{"id":16616,"date":"2022-12-04T05:35:58","date_gmt":"2022-12-04T02:35:58","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-ol-preisdeckel-fur-russland-zu-komfortabel\/"},"modified":"2022-12-04T05:35:58","modified_gmt":"2022-12-04T02:35:58","slug":"ukraine-ol-preisdeckel-fur-russland-zu-komfortabel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-ol-preisdeckel-fur-russland-zu-komfortabel\/","title":{"rendered":"Ukraine: \u00d6l-Preisdeckel f\u00fcr Russland zu \u00bbkomfortabel\u00ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Keine \u00bbernsthafte Entscheidung\u00ab: Kiew ist nicht zufrieden mit der von G7- und EU-Staaten auf den Weg gebrachten Preisobergrenze f\u00fcr russisches \u00d6l. Die Ukraine will die russische Wirtschaft \u00bbzerst\u00f6ren\u00ab.  <\/p>\n<p>Die Ukraine hat den Preisdeckel f\u00fcr russisches \u00d6l, den die G7- und EU-Staaten beschlossen haben, als \u00bbzu komfortabel\u00ab kritisiert. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj sagte am Samstag, die Ma\u00dfnahme sei keine \u00bbernsthafte Entscheidung\u00ab. Ein Preisdeckel von 60 Dollar pro Barrel \u00d6l erm\u00f6gliche Russland immer noch Einnahmen von etwa hundert Milliarden Dollar pro Jahr. Selenskyjs Berater Andrij Jermak erkl\u00e4rte, um die russische Wirtschaft noch schneller zu \u00bbzerst\u00f6ren\u00ab, w\u00e4re eine Obergrenze von 30 Dollar n\u00f6tig gewesen.<\/p>\n<p>Die G7- und die EU-Staaten hatten am Freitag nach langem Ringen eine Obergrenze von 60 Dollar (57 Euro) pro Barrel f\u00fcr russische \u00d6llieferungen per Schiff festgelegt, um die Finanzierung des Kriegs gegen die Ukraine zu erschweren. Die G7-Staaten k\u00fcndigten an, die Wirksamkeit des Preisdeckels zu beobachten und die Obergrenze \u00bbgegebenenfalls anzupassen\u00ab.<\/p>\n<h3>Sanktionen sollen f\u00fcr Russland h\u00e4rter zu umgehen sein<\/h3>\n<p>Durch den Preisdeckel soll es Moskau erschwert werden, die wegen des Ukrainekriegs verh\u00e4ngten Sanktionen durch Verk\u00e4ufe au\u00dferhalb der EU oder der G7 zu umgehen.<\/p>\n<p>China und Indien beispielsweise werden weiterhin russisches \u00d6l importieren k\u00f6nnen, aber nur zu dem nun beschlossenem Maximalpreis. Denn Unternehmen aus G7- und EU-Staaten und auch Australien d\u00fcrfen nach Inkrafttreten des Preisdeckels nur noch Gesch\u00e4fte rund um den Schiffstransport von russischem \u00d6l an Drittstaaten abwickeln, wenn beim Verkauf des \u00d6ls die Obergrenze von 60 Dollar eingehalten wird.<\/p>\n<p>Derzeit stellen Unternehmen aus G7-Staaten rund 90 Prozent der Transportversicherungen weltweit und die EU ist ein wichtiger Akteur im Seefrachtgesch\u00e4ft.<\/p>\n<h3>Kreml droht mit Lieferstopps<\/h3>\n<p>Der Kreml k\u00fcndigte an, den Preisdeckel nicht zu akzeptieren. Moskau hatte im Vorfeld gewarnt, dass es kein \u00d6l mehr an L\u00e4nder liefern w\u00fcrde, die eine Obergrenze einf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die sieben gro\u00dfen Industriestaaten Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA hatten den Preisdeckel bereits Anfang September auf den Weg gebracht. Um ein gemeinsames Vorgehen des Westens zu garantieren, musste aber auf eine Einigung innerhalb der EU gewartet werden. Vor allem Polen hatte zun\u00e4chst eine niedrigere Obergrenze gefordert, Berichten zufolge um die 30 Dollar.<\/p>\n<p>Am Freitagabend verk\u00fcndete der polnische EU-Botschafter Andrzej Sados dann aber die Einigung. Da der Marktpreis voraussichtlich steigen werde, seien 60 Dollar in Ordnung, sagte er. Derzeit liegt der Marktpreis von russischem \u00d6l der Sorte Urals pro Barrel bei rund 65 Dollar.<\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter folgte die gemeinsame Erkl\u00e4rung der G7-Staaten und Australiens, in der sie ank\u00fcndigten, dass die 60-Dollar-Obergrenze am Montag \u2013 wenn das EU-Embargo f\u00fcr per Schiff transportiertes russisches Roh\u00f6l in Kraft tritt \u2013 \u00bboder sehr bald danach\u00ab in Kraft treten werde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine \u00bbernsthafte Entscheidung\u00ab: Kiew ist nicht zufrieden mit der von G7- und EU-Staaten auf den Weg gebrachten Preisobergrenze f\u00fcr russisches \u00d6l. Die Ukraine will die russische Wirtschaft \u00bbzerst\u00f6ren\u00ab. 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