{"id":16824,"date":"2022-12-13T08:36:35","date_gmt":"2022-12-13T05:36:35","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-13-dezember\/"},"modified":"2022-12-13T08:36:35","modified_gmt":"2022-12-13T05:36:35","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-13-dezember","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-13-dezember\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienstag (13. Dezember)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die russische Armee setzt offenbar zunehmend veraltete Geschosse mit hoher Versagerquote ein. Pr\u00e4sident Selenskyj spricht \u00fcber drohende neue Blackouts. Und: Scholz baut den Russen eine Br\u00fccke. Die wichtigsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Die schweren K\u00e4mpfe um die Ortschaften Bachmut und Awdijiwka im Donbass im Osten der Ukraine dauern nach Anhaben aus Kiew an. Dort seien mehrere Vorst\u00f6\u00dfe russischer Truppen abgewehrt worden, teilte der ukrainische Generalstab am Montagabend in Kiew mit.<\/p>\n<p>Aus Cherson im S\u00fcden der Ukraine wurden mehrere Angriffe aus russischen Mehrfachraketenwerfern gemeldet. Dort habe es Tote und Verletzte gegeben, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Bei mehreren Angriffen der ukrainischen Luftstreitkr\u00e4fte und der Rohr- und Raketenartillerie seien russische Truppen und auch Panzerfahrzeuge ins Visier genommen worden. Allerdings machten die Milit\u00e4rs in Kiew keine n\u00e4heren Ortsangaben.<\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau indirekt vorgeschlagen, die Besatzungstruppen ab Weihnachten aus der Ukraine abzuziehen. Mit diesem Schritt k\u00f6nne Russland seine wahren Absichten erkennen lassen, sagte Selenskyj in einer Videoschalte zum Gipfel der G7 in Berlin am Montag. Sollte Russland seine Armeen aus der Ukraine abziehen, w\u00fcrde dadurch eine zuverl\u00e4ssige Einstellung der Kampfhandlungen erreicht. \u00bbUnd ich sehe keinen Grund, warum Russland dies nicht jetzt tut, zu Weihnachten. Die Antwort aus Moskau wird zeigen, was man dort wirklich will\u00ab, wurde Selenskyj weiter von der Staatsagentur Unian zitiert. Es gilt als nahezu ausgeschlossen, dass Russland zeitnah die Kampfhandlungen einstellt.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Selenskyj rechnet nach eigener Aussage stattdessen mit weiteren Attacken gegen die Stromversorgung seines Landes. \u00bbNach jedem russischen Angriff stellen wir das System wieder her, so weit wie m\u00f6glich\u00ab, sagte er am Montagabend in seiner t\u00e4glichen Videoansprache. Es werde alles getan, um neue Ausr\u00fcstung ins Land zu bringen, um die Sch\u00e4den zu reparieren. Dennoch sei zu bedenken, dass Russland seine Terrortaktik nicht aufgegeben habe. \u00bbDas Ausbleiben massiver Raketenangriffe bedeutet nur, dass sich der Feind auf neue vorbereitet und jederzeit zuschlagen kann\u00ab, sagte Selenskyj.<\/p>\n<p>\u00bbObwohl es offensichtlich ist, dass wir auch ohne Licht wissen, wohin wir schie\u00dfen m\u00fcssen, setzt Russland immer noch auf Blackouts\u00ab, so der Pr\u00e4sident weiter. Dies sei aber \u00bbdie letzte Hoffnung der Terroristen\u00ab. Er rief die Bev\u00f6lkerung auf, Luftangriffsalarme ernst zu nehmen, um auf jede Eventualit\u00e4t vorbereitet zu sein. \u00bbUnd wir werden alles tun, um diesen Winter zu \u00fcberstehen.