{"id":17084,"date":"2022-12-24T17:08:11","date_gmt":"2022-12-24T14:08:11","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wladimir-putin-berater-informieren-ihn-offenbar-unzureichend-uber-den-ukraine-krieg\/"},"modified":"2022-12-24T17:08:11","modified_gmt":"2022-12-24T14:08:11","slug":"wladimir-putin-berater-informieren-ihn-offenbar-unzureichend-uber-den-ukraine-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wladimir-putin-berater-informieren-ihn-offenbar-unzureichend-uber-den-ukraine-krieg\/","title":{"rendered":"Wladimir Putin: Berater informieren ihn offenbar unzureichend \u00fcber den Ukraine-Krieg"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Gesch\u00f6nte Briefings, veraltete Updates von der Front: Laut einem Medienbericht wird Wladimir Putin von seinem Stab nur bedingt \u00fcber die Lage in der Ukraine informiert \u2013 offenbar aus Angst, den Pr\u00e4sidenten zu ver\u00e4rgern.  <\/p>\n<p>Seit Monaten treibt Wladimir Putin seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine voran, trotz fataler Misserfolgen seiner Armee und einem Exodus junger M\u00e4nner                                        aus Russland. Was wei\u00df der russische Pr\u00e4sident wirklich \u00fcber die Lage an der Front und die Stimmung in seinem Land? Welche Informationen erreichen ihn, welche nicht? Das \u00bbWall Street Journal\u00ab hat dazu \u00fcber Monate recherchiert und mit Expertinnen und Experten aus Russland, den USA und der Ukraine gesprochen, die teils direkte Einblicke in den Kreml hatten.<\/p>\n<p>Die Zeitung zeichnet nun in einem Bericht             das Bild eines weitgehend isolierten Mannes, der sich auf wohl kuratierte, mitunter gesch\u00f6nte Informationen aus seinem inneren Zirkel verlassen soll. Grunds\u00e4tzlich ist diese Einsch\u00e4tzung nicht neu: Schon im M\u00e4rz hatte das Wei\u00dfe Haus mitgeteilt, dass die US-Regierung davon ausgehe, dass Putin von seinen Beratern nicht richtig \u00fcber die Misserfolge der Armee und die Folgen der westlichen Sanktionen informiert werde. Das \u00bbWall Street Journal\u00ab hat laut eigenen Angaben nun aber sehr viel konkreter die Informationsketten zum russischen Pr\u00e4sidenten nachgezeichnet.<\/p>\n<p>Mehrere namentlich nicht genannte Quellen sagten der Zeitung zwar, Putin bem\u00fche sich nach mehreren Kriegsmonaten inzwischen, sich ein klareres Bild von der Lage in der Ukraine zu verschaffen. Sein Umfeld w\u00fcrde ihn in seinem Glauben an eine erfolgreiche milit\u00e4rische Invasion der Ukraine aber weiter best\u00e4rken. Putin sei inzwischen selbst so misstrauisch gegen\u00fcber seiner Befehlsstruktur, dass er Befehle teilweise direkt an die Frontlinie gegeben habe, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<h3>Putin soll veraltete Informationen von der Front erhalten haben<\/h3>\n<p>Wie also wird Putin dem Bericht zufolge offenbar informiert? Laut \u00bbWall Street Journal\u00ab soll Putin jeden Morgen um 7 Uhr ein schriftliches Briefing zur Lage in der Ukraine erhalten, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen ehemaligen russischen Geheimdienstoffizier sowie aktuelle und ehemalige russische Beamte. Die Informationen in diesem Papier seien kuratiert, \u00bbum Erfolge hervorzuheben und R\u00fcckschl\u00e4ge herunterzuspielen\u00ab, schreibt die Zeitung. Beamten aus Russland und den USA zufolge soll Putin sich lange geweigert haben, das Internet zu nutzen, hei\u00dft es weiter \u2013 aus Angst vor digitaler \u00dcberwachung. Das habe ihn noch abh\u00e4ngiger von den schriftlichen Briefings seiner Berater gemacht.<\/p>\n<p>Das \u00bbWall Street Journal\u00ab berichtet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, die nicht n\u00e4her genannt werden, dass es mehrere Tage dauern k\u00f6nne, bis Putin Informationen \u00fcber die Lage an der Front erhalte. Diese seien dann mitunter veraltet. Das l\u00e4ge an den Informationswegen, hie\u00df es: So w\u00fcrden die Milit\u00e4rs an der Front an den russischen Inlandsgeheimdienst FSB berichten, der die Dokumente f\u00fcr die Experten von Putins Sicherheitsrats aufbereite. Der Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Nikolai Patruschew, w\u00fcrde die Berichte dann an Putin weiterleiten, hei\u00dft es. Patruschew war fr\u00fcher FSB-Chef und gilt als Teil der sogenannten Silowiki, eines engen Zirkels um Putin aus Geheimdienstlern und Milit\u00e4rs.<\/p>\n<h3>Kreml dementiert Missinformation<\/h3>\n<p>Mehrere Anfragen des \u00bbWall Street Journals\u00ab an verschiedene russische Stellen, darunter Patruschew und den Sicherheitsrat, blieben laut dem Bericht unbeantwortet. Kremlsprecher Dmitri Peskow teile der Zeitung unterdessen mit: \u00bbDer Pr\u00e4sident hat, wie schon fr\u00fcher, mehrere Kan\u00e4le, um Informationen zu erhalten.\u00ab Behauptungen, dass Putin verzerrte Informationen erhalte, entspr\u00e4chen \u00bbnicht der Realit\u00e4t\u00ab.<\/p>\n<p>Das \u00bbWall Street Journal\u00ab berichtete dagegen, dass ein \u00bblangj\u00e4hriger Meinungsforscher\u00ab kurz nach Beginn der Invasion Putins B\u00fcro kontaktierte. Den damaligen Umfragen zufolge h\u00e4tten weniger Russinnen und Russen den Krieg unterst\u00fctzt als erwartet, berichtet die Zeitung. Putins B\u00fcro habe nur geantwortet: \u00bbWladimir Wladimirowitsch muss jetzt nicht aufgeregt werden.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbDie Menschen in Putins Umfeld sch\u00fctzen sich selbst\u00ab, sagte Jekaterina Winokurowa dem \u00bbWall Street Journal\u00ab. Winokurowa war Teil des russischen Menschenrechtsrates, das oppositionelle \u00bbFree Russia Forum\u00ab listet  sie als \u00bbPropagandistin\u00ab f\u00fcr Russlands Krieg. Laut dem \u00bbWall Street Journal\u00ab hat Putin sie im November abgesetzt. Winokurowa sagte der Zeitung zu Putins Vertrauten: \u00bbSie sind fest davon \u00fcberzeugt, dass sie den Pr\u00e4sidenten nicht ver\u00e4rgern d\u00fcrfen.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesch\u00f6nte Briefings, veraltete Updates von der Front: Laut einem Medienbericht wird Wladimir Putin von seinem Stab nur bedingt \u00fcber die Lage in der Ukraine informiert \u2013 offenbar aus Angst, den<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":17085,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-17084","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17084"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17084\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}