{"id":17332,"date":"2023-01-04T12:56:08","date_gmt":"2023-01-04T09:56:08","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/kohlekraft-energiekrise-deutschland-verfehlt-klimaziele-2022-wohl-wegen-kohlekraftwerken\/"},"modified":"2023-01-04T12:56:08","modified_gmt":"2023-01-04T09:56:08","slug":"kohlekraft-energiekrise-deutschland-verfehlt-klimaziele-2022-wohl-wegen-kohlekraftwerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/kohlekraft-energiekrise-deutschland-verfehlt-klimaziele-2022-wohl-wegen-kohlekraftwerken\/","title":{"rendered":"Kohlekraft, Energiekrise: Deutschland verfehlt Klimaziele 2022 \u2013 wohl wegen Kohlekraftwerken"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Obwohl der Verbrauch gesunken ist, sind die Emissionen im Jahr 2022 gestiegen \u2013 weil verst\u00e4rkt Kohlekraftwerke eingesetzt wurden, so die Analyse eines Thinktanks. In einem Sektor wurden die Klimaziele jedoch erreicht.  <\/p>\n<p>Der verst\u00e4rkte Einsatz von Kohlekraftwerken als Gasersatz hat die deutschen Klimaziele einer Studie zufolge 2022 durchkreuzt. Obwohl der Energieverbrauch insgesamt vor allem wegen der hohen Preise um fast f\u00fcnf Prozent zur\u00fcckgegangen sei, machte der Kohle- und \u00d6l-Einsatz die Treibhausgas-Einsparung wieder zunichte, hei\u00dft es in einer Auswertung des Thinktanks Agora Energiewende            .<\/p>\n<p>Auch der Verkehrs- und Geb\u00e4udesektor konnte seine Vorgaben im vergangenen Jahr wieder nicht erf\u00fcllen. Deutschland produzierte so aufgrund vorl\u00e4ufiger Zahlen mit 761 Millionen Tonnen Treibhausgas fast genauso viel wie 2021. Die selbst gesetzte Obergrenze f\u00fcr 2022 wurde um rund f\u00fcnf Millionen Tonnen verfehlt.<\/p>\n<p>Die CO2-Emissionen stagnierten demnach so trotz gesunkenen Energieverbrauchs, vergleichsweise warmen Wetters und g\u00fcnstiger Bedingungen f\u00fcr Wind- und Solaranlagen auf hohem Niveau. \u00bbDas ist ein Alarmsignal im Hinblick auf die Klimaziele\u00ab, sagte Agora-Chef Simon M\u00fcller laut einer Mitteilung. Er wies zudem daraufhin, dass die Ampelkoalition ihr angek\u00fcndigtes Klimaschutzsofortprogramm bislang schuldig geblieben sei. 2023 m\u00fcsse die Regierung die Trendwende schaffen. Derzeit liege man mit einem Minus von 39 Prozent im Vergleich zu 1990 bei den Emissionen erneut noch hinter der Vorgabe f\u00fcr 2020 von damals 40 Prozent. Bis 2030 will Deutschland den Aussto\u00df aber um 65 Prozent reduzieren.<\/p>\n<h3>Industrie hat Ziele wohl erreicht<\/h3>\n<p>Der Verkehr bleibe das gro\u00dfe Problemfeld unter den Sektoren: Dort lag laut Agora der CO2-Aussto\u00df mit 150 Millionen Tonnen deutlich \u00fcber dem laut Klimaschutzgesetz erlaubten 139 Millionen Tonnen. Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zielverfehlung seien das nach dem Coronar\u00fcckgang wieder gestiegene Verkehrsaufkommen und fehlende politische Instrumente zur Reduktion der Emissionen. Der Industriesektor habe dagegen seine Ziele eingehalten. Dies sei eine Folge von Energie-Sparen und mehr Effizienz. Dennoch brauche es noch mehr, um auch die Vorgaben f\u00fcr 2030 zu erreichen.<\/p>\n<p>Der Agora-Auswertung zufolge produzierten Erneuerbare Energien 2022 mit 248 Terawattstunden so viel Strom wie nie zuvor \u2013 ein Plus von rund zehn Prozent gegen\u00fcber 2021. Dabei blieb die Windkraft gr\u00f6\u00dfter Stromlieferant unter den Erneuerbaren. Gleichzeitig stieg die Produktion aus Solarkraftwerken um 23 Prozent gegen\u00fcber 2021 \u2013 dank eines \u00fcberdurchschnittlich guten Sonnenjahrs und eines kr\u00e4ftigen Zubaus neuer Anlagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl der Verbrauch gesunken ist, sind die Emissionen im Jahr 2022 gestiegen \u2013 weil verst\u00e4rkt Kohlekraftwerke eingesetzt wurden, so die Analyse eines Thinktanks. 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