{"id":16656,"date":"2022-12-05T23:49:21","date_gmt":"2022-12-05T20:49:21","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-strom-und-gaspreisbremse-china-wm-heute\/"},"modified":"2022-12-05T23:49:21","modified_gmt":"2022-12-05T20:49:21","slug":"news-des-tages-strom-und-gaspreisbremse-china-wm-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-strom-und-gaspreisbremse-china-wm-heute\/","title":{"rendered":"News des Tages: Strom- und Gaspreisbremse, China, WM heute"},"content":{"rendered":"<h3>1. Wer hohe Strom- und Gastarife bezahlt, bekommt h\u00f6here Entlastungshilfen \u2013 die Politik muss aufpassen, dass mit den Bremsen nicht Schindluder getrieben wird<\/h3>\n<p class=\"caps\">Sparsamkeit ist nicht besonders angesehen in unserer Gesellschaft, in der die Konsumbegeisterung immer noch als wichtige Triebkraft des Wirtschafts- und Zusammenlebens gefeiert wird \u2013 und Geiz als h\u00e4ssliche Untugend gilt. \u00bbWer immer sparen will, der ist verloren\u00ab, hat der Schriftsteller Theodor Fontane behauptet, \u00bbauch moralisch.\u00ab Ich selbst finde Menschen, die viel Zeit ihres Lebens damit verbringen, nach Sparm\u00f6glichkeiten zu suchen und von ihnen zu profitieren, eher anstrengend. Aber nat\u00fcrlich leuchtet mir ein, dass es in diesem Krisenwinter sinnvoll ist, wenn die Deutschen m\u00f6glichst wenig Strom und Gas verbrauchen. Und dass es richtig ist, Anreize daf\u00fcr zu geben.<\/p>\n<p>Heute schildern meine Kollegen Claus Hecking und Thomas Schulz die teils \u00fcberraschenden Folgen der sogenannten Preisbremsen f\u00fcr Strom und Gas, die am 1. Januar in Kraft treten                                       .<\/p>\n<p>Die staatlichen Zahlungen k\u00f6nnten daf\u00fcr sorgen, dass sowohl Energieversorger als auch Verbraucher von Tariferh\u00f6hungen profitieren, so die Kollegen. \u00bbSo verr\u00fcckt es klingt: Verbraucherinnen und Verbraucher k\u00f6nnen von der Teuerungswelle sogar finanziell profitieren. Je h\u00f6her ihr pers\u00f6nlicher Tarif im kommenden Jahr ist, umso niedriger f\u00e4llt ihre Strom- und Gasrechnung f\u00fcr 2023 aus \u2013 sofern sie kr\u00e4ftig Energie sparen.\u00ab<\/p>\n<p>Die Preisbremse sorgt daf\u00fcr, dass Haushalte f\u00fcr 80 Prozent ihres bisherigen Energieverbrauchs maximal 40 Cent je Kilowattstunde Strom und zw\u00f6lf Cent je Kilowattstunde Gas bezahlen m\u00fcssen. Und damit die Menschen noch mehr Energie sparen, sollen sie f\u00fcr jede weitere eingesparte Kilowattstunde den vollen Tarif ihres Strom- und Gasanbieters erstattet bekommen. Je h\u00f6her dieser Preis ist, desto mehr Geld bekommen sie zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ein Haushalt, der etwa seinen Stromkonsum von 5000 auf 2400 Kilowattstunden verringert, muss bei einem Tarif von 40 Cent je Kilowattstunde insgesamt 960 Euro bezahlen. Bei einem Tarif von 1 Euro je Kilowattstunde hingegen bekommt er die 2400 Kilowattstunden zum Nulltarif.<\/p>\n<p>Menschen, die zum Beispiel 2023 lange verreisen oder ein Hallenbad besitzen, das sie im n\u00e4chsten Jahr nicht l\u00e4nger beheizen, k\u00f6nnten vom Wechsel in teurere Tarife profitieren. Das seien \u00bbmerkw\u00fcrdige Anreizeffekte\u00ab, findet ein von den Kollegen zitierter Experte. Die Zeche zahlt der Staat.<\/p>\n<p>Werden die Sparziele der Politik am Ende erreicht werden? \u00bbBei der Strom- und Gaspreisbremse subventioniert der Staat Haushalte mit besonders hohen Tarifen besonders stark, wenn diese viel Energie sparen\u00ab, sagt mein Kollege Claus Hecking. \u00bbDas kann Anbieter und Verbraucher dazu verlocken, extrem teure Vertr\u00e4ge abzuschlie\u00dfen, weil beide Seiten davon profitieren \u2013 auf Kosten des Staates. Die Politik muss aufpassen, dass nicht Schindluder mit den Preisbremsen getrieben wird.