{"id":16800,"date":"2022-12-12T07:34:00","date_gmt":"2022-12-12T04:34:00","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-12-dezember\/"},"modified":"2022-12-12T07:34:00","modified_gmt":"2022-12-12T04:34:00","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-12-dezember","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-12-dezember\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Montag (12. Dezember)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">In Luhansk wurde offenbar ein Hotel beschossen, das russische S\u00f6ldner beherbergte. Gegen sieben russisch-orthodoxe Kirchenm\u00e4nner gelten Strafma\u00dfnahmen. Odessa hat teils wieder Strom. Die wichtigsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Ukrainische Streitkr\u00e4fte haben nach Angaben des Gouverneurs in Luhansk ein Hotel in der Stadt Kadiwka angegriffen, in dem sich Mitglieder der russischen privaten S\u00f6ldnergruppe \u00bbWagner\u00ab aufhielten. Bei der Attacke seien viele Mitglieder der Gruppe get\u00f6tet worden, sagte Serhij Gaidai in einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehen. <\/p>\n<p>Beim russischen Verteidigungsministerium war zun\u00e4chst keine Stellungnahme zu erhalten.<\/p>\n<p>In der Hafenstadt Odessa ist nach Angaben des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj die Stromversorgung teilweise wiederhergestellt worden. Man tue alles, um unter diesen Bedingungen nach den russischen Drohnen-Angriffen das maximal M\u00f6gliche zu erreichen, sagte Selenskyj in seiner n\u00e4chtlichen Videobotschaft. Odessa z\u00e4hle zu den Regionen mit den h\u00e4ufigsten Blackouts. Nach russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur waren am Vortag mehr als 1,5 Millionen Menschen in der s\u00fcdukrainischen Region Odessa ohne Strom.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Generalstab hat am Sonntag eine Reihe von Luftangriffen gegen Ziele in den russisch besetzten Gebieten des Landes best\u00e4tigt. Zeitgleich seien seit Samstagabend eine Reihe von Kommandostellen, Unterk\u00fcnften und Nachschublagern mit Rohr- und Raketenartillerie beschossen worden, hei\u00dft es in der Mitteilung der Milit\u00e4rf\u00fchrung in Kiew. Die genauen Ziele wurden jedoch nicht genannt.<\/p>\n<p>Allerdings habe auch die russische Luftwaffe am Sonntag mehrere Angriffe geflogen. \u00bbUnd es besteht immer noch die Gefahr, dass der Feind Angriffe mit Raketen und Drohnen gegen Objekte der energetischen Infrastruktur auf dem gesamten Gebiet der Ukraine f\u00fchrt.\u00ab<\/p>\n<p>Von russischer Seite waren am Samstagabend mehrere Artillerieangriffe des ukrainischen Milit\u00e4rs unter anderem auf die russisch besetzte Stadt Melitopol im S\u00fcdosten der Ukraine gemeldet worden. Zudem war die russische Flugabwehr \u00fcber der Region aktiv geworden, ebenso wie bei Simferopol auf der Krim.<\/p>\n<p>Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte werden nach den Worten ihres Verteidigungsministers bei g\u00fcnstigen Witterungsbedingungen ihre Gegenoffensive gegen die russischen Besatzer wieder aufnehmen. Der aktuelle \u00dcbergang \u00bbvom trockenen Herbst zum noch nicht frostigen Winter\u00ab biete weder f\u00fcr Rad- noch Kettenfahrzeuge g\u00fcnstige Einsatzbedingungen, sagte Minister Olexij Resnikow am Sonntag bei einem Treffen mit seinem schwedischen Kollegen P\u00e5l Jonson in Odessa. \u00bbIch denke, der (gegenw\u00e4rtige) R\u00fcckgang von Aktivit\u00e4t an der Front ist auf das Wetter zur\u00fcckzuf\u00fchren.