{"id":1722,"date":"2020-08-08T23:16:47","date_gmt":"2020-08-08T20:16:47","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-ausbruch-bei-tonnies-virenkarussell-oder-wohnsituation\/"},"modified":"2020-08-08T23:16:47","modified_gmt":"2020-08-08T20:16:47","slug":"coronavirus-ausbruch-bei-tonnies-virenkarussell-oder-wohnsituation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-ausbruch-bei-tonnies-virenkarussell-oder-wohnsituation\/","title":{"rendered":"Coronavirus-Ausbruch bei T\u00f6nnies: Virenkarussell oder Wohnsituation?"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/27db8b98-5b7e-4f7b-9442-4e63de634dcb_w948_r1.77_fpx56.66_fpy44.98.jpg\" title=\"Fleisch-Unternehmer Clemens T\u00f6nnies\" alt=\"Fleisch-Unternehmer Clemens T\u00f6nnies\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Fleisch-Unternehmer Clemens T\u00f6nnies<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Noah Wedel\/ imago images  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Deutschland hatte das Coronavirus schon wieder gut im Griff, doch dann lie\u00df der Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern T\u00f6nnies im Juni die gemeldeten Fallzahlen rasant steigen: Innerhalb k\u00fcrzester Zeit steckten sich mehr als 1400 Arbeiter an und gleich zwei Landkreise mussten in den erneuten Lockdown. Die Infektionen bei dem umstrittenen Unternehmen in Rheda-Wiedenbr\u00fcck sind der weltweit gr\u00f6\u00dfte dokumentierte Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik.<\/p>\n<p>Der Schuldige war schnell gefunden: T\u00f6nnies selbst &#8211; die Firma, die die Lust der Deutschen auf Wurst und Steak zu einem Massengesch\u00e4ft hochskaliert hat. Rund 16,7 Millionen Tiere verarbeitet der Branchenprimus pro Jahr &#8211; und schlachtet damit mehr als seine beiden gr\u00f6\u00dften Konkurrenten Westfleisch und Vion zusammen. Auch Konzernchef Clemens T\u00f6nnies taugt gut zum Feindbild: Seine N\u00e4he zu Russland, Rassismusvorw\u00fcrfe &#8211; und \u00fcberhaupt: Kann jemand, der bis zu 25.000 Tiere am Tag schlachten und osteurop\u00e4ische Subunternehmer unter zweifelhaften Bedingungen f\u00fcr sich arbeiten l\u00e4sst, unschuldig sein?<\/p>\n<p>Trotz heftiger Reaktionen aus Politik, Gesellschaft und auch aus den Medien behauptet T\u00f6nnies genau das &#8211; und sieht sich durch eine Studie endg\u00fcltig entlastet. Die Untersuchung erschien schon am 23. Juli, es war von einem Superspreader-Event die Rede, ein Ergebnis war, dass sich auch Arbeiter in acht Meter Entfernung mit Corona infiziert hatten. Den Angaben zufolge wurde die Studie nicht extern finanziert oder beauftragt.<\/p>\n<p>Der SPIEGEL hat sich die Ergebnisse des Forscherteams um Melanie Brinkmann von der TU Braunschweig und dem Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung nun genauer angesehen. Auf den ersten Blick hat T\u00f6nnies recht &#8211; er und sein Unternehmen sind demnach f\u00fcr die ersten Infektionen kaum verantwortlich zu machen. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.