{"id":16938,"date":"2022-12-18T07:37:48","date_gmt":"2022-12-18T04:37:48","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/aquadom-das-gebaude-ist-nicht-einsturzgefahrdet\/"},"modified":"2022-12-18T07:37:48","modified_gmt":"2022-12-18T04:37:48","slug":"aquadom-das-gebaude-ist-nicht-einsturzgefahrdet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/aquadom-das-gebaude-ist-nicht-einsturzgefahrdet\/","title":{"rendered":"Aquadom: \u00bbDas Geb\u00e4ude ist nicht einsturzgef\u00e4hrdet\u00ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Noch immer steht in der Tiefgarage das Wasser. Doch \u00bbdas Geb\u00e4ude ist nicht einsturzgef\u00e4hrdet\u00ab, versichert ein Sprecher \u2013 der \u00dcberblick.  <\/p>\n<p>Noch immer herrscht Fassungslosigkeit dar\u00fcber, dass der Aquadom in Berlin geplatzt ist. Am Tag nach dem Kollaps des Riesenaquariums ging es vor allem um Aufr\u00e4umarbeiten und die weitere Ursachensuche. Sorge gab es auch, ob das Ungl\u00fcck Folgesch\u00e4den nach sich zieht, etwa an dem Geb\u00e4ude, in dem es stand.<\/p>\n<p>\u00bbDas Geb\u00e4ude ist nicht einsturzgef\u00e4hrdet\u00ab, sagte Fabian Hellbusch, Sprecher des Geb\u00e4udeeigent\u00fcmers Union Investment, am Samstagmorgen. Allerdings steht wohl das weitere Vorgehen noch nicht fest. Es f\u00e4nden weiterhin bautechnische Untersuchungen statt, so Hellbusch. Viel Wasser lief in die Kanalisation, viel aber auch in Keller und benachbarte Einrichtungen \u2013 etwa das DDR-Museum.<\/p>\n<p>Das Hotel, in dem sich das 16 Meter hohe Aquarium befand, sei \u00bbbis auf Weiteres\u00ab geschlossen, erkl\u00e4rte Hellbusch. Die G\u00e4ste seien noch am Freitag in ein anderes Hotel gebracht worden. Man sei in engem Austausch mit dem Hotel.<\/p>\n<p>In dem Geb\u00e4udekomplex wurden demnach mindestens sechs weitere L\u00e4den besch\u00e4digt. \u00bbIn der Tiefgarage stehen aktuell immer noch f\u00fcnf Zentimeter Wasser\u00ab, sagte er.<\/p>\n<p>Das riesige Aquarium Aquadom mit 1500 Fischen in dem Hotel nahe dem Alexanderplatz war am Freitagmorgen geplatzt. Eine Million Liter Wasser ergossen sich anschlie\u00dfend aus dem zerst\u00f6rten Glaszylinder in das Hotel und auf die Stra\u00dfe. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Hinweise auf einen gezielten, gewaltsamen Anschlag gab es laut Polizei zun\u00e4chst nicht.<\/p>\n<h3>Wenige Fische hatten Gl\u00fcck<\/h3>\n<p>Den Samstag \u00fcber waren am Ungl\u00fccksort Arbeiter in wei\u00dfen Schutzanz\u00fcgen zu sehen, die Schutt in gro\u00dfe Baucontainer brachten und Wannen und Netze abtransportierten. Ein gro\u00dfer wei\u00dfer Bauzaun steht vor dem Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Der Fokus liege weiter auf den \u00bbintensiven Aufr\u00e4umarbeiten\u00ab im Au\u00dfenbereich sowie auf Sicherheitsma\u00dfnahmen der zerst\u00f6rten und besch\u00e4digten L\u00e4den und offenen Fassaden, so Hellbusch. Hinter den Mauern d\u00fcrfte das Chaos noch gut sichtbar sein.<\/p>\n<p>W\u00e4re das Aquarium zu einer sp\u00e4teren Zeit geplatzt, h\u00e4tte es nach Einsch\u00e4tzung von Sicherheitskr\u00e4ften und Politikern schlimmer ausgehen k\u00f6nnen, mit mehr Verletzten, vielleicht sogar Todesopfern. Denn dann w\u00e4ren deutlich mehr Hotelg\u00e4ste in der N\u00e4he gewesen. F\u00fcr die Tiere im Aquarium war es auch so verheerend: Fast alle Fische sind tot.<\/p>\n<p>Einige jedoch hatten Gl\u00fcck. In dem Ring, der das Aquarium eigentlich stabilisieren sollte, sammelte sich laut Feuerwehr etwas Wasser. \u00bbDrei gro\u00dfe Eimer voll\u00ab lebende Fische seien aus diesem Bereich etwa gerettet worden, sagt ein Feuerwehrsprecher.<\/p>\n<p>Auch unter Tr\u00fcmmerteilen seien immer wieder lebende Fische in Pf\u00fctzen gefunden worden. Sie seien im Sealife und dem Berliner Zoo untergebracht worden. Aus den unterirdischen Zuchtbecken sind nach Angaben von Union Investement weitere 630 Fische gerettet worden, Auch sie wurden in den Tierpark, den Zoo und das Sealife gebracht sowie teils an ein Netzwerk von Spezialz\u00fcchtern weitergegeben. Fische von \u00fcber 100 verschiedenen Arten schwammen in den 1000 Kubikmetern Salzwasser des Aquadoms.<\/p>\n<h3>US-Lieferant schickt Ermittlungsteam<\/h3>\n<p>Die Suche nach der Ursache geht weiter. \u00bbEs besteht weiterhin Unklarheit, was die Gr\u00fcnde f\u00fcr das pl\u00f6tzliche Bersten des Acrylglaszylinders betrifft\u00ab, sagte Hellbusch mit. \u00bbIm Moment deutet nichts darauf hin, dass etwas strafrechtlich Relevantes im Raum steht\u00ab, sagte eine Polizeisprecherin. Zur Begutachtung der Sch\u00e4den sollen ab Montag Sachverst\u00e4ndige die Fl\u00e4chen n\u00e4her in Augenschein nehmen. Das am Bau des geplatzten Aquariums beteiligte US-amerikanische Unternehmen Reynolds Polymer Technology will ebenfalls ein Team zur Untersuchung des Vorfalls nach Berlin schicken.<\/p>\n<p>Das Unternehmen aus den USA hat nach eigenen Angaben 2002 eine \u00bbZylinderkomponente\u00ab des Tanks hergestellt und installiert. Auf seiner Homepage schreibt das Unternehmen, es habe das Acrylfenster des Aquadoms hergestellt.<\/p>\n<p>\u00bbF\u00fcr die Wiederer\u00f6ffnung des Hotels gibt es verst\u00e4ndlicherweise noch keinen Zeitplan\u00ab, hei\u00dft es. Vorrangig gelte es, das Ausma\u00df der Sch\u00e4den aufzunehmen und f\u00fcr Sicherheit bei den Aufr\u00e4umarbeiten zu sorgen. Auch das Schicksal des Aquadoms sei unklar. \u00bbOb der AquaDom wiederaufgebaut wird oder eine alternative Nutzung infrage kommt, l\u00e4sst sich heute noch nicht sagen.\u00ab<\/p>\n<p>Das Aquarium wurde den Angaben zufolge bis Sommer 2020 umfassend modernisiert und \u00f6ffnete dann wegen der Coronapandemie erst 2022 wieder. Der Bau soll vor knapp 20 Jahren nach damaligen Mitteilungen und Berichten knapp 13 Millionen Euro gekostet haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch immer steht in der Tiefgarage das Wasser. 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