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Wie Energieversorger und Verbraucher von Tariferh\u00f6hungen profitieren <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>2. Chinas Machthaber kritisieren die deutsche Politik gegen\u00fcber ihrem Land als \u00bbfalsche Medizin\u00ab \u2013 und wollen wom\u00f6glich die eigene Coronapolitik lockern<\/h3>\n<p>Das chinesische Au\u00dfenministerium hat Strategiepapiere aus dem deutschen Au\u00dfen- und dem Wirtschaftsministerium zum k\u00fcnftigen Umgang mit China kritisiert. Einige Teile der deutschen Regierung w\u00fcrden der Wirtschaft Chinas die \u00bbfalsche Medizin\u00ab verschreiben, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Die Medizin-Metapher ist einigerma\u00dfen kurios, weil das Land im Umgang mit der Coronapandemie das fragw\u00fcrdige Medikament einer Null-Covid-Politik anwendet.<\/p>\n<p>Die beiden vertraulichen Entw\u00fcrfe der deutschen Ministerien empfehlen einen deutlich sch\u00e4rferen Kurs gegen\u00fcber Peking und wollen in China t\u00e4tigen deutschen Firmen weniger oder teurere Investitions- und Exportgarantien geben. Das Papier des Au\u00dfenministeriums sieht unter anderem vor, Investitionsgarantien einer \u00bbvertieften Pr\u00fcfung\u00ab zu unterziehen \u2013 von Umweltkriterien bis hin zu Sozialstandards wie der Vermeidung von Zwangsarbeit in Lieferketten. Scharfe Sanktionen schlie\u00dft das Papier nicht aus. Das Ausw\u00e4rtige Amt will, \u00e4hnlich wie im Fall von Russland, Abh\u00e4ngigkeiten verringern.<\/p>\n<p>In China selbst sind Ende November in mehreren St\u00e4dten Tausende von Menschen auf die Stra\u00dfen gegangen \u2013 aus Protest gegen die rigorosen Ma\u00dfnahmen der Null-Covid-Politik, die aus wiederholten Lockdowns, Zwangsquarant\u00e4nen, Massentests und st\u00e4ndiger Kontrolle \u00fcber Corona-Apps besteht (hier mehr ). Die chinesischen Beh\u00f6rden haben auf die Proteste mit starker Polizeipr\u00e4senz und Onlinezensur reagiert. In Peking und Metropolen wie Shanghai wurden Passanten von Sicherheitskr\u00e4ften angehalten und mussten ihre Handys zeigen, die auf verd\u00e4chtige Inhalte untersucht wurden. Der Westen \u00e4u\u00dferte Besorgnis wegen des Vorgehens der chinesischen Beh\u00f6rden. Die Uno hat Peking aufgerufen, friedliche Protestierende nicht willk\u00fcrlich festzunehmen.<\/p>\n<p>Mittlerweile wurde bekannt, dass der harten Null-Covid-Politik in China schon bald die politisch-medizinische Grundlage entzogen werden k\u00f6nnte \u2013 indem die Beh\u00f6rden das Virus als weniger gef\u00e4hrlich einstufen. Weil das Virus schw\u00e4cher werde, k\u00f6nnte Covid-19 wom\u00f6glich bald nur noch als ernste, ansteckende Krankheit gewertet werden, meldet die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Yicai.<\/p>\n<p>\u00bbDas Argument erscheint mir fadenscheinig\u00ab, sagt meine Kollegin Julia K\u00f6ppe aus unserem Wissenschaftsressort. Dass die Omikron-Variante in der Tendenz zu etwas weniger schwerwiegenden Verl\u00e4ufen f\u00fchre, sei keinesfalls neu. \u00bbDie chinesische Regierung h\u00e4tte sich auf Basis dieser Argumentation also schon viel fr\u00fcher zu Lockerungen entschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Neu sind allerdings die Proteste im Land, die sich auch gegen die strikte Null-Covid-Strategie richten, die an ihre Grenzen kommt.\u00ab Epidemiologen f\u00fcrchteten zudem, dass Omikron-Infektionen nur dann harmloser verlaufen, wenn es bereits einen breiten Schutz durch durchgemachte Infektion und Impfung in der Bev\u00f6lkerung gibt. \u00bbBeides\u00ab, sagt Julia, \u00bbist in China nicht der Fall.