte. Es sei das bislang gr\u00f6\u00dfte Einzelpaket dieser Art. Geliefert w\u00fcrden etwa 50 Sch\u00fctzenpanzer vom Typ Bradley, die unter anderem mit Anti-Panzer-Raketen best\u00fcckt seien.<\/p>\n<p>Nach der deutschen Zusage von Sch\u00fctzenpanzern an die Ukraine hat der Koalitionspartner FDP den Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) weiter erh\u00f6ht, auch Leopard-Kampfpanzer zu liefern. \u00bbModerne Kampfpanzer sind f\u00fcr die russischen Invasionstruppen eines der \u00fcberzeugendsten Argumente, die Heimreise anzutreten. Diese Heimreise beendet Putins Krieg\u00ab, sagte Marcus Faber, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Verteidigung der FDP-Bundestagsfraktion, der \u00bbRheinischen Post\u00ab. Deutschland m\u00fcsse seine Blockadehaltung aufgeben. 180 Leopard 1 warten Faber zufolge bei der deutschen Industrie auf Exportgenehmigungen in die Ukraine. \u00bbDen Ukrainern l\u00e4uft die Zeit davon. Zudem erscheint es absurd, Gepard-Panzer und Panzerhaubitzen zu liefern, aber bei \u00fcber 300 Leopard 2 Zur\u00fcckhaltung walten zu lassen.\u00ab<\/p>\n<h3>Was heute passiert<\/h3>\n<p>Angesichts der orthodoxen Weihnachtsfeierlichkeiten beginnt offiziell der zweite und letzte Tag einer von Kremlchef Wladimir Putin einseitig angeordneten Feuerpause, die allerdings bereits am Freitag nicht hielt. Die Ukraine hat die Geste als Propaganda-Trick und Heuchelei zur\u00fcckgewiesen und ihre R\u00fcckeroberungsversuche fortgesetzt.<\/p>\n<p>Im ber\u00fchmten Kiewer H\u00f6hlenkloster will unterdessen die neue Orthodoxe Kirche der Ukraine ihre Weihnachtsmesse feiern. Die Nutzungsvertr\u00e4ge der konkurrierenden ukrainisch-orthodoxen Kirche f\u00fcr die zwei Hauptkirchen des Klosterkomplexes waren zum Jahresende nicht verl\u00e4ngert worden. Die Kirche war lange Zeit mit dem Moskauer Patriarchat verbunden und hatte sich von diesem erst mit dem russischen Einmarsch Ende Februar losgesagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfbritannien will die Aufkl\u00e4rung russischer Gr\u00e4ueltaten vorantreiben. Selenskyj beschw\u00f6rt den ukrainischen Zusammenhalt \u2013 und Putin nimmt offenbar allein an einem Gottesdienst teil. Die wichtigsten Entwicklungen. 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