<\/p>\n<h3>Der Ursprung<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst f\u00fchrt die Spur zum Ursprung des Ausbruchs keineswegs direkt zu T\u00f6nnies, sondern in eine Wurstwarenfabrik im nieders\u00e4chsischen Dissen namens Westcrown, die gut 30 Kilometer entfernt vom T\u00f6nnies-Werk liegt.<\/p>\n<p>Bei Westcrown waren Anfang Mai nach angeordneten Massentests in allen Fleisch-Gro\u00dfbetrieben Nordrhein-Westfalens 94 von 279 Mitarbeitern positiv getestet worden. Zwei T\u00f6nnies-Mitarbeiter, die in der Fr\u00fchschicht im Werk in Rheda-Wiedenbr\u00fcck Rinderviertel zerlegen, erz\u00e4hlten ihren Vorgesetzten danach, dass sie mit Kollegen aus Dissen bei einem Gottesdienst gewesen seien. Weil man das Infektionsrisiko als gering einsch\u00e4tzte, arbeiteten die M\u00e4nner weiter, w\u00e4hrend sie auf ihr Testergebnis warteten. Es war positiv.<\/p>\n<p>Ersten Ergebnissen zufolge gab nur einer der beiden T\u00f6nnies-Mitarbeiter das Virus weiter, die Forscher nennen ihn B1. Genomanalysen der Viren, die er in sich trug, zeigten bestimmte Mutationen, die sp\u00e4ter auch bei seinen Kollegen festgestellt wurden. So lassen sich Infektionswege zur\u00fcckverfolgen.<\/p>\n<h3>Der erste Ausbruch<\/h3>\n<p>Die beiden infizierten T\u00f6nnies-Mitarbeiter und f\u00fcnf Kollegen aus derselben Wohnung gingen in Quarant\u00e4ne. Der Schritt kam jedoch zu sp\u00e4t. B1 hatte das Virus bereits weitergegeben, Tests bei 18 der 140 Fr\u00fchschicht-Mitarbeiter lieferten ein positives Ergebnis.<\/p>\n<p>Die Arbeiter hatten gemeinsam in einer gro\u00dfen Produktionskette gearbeitet, bei der auf der einen Seite geviertelte Rinder einliefen und am anderen Ende als fertig verpackte Fleischst\u00fccke wieder herauskamen. Die meisten Mitarbeiter hatten ihren festen Platz, B1 stand ausgerechnet in der Mitte der Halle.<\/p>\n<p>Die Forscher schlie\u00dfen daraus, dass sich das Virus vor allem \u00fcber winzige infekti\u00f6se Luftteilchen verbreitet hat, sogenannte Aerosole, die sich \u00fcber l\u00e4ngere Zeit in der Luft halten k\u00f6nnen. In der Fleischzerlegung saugen K\u00fchlanlagen permanent Luft ein, um die Raumtemperatur bei zehn Grad Celsius zu halten. Die Anlagen wirken wahrscheinlich wie ein Virenkarussell, das die infekti\u00f6sen Partikel durch die Luft schleudert.<\/p>\n<p>Mutma\u00dflich steckte B1 dadurch noch Kollegen an, die acht Meter von ihm entfernt standen. Was bedeutet, dass ein Abstand von anderthalb oder zwei Metern, der unter anderen Umst\u00e4nden als relativ sicher angesehen wird, in Schlachtbetrieben bei Weitem nicht ausreichen d\u00fcrfte. Das k\u00f6nnte auch die vielen anderen Ausbr\u00fcche weltweit in Fleisch- und Fischfabriken erkl\u00e4ren. (Mehr dazu lesen Sie hier.)<\/p>\n<p>&quot;Unsere Daten deuten stark darauf hin, dass die Mehrheit der \u00dcbertragungen innerhalb der Rindfleischverarbeitung erfolgte, wobei Fall B1 der Ursprung des Clusters ist&quot;, schreiben die Forscher in ihrem ersten Bericht, der noch nicht von Fachkollegen begutachtet wurde. Die Wohnbedingungen spielten dagegen offenbar kaum eine Rolle. Nur bei einer von elf untersuchten Wohnungen und einer von neun Fahrgemeinschaften, die die Fr\u00fchschicht nutzten, war die Infektionsrate auff\u00e4llig erh\u00f6ht. Die Betroffenen hatten jedoch auch nah beieinander gearbeitet.