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Peking zeigt sich ver\u00e4rgert \u00fcber deutsche Chinastrategie<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3. Auch bei der von vielen Menschen kritisierten Fu\u00dfball-WM in Katar gibt es ein paar Sieger der Herzen<\/h3>\n<p>In Katar ist der 19-j\u00e4hrige Jude Bellingham ein \u00fcberraschender Star der Fu\u00dfballweltmeisterschaft. Der Spieler des englischen Nationalteams hat beim 3:0-Sieg gegen Senegal derart souver\u00e4n gespielt, dass er auch in anderen Landesteilen von Gro\u00dfbritannien bejubelt wird \u2013 zumindest behauptet mein Kollege Jan G\u00f6bel in seinem Bellingham-Portr\u00e4t: \u00bbDie ganze Insel ist verzaubert.\u00ab <\/p>\n<p>Mein Kollege Felix Dachsel besch\u00e4ftigt sich in seiner WM-Mini-Kolumne mit dem Achtelfinal-Aus der Polen und unter anderem auch mit einem anderen jungen Superstar dieser WM, dem franz\u00f6sischen Spieler Kylian Mbapp\u00e9:<\/p>\n<p><em>Ich habe die vergangene Woche viel Zeit mit netten Polinnen und wunderbaren Franzosen verbracht. Als ich gestern das Achtelfinale schaute, Frankreich gegen Polen, musste ich an sie denken. Wie ich mit den Polinnen \u00fcber Malbork geredet hatte und mit den Franzosen \u00fcber Macron.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich sah dort Lewandowski und Mbapp\u00e9 \u00fcber den Platz rennen und w\u00fcnschte mir pl\u00f6tzlich, dass beide Teams weiterkommen. Dieses Gef\u00fchl \u00fcberkommt mich bei manchen Spielen, ganz selten nur. Der leise Wunsch, dass am Ende alle froh sind und niemand traurig.<\/em><\/p>\n<p><em>Vielleicht sind das sp\u00e4te Folgen meiner Kindheit. Wir spielten zu Hause nicht Monopoly, sondern \u00bbRettet den Teich\u00ab, ein kooperatives W\u00fcrfelspiel von Ravensburger. Ziel des Spiels ist es, einen Teich gegen einen Investor zu sch\u00fctzen, der mit seinen Baggern anrollt. Gemeinsam w\u00fcrfelten wir den Investor aus dem Naturschutzgebiet. Am Ende freuten sich alle, niemand verlor. Ein Sieg f\u00fcr uns als Familie, aber insbesondere auch f\u00fcr die Fr\u00f6sche und Libellen.<\/em><\/p>\n<p><em>Gestern jubelten die Franzosen, und die Polen vergruben ihre Gesichter. Es gibt die Freude eines Sieges nur neben Tr\u00e4nen der Niederlage. Das ist die \u00fcbliche Brutalit\u00e4t des Sports. An diesem Abend wollte ich die Naturgesetze aushebeln, Frankreich und Polen h\u00e4tten beide siegen sollen. Gegen den katarischen Investor mit seinen Baggern oder gegen Hui Bu, das WM-Maskottchen.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber das Leben ist kein kooperatives W\u00fcrfelspiel von Ravensburger, das Leben ist eher Monopoly.<\/em><\/p>\n<p><strong>Und hier mehr Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zur WM:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Nach bewaffnetem Einbruch bei seiner Familie \u2013 Sterling aus Katar abgereist:<\/strong> Mutma\u00dflich bewaffnete Einbrecher sind ins Haus von Raheem Sterling eingedrungen. Der englische Fl\u00fcgelspieler verlie\u00df deshalb die WM, um seiner Familie in London beizustehen. Ob er zur\u00fcckkehrt, ist ungewiss.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Die Mannschaft, die Deutschland gern w\u00e4re:<\/strong> Effizient, souver\u00e4n, mit bester Chemie zwischen Jung und Alt: Im Stile einer Spitzenmannschaft fertigte England den Senegal ab. Dem Afrikameister geh\u00f6rten die Trib\u00fcnen, auf England wartet nun Titelverteidiger Frankreich.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wenger f\u00fchrt schlechte WM-Ergebnisse auf \u00bbpolitischen Protest\u00ab zur\u00fcck: <\/strong>Wer sich politisch \u00e4u\u00dfert, statt einfach Fu\u00dfball zu spielen, dem fehle das \u00bbMindset\u00ab, um erfolgreich in eine WM zu starten. Das sagt Fifa-Funktion\u00e4r Ars\u00e8ne Wenger. Ganz aufgehen will die Logik des Ex-Trainers aber nicht.