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbAber die ukrainischen Streitkr\u00e4fte denken nicht ans Aufh\u00f6ren\u00ab, sagte Resnikow. Vielmehr wollten sie den Moment nutzen, in dem der Boden durch Frost fester wird, um ihre Gegenangriffe fortzusetzen. Der Plan der Ukraine dabei sei \u00bbsehr einfach\u00ab, betonte Resnikow. \u00bbEs ist die Befreiung aller vor\u00fcbergehend besetzten Gebiete der Ukraine in den Zustand von 1991, als die Grenzen der Ukraine international anerkannt wurden.\u00ab<\/p>\n<p>Die Fronten in der Ukraine sind seit einigen Wochen weitgehend statisch, ungeachtet fortgesetzter schwerer K\u00e4mpfe an diversen Brennpunkten, vor allem mit Artillerie, Raketen und Drohnen.<\/p>\n<p>Der ukrainische Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba hat die ablehnende Haltung Deutschlands zur Lieferung von Kampfpanzern kritisiert. \u00bbWir verstehen nicht ganz, warum diese Entscheidung bisher nicht gefallen ist, warum man wohl Artillerie liefern kann, aber keine Panzer\u00ab, sagte er am Sonntag in der ARD-Sendung \u00bbBericht aus Berlin\u00ab. \u00bbDiese Argumentation verstehen wir, ehrlich gesagt, nicht.\u00ab<\/p>\n<p>Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, hatte zuvor gesagt, Kiew habe von der Bundesregierung Zusagen f\u00fcr weitere Waffenlieferungen erhalten. \u00bbIm direkten Gespr\u00e4ch wurden uns mehr Waffen und weitere Munition zugesichert\u00ab, sagte Makeiev der \u00bbWelt am Sonntag\u00ab: \u00bbWelche, werden wir zu gegebener Zeit gemeinsam bekanntgeben.\u00ab<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat der Ukraine bereits schwere Artillerie und Flugabwehr geliefert, erf\u00fcllt die Forderung Kiews nach der Abgabe moderner Panzer vom Typ Leopard und Marder aber bisher nicht. Die Ukraine sei mit der Bundesregierung \u00bbweiter im Gespr\u00e4ch\u00ab \u00fcber die Lieferung solcher Panzer, sagte Makeiev der Zeitung. Auch Kuleba k\u00fcndigte weitere Gespr\u00e4che an: \u00bbEs gibt da keine Zusagen. Aber wir arbeiten daran.\u00ab<\/p>\n<p>Selenskyj dankte US-Pr\u00e4sident Joe Biden in einem Telefonat f\u00fcr die Hilfe der Regierung in Washington seit dem Einmarsch der russischen Streitkr\u00e4fte im Februar. \u00bbIch habe mich f\u00fcr die beispiellose Verteidigungs- und Finanzhilfe der USA f\u00fcr die Ukraine bedankt\u00ab, schrieb Selenskyj auf seinem offiziellen Telegramkanal. Dies trage nicht nur zum Erfolg auf dem Schlachtfeld bei, sondern unterst\u00fctzt auch die Stabilit\u00e4t der ukrainischen Wirtschaft. \u00bbWir sch\u00e4tzen auch die Hilfe, die die USA bei der Wiederherstellung des ukrainischen Energiesystems leisten.\u00ab<\/p>\n<p>Die USA werden offiziellen Angaben zufolge der Unterst\u00fctzung der ukrainischen Luftverteidigung Priorit\u00e4t einr\u00e4umen. Biden habe dies in dem Telefonat mit Selenskyj zugesagt, teilte das Wei\u00dfe Haus mit. Biden habe auch Selenskyjs \u00bberkl\u00e4rte Offenheit f\u00fcr einen gerechten Frieden auf der Grundlage der in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundprinzipien\u00ab begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<h3>Humanit\u00e4re Lage<\/h3>\n<p>Kiew geht gegen Vertreter der Moskau zugewandten russisch-orthodoxen Kirche vor. Laut Selenskyj wurden gegen sieben Spitzenvertreter Sanktionen verh\u00e4ngt, darunter ein Einfrieren von Verm\u00f6genswerten und ein de-facto-Reiseverbot. Die Orthodoxen des Moskauer Patriarchats sind die zahlenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte Konfession des Landes. Dieses hatte den Angriff auf das Nachbarland als einen Heiligen Krieg gerechtfertigt, in dem es darum gehe, \u00bbdas gemeinsame historische Vaterland\u00ab gegen die Nato und den verdorbenen Westen zu verteidigen.