{"id":16732,"date":"2022-12-09T07:39:11","date_gmt":"2022-12-09T04:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-die-wichtigsten-entwicklungen-am-freitagmorgen-9-dezember\/"},"modified":"2022-12-09T07:39:11","modified_gmt":"2022-12-09T04:39:11","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-die-wichtigsten-entwicklungen-am-freitagmorgen-9-dezember","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-die-wichtigsten-entwicklungen-am-freitagmorgen-9-dezember\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Die wichtigsten Entwicklungen am Freitagmorgen (9. Dezember)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Russland vermint den Boden in der Ukraine \u2013 laut der Regierung in Kiew auch mit Zivilisten als Ziel. Wiktor But ist wieder in der Heimat. Und: Oligarchen machen offenbar in Lettland weiter Geld. Die wichtigsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Nach Angaben der ukrainischen Milit\u00e4rf\u00fchrung beschie\u00dfen russische Streitkr\u00e4fte zivile Infrastruktur in den St\u00e4dten Kupiansk und Zolotschiw in der nord\u00f6stlichen Region Charkiw sowie in Otschakiw in der Region Mykolajiw mit Artillerie. Der Gouverneur der Region Donezk, Pavlo Kirilenko, sagte in einem Fernsehinteriew, die heftigsten K\u00e4mpfe f\u00e4nden in der N\u00e4he der St\u00e4dte Bachmut und Awdiiwka statt. <\/p>\n<p>Die gesamte Frontlinie stehe unter Beschuss und die russischen Truppen versuchten auch, in die N\u00e4he von Lyman vorzudringen, das im November von den ukrainischen Streitkr\u00e4ften zur\u00fcckerobert worden war. Die Angaben konnten nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat die Gefahr durch russische Minen auf ukrainischem Territorium hervorgehoben. \u00bbDas ist die Form des russischen Terrors, mit der wir noch jahrelang zu k\u00e4mpfen haben\u00ab, sagte er am Donnerstag in seiner t\u00e4glichen Videobotschaft. Er beschuldigte Russland, die Minen absichtlich als t\u00f6dliche Gefahr auch f\u00fcr Zivilisten hinterlassen zu haben. Er sei sich deshalb sicher, dass Minenterror einer der Anklagepunkte gegen Russland nach dem Krieg sein werde, sagte der 44-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>Daneben berichtete Selenskyj \u00fcber sein Arbeitstreffen mit slowakischen Ministern. Die Gespr\u00e4che dienten seinen Angaben nach dazu, die europ\u00e4ische Solidarit\u00e4t zu st\u00e4rken und eine einheitliche Linie bei der Fassung des n\u00e4chsten Sanktionspakets zu finden. Der ukrainische Pr\u00e4sident fordert vom Westen speziell Sanktionen gegen den Finanz- und Energiesektor Russlands. Zuletzt hatte die EU eine Preisobergrenze von 60 Dollar f\u00fcr verschifftes russisches \u00d6l festgelegt. Dies liegt zwar unter dem Weltmarktpreis. Kiew hatte aber eine deutlich niedrigere Preisgrenze gefordert.<\/p>\n<h3><strong>Entwicklungen in Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Nach seinem spektakul\u00e4ren H\u00e4ftlingsaustausch gegen die US-Basketballerin Brittney Griner ist der russische Waffenh\u00e4ndler Wiktor But in seinem Heimatland angekommen. Der auch als \u00bbH\u00e4ndler des Todes\u00ab bezeichnete 55-J\u00e4hrige wurde am Flughafen von Moskau von seiner Familie in Empfang genommen, wie am Freitag im staatlichen Fernsehen zu sehen war.<\/p>\n<p>\u00bbSie haben mich mitten in der Nacht geweckt und mir gesagt, ich solle meine Sachen packen\u00ab, berichtete But \u00fcber seine Freilassung. Er habe keine genauen Informationen erhalten. \u00bbAber ich bin jetzt hier, das ist das Wichtigste.\u00ab But sa\u00df in den USA seit mehr als zehn Jahren im Gef\u00e4ngnis, er war wegen seiner Waffengesch\u00e4fte zu 25 Jahren Haft verurteilt worden.<\/p>\n<p>Im Gegenzug zur Freigabe des 55-J\u00e4hrigen durch Washington lie\u00df Moskau die US-Basketballerin Griner nach monatelanger Haft ausreisen. Der Gefangenenaustausch fand am Flughafen von Abu Dhabi statt, von wo auch Griner Richtung Heimat startete.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Der ehemalige US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat den aufsehenerregenden Gefangenenaustausch zwischen Russland und den USA als \u00bbunpatriotische Blamage\u00ab bezeichnet. \u00bbWarum wurde der ehemalige Marinesoldat Paul Whelan nicht in diese v\u00f6llig einseitige Transaktion einbezogen?\u00ab, fragte Trump in einem Post auf dem von ihm mitgegr\u00fcndeten Netzwerk \u00bbTruth Social\u00ab am Donnerstag. Whelan wurde 2018 in Russland verhaftet und wegen angeblicher Spionage verurteilt. Die US-Regierung versicherte, weiter \u00fcber Whelans Freilassung zu verhandeln.