<\/p>\n<h3><strong>Der vermeintliche Ablass<\/strong><\/h3>\n<p>&quot;Wir k\u00f6nnen nicht ausschlie\u00dfen, dass es auch in Gemeinschaftsunterk\u00fcnften zu einzelnen \u00dcbertragungen gekommen ist&quot;, sagt Brinkmann dem SPIEGEL. &quot;Sie allein k\u00f6nnen einen Ausbruch in so einer Geschwindigkeit aber niemals erkl\u00e4ren.&quot; T\u00f6nnies habe sich stets kooperativ gezeigt und alle Fragen beantwortet, auch &quot;wer wo gearbeitet hat, wer mit wem in einem Auto sa\u00df&quot;.<\/p>\n<p>Dieses Ergebnis ist ganz im Sinne des Unternehmens. &quot;Mit dieser Studie ist jetzt klar, dass der Ausbruch in Rheda-Wiedenbr\u00fcck nicht unser Verschulden war&quot;, hei\u00dft es in einer Mitteilung an den SPIEGEL. &quot;Verantwortlich waren weder fehlende Hygienema\u00dfnahmen und schon gar nicht die Wohnbedingungen der Werkvertragsarbeitnehmer. Der Ausbruch geschah auch nicht, weil gegen Gesetze, Regeln oder Verordnungen versto\u00dfen wurde. Es ist schlicht ein Problem aufgetreten, das niemand zuvor kannte.&quot;<\/p>\n<p>Ob die Studie als Freispruch erster G\u00fcte f\u00fcr T\u00f6nnies taugt, ist allerdings keinesfalls so klar, wie es das Unternehmen offenbar gerne h\u00e4tte. Denn die Forscher untersuchten nur ein erstes Cluster.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Ausbruch folgte gut einen Monat sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Diesmal ging das Virus unter Mitarbeitern in der Sauenzerlegung um, 657 von 983 Proben aus der Abteilung waren positiv. Beh\u00f6rden zogen die Notbremse, Schulen und Kitas wurden geschlossen, der Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbr\u00fcck eingestellt. Am 23. Juni mussten die Kreise G\u00fctersloh und Warendorf zur\u00fcck in den Lockdown.<\/p>\n<p>Auch bei diesem Ausbruch trugen viele der Infizierten die Virenvariante in sich, die zuvor beim Rinder-Zerleger B1 festgestellt wurde. Laut dem Forscherteam um Brinkmann deutet das auf ein anhaltendes Infektionsgeschehen hin, das auf einen Ursprung zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p>T\u00f6nnies erkl\u00e4rt das mit weiteren Runden im Viruskarussell. Gereon Schulze Althoff, Leiter des Pandemie-Krisenstabs bei T\u00f6nnies, sagt: &quot;Es k\u00f6nnte innerhalb und au\u00dferhalb des Betriebes einzelne Ansteckungen gegeben haben. Von denen k\u00f6nnten dann Personen in der Schweinezerlegung vergleichbare Superspreading-Events verursacht haben wie bei dem ersten Ausbruch in der Rinderzerlegung.&quot;<\/p>\n<p>Das habe man damals nicht erkennen k\u00f6nnen, weil viele F\u00e4lle symptomlos verlaufen w\u00fcrden und sich kein Mitarbeiter als m\u00f6gliche Kontaktperson eines Infizierten gemeldet habe. \u00dcber die misslungene Eind\u00e4mmung sei T\u00f6nnies &quot;tief entt\u00e4uscht&quot;, sagt Schulze Althoff, man habe aber auch sicher einfach &quot;Pech&quot; gehabt, weil die infekti\u00f6sen Arbeiter &quot;offensichtlich [&#8230;] gar nicht wussten, dass sie infiziert sind&quot;.