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Sch\u00f6ner Fu\u00dfball? Unfug, nur der Erfolg z\u00e4hlt: <\/strong>Hinten stabil und vorne effektiv: Mit diesem einfachen Rezept haben sich die Niederlande f\u00fcrs Viertelfinale qualifiziert. In der Heimat verdrehen sie die Augen, aber Bondscoach Louis van Gaal ist das egal. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbMessi rechnet nicht mehr mit dem Titel\u00ab: <\/strong>Am Abend k\u00e4mpft Lionel Messi mit Argentinien um das WM-Viertelfinale. Hier spricht sein Biograf Guillem Balagu\u00e9 \u00fcber Messis Titelhoffnung, wie er mit dem Altern umgeht \u2013 und wer nun der Gr\u00f6\u00dfere ist: Messi oder Maradona .<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine:<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Ukraine beklagt sexuelle Gewalt der Russen, Moskau soll Revanche f\u00fcr \u00d6lpreisdeckel planen: <\/strong>Russlands Soldaten setzen laut Kiew Vergewaltigung gezielt als Waffe ein. Pr\u00e4sident Selenskyj schw\u00f6rt sein Volk auf einen schweren Winter ein. Und: Der \u00d6lpreisdeckel kommt im Kreml gar nicht gut an. Die wichtigsten Entwicklungen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Offenbar Tote und Verletzte bei Explosionen auf Milit\u00e4rflugpl\u00e4tzen in Russland: <\/strong>Russische Medien berichten \u00fcber nahezu gleichzeitige Explosionen auf zwei russischen Armeeflugh\u00e4fen \u2013 jeweils deutlich von der ukrainischen Grenze entfernt. Die Hintergr\u00fcnde sind unklar, der Kreml \u00e4u\u00dfert sich nebul\u00f6s.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Hier finden Sie alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine: Das News-Update<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute sonst noch wichtig ist<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Angriff auf Schulweg \u2013 ein M\u00e4dchen gestorben: <\/strong>Ein Mann hat in Illerkirchberg bei Ulm zwei M\u00e4dchen attackiert. Eine 14-J\u00e4hrige ist ihren Verletzungen erlegen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Anzahl trans- und homophober Gewalttaten erreicht neuen H\u00f6chststand: <\/strong>Beleidigungen, Bedrohungen oder k\u00f6rperliche Gewalt: Homophobe und transfeindliche \u00dcbergriffe geh\u00f6ren in Berlin zum Alltag. Das geht aus den Zahlen eines neuen Monitoringberichts hervor.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Meine Lieblingsgeschichte heute:<\/h3>\n<p>Mein Kollege Anton Rainer schreibt in der Reihe \u00bbMenschen des Jahres\u00ab \u00fcber Hanna Herbst, die Redaktionsleiterin des \u00bbZDF Magazin Royale\u00ab. In der Reihe werden bis 24. Dezember Leute vorgestellt, die uns in diesem Jahr ber\u00fchrt, bewegt oder besch\u00e4ftigt haben. Herbst hat Jan B\u00f6hmermann zu seinem Ruf als Aufdecker verholfen, indem sie unter anderem die dubiosen Maskengesch\u00e4fte des Influencers Fynn Kliemann enth\u00fcllte. \u00bbHumor, wie Jan B\u00f6hmermann ihn versteht, ist immer auch ein Spiel mit dem Feuer\u00ab, schreibt Anton.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend andere Satiriker aus sicherer Entfernung das B\u00fcrgertum bespa\u00dfen, provoziere er mit kindlicher Begeisterung. Seit er beim ZDF und mit Herbst arbeite, sei B\u00f6hmermann als investigativer Aufdecker anerkannt, auch wenn nicht jede seiner Enth\u00fcllungen sich als Coup erweist. Die Redaktionsleiterin Herbst sei in Deutschland wenig bekannt, \u00bbaber so ziemlich jeder spricht \u00fcber ihre Recherchen\u00ab, berichtet der Kollege. Herbst, 32, hat viele Jahre in Wien gelebt, ein Buch mit dem Titel \u00bbFeministin sagt man nicht\u00ab geschrieben und der Versuchung widerstanden, in der \u00f6sterreichischen Politik Karriere zu machen. Sie sagt: \u00bbAls Journalistin f\u00fchlt man sich wie eine Goldgr\u00e4berin.