{"id":16594,"date":"2022-12-03T06:16:58","date_gmt":"2022-12-03T03:16:58","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/eu-beschliest-60-dollar-deckel-fur-russisches-ol\/"},"modified":"2022-12-03T06:16:58","modified_gmt":"2022-12-03T03:16:58","slug":"eu-beschliest-60-dollar-deckel-fur-russisches-ol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/eu-beschliest-60-dollar-deckel-fur-russisches-ol\/","title":{"rendered":"EU beschlie\u00dft 60-Dollar-Deckel f\u00fcr russisches \u00d6l"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Verhandler der EU-Mitgliedstaaten haben offenbar eine Einigung erzielt: Sie wollen einen Maximalpreis f\u00fcr \u00d6l aus Russland durchsetzen \u2013 und damit Moskaus finanziellen Spielraum begrenzen.  <\/p>\n<p>Die Mitgliedstaaten der Europ\u00e4ischen Union (EU) haben sich auf die H\u00f6he eines Preisdeckels f\u00fcr russisches \u00d6l geeinigt. Sie wollen Russland gemeinsam mit internationalen Partnern dazu zwingen, Erd\u00f6l von Montag an f\u00fcr zun\u00e4chst h\u00f6chstens 60 US-Dollar (etwa 57 Euro) pro Barrel (159 Liter) an Abnehmer in anderen Staaten zu verkaufen. Eine entsprechende Absprache trafen Regierungsvertreter nach langen Verhandlungen in Br\u00fcssel, wie mehrere Diplomaten der Nachrichtenagentur dpa best\u00e4tigten.<\/p>\n<p>Zudem sei ein Anpassungsmechanismus vorgesehen, der die Grenze bei mindestens f\u00fcnf Prozent unter dem Marktpreis h\u00e4lt, sollte ein Fass \u00d6l g\u00fcnstiger als 60 Dollar werden, teilte Polens EU-Botschafter Andrzej Sado\u015b am Freitag mit. Sein Land hatte f\u00fcr einen m\u00f6glichst gro\u00dfen Abschlag auf den Marktpreis argumentiert, um Russland die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine zu erschweren. Mit der Zustimmung Polens k\u00f6nnen die EU-Staaten nun \u00fcber das Wochenende den Preisdeckel, der f\u00fcr \u00fcber den Seeweg transportiertes russisches \u00d6l gelten soll, formell unter Dach und Fach bringen.<\/p>\n<h3>Wie reagiert Moskau?<\/h3>\n<p>Das Vorhaben nimmt einen Plan der sieben f\u00fchrenden Industriestaaten (G7) auf und soll einen EU-Beschluss ersetzen, wonach russisches \u00d6l ab Montag gar nicht mehr in Europa angelandet werden darf. Ziel ist es, auf der einen Seite Russlands Einnahmen zu schm\u00e4lern. Daher setzten sich gerade Polen und auch die baltischen Staaten f\u00fcr einen geringen Preis ein. Auf der anderen Seite soll der weltweite \u00d6lpreis jedoch nicht durch einen kompletten Importstopp in die H\u00f6he getrieben werden, da Russland etwa zehn Prozent des weltweiten \u00d6ls produziert. Deshalb hatte unter anderem US-Finanzministerin Janet Yellen vor einem vollst\u00e4ndigen \u00d6lboykott gewarnt.<\/p>\n<p>Der Hebel zur Umsetzung der Preisgrenze soll sein, dass Versicherungen und Reedereien sich an den russischen Gesch\u00e4ften nur beteiligen d\u00fcrfen, wenn das \u00d6l unter 60 Dollar verkauft wird. Unklar blieb zun\u00e4chst, wie Russland reagiert. Die Regierung in Moskau hatte ihrerseits einen Lieferboykott f\u00fcr Staaten angedeutet, die sich an einem Preisdeckel beteiligen. Ausgenommen von den EU-Sanktionen ist Pipeline\u00f6l, das nach Europa flie\u00dft. Darauf hatte unter anderem Ungarn gedrungen. Deutschland jedoch hat erkl\u00e4rt, ab 2023 auch auf diesem Weg kein russisches \u00d6l mehr abzunehmen. Daher sucht die Bundesregierung einen anderen Weg, um die Versorgung der Raffinerie Schwedt zu sichern. Im Gespr\u00e4ch ist auch ein Preisdeckel f\u00fcr Erdgas. Hier soll im Dezember eine Einigung erzielt werden, die EU ist bei dem Thema jedoch seit Monaten zerstritten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verhandler der EU-Mitgliedstaaten haben offenbar eine Einigung erzielt: Sie wollen einen Maximalpreis f\u00fcr \u00d6l aus Russland durchsetzen \u2013 und damit Moskaus finanziellen Spielraum begrenzen. 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