\u00ab<\/p>\n<p>Die russischen Milit\u00e4rs greifen seit Wochen die gesamte energetische Infrastruktur gezielt mit Raketen und sogenannten Kamikaze-Drohnen an. Dadurch sind massive Ausf\u00e4lle der Wasser- und Stromversorgung an der Tagesordnung. Mit dieser Taktik soll vor allem die Zivilbev\u00f6lkerung im Winter unter Druck gesetzt werden. Nach Einsch\u00e4tzung des ukrainischen Milit\u00e4rgeheimdienstes verf\u00fcgt Russland noch \u00fcber ein Arsenal von rund 360 Marschflugk\u00f6rpern. Dies reiche f\u00fcr mindestens f\u00fcnf Angriffswellen, sagte Sprecher Vadim Skibizkyj.<\/p>\n<p>Am Montag erreichte zudem die erste US-Lieferung mit technischem Ger\u00e4t zum Wiederaufbau des Stromnetzes das Land. Zu den Stromerzeugungsanlagen im Wert von 13 Millionen US-Dollar sollen laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters allein in dieser Wochen noch mindestens zwei weitere Flugzeugladungen hinzukommen.<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Die Ukraine ben\u00f6tigt Ministerpr\u00e4sident Denys Schmyhal zufolge schnelle Hilfe im Umfang von einer Milliarde Dollar zur Wiederherstellung der kritischen Infrastruktur. Die H\u00e4lfte der Summe sei f\u00fcr Strom und die andere H\u00e4lfte f\u00fcr W\u00e4rme, erkl\u00e4rt er in einer Ansprache an die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Schmyhal verwies auf die Sch\u00e4den durch russische Angriffe. \u00bbDie vordringliche Priorit\u00e4t ist jetzt die \u00dcberlebensphase \u2013 die schnelle Wiederherstellung der kritischen Infrastruktur und des Energiesektors, um den Winter zu \u00fcberstehen.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Debatte \u00fcber Panzerlieferungen<\/strong><\/h3>\n<p>Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), hat die Lieferung weiterer deutscher Waffen in die Ukraine best\u00e4tigt. In der Sendung \u00bbRTL Direkt\u00ab sagte sie: \u00bbEs sind weitere Panzerhaubitzen geliefert worden, inzwischen 24 St\u00fcck.\u00ab Vom Flugabwehrpanzer Gepard w\u00fcrden \u00bbweitere sechs, sieben Gesch\u00fctze\u00ab geliefert. Auf die Frage, ob den Ukrainern auch der deutsche Kampfpanzer Leopard 2 zur Verf\u00fcgung gestellt werden m\u00fcsse, sagte sie: \u00bbEs w\u00e4re dringend erforderlich. Da gibt es auch keinen Grund mehr, es nicht zu tun.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Russland verwendet nach Angaben aus US-Milit\u00e4rkreisen inzwischen auch minderwertige, jahrzehntealte Munition mit hohen Versagerquoten. \u00bbSie haben auf ihre alternden Munitionsbest\u00e4nde zur\u00fcckgegriffen\u00ab, sagte ein hochrangige Insider, der namentlich nicht genannt werden wollte. Zum Teil sei die Munition mehr als 40 Jahre alt. \u00bbMit anderen Worten, man l\u00e4dt die Munition, dr\u00fcckt die Daumen und hofft, dass sie abgefeuert werden kann, oder dass sie beim Aufschlag explodiert.\u00ab Die Angaben k\u00f6nnen nicht von unabh\u00e4ngiger Seite \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Bundeskanzler Olaf Scholz hat Russland f\u00fcr den Fall einer Beendigung des Ukrainekriegs die R\u00fcckkehr zu einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Aussicht gestellt. Scholz sagte am Montag beim 70-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Russland werde auch nach Kriegsende das gr\u00f6\u00dfte Land auf dem europ\u00e4ischen Kontinent sein. Deshalb sei es zentral, f\u00fcr diese Zeit Vorbereitungen zu treffen.<\/p>\n<p>\u00bbKlar ist: Gegenw\u00e4rtig werden die Beziehungen, die wir hatten, zur\u00fcckgefahren\u00ab, sagte Scholz. \u00bbAber ein Russland, das den Krieg beendet, und B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern in Russland, die eine andere Zukunft f\u00fcr sich erstreben, brauchen auch die Chance, dass es in einer anderen Zeit wieder m\u00f6glich ist, \u00f6konomische Kooperationen zu beginnen.