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Das Mastermind hinter B\u00f6hmermann <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was wir heute bei SPIEGEL+ empfehlen<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>\u00bbSollte mir etwas passieren, wei\u00df hoffentlich jeder, wer dahintersteckt\u00ab: <\/strong>Ein Richter, ein Polizist und ein Journalist fl\u00fcchteten aus der T\u00fcrkei nach Schweden, f\u00fcr Pr\u00e4sident Erdo\u011fan gelten sie als Terroristen. M\u00fcssen sie wegen eines neuen Gesetzes die Auslieferung bef\u00fcrchten? <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbSechs Monate warten ist nicht n\u00f6tig\u00ab: <\/strong>Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, nach einer Fehlgeburt oder einer Abtreibung mindestens ein halbes Jahr bis zur n\u00e4chsten Schwangerschaft zu warten. Forschende fordern nun, die Empfehlung zu \u00e4ndern \u2013 aufgrund neuer Daten. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Warum Toyota den Prius aus der Versenkung holt: <\/strong>Der Toyota Prius polarisiert: Manche lieben den \u00d6kovorreiter, eine US-Abgeordnete jagte ihn in die Luft. Der Kulturkampf um den Wagen k\u00f6nnte nun in die n\u00e4chste Runde gehen \u2013 er bekommt eine neue Chance. <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute weniger wichtig ist<\/h3>\n<p><strong>Superwoman im Wei\u00dfen Haus:<\/strong> <strong>Gladys Knight<\/strong>, 78, wunderbar coole Souls\u00e4ngerin, war mit ein paar anderen Showmenschen zu Gast beim US-amerikanischen Pr\u00e4sidenten. Gemeinsam mit der Kollegin Amy Grant, 62, Musikern der Band U2 und dem Schauspieler George Clooney, 61, wurde sie von Pr\u00e4sident Joe Biden, 80, empfangen. Die K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler erhielten Auszeichnungen f\u00fcr ihr Lebenswerk. In einem ihrer Hits singt Gladys Knight \u00bbI\u2019m not (your) Superwoman.\u00ab Fans wie ich halten das Gegenteil f\u00fcr richtig. Biden formulierte seine Begeisterung ein bisschen h\u00fcftsteif: \u00bbHeute Abend feiern wir eine wirklich au\u00dfergew\u00f6hnliche Gruppe von K\u00fcnstlern.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Tippfehler des Tages<\/strong>, inzwischen korrigiert: \u00bbVon der Ukraine gespendetes Weizen f\u00fcr \u00c4thiopien erreicht Afrika.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Cartoon des Tages: <\/strong>Sittenpolizei<\/p>\n<h3>Und heute Abend?<\/h3>\n<p>K\u00f6nnten Sie sich die Serie \u00bbDer Patient\u00ab ansehen. In dem Zehnteiler, der bei Disney+ zu sehen ist, spielt der Schauspieler Steve Carell einen Psychotherapeuten. Der Held wird von einem seiner Patienten entf\u00fchrt. Der Patient ist offensichtlich ein Serienkiller und sucht ausgesprochen zwanghaft das Therapiegespr\u00e4ch. \u00bbDie Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen\u00ab, hat Sigmund Freud einmal geschrieben. Wirklich spannend und \u00fcberraschend sei die Serie allerdings, schreibt mein Kollege Oliver Kaever, weil sie weniger von der Niedertracht des Entf\u00fchrers als von der Identit\u00e4tssuche des Entf\u00fchrten handle. Gerade wegen Carells au\u00dfergew\u00f6hnlicher Schauspielkunst sei die Serie, findet Oliver, \u00bbein Meisterwerk\u00ab.<\/p>\n<p>Einen sch\u00f6nen Abend. Herzlich<br \/><em>Ihr Wolfgang H\u00f6bel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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