<\/p>\n<p>Auch bei diesem Ausbruch d\u00fcrfte der Helmholtz-Studie zufolge die \u00dcbertragung durch Aerosole eine Rolle gespielt haben, doch irgendwie muss das Virus ja in den Schweinebereich gelangt sein. In ihrem Fazit weisen die Forscher deshalb explizit darauf hin, dass die Wohnbedingungen bei diesem zweiten, gr\u00f6\u00dferen Ausbruch durchaus eine Rolle gespielt haben k\u00f6nnten. Der vermeintliche Ablass auf den sich T\u00f6nnies nun beruft &#8211; eindeutig bewiesen durch die Wissenschaft -, ist daher fragw\u00fcrdig.<\/p>\n<h3><strong>Die Schuldfrage<\/strong><\/h3>\n<p>Bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld sind bereits rund 50 Strafanzeigen im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch eingegangen. Die Beh\u00f6rde ermittelt inzwischen auch gegen die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von T\u00f6nnies. Es gebe einen Anfangsverdacht auf fahrl\u00e4ssige K\u00f6rperverletzung und Versto\u00df gegen das Infektionsschutzgesetz.<\/p>\n<p>Dass T\u00f6nnies sich durch die Studie entlastet sieht, ist f\u00fcr Rechtsanwalt Michael Winkelm\u00fcller, der sich auf Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz spezialisiert hat, auch eine Positionierung in den Ermittlungen. &quot;Die Stellungnahme von T\u00f6nnies liest sich so, als h\u00e4tte sie die Kausalit\u00e4t m\u00f6glicher Pflichtverletzungen im Blick&quot;, sagt Winkelm\u00fcller. Was er meint: T\u00f6nnies wird wohl anzweifeln, dass sich die Corona-Infektionen der Mitarbeiter auf m\u00f6gliches Fehlverhalten des Unternehmens zur\u00fcckf\u00fchren lassen. Denn dem Konzern drohen empfindliche Schadenersatzforderungen.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich hat der Arbeitgeber eine Schutz- und F\u00fcrsorgepflicht, das hei\u00dft, er muss das Leben und die Gesundheit seiner Mitarbeiter am Arbeitsplatz vor Gefahren sch\u00fctzen. Dazu muss er das Arbeitsschutzgesetz und die jeweilige Corona-Schutzverordnung des Landes einhalten \u2013 und vermutlich auch den &quot;SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard&quot;, den Minister Heil im April herausgegeben hat. Dieser r\u00e4t etwa dazu, nicht nur eine Maskenpflicht einzuf\u00fchren, sondern auch Plastikw\u00e4nde aufzustellen, wenn Angestellte den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten k\u00f6nnen. Auch sollten mehrere Mitarbeiter nicht in einem Raum schlafen.<\/p>\n<p>Das Problem f\u00fcr die T\u00f6nnies-Arbeiter: Die meisten sind in Subunternehmen besch\u00e4ftigt, sie k\u00f6nnten also nur ihren direkten Arbeitgeber wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen Arbeits- und Infektionsschutz belangen &#8211; oder m\u00fcssten nachweisen, dass T\u00f6nnies als de-facto-Arbeitgeber die Schutz- und F\u00fcrsorgepflicht zukommt. Das d\u00fcrfte nicht einfach werden.<\/p>\n<p>Zudem k\u00f6nnte T\u00f6nnies laut Anwalt Winkelm\u00fcller argumentieren, dass etwaige Verst\u00f6\u00dfe keine Auswirkung auf den Corona-Ausbruch in der Fabrik hatten. &quot;Das w\u00e4re in einem Strafverfahren und auch in einem zivilrechtlichen Haftungsverfahren entlastend f\u00fcr die Verantwortlichen bei T\u00f6nnies&quot;, sagt der Anwalt. Dann w\u00fcrde wohl keine Verurteilung wegen fahrl\u00e4ssiger K\u00f6rperverletzung oder fahrl\u00e4ssigen Pflichtverst\u00f6\u00dfen drohen, sondern eher ein einfaches Bu\u00dfgeld.