<\/p>\n<p>Die in Russland zu neun Jahren Haft verurteilte Griner und der in den USA inhaftierte But wurden im Zuge der Vermittlung freigelassen. Die Wahl sei gewesen, Griner oder niemanden freizubekommen, sagte die Sprecherin des Wei\u00dfen Haus, Karine Jean-Pierre. \u00bbEs gab im Moment keine M\u00f6glichkeit, Paul nach Hause zu bringen.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Rund 300.000 Ukrainer haben einem Medienbericht zufolge seit Kriegsbeginn einen russischen Pass erhalten. Allein im Oktober, nach der vom Kreml vollzogenen Annexion vier ukrainischer Regionen, seien 70.000 bis 80.000 Menschen eingeb\u00fcrgert worden, teilte das kremlkritische Internetportal Mediazona unter Verweis auf Statistiken des Innenministeriums am Donnerstag mit. Die meisten Antragsteller haben ihre neuen russischen P\u00e4sse in der s\u00fcdrussischen Region Rostow-am-Don und auf der seit 2014 von Moskau annektierten Halbinsel Krim erhalten.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr die Beantragung der P\u00e4sse ist laut Mediazona die ansonsten v\u00f6llig rechtlose Lage der Einwohner in den von Russland annektierten Gebieten. \u00bbOft erhalten sie keine medizinische Hilfe oder soziale Unterst\u00fctzung ohne (russischen) Pass. Eine Familie mit Kleinkind wurde beispielsweise auf die Krim gebracht, das Kind wurde krank. Um Hilfe f\u00fcr das Kind zu bekommen, brauchten sie einen russischen Pass\u00ab, zitiert Mediazona eine Helferin.<\/p>\n<p>Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Millionen Menschen im Land zur Flucht gezwungen. Laut den Vereinten Nationen sind fast acht Millionen Ukrainer nach Europa gefl\u00fcchtet. Offiziellen russischen Angaben zufolge sind zugleich 4,5 Millionen Ukrainer in Russland als Fl\u00fcchtlinge eingereist.<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Die USA wollen laut Angaben von US-Regierungsbeamten am Freitag neue Sanktionen gegen Russland verh\u00e4ngen. Die Sanktionen sollen sich vor allem gegen eine Reihe von Vertretern russischer R\u00fcstungsunternehmen richten, die an der Weitergabe iranischer Drohnen an Russland beteiligt seien, sagten die Beamten.<\/p>\n<p>Trotz der von der EU verh\u00e4ngten Sanktionen gegen Russlands Elite machen zwei als kremlnah geltende Milliard\u00e4re einem Medienbericht zufolge weiter gute Gesch\u00e4fte in Lettland. \u00bbDie Unternehmen in Riga kontrollieren sie sowohl pers\u00f6nlich als auch \u00fcber Strohm\u00e4nner\u00ab, berichtete das unabh\u00e4ngige Internetportal The Insider am Donnerstag. Dem Bericht zufolge geht es um die Milliard\u00e4re Iskander Machmudow und Andrej Bokarew, die unter anderem die russische Armee ausr\u00fcsten.<\/p>\n<p>In Lettland besitzen die beiden unter anderem eine Maschinenbaufabrik in Riga, die elektronische Anlagen f\u00fcr Z\u00fcge, U-Bahn-Wagen und den \u00f6ffentlichen Nahverkehr herstellt und EU-F\u00f6rdergelder erh\u00e4lt. In Russland wiederum sind sie Partner bei gro\u00dfen Kohle- und Industriebetrieben wie UGMK oder der Transmaschholding. Bis 2017 geh\u00f6rten Bokarew und Machmudow auch Anteile am R\u00fcstungskonzern Kalaschnikow. Nach Angaben von The Insider r\u00fcsten sie bis heute russische Kriegsschiffe mit Dieselmotoren aus.<\/p>\n<p>Wegen ihrer guten Beziehungen zum Kreml wurden beide Oligarchen von Gro\u00dfbritannien auf die Sanktionsliste gesetzt. Aber \u00bbdie lettische Obrigkeit sieht in Bokarew und Machmudow keine Gefahr f\u00fcr die nationale Sicherheit\u00ab, schreibt The Insider. In Riga wurde zuletzt dem unabh\u00e4ngigen russischen Fernsehsender Doschd, der sich durch offene Kritik am Kreml und Russlands Krieg gegen die Ukraine einen Namen gemacht hatte, wegen seiner Berichterstattung \u00fcber den Krieg die Sendelizenz entzogen.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin besucht den Gipfel der Eurasischen Wirtschaftsunion in Kirgistan. Im Zuge des Kriegs muss Putin zusehen, wie ihm der Einfluss auf dem Gebiet der fr\u00fcheren Sowjetunion zunehmend entgleitet \u2013 auch in Zentralasien, wo sich die L\u00e4nder st\u00e4rker dem Nachbarn China zuwenden. Bei dem Treffen d\u00fcrfte es auch um den Krieg gehen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russland vermint den Boden in der Ukraine \u2013 laut der Regierung in Kiew auch mit Zivilisten als Ziel. Wiktor But ist wieder in der Heimat. 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