<\/p>\n<p>Die Kirche stellt in fast allen Regionen der Ukraine die Mehrheit der Kirchengemeinden, rund 12.000 waren es zu Kriegsbeginn. Zur unabh\u00e4ngigen Orthodoxen Kirche der Ukraine z\u00e4hlten rund 7000 Gemeinden.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat seine volle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die ukrainischen Friedensvorstellungen ausgesprochen. In einem Telefonat mit Pr\u00e4sident Selenskyj begr\u00fc\u00dfte Macron dessen Friedensplan, wie der \u00c9lys\u00e9e-Palast im Anschluss an das Gespr\u00e4ch mitteilte.<\/p>\n<p>Selenskyj hatte mehrfach einen Friedensplan unterbreitet, der unter anderem den vollst\u00e4ndigen Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine vorsieht. Auch von der seit 2014 annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim sollen sich die Truppen zur\u00fcckziehen. Hinzu kommen Reparationszahlungen, die juristische Aufarbeitung von Kriegsverbrechen sowie Sicherheitsgarantien des Westens f\u00fcr die Ukraine.<\/p>\n<p>Der tschechische Pr\u00e4sident Milo\u0161 Zeman hat sich f\u00fcr einen Vorrang der Ukrainehilfe seines Landes gegen\u00fcber eigenen Wirtschaftsinteressen ausgesprochen. In einem Interview des \u00f6ffentlich-rechtlichen Tschechischen Rundfunks betonte er am Sonntag: \u00bbJetzt ist nicht nur die Ukraine bedroht.\u00ab In einer solchen Situation m\u00fcssten Wirtschaftsinteressen in den Hintergrund treten, und die Hilfe f\u00fcr die Ukraine d\u00fcrfe nun nicht schw\u00e4cher werden, forderte der in der Vergangenheit oft als \u00bbprorussisch\u00ab kritisierte Zeman. Seine Amtszeit als Staatsoberhaupt endet Anfang M\u00e4rz.<\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten gab es in Tschechiens St\u00e4dten immer wieder gro\u00dfe Protestkundgebungen gegen die intensive Milit\u00e4rhilfe der Regierung f\u00fcr die Ukraine und die gleichzeitigen Preissteigerungen, etwa f\u00fcr Lebensmittel und Energie. Demonstranten forderten eine neutralere Haltung des Nato-Mitglieds und wurden daf\u00fcr von Regierungspolitikern als Unterst\u00fctzer des russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin beschimpft. Zeman widersprach der Ansicht, die tschechische Regierung engagiere sich zu sehr f\u00fcr die Ukraine.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident gab im Radio-Interview auch eigene Fehleinsch\u00e4tzungen zu und bedauerte, dass er sich in Putin geirrt habe: \u00bbIch habe in ihm einen Politiker gesehen, den ich zwar nicht idealisierte, von dem ich aber dennoch den Eindruck hatte, es gehe ihm um die Interessen seines Landes. Die Aggression gegen die Ukraine war aber gegen die Interessen der Russischen F\u00f6deration. Und wenn sich Wladimir Putin dessen nicht bewusst war, dann ist das umso schlimmer f\u00fcr das Land.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Au\u00dfenminister der EU-Staaten beraten in Br\u00fcssel \u00fcber die j\u00fcngsten Entwicklungen in Iran und in Russlands Krieg gegen die Ukraine. Es wird erwartet, dass bei dem Treffen auch weitere Sanktionen gegen Verantwortliche f\u00fcr schwere Menschenrechtsverletzungen in Iran beschlossen werden. Damit soll auf die anhaltend brutale Unterdr\u00fcckung der systemkritischen Proteste in dem Land reagiert werden.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Luhansk wurde offenbar ein Hotel beschossen, das russische S\u00f6ldner beherbergte. Gegen sieben russisch-orthodoxe Kirchenm\u00e4nner gelten Strafma\u00dfnahmen. Odessa hat teils wieder Strom. Die wichtigsten Entwicklungen. 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