\u00ab<\/p>\n<p>Scholz weiter: \u00bbNur das ist nicht jetzt. Jetzt versch\u00e4rfen wir die Sanktionen.\u00ab Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin zerst\u00f6re mit seinem Krieg nicht nur die Infrastruktur, die St\u00e4dte und D\u00f6rfer der Ukraine, sondern auch viele Menschenleben. Putin zerst\u00f6re auch die Zukunft Russlands. \u00bbUnd das ist das, was er gegen\u00fcber seinem eigenen Land und seinem eigenen Volk rechtfertigen muss, dessen Zukunft er auf diese Weise beeintr\u00e4chtigt.\u00ab<\/p>\n<p>Mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine wolle Russland Europa aufs Neue in Einflusssph\u00e4ren spalten. Putins Ziel sei ein neues russisches Imperium. Es gehe um schwersten V\u00f6lkerrechtsbruch. \u00bbDeswegen darf Russland diesen Krieg nicht gewinnen. Und Russland wird den Krieg auch nicht gewinnen.\u00ab<\/p>\n<p>Die G7-Staaten wollen ihre finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine k\u00fcnftig b\u00fcndeln. \u00bbDie G7 hat sich heute auf zentrale Momente f\u00fcr eine Plattform verst\u00e4ndigt, die die finanzielle Unterst\u00fctzung aller Geber koordinieren soll\u00ab, sagte Scholz in Berlin nach einer Videokonferenz der Gruppe gro\u00dfer Industriestaaten (G7). \u00bbDas Ziel ist es, diese Plattform nun rasch aufzubauen, unter Beteiligung der Ukraine, internationaler Finanzinstitutionen und weiterer Partner.\u00ab<\/p>\n<p>Scholz bezeichnete den Wiederaufbau der Ukraine als eine \u00bbMenschheitsaufgabe, vergleichbar vielleicht mit dem Marshallplan nach dem Zweiten Weltkrieg\u00ab. Die G7-Gruppe stehe angesichts des russischen Angriffskriegs weiterhin \u00bbfest an der Seite der Ukraine\u00ab, betonte der Kanzler.<\/p>\n<p>Die \u00bbEinigkeit\u00ab und die \u00bbEntschlossenheit\u00ab der G7 h\u00e4tten dazu gef\u00fchrt, dass der russische Pr\u00e4sident \u00bbheute ganz allein dasteht\u00ab, sagte der Bundeskanzler. \u00bbWir fordern Putin erneut auf, das sinnlose T\u00f6ten in der Ukraine zu beenden und seine Truppen zur\u00fcckzuziehen.\u00ab<\/p>\n<p>Der Gruppe der G7 geh\u00f6ren neben Deutschland auch Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an. Deutschland \u00fcbergibt die G7-Pr\u00e4sidentschaft zum Jahreswechsel an Japan.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>In Paris findet eine internationale Konferenz zur Organisation der Winterhilfe f\u00fcr die Ukraine statt. F\u00fcr Deutschland nimmt Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock (Gr\u00fcne) teil. Mit Blick auf die von Russland angerichtete Zerst\u00f6rung soll es um konkrete Zusagen f\u00fcr den Wiederaufbau der Infrastruktur gehen. Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron er\u00f6ffnet die Tagung gemeinsam mit seinem per Video zugeschalteten ukrainischen Kollegen Selenskyj.<\/p>\n<p>Der ukrainische Ministerpr\u00e4sident Schmyhal und die Pr\u00e4sidentengattin Olena Selenska werden ebenfalls an der Konferenz in Paris teilnehmen. Konkret soll es um Bereiche wie Wasser, Strom, Lebensmittel, Gesundheit und Transport gehen. Die franz\u00f6sische Regierung schl\u00e4gt daf\u00fcr eine Internetplattform vor, um die Bed\u00fcrfnisse der Ukraine und die internationalen Hilfsangebote besser zu koordinieren.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die russische Armee setzt offenbar zunehmend veraltete Geschosse mit hoher Versagerquote ein. Pr\u00e4sident Selenskyj spricht \u00fcber drohende neue Blackouts. Und: Scholz baut den Russen eine Br\u00fccke. 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