<\/p>\n<h3><strong>Die Blaupause<\/strong><\/h3>\n<p>Doch T\u00f6nnies k\u00f6nnte auch auf anderen Wegen belangt werden. So k\u00f6nnten die massenhaften Infektionen entgegen der Regel als Arbeitsunf\u00e4lle gewertet werden \u2013 die gesetzliche Unfallversicherung k\u00f6nnte dann die Behandlungskosten \u00fcbernehmen und Regressanspr\u00fcche an T\u00f6nnies oder seine Subunternehmer stellen. Inzwischen ist auch der Spitzenverband der Unfallkassen DGUV offen f\u00fcr diese M\u00f6glichkeit, wenn die betroffene Person lange mit einem Infizierten in Kontakt war oder es im Betrieb ein &quot;Ausbruchsgeschehen&quot; gibt.<\/p>\n<p>Werksvertragsarbeiter haben Winkelm\u00fcller zufolge wohl die besten Chancen auf einen Schadenersatz aus &quot;unerlaubter Handlung&quot;. Die H\u00fcrden daf\u00fcr seien &quot;hoch, aber nicht absolut un\u00fcberwindbar&quot;. Konkret k\u00f6nnten die Arbeiter T\u00f6nnies eine &quot;sittenwidrige vors\u00e4tzliche Sch\u00e4digung&quot; vorwerfen. Um so argumentieren zu k\u00f6nnen, m\u00fcssten Winkelm\u00fcller zufolge Verst\u00f6\u00dfe beim Mindestabstand, der Maskenpflicht oder der Unterbringung aber schon geh\u00e4uft und systematisch vorgekommen sein.<\/p>\n<p>T\u00f6nnies teilt dazu mit, dass Arbeitsschutzma\u00dfnahmen &quot;ganz klar zu befolgen&quot; seien. &quot;Wir sind auch heute noch der Meinung, dass unser Hygienekonzept von vor dem Corona-Ausbruch grunds\u00e4tzlich geeignet war. Die Beh\u00f6rden hatten auch Kenntnis von diesem Hygienekonzept.&quot;<\/p>\n<p>Inzwischen werden in dem Werk wieder 15.000 Tiere am Tag geschlachtet. Vor Corona waren es nach Konzernangaben bis zu 25.000. Das Hygienekonzept ist versch\u00e4rft, eine neue Filtertechnik eingebaut und zwischen den Arbeitern stehen Plexiglasscheiben.<\/p>\n<p>Ausgerechnet T\u00f6nnies k\u00f6nnte nun zur Blaupause f\u00fcr den Umgang mit Covid-19 in fleischverarbeitenden Betrieben werden. Man habe gerade erst eine Anfrage von einer nordamerikanischen Beh\u00f6rde bekommen, die um Informationen zum neuen Bel\u00fcftungssystem gebeten habe, sagt Sprecher Markus Eicher. Auch mit einem der gr\u00f6\u00dften US-Produzenten sei T\u00f6nnies in Kontakt.<\/p>\n<p>Krisenstabsleiter Schulze Althoff ist sich sicher, dass aus den neuen Erkenntnissen &quot;wichtige Schl\u00fcsse f\u00fcr die weltweiten Ausbr\u00fcche&quot; gezogen werden k\u00f6nnen. Es wird sich zeigen, ob das Virus ihnen recht gibt.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Fleisch-Unternehmer Clemens T\u00f6nnies Foto:\u2002Noah Wedel\/ imago images Deutschland hatte das Coronavirus schon wieder gut im Griff, doch dann lie\u00df der Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern T\u00f6nnies im Juni die gemeldeten Fallzahlen rasant steigen: Innerhalb k\u00fcrzester Zeit steckten sich mehr als 1400 Arbeiter an und gleich zwei Landkreise mussten in den erneuten Lockdown. 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